Presse Info

06-09-07

Erfolgreicher Summit-Sommer: Alle Expeditionen erfolgreich

Alpamayo, Koskulak, Pik Lenin und Mustagh Ata

Alle Expeditionen des DAV Summit Club im Sommer 2007

verliefen erfolgreich: am Alpayayo/Peru, 5947 m, erreichte

Expeditionsleiter Rudi Preimel mit fünf Teilnehmern den Gipfel.

Den Mustagh Ata/China, 7546 m, bestieg Albert Kirschner mit

sieben Teilnehmern. Luis Stitzinger war mit vier Teilnehmern

am Pik Lenin/Kirgistan, 7134 m, erfolgreich und feierte zum

Abschluss eine Speed-Begehung mit Ski durch die Nordwand.

Matthias Robl gelang am "unbekannten Siebentausender" Kos-

kulak/China, 7028 m, mit neun Teilnehmern die Deutsche

Erstbesteigung. Danach zog er weiter an den Mustagh Ata,

um seinen Speed-Rekord von 2005 nochmals zu unterbieten.

 

Alpamayo, 5947 m

Der „schönste Berg der Welt“ zog auch dieses Jahr wieder vie-

le Bergsteiger in seinen Bann. Darunter Expeditionsleiter Rudi

Preimel mit sieben Teilnehmern der DAV Summit Club Alpama-

yo/Huascaran Expedition. Fünf davon erreichten den Gipfel am

5. August über die anspruchsvolle Franzosenroute bei besten

Eis- und Wetterverhältnissen. Am Huascaran machten der Trup-

pe starke Höhenstürme das Leben schwer. Denoch versuchte

Preimel mit zwei Teilnehmern am 14. August einen Gipfelgang

am höheren und schwierigeren Südgipfel, 6768 m, des Anden-

Kolosses. Auf 6200 m mussten sie sich dann aber peitschen-

den Winden und beißender Kälte ergeben und absteigen.

 

Pik Lenin, 7134 m

Der im Jahr 1871 von Deutschen erstbestiegene, zweithöchste

Gipfel des zentralasiatischen Pamir-Gebirges steht bei Alpinis-

ten nach wie vor in der Beliebtheitsskala ganz weit oben. Kein

Wunder, hat er doch eine sehr abwechslungsreiche, technisch

aber moderate Route in großartigem Ambiente zu bieten. Am

21. und 24. August gelang der DAV Summit Club Gruppe nach

mehreren stürmischen Nächten der erfolgreiche Gipfelgang.

Ein neues Gipfelkreuz bildete wortwörtlich den Höhepunkt: Ei-

ne hölzerne Handarbeit des Spalter Pfarrers Andreas Hanke

(Teilnehmer). Es dürfte eines der höchsten Gipfelkreuze der

Welt sein. Zum Abschluss schnallte sich Luis Stitzinger noch

die Ski unter und stieg über die steile, seracdurchsetzte Nord-

wand in rekordverdächtigen 8 Stunden 23 Minuten zum Gipfel

auf und fuhr in 1 Stunde und 12 Minuten wieder hinab. Pik Le-

nin als Tagestour in unter 10 Stunden!

 

Koskulak, 7028 m

Die Deutsche Erstbesteigung, die der DAV Summit Club als

Überraschungs-Highlight ins Programm des Jubiläumsjahres

(50 Jahre DAV Summit Club) gesetzt hatte, wurde durch einen

schönen Erfolg gekrönt: Von den 15 Teilnehmern erreichten

neun mit Expeditionsleiter Matthias Robl den einsamen Sieben-

tausender-Gipfel. Von einem idyllisch, zwischen zwei kleinen

Seen gelegenen, Basislager (4550 m) folgt die Route mäßig

steilen Fußhängen bis zum Beginn des Nordwestgrats, der sich

plötzlich messerartig verjüngt. Nach dieser spannenden Eng-

stelle folgen lange, ideale Skihänge bis zum höchsten Punkt.

 

Mustagh Ata, 7546 m

Auch vom höheren Nachbarn des Koskulak gibt es Positives zu

vermelden. Expeditionsleiter Albert „Abi“ Kirschner konnte –

dank souveräner Taktik - trotz zunehmend stürmischen und

kalten Wetterverhältnissen den Gipfel des „Vaters der Eisberge“

mit sieben der 13 Expeditionsteilnehmer erreichen. Das vom

Innsbrucker Wetterspezialisten Karl Gabl prognostizierte Schön-

wetterfenster hielt am 18. August, was es versprochen hatte.

Eine Woche zuvor konnte Matthias Robl seinen eigenen, 2005

mit Benedikt Böhm und Sebastian Haag aufgestellten Speed-

Rekord am Mustagh Ata nochmals unterbieten: 8 Stunden 17

Minuten im Aufstieg und 1 Stunde 20 Minuten für die Abfahrt!

 

Weitere Informationen unter: www.dav-summit-club.de