ATMOSFAIR

Weitere Informationen
https://www.atmosfair.de/de/

 

Vermeiden, Reduzieren, Kompensieren

Neues Klimaschutzprojekt in Nepal

Getreu dem gemeinsamen Motto "Wir lieben die Berge" möchten sich der Deutsche Alpenverein und der DAV Summit Club für eine nachhaltige Entwicklung in der Bergwelt und gleichzeitig für den globalen Klimaschutz engagieren. 

So entstand gemeinsam mit der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation atmosfair die Idee eines besonderen Klimaschutzprojekts, das den Aufbau und die Reparatur von Kleinbiogasanlagen in Nepal protegiert und dadurch eine umweltschonende Energieversorgung im Land vorantreibt.

Besiegelt wurde die Kooperation am 01. Juli 2018. 

Auch Sie haben die Möglichkeit, mit jeder gebuchten Reise über den DAV Summit Club einen Umweltbeitrag zu zahlen, welcher direkt in das neue Klimaschutzprojekt fließt.

ERNEUERBARE ENERGIETECHNOLOGIEN ENTLASTEN MENSCHEN & UMWELT

Kleinbiogasanlagen für Familien in Nepal
Gemeinsam mit atmosfair unterstützen der DAV und der DAV Summit Club, zusammen mit seinen Mitgliedern und Reisenden ein langfristig angelegtes Hilfsprojekt in Nepal. Die Kooperation soll dem Schutz des Klimas dienen und damit einen Beitrag zum nachhaltigen Tourismus leisten. Die Reisenden des DAV Summit Clubs verbinden mit Nepal vor allem Naturbezogenheit, nachhaltiges Reisen und pflegen ein intensives Verhältnis zu den Bergen dieser Welt. Denn diese gilt es zu schützen und zu bewahren. Aus diesem Grund investieren die Reisenden und Mitglieder mit ihrem Klimaschutzbeitrag nicht nur in den Neubau von Haushaltsbiogasanlagen in Nepal, sondern auch in die Reparatur jener, die bei den verheerenden Erdbeben 2015 zerstört wurden.

Zusammen mit dem Alternative Energy Promotion Centre (AEPC) und dem Biogas Sector Partnership baut atmosfair seit 2014 unter dem „Biogas Support Programme“ Kleinbiogasanlagen für einzelne Haushalte und Bauernhöfe im ländlichen Nepal und sorgt dadurch für eine umweltschonende Energieversorgung. Durch das Engagement vom DAV und DAV Summit Club kann das Projekt in neue Regionen in Nepal gebracht werden. 


Die Adressaten sind Haushalte, die derzeit nicht - erneuerbare Energieträger (Feuerholz) zum Kochen verwenden. Die kleinen Biogasanlagen werden in Haushalten gebaut, die mindestens zwei Rinder, Büffel oder ähnliches Vieh besitzen. Damit wird garantiert, dass genügend Dung anfällt, um die Anlage zu betreiben. Der Dung von den Tieren wird mit Wasser gemischt und in einem Faulbehälter gesammelt. Durch die anaerobe Vergärung entsteht Gas, welches sich im oberen Teil der Anlage sammelt. Dieses wird über Rohre zu den Gaskochern geleitet. Familien, die eine Biogasanlage besitzen, benötigen dadurch kein Feuerholz mehr zum Kochen.

Eine Biogasanlage spart jedes Jahr ca. 2000 kg Feuerholz und damit zwei bis drei Tonnen CO2 gegenüber der Nutzung eines offenen Feuers.

Zudem kann die starke Rauchentwicklung durch die offenen Feuerstellen in den Häusern, die für ernsthafte Augen- und Atemwegserkrankungen verantwortlich ist, vermieden werden. Auch die hygienische Situation der Familien lässt sich durch den zusätzlichen Bau einer Latrine, die oftmals zusammen mit der Biogasanlage errichtet und daran angeschlossen wird, deutlich verbessern.

Weiterhin trägt die bei der Vergärung entstehende Gülle als natürlicher Dünger kostengünstig zur Erhöhung der Landwirtschaftserträge bei und verringert die Ausgaben der Haushalte für chemischen Dünger. Landwirtschaft ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Nepal - in diesem Bereich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung tätig.

Die Mission von atmosfair

atmosfair ist eine gemeinnützige GmbH mit Sitz in Bonn und Berlin und entstand 2003 als Gemeinschaftsinitiative des Reiseveranstalterverbandes forum anders reisen und der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch.

Die Motivation war klar: Die zunehmende Belastung des Weltklimas durch den rasch wachsenden Flugverkehr stellt die Gesellschaft vor erhebliche Herausforderungen. Neben den Fluggesellschaften und den Reiseveranstaltern stehen auch die einzelnen Flugpassagiere in der Verantwortung. Diese zu informieren und ihnen eine positiv besetzte Handlungsmöglichkeit zu bieten, ist die Idee von atmosfair.


Im Laufe der Jahre entwickelte atmosfair stetig neue Klimaschutzprojekte für die Förderung energieeffizienter Technologien und für den Einsatz von erneuerbarer Energie für Haushalte im Globalen Süden. Abgesehen von den eingesparten Treibhausgasemissionen liegt der Augenmerk bei den Projekten auf zusätzlichen sozialen und nachhaltigen Aspekten: die Technologien vermeiden die Degradierung von Wäldern, fördern geregeltes Einkommen, und geben Familien die Möglichkeit ihr Leben selbstbestimmter zu gestalten.


Mit atmosfair haben Sie die Möglichkeit, nachhaltiger und umweltfreundlicher zu reisen. Denn atmosfair übernimmt eine Aufgabe im Dekarbonisierungsprozess: Für den Flugverkehr gibt es derzeit noch keine technische Lösung wie problemfreie Biotreibstoffe, oder das Null-Emissions-Flugzeug. Wie es heute schon das Bahnticket mit erneuerbaren Energien gibt, im Strombereich kleine Wasserkraft oder Windräder, so wird es in der Flugzeugindustrie aber irgendwann die erneuerbare Lösung geben, vielleicht das solare Wasserstoffflugzeug. Solange es diese Lösung nicht gibt, und solange auf der gewünschten Strecke keine klimafreundlichere Alternative vorhanden ist, können Flugpassagiere mit atmosfair die Klimagase ihrer Flugreise kompensieren.

Auf der Website von atmosfair erfahren Sie mehr über die Projekte, Organisation, das Thema Tourismus und Klimaschutz, und wann Kompensation sinnvoll ist.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, mit jeder gebuchten Reise über den DAV Summit Club einen Umweltbeitrag zu zahlen, welcher direkt in den Bau und die Reparatur von Kleinbiogasanlagen in Nepal fließt.