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Karin Sturm / Birgit Heiland

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Karin Sturm / Birgit Heiland
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mittelschwere Expeditionen/ Grönland

Beschreibung

Grönland

Expedition Grönlanddurchquerung

  • Eine der großartigsten Skitouren der Erde
  • Genussvolle Herausforderung für konditionsstarke und erfahrene Alpinisten
  • Durchquerung der größten Insel des Globus von West nach Ost
  • Auf den Spuren der Skipioniere
  • Hohe Erfolgsquote

Programm

Es ist eine der großartigsten Skitouren der Erde. Wild und endlos die Natur, Nordlicht, gigantische Gletscher und das enorme Eisschild. Die Vertikale der Berge in die Horizontale des Eises verlegen, über den Eispanzer der größten Insel des Globus spuren, bis auf eine Höhe von immerhin etwa 2500 m, dem höchsten Punkt unserer Expedition. Sie werden sich auf dem größten „weißen Fleck“, der mächtigsten zusammenhängenden Eismasse der nördlichen Hemisphäre, bewähren und ziehen Ihre Pulka über die Kontinent große Insel. Aus eigener Kraft vom Meer zum Meer. Durch Null Zivilisation, fernab der Menschen. Leben in einer grandiosen Einöde, dem ozeanischen Gletscher.
Das bis zu 3000 m dicke Inlandeis ist nicht tot, es ist der Naturtraum schlechthin. Sie erleben gleißende Sonne oder auch Schneefegen. Bunter Arktis-Zauber - Nordlicht, die „Fackeln der Götter“ aus der nordischen Mythologie - fegt nachts in Wellen über den Himmel. Trotz aller topografischer Kenntnisse ist hier noch immer eine terra incognita, eine immer wieder zu entdeckende Welt.
Es wird für Sie ein Erlebnis fürs Leben - das ist versprochen! Es gibt kaum eine intensivere Erfahrung als die Überschreitung der grönländischen Eiskappe. Eine begeisternde Herausforderung für fähige Alpinisten - und für eine harmonische Gruppe.
Der Polarforscher Fridtjof Nansen legte mit seiner ersten, damals sensationellen Durchquerung auf Ski und seinem Buch „Auf Schneeschuhen durch Grönland“ die Grundlagen für den Siegeszug der „langen Latten“. Zu Nansens Zeiten war sein Aufbruch ins Unbekannte eine Tour an der Grenze des Menschenmöglichen. Es waren unvorstellbare Strapazen, unter denen seine sechsköpfige Gruppe die unbekannte Eiskappe überschritt. Heute ist durch hervorragende Ausrüstung, Kenntnisse der Topografie, ausgezeichnete Nahrung und bergsteigerische Ausbildung eine Eiskappenüberschreitung für konditionsstarke und erfahrene Alpinisten genussvolle Herausforderung – nach sorgfältiger Vorbereitung und Training.
Sie starten im arktischen Frühling vom Flughafen Kangerlussuaq an der Westküste, schon nördlich des Polarkreises. Durch eine Geröllwüste voller Details, und dann über eine zerrissene Gletscherzunge spuren Sie Richtung des unendlich scheinenden Inlandeises. Sie sind bald fernab jeder Zivilisation, umgeben von einer „ohrenbetäubenden“ Stille.
Etwa 600 km sind es über das Eis. Der kürzeste Weg zwischen zwei Punkten ist die Gerade. Rundum nur Horizont. Die aufgelassene amerikanische Frühwarnstation DYE II ist unterwegs eine kalte, willkommene „Attraktion“. Die moderne Zeit hat diesen Friedhof des Kalten Krieges vergessen.
Das arktische Fieber wird Sie spätestens hier gepackt haben. Sie sind „arctic bitten“, „gebissen“ von der Großartigkeit der polaren Wüste. Versprochen: Für immer in Ihrem Leben!
Nach etwa 3 Wochen im „Kühlschrank“ kommt wieder Land in Sicht – diesen Moment werden Sie nie vergessen. Und Sie erleben an der Ostküste das kleine Jägerdorf Isortoq und später die „Stadt“ Tasiillaq. Sie tauchen ein in das harte aber auch für uns malerische Leben der Grönländer.
Die Expedition ist eine der großartigsten Touren, die ein Skitourengeher erleben kann. Die Chancen für den Expeditions-Erfolg stehen bestens. „Polarwolf“ Michael Vogeley hat zweimal Grönland durchquert und für uns dieses Programm ausgearbeitet.

