Wandern in Georgiens großem Kaukasus
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Georgien - Wandern im Großen Kaukasus

Tageswanderungen in Mzcheta und Swanetien

  • Technisch anspruchsvolle Tageswanderungen, 15 Tage
  • Uralte Klöster, Kreuzkuppelkirchen und Kathedralen
  • Wanderung zu Füßen des Prometheus-Berges Kazbek, 5047 m
  • Tbilissi, die moderne Hauptstadt Georgiens
  • Swanetien und die Bergwelt des Großen Kaukasus
  • Wasserfälle, Blumenwiesen und die Gletscher des Schchara, 5158 m
  • Wehrtürme und Weltkulturerbe in Mestia und Uschguli
  • Zu Füßen der Bezengi-Mauer: Unterwegs im „kaukasischen Himalaya“
  • Weinverkostung und die berühmte georgische Küche
  • Gipfelmöglichkeit:
    - Thetu-Spitze, 3250 m
Impressionen
Programm

Die Wanderungen sind anspruchsvoll, das Naturerlebnis Georgien ist riesig. Und weil ein gut Deutsch sprechender Bergwanderführer mit uns in seiner Heimat unterwegs ist, liegt ein Schwerpunkt der Reise in der Vermittlung der unerwartet vielfältigen Kunst und Kultur. Intensiver und authentischer kann man das Land kaum kennenlernen. Im Mittelpunkt stehen die Region Mzcheta, wo sich der Prometheusberg Kasbek, 5047 m, eindrucksvoll über der Kreuzkuppelkirche Gergeti inszeniert, und als Steigerung Swanetien zu Füßen des 5158 Meter hohen Schchara. Das antike Kolchis galt als Heimat des Goldenen Vlies, das in der Argonautensage die zentrale Rolle spielt. Wir wohnen in angenehmen, teils familiär geführten Standorthotels. Bergwanderungen mit Gehzeiten bis sieben Stunden führen uns zu sprudelnden Wasserfällen, eindrucksvollen Schluchten und blumenübersäten Almwiesen unter markanten Berggestalten. Wir staunen über ursprüngliche Dörfer, alte Wehrtürme und noch ältere Kirchen aus frühchristlicher Zeit und genießen intensive Einblicke in das Leben der Bergvölker an der Nahtstelle zwischen Europa und Asien. Als Gipfelziel bietet sich die 3250 Meter hohe Thetu-Spitze an.

Erläuterungen:  Gz 5 h Die Gehzeit ohne Pausen beträgt fünf Stunden.
Hm ↑100 ↓200 Höhenmeter im Aufstieg bzw. im Abstieg.
[F/M/–] [F/–/A] [–/–/A]  Enthaltene Mahlzeiten:  F = Frühstück;  M = Mittagessen;  A = Abendessen.

1. Tage: Flug nach Georgien

Individuelle Anreise nach Georgien. Je nach Flugverbindung landen Sie erst in den frühen Morgenstunden am nächsten Tag (2. Reisetag). Wenn Sie den Flug beim DAV Summit Club gebucht haben, werden Sie abgeholt und zum Hotel in der Hauptstadt Tbilissi gefahren, 490 m. Sonst nehmen Sie sich ein Taxi zur ersten Unterkunft (12 km /ca. 25 min. /ca. € 15,–). Sie beziehen die Zimmer für die ersten drei Nächte.

2. Tag: Besichtigung Tbilissi

Nach einem späten Frühstück besichtigen wir Tbilissi. Viele der interessanten Baudenkmäler liegen nahe beisammen und können leicht durch einen Spaziergang verbunden werden. Den Auftakt macht die Besichtigung der Altstadt mit der Metechi-Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Interessant ist auch das Reiterstandbild des Stadtgründers Wachtang Gorgassali. Von diesem Ort genießt man einen schönen Blick auf die Altstadt und den Fluss Mktwari. Durch das orientalische Bäderviertel mit seinen heißen Schwefelquellen gelangen wir zur Nariqala-Festung aus dem vierten Jahrhundert. Weiter zur alten Synagoge und zur Sioni-Kathedrale. Hier wird das Weinrebenkreuz der heiligen Nino aufbewahrt, die Georgien einst christianisierte. Die Antschischati-Kirche aus dem sechsten Jahrhundert stellt das älteste sakrale Bauwerk der Stadt dar. Abendessen in einem traditionellen georgischen Restaurant. Vielleicht gönnen Sie sich dazu ein gutes Glas Wein? – Georgien ist berühmt für seine Winzereien.

