Von Nord-Patagonien zum Aconcagua Entlang der Anden durch Argentinien

Programm
Das sagen Mitreisende

Beschreibung

  • Rundreise mit Bergwanderungen, 21 Tage
  • Unterkunft in Hotel, Hostal, Hütte, Zelt
  • Von Buenos Aires bis Santiago de Chile
  • Die Nationalparks Nahuel Huapi und Lanin
  • Trekking zum Basislager des Aconcagua
  • Gipfelmöglichkeit (fakultativ):
    - Cerro de Tronador, 3491 m

Programm

1. Tag: Linienflug über Paris nach Buenos Aires, Hauptstadt, Weltstadt, industrielles und kommerzielles Zentrum Argentiniens am Rio de la Plata. 
2. Tag: Ankunft in Buenos Aires, 23 m, und Transfer zum Hotel. Nach dem Einchecken haben Sie Gelegenheit, einen Spaziergang durch das mondän-quirlige Stadtzentrum zu unternehmen und über die beühmte Avenida Florida oder die Plaza de Mayo zu bummeln. Die Einkehr im "Cafe Tortoni", museales Relikt aus der Kolonialzeit, bietet sich an. Im Künstlerviertel rund um die Plaza Dorrego finden sich am Sonntagnachmittag die Tango-Tänzer ein. Das "Paris Südamerikas" zeigt sich von seiner schönsten Seite. [F/-/-]
3. Tag: Flug nach San Carlos de Bariloche, 765 m, am Rande der Anden in der Provinz Rio Negro. Im bekanntesten Kurort Argentiniens, eingebettet in herrlich grüne Berglandschaft, erwartet Sie Ihr deutsch sprechender Reiseleiter. Sie quartieren sich für drei Nächte in einem angenehmen Hostal ein. Der Nachmittag ist der Besichtigung vorbehalten. Argentinier bevorzugen Bariloche als Ziel von Hochzeitsreisen und Klassenfahrten. [F/-/-]
4. Tag: Der Lago Nahuel Huapi, fjordartig verzweigter See im Herzen des gleichnamigen Nationalparks, ist Ziel einer aussichts- und abwechslungsreichen Rundtour (40 km/2 h). Die Indios glauben, dass im See das saurierartige Ungeheuer Nahuelito haust. Weitere Naturschönheiten präsentiert die Seenlandschaft von Llao Llao - nicht von ungefähr spricht man von der "Schweiz Argentiniens". [F/M/-]
5. Tag: Bergwanderung am Cerro Catedral, 2405 m, mit großartiger Aussicht auf den Nahuel-Huapi-See. Die leichte Gratwanderung in mit skurrilen Felsnadeln an die Dolomiten erinnernder Berglandschaft ist als Eingehtour perfekt geeignet. Im Sommer treffen sich hier die argentinischen Kletterer, im Winter warten siebzig gepflegte Pisten auf die Skifahrer. Die ersten Höhenmeter schweben Sie mit der Seilbahn aufwärts, dann beginnt die Tour - bereits oberhalb der Baumgrenze. Der Berg bietet spektakuläre Panoramen und Sicht bis weit hinein nach Chile. Vorbei am Rifugio Frey, 1700 m, hinab zum Lago Gutierrez. Hm ↑700 ↓1000 Gz 7 h [F/M/-]
6. Tag: Der eisbedeckte Tronador, 3491 m, höchster Berg des Nationalparks Nahuel Huapi, ist buchstäblich ein herausragendes Ziel, dem Sie zwei Tage widmen. Sie übernachten auf der Otto-Meiling-Hütte, 1900 m, benannt nach einem deutschstämmigen Bergsteiger, der Mitte des 20. Jahrhunderts in der Region zahlreiche Erstbegehungen unternommen hat. Aufstieg ab Pampa Linda, 895 m, durch uralte Nothofagengehölze und Südbuchenwälder. Immer wieder brechen schwere Eisblöcke von den Gletscherzungen ab und donnern zu Tal, davon hat der "Tronador" auch lautmalerisch seinen Namen. Schließlich verlassen Sie die Bergwaldzone und gelangen zum Rifugio Meiling, das auf einer Aussichtskanzel am Rande des Alerce-Gletschers thront. Die Begegnung mit mächtigen Kondoren ist ziemlich wahrscheinlich. Hm ↑1000 Gz 5 h [F/M/A]
