Skitour zur Behlemi Hütte in Georgien
Hochtouren & 6000er / Skitouren Alpen / Asien / Georgien / Kaukasus

Skitour Kasbek, 5047 m – Winter im Kaukasus

Kaukasus für Alpinisten | Skihochtour mit Staatlich geprüftem Berg- und Skiführer

  • Anspruchsvolle Skihochtouren, 9 Tage
  • Akklimatisationstouren und Besteigung des Kasbek unter
    Regie eines Staatlich geprüften Berg- und Skiführers
  • Unberührte Berghänge, endlose Abfahrten
  • Zwei Nächte in der komfortablen Alti-Hütte am Kazbek
  • Gipfelnacht auf der Betlehmi-Hütte
  • Besuch der alten Hauptstadt Mzcheta mit Dschiwari-Kloster
  • Gipfelmöglichkeiten:
    – Sazele, 3307 m 
    – Ortsveri, 4156 m
    – Kasbek, 5047 m
Impressionen
Programm

Nur wenige Fünftausender bieten so ideale Verhältnisse für eine Skihochtour wie der Kasbek. Am „Prometheusberg“ findet sich das ideale Terrain für erfahrene Skihochtourengeher*innen. Auch im Frühjahr reicht der Schnee oft weit ins Tal hinab. Und da sich der Kasbek vorwiegend südseitig exponiert, kann sich auch bester Firn bilden. Skihochtouren am Kasbek, das hat mehr mit einer Skihochtour in den Alpen als mit einer Expedition gemein. Denn die Bethlemi-Hütte bietet den idealen Ausgangspunkt, von dem der Gipfel in einer Tagestour möglich ist. So ist auch der Gepäcktransport, den jede*r für sich bewerkstelligt, gut machbar. Dann stehen wir auf dem dritthöchsten Gipfel Georgiens und kommen aus dem Staunen kaum heraus. Wir genießen die traumhafte Sicht auf schnee- und eisbedeckte Kaukasus-Größen: eine Sinfonie in weiß, soweit das Auge reicht. Das ist nicht zu toppen, oder? „Auf geht's!“, sagt unser*e Staatlich geprüfte*r Berg- und Skiführer*in. Denn das Schönste liegt noch vor uns: die Riesen-Abfahrt bis zur Hütte und vielleicht noch darüber hinaus. Klar, dass wir heute mit Niemanden tauschen möchten! 

Erläuterungen:  Gz 5 h Die Gehzeit ohne Pausen beträgt fünf Stunden.
Hm ↑100 ↓200 Höhenmeter im Aufstieg bzw. im Abstieg.
[F/M/–] [F/–/A] [–/–/A]  Enthaltene Mahlzeiten:  F = Frühstück;  M = Mittagessen;  A = Abendessen.

1. Tag: Anreise nach Tbilissi

Die Anreise nach  Tbilissi (Tiflis), die Hauptstadt Georgiens, erfolgt in Eigenregie. Wenn Sie den Flug über den Summit Club gebucht haben, werden Sie am Flughafen erwartet und zum Hotel in Tiflis, 490 m, gebracht. Sonst nehmen Sie sich ein Taxi zur Unterkunft (12 km /ca. 25 min. /ca. € 15,–) und beziehen das Zimmer für die erste Nacht.

2. Tag: Tbilissi – Gudauri

Treffpunkt nach dem Frühstück in der Hotellobby mit dem Guide und allen Teilnehmer*innen. Nach kurzer Besprechung Fahrt ins nahe Mzcheta, in die einstige Hauptstadt des Königreiches Iberien und Besichtigung der alten Kreuzkuppelkirche im Dschwari-Kloster über der Stadt. Sie wurde im sechsten Jahrhundert erbaut und gilt als älteste des Landes. Dann erfolgt die Weiterfahrt auf der Georgischen Heerstraße zum Wintersportort Gudauri, 2196 m (120 km/2,5 h). Bezug der Zimmer im Hotel für zwei Nächte. Nach erfolgtem Ausrüstungscheck unternehmen wir die erste Skitour und können erste Schwünge in den kaukasischen Traumschnee setzen.