3. Tag: Tagesausflug in die Weinregion Kachetien

Ein Tagesausflug bringt uns nach Kachetien und damit in das bekannteste Weinanbaugebiet Georgiens. Zunächst fahren wir zum Nonnenkloster Bodbe, das im 4. Jahrhundert errichtet wurde. Hier befindet sich auch das Grab der Apostelin Nino. Danach unternehmen wir einen ausführlichen Spaziergang durch die malerische Stadt Signagi, 836 m. Sie liegt auf einem Hügel und trägt den Beinamen „Stadt der Liebe“. Denn im örtlichen Standesamt kann an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr geheiratet werden. Signagi ist von einer gut erhaltenen Doppelmauer mit 28 Türmen umgeben, die als Symbol der Freistadt gelten. Wir spazieren durch die Altstadt mit ihren Häusern im klassisch-süditalienischen Stil mit typisch georgischen Elementen. Zu Mittag sind wir bei einer Familie eingeladen und lernen die Gastfreundlichkeit der Georgier kennen. Anschließend Weiterfahrt nach Kakabeti, wo wir in einem Weingut köstlichen Bio-Wein verkosten. Rückfahrt nach Tbilissi und Zeit bis zum Abendessen zur freien Verfügung.

ca 2h
4. Tag: Tbilissi – Mzcheta – Stepantsminda

Fahrt nach Mzcheta, in die einstige Hauptstadt des Königreiches Iberien. Besichtigung der Kreuzkuppelkirche im Dschwari-Kloster über der Stadt. Sie wurde 586 bis 604 errichtet und gilt als älteste des Landes. Zwischen Kaspischem- und Schwarzem Meer gelegen, war Mzcheta einst wichtige Station an der alten Seidenstraße. Anschließend Weiterfahrt auf der Georgischen Heerstraße und Besuch der Wehrkirche Ananuri aus dem Spätmittelalter. Die Reise führt durch ein landschaftlich reizvolles Gebiet in die höheren Lagen des Großen Kaukasus. Schließlich erreichen wir über den 2395 Meter hohen Kreuzpass die Sommerfrische von Stepantsminda, 1750 m (Busfahrten heute 155 km/3,5 h). Am Nachmittag führt eine Wanderung zu der 2170 Meter hoch gelegenen Dreifaltigkeistkirche Gergeti. Wenn das Wetter mitspielt, hat man von hier den vielleicht schönsten Blick auf den vergletscherten „Prometheusberg“ Kasbek, 5047 m. Er wurde 1868 durch Freshfield, Moore und Tucker sowie einen Schweizer Bergführer erstbestiegen. Der dritthöchste Gipfel Georgiens soll der griechischen Mythologie nach jener Berg sein, an den der Titan Prometheus gekettet wurde, weil er den Göttern das Licht stahl. Übernachtung im Hotel in Stepantsminda (zwei Nächte).

ca 450hm
ca 450hm
ca 3-4h
5. Tag: Wanderung zu Füßen des Berges Tschauchebi

Anfahrt (35 km/75 min.) zum entlegenen Dorf Dschuta im Tal des Sno-Flusses, 2190 m. Es ist nur in den Sommermonaten erreichbar und wird vom Stamm der Chewsuren bewohnt. Sie sind berühmt für ihre Naturliebe und Tapferkeit. Oberhalb haust keine Menschenseele mehr. Kleine Heiligtümer aus getrocknetem Stein, halb christlich und halb heidnisch, bilden die letzten Spuren der Zivilisation. Hier beginnt eine faszinierende Wanderung zu Füßen des Berges Tschauchebi, 2550 m. Der Gipfel des 3842 Meter hohen Kaukasus-Berges präsentiert sich bei guter Witterung überaus imposant. 