7. Tag: Auf den Gipfel des Tronador können Sie steigen, wenn Sie hervorragende Hochtourenerfahrung und die entsprechende Ausrüstung haben. Da der Bergführer gebucht werden muss, ist eine Anmeldung für die Tour vor Abreise beim DAV Summit Club zwingend nötig! Weil fast 1600 Höhenmeter im Auf- und 2600 Höhenmeter im Abstieg zu überwinden sind, erfolgt der Aufbruch sehr früh am Morgen. Die Route führt gleich von der Hütte weg - mit Seil und Steigeisen - über spaltenreiche Gletscher. Sie müssen ein selbständiger und erfahrener Bergsteiger sein, der mit Pickel und Steigeisen bis zu 35 Grad steile Firnflanken seilfrei gegehen kann. Steilere Passagen müssen mit Fixseilen versichert werden. Der DAV Summit Club behält sich die Auswahl der Teilnehmer vor. Bitte bei Anmeldung einen Tourennachweis der letzten Jahre vorlegen. Entsprechende Ausrüstung muss mitgebracht werden. Die (vermutlich größere) Gruppe lässt's ruhiger angehen, genießt beim Frühstück das prächtige Panorama und steigt mit viel Muße nach Pampa Linda ab. Rückfahrt nach Bariloche (45 km /1,5 h) zum vertrauten Hostal, wo Sie Ihr Hauptgepäck deponiert haben. Hm ↓1000 Gz 3 h [F/M/-]
8. Tag: Die "Argentinische Schweiz" bleibt zurück und Sie fahren über Villa La Angostura durch verträumte, hügelige Berglandschaft nach Junin de los Andes, 902 m, Hauptstadt der Provinz Neuquén, mit nur 12000 Einwohnern, gegründet 1883. Auf einer Schotterstraße in den Lanin-Nationalpark mit 34 Seen und einer fantastischen Vielfalt an Flora und Fauna (260 km/5 h).  Unter anderem lebt hier das kleinste Reh der Welt, das Pudú. Mächtiger Rahmen für Landschaftsbilder sind die uralten Araukarienwälder oder die Stämme der Pehuén-Pinien, die eine Höhe von mehr als 45 Metern errreichen. Über allem leuchtet in blendendem Weiß der Vulkan Lanin, 3747 m. Man vergleicht den "schönsten Berg Argentiniens" oft mit dem Fujiyama in Japan. Romantischer könnte der Zeltplatz für die Übernachtung nicht gelegen sein: in parkähnlicher Landschaft, zwischen kleinen Gehölzen und Gehöften der Mapuche-Indianer. Der Lago Huechulafquen lädt zum Abendspaziergang am Ufer ein. [F/M/A]
9. Tag: Der Aufstieg Richtung Lanin beginnt nach einer Fahrt an die Nordseite des Vulkans (120 km/3,5 h). Aus steppenähnlicher Landschaft, durch Aurakarienwald, vorbei am Posten der Nationalpark-Wächter und letztlich über eine steile Moräne zu einer Militärhütte, 2450 m. Nach erholsamer Pause erreichen Sie in nochmals eineinhalb Stunden Marsch die kleine Hütte des Club Andino Junin de los Andes (CAJA), 2600 m, wo Sie einmal übernachten. Hm ↑900 Gz 5 h [F/M/A]
10. Tag: Abstieg und spektakuläre Fahrt (45 km/2,5 h) durch eine atemberaubend schöne Seen- und Berglandschaft zum Paso Tromen an der argentinisch-chilenischen Grenze. Borkeneiche und Schuppenfichte flankieren die Straße. Zeltlager am malerisch gelegenen Lago Tromen. Hm ↓900 Gz 3 h [F/M/A]
11. Tag: Die Mapuche-Indianer-Reservation ist einen Besuch wert, bevor die Fahrt weitergeht in den Nationalpark der Laguna Blanca (400 km/5 h). Der "Weiße See" ist alkalisch und flach, reich an Plankton. Der Überfluss an Nahrung lockt zahlreiche Vögel an, darunter Flamingos und die seltenen Schwarzhalsschwäne. Übernachtung in einem Hostal in der Ortschaft Chos Malal, 806 m. [F/M/A]
12. Tag: Wüstenähnliche Vulkanlandschaft ist auf dem Weiterweg nach Norden (295 km/7 h) die aride Kulisse für eine Wanderung. Dabei werden die harten Lebensbedingungen deutlich. Sie haben Gelegenheit eine Zuwanderer-Familie aus Europa kennen zu lernen, die sich hier mit Ziegenzucht ein karges Auskommen erarbeitet. Zeltübernachtung in Malargüe bei Daon Ávila, 1416 m. Gz 2 h [F/M/A]