ca 3 hh
3. Tag: Eingehtour zum Sazele, 3307 m

Gratwanderung zwischen Europa und Asien. Denn die geografische Linie soll exakt auf dem Grat des Großen Kaukasus verlaufen, der heute überschritten wird. Ansichtssache, gewiss. Sicher ist, dass uns heute eine stille und verschneite Bergwelt erwartet. Vom Hotel weg auf den Sazele, 3307 m. Unser*e Staatlich geprüfte*r Berg- und Skiführer*in gibt das Tempo vor. Dann haben wir uns die lange Nord-Abfahrt nach Kobi redlich verdient: Downhill-Spaß im Pulverschnee, wenn es die Schneeverhältnisse erlauben bis zur Straße, 1990 m. Rückfahrt (15 km/20') zum Hotel in Gudauri. Später besprechen wir mit dem*r Berg- und Skiführer*in das Programm der Kasbek-Besteigung. Die Rucksäcke werden gepackt, nur das Nötigste wird für den Fünftausender mitgenommen. Gepäck, das am Berg nicht benötigt wird, landet im Storeroom des Hotels. Letzte Vorbereitungen für den Kazbek sind zu treffen. Morgen startet das große Unternehmen am „Prometheusberg“.

ca 1100hm
ca 1300hm
ca 6h
4. Tag: Aufstieg zur Alti-Hütte

Fahrt (20 km/30') nach Stepantsminda, 1750 m, und Auffahrt mit allradgetriebenen Fahrzeugen soweit es die Schneeverhältnisse erlauben. Im Idealfall passieren wir die berühmte Dreifaltigkeitskirche Gergeti und erreichen 2200 Meter. Die Rucksäcke werden geschultert, dann setzt sich das Team in Bewegung. Das persönliche Gepäck und einen Teil der Verpflegung trägt jede*r selbst, denn es stehen keine Träger*innen zur Verfügung. Wir erreichen nach ca. drei Stunden Aufstieg die Alti-Hütte auf 3014 Meter, beziehen unser Lager und freuen uns auf das Abendessen. 

ca 1000hm
ca 3h
5. Tag: Akklimatisationstour mit Besteigung Ortsveri, 4156 m

Heute steigen wir zur sehr einfachen Schutzhütte Betlehmi, 3675 m, auf und je nach Witterung und Kondition unternehmen wir noch eine Akklimatisierungstour um uns bestmöglich für unser großes Ziel, den Kazbek, vorzubereiten. Ein mögliches Ziel wäre der Ortsveri ein vergletscherter Aussichtsgipfel mit bestem Blick auf den Kasbek. Der Aufstieg erfolgt über den Gergeti-Gletscher und ist ein attraktives Unternehmen für jede*n Bergsteiger*in. Wer nicht an der Gipfeltour teilnehmen möchte, kann sich in der Hütte ausruhen und auch so seine Höhenanpassung vorantreiben. Schon morgen wird der Gipfel des Kazbek angegangen. Die dritthöchste Erhebung Georgiens soll der Mythologie nach jener Berg sein, an den der Titan Prometheus gekettet wurde, weil er den Göttern das Licht stahl. Sie begeben sich zeitig „zu Bett“. Der Schlaf ist kurz, denn der Aufstieg beginnt schon kurz nach Mitternacht.

ca 660-1150hm
ca 490hm
ca 5h
6. Tag: Gipfel Kasbek, 5047 m

Der Start erfolgt um 01:00 Uhr in der Nacht. Im Schein der Stirnlampen steigen wir auf der Normalroute entlang dem Gletscher bis zum Maili-Plateau auf, 4478 m, und dann weiter in den Sattel, 4900 m. Je nach Verhältnissen geht's von hier ab mit Skiern oder auch mit Steigeisen weiter. Leichte Eiskletterei (40-45 Grad) kann die letzte Hürde vor dem Gipfel sein. Wegen der teilweise vorhandenen Gletscherspalten muss in Seilschaften gegangen werden – unter Regie der*s Staatlich geprüfte*n Berg- und Skiführers*in und je nach Teilnehmer*innenzahl mit Unterstützung einer*s weiteren einheimischen Bergführer*in. Dann stehen wir auf dem Hauptgipfel des Kasbek und somit an der Grenze zwischen Georgien und Russland. Ein Ozean an hohen und höchsten Kaukasus-Bergen ist der Lohn aller Mühen. Ein Fest in weiß. Bei klarer Sicht ist sogar der Elbrus auszumachen. Abstieg mit Steigeisen über den Gipfelhang und lange Skiabfahrt über 1350 Meter zur Bethlemi-Hütte. Hier ist noch eine weitere Übernachtung vorgesehen. Wenn heute noch ins Tal abgefahren wird, müssen zusätzliche Hotel- und Verpflegungskosten von den Teilnehmern selbst getragen werden.