ca 675hm
ca 675hm
ca 4h
Variante für Bergsteiger: Gipfel Thetu-Spitze, 3210 m

Alternativ besteht die Möglichkeit zur Tourenverlängerung mit Besteigung der Thetu-Spitze, 3210 m. Riesige Rhododendron-Felder blühen im Juli und tauchen die Landschaft in Weiß und Gelb. Alles scheint wie mit Schnee überzogen. Schließlich erreichen wir den höchsten Punkt und genießen das gewaltige Panorama auf die Kaukasus-Gipfel mit dem Fünftausender Kasbek an der Spitze. 

ca 1250hm
ca 1250hm
ca 8h
Gemeinsame Rückkehr nach Stepantsminda

Abstieg und Rückfahrt nach Stepantsminda, wo wir noch einmal im Hotel übernachten. 

6. Tag: Stepantsminda – Trusso – Gudauri

Fahrt in das wunderschöne Trusso-Tal. Es ist die traditionelle Heimat der Osseten und heute nur sehr dünn besiedelt. Dieses „Niemandsland“ ist ein wahres Naturparadies, das vom Fluss Terek durchzogen wird. Gletscher entwässern das nahe Kasbek-Massiv. Hier findet man seltene Tier- und Pflanzenarten. Der Bergwanderführer nimmt uns mit auf eine Wanderung. Sie zeigt uns die landschaftlichen Höhepunkte in dem entlegenen Kaukasus-Tal. Picknick zur Mittagsrast. In den Dörfern des Trusso-Tales wurden Peroglyphen gefunden, die auf eine Besiedlung schon zur Steinzeit hinweisen. Schließlich bringt der Bus die Gruppe nach Gudauri. Das 2196 Meter hoch gelegene Wintersport-Paradies befindet sich zu Füßen des Dreitausenders Kudebi und ist nur etwa dreißig Kilometer von Stepantsminda entfernt. Für eine Nacht beziehen wir hier die Zimmer im Hotel.

ca 400hm
ca 400hm
ca 5h
7. Tag: Gudauri – Uplisziche – Kutaissi

Fahrt entlang der alten Seidenstraße nach Uphlisziche. Die Höhlenstadt aus dem ersten vorchristlichen Jahrtausend präsentiert prächtige Bauten und Kultstätten. Die alte Stadtstruktur mit Strassen, Theater und Palästen ist auch heute noch gut nachvollziehbar. In Gori, wo der sowjetische Diktator Stalin zur Welt kam, fährt der Bus an seinem Geburtshaus vorbei. Wir nehmen es nur von Außen in Augenschein. Weiterfahrt nach Westgeorgien, in das „Land des Goldenen Vlies“. Nach langer und abwechslungsreicher Fahrt (290 km/6 h) treffen wir gegen Abend in Kutaissi ein. Die 98 Meter hoch gelegene Kapitale der Region Imeretien ist zugleich die drittgrößte Stadt des Landes. Das antike Kolchis wurde schon im 3. Jahrhundert v. Chr. in der Argonautensage erwähnt. Besuch der Bagrati-Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert. Sie wurde 1692 von den Osmanen geschleift und erst 2012 in ihrer ursprünglichen Form wiedererrichtet. Hotelnacht.