 

Vorgesehener Ablauf:
Der nachstehende Plan wird im Detail von den Schnee-, Eis- und Wetterverhältnissen und den Transportgegebenheiten bestimmt und kann abweichen.

1. Tag: Linienflug von Deutschland nach Kopenhagen. Übernachtung in einem  Hotel nahe des Flughafens.

2. Tag: Linienflug von Kopenhagen nach Kangerlussuaq in Grönland am Ende des 170 km langen, majestätischen Søndre Strømfjord. Sie sind im Kalaallit nunaat, dem „Land der Menschen“ - fast ohne Menschen. Check der Ausrüstung, Packen, die Pulkas vorbereiten. Die Herausforderung steht unmittelbar bevor!
Schlendern durch die kleine, dynamische Siedlung mit etwa 600 Einwohnern. Es ist eine ehemalige Station der US Air Force aus dem 2. Weltkrieg. Ein komfortables Dinner ist das letzte in der Zivilisation für etwa 3 Wochen.

3. Tag: Sie fahren vorbei an Rentieren und Moschusochsen zum Ende des wüstenartigen Sandflugtsdalen und bis zur mächtigen Gletscherzunge des Inlandeises beim berühmten Punkt 660. Der Anstieg durch eine zerklüftete Gletscherzone beginnt.

4. und 5. Tag: Etwa 40 km zu Fuß und mit Ski durch den zerklüfteten Gletscher steigen Sie höher und höher bis auf etwa 1100 m, wo das spaltenfreie Inlandeis beginnt. Es kann spannend werden, Ski und Schlitten in diesem zerklüfteten Terrain zu handhaben. Die Nunatakker, Felsinseln im Eismeer, sind in der Ferne nur noch schwach zu erkennen.

6. bis 17. Tag: Das „große weiße Schweigen“ des Eisschilds nimmt Sie gefangen. Wieder hat Nansen treffend geschrieben: „Wie ein weißer, diamantbesetzter Teppich, fein und weich wie Daunen ...“ Ihre Ski gleiten durch glitzernden Schnee, über Eisgangel, durch Triebschneefahnen, durch Hitze und Kälte, durch Sturm und Windstille. Sie hören das Sirren Ihrer Ski und das Knirschen der Schlitten. Nicht zu schnell - 15 bis 30 km pro Marschtag sind das Ziel. Alles hängt ab von den Schnee- und Wetterverhältnissen. Der Tagesablauf ist überhaupt nicht eintönig. Aufwachen, Frühstück im Zelt, Lagerabbau, marschieren, rasten, marschieren, Lagerbau ... Die Eiskappe hat hier eine Mächtigkeit von 3 km. Laufen, rasten, laufen, laufen – knapp 600 km. Müde und glücklich fallen Sie abends auf Ihre Isomatte. Jeden Tag schmeckt die konzentrierte Expeditionsnahrung besser, und Ihr Appetit wird täglich größer.
Unmerklich geht es aufwärts. Sie bewegen sich auf den Spuren des Skilaufs. Nach 9 bis 10 Tagen taucht in der Ferne ein runder Ballon auf: Die unbewohnte Frühwarnstation DYE II, ein Relikt des Kalten Krieges der Amerikaner, ist für Sie eine durchgekühlte, interessante und historisch einmalige Übernachtungsmöglichkeit.

18. bis 25. Tag: Wieder laufen, laufen, laufen... bis Sie auf dem flachen „Top“ auf 2550 m stehen - dem höchsten Punkt der Expedition. Laufen, laufen, laufen. Ab jetzt geht es ein wenig leichter, nämlich unmerklich abwärts. Ihre täglichen Marschleistungen steigen. Die ersten nunatakker der Ostküste tauchen auf, das Meer ist zu ahnen. Sie umgehen Schmelzwasserseen, müssen Bäche überwinden, und große Spalten erfordern Ihre Vorsicht.

26. bis 27. Tag: Die Eiskappe scheint nach unten zu fallen, vom Eis zu Land und Wasser. Durch Spaltenzonen steuern Sie die Pulkas hinunter zum Meer. Die letzten Kilometer sind wild, nass und schön und werden wahrscheinlich die faszinierendsten der Expedition. Ein tolles Finale durch ein Gletscherfeld mit Blick auf das Meer. Es ist ein bewegender Moment, wenn Sie am Ufer des Fjords stehen. Sie haben Grönland durchquert, auf der klassischen Route und im historisch-reinen Stil - vom Meer zum Meer aus eigener Kraft. Respekt!
Ein Boot nimmt Sie auf, und Sie tuckern vorbei an Eisbergen in das winzige, sehr authentische Jägerdorf Isortoq mit etwa 100 Einwohnern. Der Name bedeutet „nebelige See“. Robben- und Eisbärfelle trocknen in der klaren Luft. Ursprüngliches Grönland und Grönländer pur!