ca 1450hm
ca 2030hm
ca 6-9h
7. Tag: Reservetag

Dieser Tag dient als Reserve, sollte es bei der Besteigung zu Verzögerungen gekommen sein. Wenn alles planmäßig „geklappt“ hat, fahren wir gleich nach dem Frühstück weiter ab, vielleicht sogar bis zur Straße bei Stepantsminda (Kasbegi), 1750 m. Rückfahrt (35 km/45') zum bekannten Hotel in Gudauri, 2196 m. Nach den einfachen Tagen im Gebirge genießen wir es, wieder in einem richtigen Bett zu schlafen. Bei einem guten Glas Wein – die georgischen Roten sind weltberühmt – lässt sich der Erfolg am besten feiern!

ca 1475-1925hm
8. Tag: Stepantsminda – Tbilissi

Nach dem Frühstück Rückfahrt auf der bereits bekannten Heerstraße nach Tbilissi. Wir beziehen die Zimmer im bereits bekannten Hotel und unternehmen eine geführte Stadttour durch Tbilissi. Beim gemeinsamen Abschiedsessen stoßen wir nochmal an und freuen sich über die schönen und erlebnisreichen Bergtage im Großen Kaukasus.

9. Heimreise

Individuelle Heimreise. Wenn Sie den Flug über uns gebucht haben, ist der Transfer inklusive. Sonst nehmen Sie sich ein Taxi zum Airport (12 km /ca. 25 min. /ca. € 15,–) .


Unterkunftsänderungen vorbehalten!
Leistungen
Im Reisepreis enthalten
  • Staatlich geprüfte Berg- und Skiführer*in
  • Deutsch sprechende Kulturführer*in in Mzcheta und in Tbilissi
  • 5 x Hotel*** im DZ, 3 x Berghütte im Lager
  • Halbpension, am Berg volle Verpflegung, am Abreisetag keine Verpflegung
  • Busfahrten laut Programm
  • Eintritte für Besichtigungen laut Programm
  • Fahrt mit allradgetriebenen Fahrzeugen von Stepansminda zum Ausgangspunkt für die Kasbek-Besteigung, soweit es die Schneeverhältnisse erlauben

Bei uns außerdem enthalten
  • Permit für die Gipfelbesteigungen
  • Sicherheitsausrüstung
  • Gehseile, Fixseile, Firnanker
  • ab 6 Teilnehmer*innen eine weitere örtliche Bergführer*in zur Unterstütung
  • Umfangreiches Versicherungspaket:
    Reisekranken-Versicherung inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten, Assistance-Leistungen sowie Reisehaftpflicht-Versicherung
Zusatzkosten

Trinkgelder ca. € 85,–; Getränke ca. € 40,–; Zusatzkosten können variieren und dienen lediglich der Orientierung.

Anforderungen

Technisch anspruchsvolle Hochtouren nur für erfahrene und selbstständige Skihochtourengeher*innen, die mit Pickel und Steigeisen bis zu 30 Grad steile, spaltenfreie Firnflanken seilfrei begehen können. Am Kasbek ist auf den letzten hundert Höhenmetern mit einer Steigung von 40 bis 45 Grad zu rechnen. Steilere Passagen müssen versichert werden. Der sichere Umgang Gesundheit und beste Kondition für Gehzeiten bis acht, am Gipfeltag bis zwölf Stunden. Eine Nacht wird auf der sehr Bethlemi-Schutzhütte am Kasbek in 3675 Metern Höhe übernachtet. Das persönliche Gepäck und die Verpflegung ist von den Teilnehmer*innen bis zur Hütte selbst zu tragen. Mithilfe bei der Zubereitung des Essens wird erwartet. Leichte Blockkletterei im Gipfelbereich. 

Der DAV Summit Club behält sich die Auswahl der Teilnehmer*innen vor – bitte der Anmeldung einen Tourennachweis der letzten Jahre beilegen.