13. Tag: Auf der legendären "Ruta 40" immer entlang der Andenkette nordwärts (320 km/4 h). Ziel ist das berühmte Weinanbaugebiet Argentiniens in der Provinz Mendoza. Auftakt mit Besichtigung einer Weinkellerei. Am späten Nachmittag erreichen Sie das Valle de Uco und den Ort La Consulta, 942 m. Zweimal übernachten Sie in Obhut der gastfreundlichen Familien, die sich zu einer Kooperative zusammengeschlossen haben, um Besuchern ein authentisches Bild vom Leben auf dem Land zu vermitteln. Die Wein- und Obstbauern haben sich damit einen Nebenerwerb erschlossen. Das Projekt wurde mit einem Internationalen Preis für sozialverantwortlichen Tourismus ausgezeichnet. Mit einem rustikalen Dinner und Folklore vom Feinsten geht der Abend spät zu Ende. [F/M/A]
14. Tag: Mit dem Fahrrad oder zu Fuß entlang der Bewässerungskanäle der Farm. Ihre Gastgeber zeigen Ihnen Weinberge und Obstplantagen. Und Sie werden eingeladen, beim Brotbacken selbst mit Hand anzulegen. Und selbstverständlich gibt es auch eine Möglichkeit, den Wein fachkundig zu verkosten. [F/M/A]
15. Tag: Mit der Pferdekutsche nach Gutsherrenart brechen Sie auf, um die weiter entfernt liegenden Ländereien zu erkunden. Unterwegs bietet sich der Besuch bei einer Künstlerfamilie an. Vielleicht lässt sich das eine oder andere Souvenir erwerben. Die Tage auf dem Land gehen mit einer grandiosen, typisch argentinischen Fiesta zu Ende. Nach dem Abendessen stimmen Musikanten ihre Instrumente. Es wird gesungen und getanzt und auch Sie sind dann aufgefordert, etwas zum Gelingen des Festes beizutragen. [F/M/A]
16. Tag: Die Provinzhauptstadt Mendoza, 824 m, eine moderne Oasenmetropole mit viel Grün, ist einen zweistündigen Aufenthalt wert, mit Stadtrundfahrt und Spaziergang. Gegen Mittag fahren Sie westwärts, durch schier endlose, staubtrockene Bergtäler. Allmählich ansteigend, führt die Straße  nach Horcones, 2850 m, wo die Park-Gendarmerie die Papiere prüft (250 km/3 h). Hier beginnt die Wanderung zum Basecamp des Aconcagua. Entlang der Laguna Horcones erreichen Sie das Zeltlager Confluencia, 3368 m. Hm ↑500 Gz 4 h [F/M/A]
17. Tag: Die Aconcagua-Südwand, 3000 Meter (!) hoch, mächtig, martialisch, eisstarrend, ist ein grandioses Ziel, vielleicht der spektakulärste Anblick der Reise. Sie haben ihn während des Anmarsches zur Plaza Francia, 4100 m, ständig vor Augen. Der höchste Berg des Kontinents, 6962 Meter hoch, präsentiert Ihnen seine furchteinflössenden Ausmaße. Rückweg über Gletschergrund ins Lager Confluencia. Hm ↑800 ↓800 Gz 6-8 h [F/M/A]
18. Tag: Abstieg vom Aconcagua-Camp zur Straße und Fahrt mit dem komfortablen öffentlichen Bus (140 km/2 h) über die Grenze nach Santiago de Chile. Sie checken im Hotel ein (zwei Nächte) und genießen den freien Abend. Hm ↓500 Gz 2 h [F/M/-]
19. Tag: Santiago de Chile, 474 m, ist das bedeutendste politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Die Franziskuskirche von 1586 erinnert an die koloniale Vergangenheit der Kapitale. Nach einer geführten Stadtbesichtigung am Vormittag können Sie am Nachmittag noch einmal auf eigene Faust losziehen, um Mitbringsel einzukaufen oder Museen zu besichtigen. [F/-/-]
20. Tag: Fahrt zum Airport und Linienflug über Paris nach Deutschland. [F/-/-]
21. Tag: Ankunft in Deutschland und weitere Heimreise.