28. Tag: Die mächtigen Berge des Schweizerlandes grüßen auf Ihrem kurzen Helikopterflug nach Tasiillaq, der einzigen „Stadt“ an der 3000 km langen Ostküste mit immerhin etwa 3000 Einwohnern. Hinter den Häusern ist die Wildnis noch zu Hause. Hier ist Grönlands „Tunu“, der „Rücken des Landes“, wie es die Grönländer nennen. Die Ostküste der weltgrößten Insel ist einer der menschenleersten Flecken der Erde. Fischen und Jagen bestimmen hier das Leben und Denken der Menschen. Und dann in einem typischen „Guesthouse für Abenteurer“: Die erste Dusche nach fast einem Monat! Ein Festessen, das erste Bier! Sie nehmen Ihr Frischwäschegepäck in Empfang. Jetzt erst wird es Ihnen so richtig bewusst: Sie haben das enorm große Grönland aus eigener Kraft durchquert und ein ganz großes polares Abenteuer bestanden.

29. Tag: Heliflug von Tasiillaq zum internationalen Flughafen Kulusuk. Linienflug nach Reykjavik/Keflavik auf Island. Abschiedsdinner.

30. Tag: Flug von Reykjavik nach Deutschland. Unten zieht die schwarz-weiße Welt der seltsamen Insel aus Feuer und Eis an Ihnen vorbei. Die Zivilisation hat Sie endgültig wieder. Sie haben ein großartiges Abenteuer bestanden.

Nochmals und versprochen: Die Expedition wird ein Erlebnis für Ihr Leben!

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Vollständige Organisation der Expedition
  • Flug ab/bis Deutschland nach/ab Oslo und Transfer nach Finse (Trainingskurs)
  • Flug ab/bis Frankfurt nach/ab Kangerlussuaq sowie alle Flüge innerhalb Grönlands
  • alle notwendigen Transfers vom/zum Flughafen zum/vom Beginn/Ende der Durchquerung
  • Flughafengebühren in Europa
  • Bahn zum/vom Flughafen in Deutschland 2. Kl./ICE inklusive
  • Übernachtungen in Hotels (DZ) und Guesthouses (Mehrbettzimmer) mit Frühstück
  • Vollpension auf der Durchquerung
  • Komplette Lagerausstattung (Expeditionszelt für 2 Personen, Kochausrüstung, Gas, Spezialverpflegung, etc.)
  • Sämtliches gemeinschaftliches Sicherungsmaterial
  • Pulkas für den Materialtransport
  • Expeditionsgenehmigung
  • 5 Tage Vorbereitungstraining in Norwegen inkl. Flug und Vollpension vom 08. - 12. Februar 2017

Bei uns außerdem enthalten

  • Grönlanderfahrener Arctic Nature Guide
  • Satellitentelefon, Wetterbericht, GPS
  • 1 Funkgerät pro Teilnehmer
  • Transport eines Frischwäschepakets vom Ausgangs- zum Endpunkt der Überquerung
  • Notfallapotheke, Funkrettungsboje, permanente Verbindung zur medizinischen Rettungsstelle
  • Umfangreiches Versicherungspaket:
    bei Buchung bis 30.09.2016: Reiserücktritt-/Abbruch-/Kranken-/Haftpflichtversicherung
    bei Buchung ab 01.10.2016: Reisekranken-Versicherung inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten, Assistance-Leistungen sowie Reisehaftpflicht-Versicherung

Teilnehmerzahl:

4 - 6

Reisedokumente:

Für europäische Teilnehmer Reisepass oder Personalausweis, 6 Monate Gültigkeit ab Einreisedatum erforderlich.

Zusatzinformationen:

Termin für den Trainingskurs in Finse/Norwegen ist 08. - 12. Februar 2017.

Wichtige Hinweise:
Änderungen oder Abweichungen vom ausgeschriebenen Programmablauf während der Reise sind aufgrund des Charakters unserer Reisen jederzeit möglich. Straßenverhältnisse, Wettereinbrüche, behördliche Willkür, Schwierigkeiten mit örtlichen Transportmitteln und viele andere Einflussfaktoren führen dazu, dass der angegebene Reiseverlauf nicht garantiert werden kann. Die obige Ausschreibung stellt insofern auch nur den geplanten Reiseverlauf dar, ohne den genauen Ablauf im Detail zu garantieren.