8. Tag: Kutaissi – Okatse-Canyon – Mestia

Am Vormittag stehen die Karstlandschaften bei Gordi auf dem Programm. Der Besuch des Okatse-Canyons gehört undbedingt dazu. Wir spazieren durch die wunderschönen Wälder, genießen die herrlichen Ausblicke und begehen auf Wunsch den „hängenden Pfad“. Der spektakuläre Steg verläuft überwiegend frei über der Schlucht. Er führt zu einer weit hinausragenden Aussichtsplattform, die imposante Tiefblicke freigibt. Voraussetzungen für dieses Unterfangen sind gutes Wetter und Schwindelfreiheit. Anschließend Fahrt (214 km/4 h) tief in den Großen Kaukasus hinein. Ziel ist Swanetien, die Region mit den höchsten Bergen und Gletschern in ganz Georgien. Wo mittelalterliche Traditionen, Sitten und Gebräuche noch lebendig sind. Ankunft in Mestia, 1497 m, und Bezug der Zimmer in einer familiär geführten Hotelpension für zunächst vier Nächte.

ca 2h
9. Tag: Wanderung zu den Döfern Lachiri und Mulachi

In der Nähe von Lachiri, 1650 m, beginnt unsere Swanetien-Erkundung. Fahrzeuge bringen die Gruppe zum Ausgangspunkt. Wanderung über blumenreichen Wiesen und durch Kaukasus-Wälder, vorbei an den Dörfern Lachiri und Mulachi. Wir erleben den Alltag der Einheimischen und schauen den Bauern bei der Feldarbeit zu. Hinter eingezäunten Grundstücken werden Kartoffeln gezogen und es wird Heu gemacht. Ziel ist Mestia, wo wir um die Mittagszeit eintreffen. Unterwegs verströmen Tannen und Fichten würzigen Duft. Wildpflaumen und Nussbäume sorgen für Auflockerung. Am Nachmittag sehen wir uns in aller Ruhe in der Kleinstadt Mestia um, die wegen ihrer zahlreichen alten Wehrtürme zum Weltkulturerbe zählt. Wir besuchen ein typisch swanisches Haus und statten dem bedeutenden ethnologischen Museum einen Besuch ab. Die großartigen Ikonen, Inkunabeln, Skulpturen, Teppiche und Wandgemälde sind ein wahrer Schatz.

ca 350hm
ca 500hm
ca 4h
10. Tag: Wanderung zu den Uschba-Wasserfällen

Fahrt zur Ortschaft Schichra, 2200 m, wo die Wanderung zum Fuß des Uschba beginnt. Der südliche Hauptgipfel des „schrecklichen Berges” misst 4749 Meter. Er wurde 1903 von Adolf Schulze, Robert Helbling, Fritz Reichert, Albert Weber und Oscar Schuster erstbestiegen. Die Erstbegehung der zweitausend Meter hohen Westwand erfolgte dagegen durch Ludwig Vörg, einem der späteren Eiger-Nordwand-Erstbezwinger. Auf der Route entlang dem Dolra-Fluss entdecken wir die bunte Vielfalt der Blumen mit Rhododendron, Sterndolde, Storchenschnabel, Türkenbund und Vergissmeinicht. Und wir genießen grandiose Aussichten auf die Wasserfälle unterhalb des Kaukasus-Riesen. Aufgeteilt ist die Wanderung in zwei Etappen. So können Sie vor Ort entscheiden, wie weit Sie aufsteigen möchten. Während es sich zu Beginn um eine leichte Wanderung handelt, steigen mit zunehmender Höhe die Anforderungen und Aussichten. 

ca 1100hm
ca 1100hm
ca 7h
Variante für Genuss-Wanderer

Wer die letzte Etappe nicht mitmachen will, genießt ebenfalls prächtige Aussichten und legt an einem schönen Rastplatz eine längere Pause ein. Mit etwas Glück sind von dort scheue Eichhörnchen oder stolze Steinböcke zu beobachen.. 

ca 550hm
ca 550hm
ca 5h
Gemeinsame Rückkehr nach Mestia

Abstieg und Rückfahrt zum Hotel in Mestia. Am Abend lassen wir uns die georgische Küche schmecken, die uns die Gastgeber auftischen.