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Flüge mit Air France von Deutschland über Paris nach Buenos Aires und zurück ab Santiago de Chile, 23 kg
  • Inlandsflug mit Aerolineas Argentinas Buenos Aires – Bariloche, Freigepäck 15 kg 
  • Flughafengebühren in Deutschland
  • Fahrten/Transfers laut Programm, Aconcagua – Santiago de Chile mit Linienbus
  • 11 x Vollpension, 4 x Halbpension, 4 x nur Frühstück 
  • 3 x Hotel***, 3 x Wohnen bei einer Familie, jeweils im DZ,
  • 5 x Hostal/Hosteria, 2 x Berghütte, jeweils im MBZ
  • 5 x Zweipersonenzelt
  • Besichtigungen laut Programm
  • Deutsch sprechender Stadtführer in Buenos Aires und deutsch sprechender argentinischer Wander- und Kulturführer von Bariloche bis Santiago de Chile

Bei uns außerdem enthalten

  • Nationalpark-Gebühren
  • Reiserücktritt-/Abbruch-/Kranken-/Haftpflichtversicherung
  • Gutschein für den Summit Shop € 50,–

Teilnehmerzahl

8–14 Personen

Reisedokumente

Reisepass

Wichtiger Coronahinweis

Der DAV Summit Club und die Leistungsträger erbringen ihre Leistungen stets unter Einhaltung und nach Maßgabe der zum Aufenthaltszeitpunkt vor Ort geltenden behördlichen Vorgaben und Auflagen. Aus diesem Grund kann es zu Corona bedingten, angemessenen Nutzungsregelungen oder –beschränkungen bei der Inanspruchnahme der Leistungen kommen. Bitte beachten Sie die behördlichen Vorgaben für die von Ihnen besuchte Destination:

Zusatzkosten

Flughafengebühren ca. US-$ 40,–; Trinkgelder ca. US-$ 90,–; Eintritte ca. US-$ 20,–; Mahlzeiten ca. US-$ 150,–; Besteigung des Cerro de Tronador mit einheimischem Bergführer auf Anfrage, pro Tag ab € 95,–

Zusatzinformationen

Ihr freiwilliger atmosfair-Beitrag z. B. ab Frankfurt ca. € 219,–

Fakultative Besteigung des Cerro de Tronador:
Sie müssen ein selbständiger und erfahrener Bergsteiger sein, der mit Pickel und Steigeisen bis zu 35 Grad steile Firnflanken seilfrei gegehen kann. Steilere Passagen müssen mit Fixseilen versichert werden. Der DAV Summit Club behält sich die Auswahl der Teilnehmer vor. Bitte bei Anmeldung einen Tourennachweis der letzten Jahre vorlegen. Entsprechende Ausrüstung muss mitgebracht werden.

Unterbringung

OrtNächteUnterbringungLandeskategorie

Buenos Aires

1Gran Hotel Argentino***

Bariloche

4Hostal El Gaucho

Tronador

1Berghütte

Nationalpark Lanin

1Zelt

Nationalpark Lanin

1Berghütte

Lago Tromen

1Zelt

Chos Malal

1Hosteria Don Costa

Malargue

1Zelt

Agrotourismo

3Privatzimmer bei einer Familie

Confluencia

2Zelt

Santiago de Chile

2Hotel Principado***

Anforderungen

Technisch leichte Wanderungen mit Gehzeiten von 2 bis 8 h. Entsprechende Kondition und Trittsicherheit bringen Sie mit. Die fakultative Besteigung des Tronador ist eine äußerst anspruchsvolle Hochtour und nur bei guten Verhältnissen möglich. Die oft wechselhaften Wetterverhältnisse bestimmen den Routenverlauf und können Änderungen erforderlich machen. Die Hostals und Hütten sind einfach. Das Essen ist landestypisch. Sie sind teamfähig, packen bei Gemeinschaftsaufgaben wie beim Campaufbau, beim Essenseinkauf und der -zubereitung mit an. Systematische Vorbereitung für diese Reise: Siehe "Vorbereitungskurse" in der Infothek.

Wanderungen

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Tronador

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Details

BuchungscodeARNOR
DAV-Mitglieder-Bonus:30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart Flug
Inklusive Anschlussflüge von Deutschland nach/ab Paris auf allen Strecken der Air France.

Preise inklusive Luftverkehrssteuer für Termine ab 1.1.2011
 

ZimmeraufpreisEinzelzimmer, nur in Hotels/Einzelzelt € 350,–
Termine