Unterbringung

OrtNächteUnterbringungLandeskategorie
Expedition:
Kopenhagen1Hotel**
Kangerlussuaq1Guesthouse
Zelt21Zweipersonenzelt
Tasiillaq1Guesthouse
Reykjavik1
Vorbereitungstraining:
Oslo1Hotel
Finse3Zweipersonenzelt

Anforderungen

Voraussetzungen

Das Spaltengelände an den Küstenrändern erfordert alpine Erfahrung, und der ungespurte Schnee auf der Eiskappe eine solide Gehtechnik auf Ski. Tiefe Temperaturen (eher selten auch mal -30 Grad C), Schneetreiben (oder sogar Regen) und Sturm erfordern den erfahrenen Bergsteiger mit ausgezeichneter Kleidung und Biwak-Erfahrung. Bei Windstille und Sonne kann das Thermometer durchaus bis Null klettern und Sie kochen außerhalb des Zeltes. Sie werden mehrere Wochen auf Ski täglich etwa 8 Stunden mit einer gewichtigen Pulka „im Kreuz“, die all Ihre Ausrüstung plus einige Kilo Gemeinschaftsausrüstung enthält, marschieren. Beim An- und Abstieg an den Küsten geht es auch über raues Gelände, durch  Schmelzwasserbäche und durch Spaltenzonen. Beim Start hatte Ihre Pulka etwa ein Gewicht von 65 kg plus einen persönlichen Rucksack auf dem Rücken.

Obligatorischer Bestandteil der Expedition ist ein Vorbereitungstraining in Finse in der Nähe von Oslo, Norwegen. Allein das ist ein unvergessliches Erlebnis! Wir versuchen für Ihre Sicherheit und Ihren höchstmöglichen Genuss an dieser anspruchsvollen Expedition so viel wie möglich vorauszusehen und zu –planen. An einem verlängerten Wochenende über 5 Tage vor der Expedition werden Sie sich mit Ihren zukünftigen Expeditionspartnern und Ihren Führern an einem norwegischen Ort in der Nähe von Oslo vorbereiten. Geplant ist das kalte Finse in der berühmten Hardangervidda als idealer Platz, der Ihren Herausforderungen in Grönland nahe kommt. An einem der kältesten Plätze Skandinaviens trainierten hier schon berühmte Polarforscher wie Amundsen und Nansen. Sie diskutieren die Ausrüstung und üben Schlitten ziehen, Lagerbau bei schlechten Verhältnissen, Mahlzeiten bereiten mit einem Primus-Kocher, Umgang mit der Kälte... Sie werden alles lernen, was Sie an Kenntnissen für die Expedition brauchen. Und besonders wichtig: Sie werden sich kennen lernen.
 
Wir empfehlen einen medizinischen Leistungstest und erwarten ein vom Arzt unterschriebenes Attest, und einen Zahnarzt-Check. Sie sind top fit und haben im Vorfeld gut trainiert. Schon Nansen schrieb richtig: „Ich konnte indessen nur Leute gebrauchen, die mit dem Schneeschuhlaufen vertraut und als energische und ausdauernde Menschen bekannt waren.“ Kameradschaft ist für Sie selbstverständlich und genauso wichtig, wie Ihre physische Konstitution. Sie operieren in Zweierteams. Lager bauen, Kochen, Packen ... Sie sind ein gestandener Alpinist - und ein Kamerad! Und Humor ist immer ein guter Begleiter.

Bitte reichen Sie bei der Anmeldung einen Tourenbericht der letzten Jahre ein.

Sind Sie unsicher, ob Sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen? Stufen Sie sich nicht zu hoch ein. Wer nicht am Limit läuft, kann die Schönheiten der Natur intensiver geniessen! Im nachfolgenden Download finden Sie ausführliche Informationen zur Schwierigkeitsbewertung. Sind Sie bezüglich der Kondition unsicher, vergleichen Sie die angegebenen reinen Gehzeiten und zu bewältigenden Höhenmeter mit Touren, welche Sie schon gemacht haben. Bitte beachten Sie, dass eine Tour mit der Angabe von z. B. 5 h Gehzeit, mit den Pausen ca. 7-8 h Stunden dauert.

Schwierigkeitsbewertung

Technik:
Kondition:

Termine und Preise

  • Buchungscode:
    EXGROE
  • DAV-Mitglieder-Bonus:
    30,- [1x pro Kalenderjahr]
  • Anreiseart:
    Flug
    Zimmeraufpreis:

    Einzelzimmer € 400,–, nur in Hotels


33 Tage

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33 Tage

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