11. Tag: Wanderung zu den Koruldi-Seen

Ausflug zu den Koruldi-Seen, 2740 m. Sie sind zwar selbst wenig spektakulär, bieten dafür aber eine besonders prächtige Sicht auf die Gipfel des Großen Kaukasus. Die Wanderung startet direkt in Mestia und führt zunächst zum Kreuz am Berg Tshkhakezagari. Aufstieg durch Wälder und über schöne Wiesen – eine Schäferhütte wird passiert –  zu immer besserer Panoramaschau. Zur Rechten präsentiert der 4749 Meter hohe Uschba seinen markanten Doppelgipfel und die Dalakora-Kette zeigt ihre steilen Felswände. Tief unten ist das Flusstal Mestiachala auszumachen und zur Linken erhebt sich der stolze Banguriana. Weiter östlich erblickt man im Kaukasus-Hauptkamm den vergletscherten Tetnuldi, 4858 m. Und im Süden sind die Gipfel der Svaneti-Berge zu sehen mit dem 4010 Meter hohen Lahili an der Spitze. Nach ausgiebiger Rast und einem wohlverdienten Picknick treten wir den Rückweg nach Mestia an.

ca 1500hm
ca 1500hm
ca 7-8h
12. Tag: Mestia – Uschguli

Fahrt nach Uschguli, 2400 m (45 km/2 h), zum höchsten dauerhaft besiedelten Ort im Kaukasus. Uschguli ist genau genommen eine Gemeinschaft von vier Dörfern, die sich wie Perlen einer Kette entlang dem Enguri-Fluss reihen. An diesem Platz vereinen sich hohe Berge, Wehrtürme und alte Traditionen zu einem Gesamtkunstwerk. Interessanter Spaziergang durch das Bergdorf mit den markanten mittelalterlichen Wehrtürmen. Dahinter bilden steile Felsen eine prächtige Kulisse. Diese eindrucksvollen Bauwerke sind dafür verantwortlich, dass auch Uschguli zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Wir besichtigen die Lamaria-Kirche aus dem zwölften Jahrhundert und genießen mit etwas Glück die Aussicht auf den imposanten Berg Schchara, der sich gerne in Wolken hüllt. Er erhebt sich bis auf 5158 Meter und ist zugleich der höchste Gipfel Georgiens. Im Süden der gewaltigen Bezengi-Mauer fließt der Schchara-Gletscher zu Tal, der vom Fluss Enguri entwässert wird. Übernachtung in einer einfachen Pension in Uschguli. Mehrere Zimmer teilen sich die sanitären Einrichtungen.

13. Tag: Wanderung zu Füßen des Berges Schchara | Rückfahrt nach Mestia

Wanderung zu Füßen des Fünftausenders Schchara bis zum Oberlauf des Enguri-Flusses, 2800 m. Der höchste Berg Georgiens und der dritthöchste im Kaukasus ist von allen Seiten aus schwierig zu besteigen. Er zeigt sich nur selten wolkenfrei und bildet den östlichen Abschluss der berühmten Bezengimauer. Die mehr als zwölf Kilometer lange und über fünftausend Meter hohe Gebirgsscheide trennt den Bezengi-Gletscher auf der russischen Seite vom Schchara-Firn in Swanetien. Mit ihren steilen, über zweitausend Meter hohen und felsdurchsetzten Eisflanken wirkt sie wie ein natürliches Bollwerk. Aus diesem Grund wird die Region auch gerne als „kaukasischer Himalaya“ bezeichnet. Ein Tag, der wieder völlig neue Motive bringt. Und unvergessliche Eindrücke, nicht nur beim Blick in die Schchara-Südwand. Abstieg nach Uschguli und Rückfahrt (45 km/2,5 h) zum bekannten Hotel in Mestia. Hier werden wir noch einmal übernachten und können von den Gastgebern Abschied nehmen.

ca 550hm
ca 550hm
ca 5-6h
14. Tag: Mestia – Kaspi – Tbilissi

Wir lassen Swanetien und die Argonautensage hinter uns und fahren zurück nach Tbilissi (458 km/8 h). Noch einmal fächert sich die Landschaft des Großen Kaukasus zum Bilderbogen auf. In der Nähe der georgischen Hauptstadt sind wir auf einem Weingut zu Gast. Der Winzer kultiviert alte einheimische Rebsorten und stellt Bioweine nach althergebrachten georgischen Verfahren her. Der große russische Dichter Alexander Puschkin soll diese nach traditionell kaukasischer Methode hergestellten Weine jedem Burgunder vorgezogen haben. Überhaupt gilt Georgien als eines der Ursprungsländer des Weinbaus mit einer jahrtausendealten Tradition. Die große kulturelle Bedeutung zeigt sich auch im Weinrebenkreuz der georgisch-orthodoxen Apostelkirche. Es folgt eine Degustation im Weinkeller. Später freuen wir uns auf das Abschiedsessen bei einer georgischen Familie. Wir werden mit hausgemachten Speisen der Region wie Chinkali – Teigtaschen mit Hackfleischfüllung – und weiteren georgischen Spezialitäten verwöhnt. Ein schöner Rahmen, um die Stationen der Reise noch einmal Revue passieren zu lassen und von unserem Bergwanderführer Abschied zu nehmen. Schließlich erreichen wir das bereits bekannte Hotel in Tbilissi, wo wir noch einmal übernachten.

15. Tag: Abreise

Je nach gebuchtem Rückflug bleibt Zeit für eigene Unternehmungen. Wenn Sie diesen beim DAV Summit Club gebucht haben, ist der Transfer für Sie organisiert. Sonst nehmen Sie sich ein Taxi zum Airport (12 km /ca. 25 min. /ca. € 15,–). Individueller Abflug in die Heimat.


Unterkunftsänderungen vorbehalten!
Leistungen
Im Reisepreis enthalten
  • Deutsch sprechender Bergwanderführer
  • ab/bis Hotel in Tbilissi
  • 8 x Hotel***, 5 x familiär geführte Hotelpension**, jeweils im DZ, 1 x einfaches Gästehaus im DZ (mehrere Zimmer teilen sich die sanitären Anlagen)
  • Vollpension (Mittags Picknick oder Lunchpaket), 3 x Halbpension
  • Fahrten und Eintritte für Besichtigungen lt. Programm

Bei uns außerdem enthalten
  • Weinverkostung auf einem Familiengut
  • Umfangreiches Versicherungspaket:
    Reisekranken-Versicherung inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten, Assistance-Leistungen sowie Reisehaftpflicht-Versicherung
Zusatzkosten

Mittagessen und Getränke ca. € 7,– bis € 15,– pro Tag; Trinkgelder ca. € 60,–; Zusatzkosten können variieren und dienen lediglich der Orientierung.

Anforderungen

Technisch anspruchsvolle Bergwanderungen, die Gesundheit, Trittsicherheit und Kondition für Gehzeiten bis sieben Stunden erfordern. Für die Wanderung auf dem spektakulären Steg zur Aussichtsplattform über dem Okate-Canyon ist Schwindelfreiheit eine wichtige Voraussetzung. Wer die Thetu-Spitze besteigen möchte, muss mit bis zu acht Stunden Gehzeit rechnen. 

Sind Sie unsicher, ob Sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen? 
Stufen Sie sich nicht zu hoch ein. Wer nicht am Limit läuft, kann die Schönheiten der Natur intensiver geniessen! Im nachfolgenden Download finden Sie ausführliche Informationen zur Schwierigkeitsbewertung. Sind Sie bezüglich der Kondition unsicher, vergleichen Sie die angegebenen reinen Gehzeiten und zu bewältigenden Höhenmeter mit Touren, welche Sie schon gemacht haben. Bitte beachten Sie, dass eine Tour mit der Angabe von z. B. 5 h Gehzeit mit den Pausen ca. 7-8 Stunden dauert.

Wanderungen
Technik
Kondition
Besteigung Thetu-Spitze
Technik
Kondition
Schwierigkeitsbewertung
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Ausrüstungsliste
Für diese Reise haben wir Ihnen eine Liste mit Empfehlungen zusammengestellt.
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Weitere wichtige Informationen zu Ihrer Reise
Bitte beachten Sie
Der DAV Summit Club und die Leistungsträger erbringen ihre Leistungen stets unter Einhaltung und nach Maßgabe der zum Aufenthaltszeitpunkt vor Ort geltenden behördlichen Vorgaben und Auflagen. Aus diesem Grund kann es zu angemessenen Nutzungsregelungen oder –beschränkungen bei der Inanspruchnahme der Leistungen kommen. Bitte beachten Sie die Ausführungen des Auswärtigen Amtes Berlin ( www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender ) und hier insbesondere die Rubrik „Aktuelles“ sowie die behördlichen Vorgaben für die von Ihnen besuchte Destination.

Reisedokumente

Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger benötigen einen Reispass.


Gesundheit

Keine Vorschriften; empfohlen: Schutzmaßnahmen gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis-A

Reiseverlängerung und Zusatzoptionen
Zusatznacht im Hotel Zeg, Tbilissi

Preis pro Person/Nacht inkl. Frühstück: 56,- Euro im DZ 
Preis pro Person/Nacht inkl. Frühstück: 95,- Euro im EZ
(Flughafentransfers nur inklusive, wenn Flug über den DAV Summit Club gebucht)

Tagestour Dmanissi-Asureti

Abholung vom Hotel in Tbilissi und Fahrt in die südliche Region Georgiens in die Stadt Dmanissi. Die bei den archäologischen Ausgrabungen in Dmanissi entdeckten 1,7 Mio. Jahre alten menschlichen Schädel sind die ältesten Überreste menschlicher Siedlungen in Europa. Besichtigung des Museum bei der Ausgrabungsstätte und der Kirche Dmanissi-Sioni. Weiterfahrt zur Bolnisi Kirche aus dem 4. Jh. mit der ältesten Inschrift in der georgischen Sprache. Auf dem Rückweg Halt in Asureti. Das Dorf hieß ursprünglich Elisabethtal und wurde von deutschen Auswandererfamilien gegründet. Am Abend Rückfahrt nach Tbilissi und Transfer zum Hotel in Tbilissi (Dauer ca. 6-7 h)

Preis pro Person: 120,- Euro (Mindest TL 2 Personen)

Im Preis inbegriffen:
- Deutsch sprechende Reiseleitung
- Transfer ab/bis Hotel Tbilissi
- Eintrittsgelder lt. Programm

 

Tour in die Meshketi Region (2 Tage/1 Nacht)

1. Tag: Borjomi und Achalziche
Nach dem Frühstück Abholung vom Hotel in Tbilissi und Fahrt in die Meskheti Region, zunächst nach Borjomi, 820 m. 
Schon der russische Zar Nikolaus II. schätzte den Kurort für sein mildes Klima, seine Naturschönheiten mit den prächtigen Nordmanntannen und vor allem für seine Heilquellen. Nach kurzem Aufenthalt Weiterfahrt nach Achalziche. Die 1029 Meter hoch gelegene Stadt am Fluss Pozchowiszqali blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Besichtigung der Festung Rabat, die über der Stadt thront. Sie stammt aus dem 9. Jahrhundert und war bis ins späte Mittelalter Sitz einer bedeutenden Fürstenfamilie. Die sehenswert Moschee in der Festung und die von Russen erbaute orthodoxe Kirche zeugen von den wechselnden Herrschaftsverhältnissen der Stadt. Weiterfahrt zu dem in den Hügeln gelegenen Kloster Sapara aus dem 10. bis 14. Jahrhundert. Rückfahrt nach Achalziche, Abendessen und Übernachtung im Hotel (200 km/3,5 h).

2. Tag: Die Höhlenstadt Wardsia
Ganztägiger Ausflug und Besuch der Höhlenstadt Wardsia, 
Die riesige Anlage wurde im 12. Jahrhundert in eine steile Felswand geschlagen, die fünfhundert Meter aus dem Tal des Mtkwari-Flusses aufragt. Treppen, Tunnel und Terrassen verbanden die einst weit über zweitausend Höhlenwohnungen, die Platz für fünfzigtausend Menschen boten. Die „Stadt aus Stein“ diente als wichtiges Bollwerk gegen Türken und Perser. Die kunstvoll restaurierte Klosterkirche Mariä Himmelfahrt ist komplett aus dem Fels gehauen und wartet mit wundervollen Fresken auf. Zu den Motiven gehören auch die einstigen Bauherren König Giorgi III. und seine Gemahlin Königin Tamara. Bei einer Wanderung erkunden wir die faszinierende Anlage, von der noch rund 750 Räume erhalten sind. Auf der Rückfahrt besuchen wir die Burgruine Chertwisi, deren Anfänge auf das 2. Jahrhundert zurückgehen. Sie wurde im 13. Jahrhundert von den mongolischen Reiterhorden zerstört.Unterwegs Foto-Stop bei der Festung Chertwisi (10.Jh.). Am Abend Rückfahrt nach Tbilissi.

Preis pro Person im DZ: 350,- Euro (keine halben Doppelzimmer möglich)
(Mindest TL 2 Personen)

Im Preis inbegriffen:
- Übernachtung in Achalziche im DZ im Hotel Lomsia oder Gino Welness Rabath (je nach Verfügbarket)
- Abendessen und Frühstück im Hotel
- Deutsch sprechende Reiseleitung
- sämtliche Fahrten und, Transfer ab/bis Hotel Tbilissi
- Eintrittsgelder lt. Programm

DAV-Mitglieder-Bonus:
30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart

eigene Anreise

Leistungsbeginn/-ende: ab/bis Hotel in Tbilissi

Gerne erstellen wir Ihnen nach Buchungsanfrage über unsere Website ein passendes Flugangebot (Flughafen TBS) zu tagesaktuellen Tarifen. Sollten Sie mit den Konditionen des Flugangebotes nicht einverstanden sein, können Sie diese Buchungsanfrage auch kostenfrei stornieren.

Hotel- und Flughafentransfers im Zielgebiet am offiziellen An- und Rückreisetag

  • Bei Flugbuchung über den DAV Summit Club im Preis enthalten.
  • Bei Flugbuchung in Eigenregie sind Sie für die Organisation selbst verantwortlich.

Der Umwelt zuliebe kompensiert der DAV Summit Club den CO2-Ausstoß aller Flüge zu 100 Prozent. Zum Projekt.

Zimmeraufpreis

Einzelzimmer: € 360,–

Das sagen Mitreisende
marion f.
„Für natur-, kulinarisch- und kulturinteressierte ist eine Reise nach Georgien ein "Muss". Ich hatte die Reise vor 3 Jahren gebucht und musste im größten Flugchaos an- und abreisen. Aber das Land, die unfassbar schöne und unberührte Natur, die lieben Menschen, das unfassbar leckere Essen, das abwechslungsreiche Programm haben die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Die angebotenen Wanderungen waren für jedermann, in ganz individuellen (gehobenen) Leistungsstärken gut zu meistern.“
marion f.
„Für natur-, kulinarisch- und kulturinteressierte ist eine Reise nach Georgien ein "Muss". Ich hatte die Reise vor 3 Jahren gebucht und musste im größten Flugchaos an- und abreisen. Aber das Land, die unfassbar schöne und unberührte Natur, die lieben Menschen, das unfassbar leckere Essen, das abwechslungsreiche Programm haben die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Die angebotenen Wanderungen waren für jedermann, in ganz individuellen (gehobenen) Leistungsstärken gut zu meistern.“
Premiumpartner
Ausrüstungspartner