Sind Sie unsicher, ob Sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen?
Stufen Sie sich nicht zu hoch ein. Wer nicht am Limit läuft, kann die Schönheiten der Natur intensiver geniessen! Im nachfolgenden Download finden Sie ausführliche Informationen zur Schwierigkeitsbewertung. Sind Sie bezüglich der Kondition unsicher, vergleichen Sie die angegebenen reinen Gehzeiten und zu bewältigenden Höhenmeter mit Touren, welche Sie schon gemacht haben. Bitte beachten Sie, dass eine Tour mit der Angabe von z.B. 5 h Gehzeit mit den Pausen ca. 7-8 Stunden dauert.

Augstieg
Technik
Kondition
Abfahrt
Technik
Kondition
Schwierigkeitsbewertung
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Ausrüstungsliste
Für diese Reise haben wir Ihnen eine Liste mit Empfehlungen zusammengestellt.
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Weitere wichtige Informationen zu Ihrer Reise
Bitte beachten Sie
Der DAV Summit Club und die Leistungsträger erbringen ihre Leistungen stets unter Einhaltung und nach Maßgabe der zum Aufenthaltszeitpunkt vor Ort geltenden behördlichen Vorgaben und Auflagen. Aus diesem Grund kann es zu angemessenen Nutzungsregelungen oder –beschränkungen bei der Inanspruchnahme der Leistungen kommen. Bitte beachten Sie die Ausführungen des Auswärtigen Amtes Berlin ( www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender ) und hier insbesondere die Rubrik „Aktuelles“ sowie die behördlichen Vorgaben für die von Ihnen besuchte Destination.

Wichtiger Hinweis:
Änderungen oder Abweichungen vom ausgeschriebenen Programmablauf während der Reise sind aufgrund des Charakters unserer Reisen jederzeit möglich. Straßenverhältnisse, Wettereinbrüche, behördliche Willkür, Schwierigkeiten mit örtlichen Transportmitteln und viele andere Einflussfaktoren führen dazu, dass der angegebene Reiseverlauf nicht garantiert werden kann. Die obige Ausschreibung stellt insofern auch nur den geplanten Reiseverlauf dar, ohne den genauen Ablauf im Detail zu garantieren.

Klima & Wetter:
Der Kaukasus schützt Georgien vor Kaltluftwellen aus dem Norden und erlaubt dem Schwarzen Meer, das Land zu erwärmen. Die Klimazonen reichen von subtropisch-feucht im Westen bis zu einem trockenen und gemäßigten Kontinentalklima im Osten. Die durchschnittlichen Lufttemperaturen schwanken zwischen 15°C im Westen und 11 bis 13°C im Osten des Landes. Der Frühling in Georgien ist kurz, mit abrupten Klimaschwankungen, der Sommer im Tiefland oft sengend heiß. Der Herbst zeigt sich sonnig-warm und der Winter im Tiefland ist durch Schneearmut gekennzeichnet. Im Kaukasusbergland können die Schneehöhen jedoch gewaltig sein.

Tbilisi und Rom liegen auf dem gleichen Breitengrad, weshalb Sie die Hauptstadt mit warm-heißem, teils auch schwülem Klima, erwartet. Auch wenn Stepantsminda von hohen Bergen umgeben ist, spürt man die südöstliche Lage. Die Temperaturen im Tal sind milder und üppiger als auf der Alpennordseite. Besonders am Kasbek können aber eisige Temperaturen vorherrschen mit -20 Grad. Bei heftigen Stürmen und Schlechtwetter ist im Hochgebirge immer mit starken Temperaturschwankungen zu rechnen. Entsprechend warme Bekleidung darf deshalb nicht fehlen. Je höher das Gebiet, desto tiefer sinken die Temperaturen. Mit einem Temperaturgradienten von 5 bis 6 Grad pro 1000 Höhenmeter sind auch Abschätzungen für höhere Regionen möglich: 

Mittlere Temperaturen Tbilissi (490 m) in °C
   Jan     Feb     März    April    Mai     Juni    Juli    Aug     Sept    Okt     Nov     Dez   
max.       7      8     13     17     24     28     30     30     26    20     14      9
min.      -1      0      3      8     12     16     19     18     15     9      5      1
Durschnittliche Niederschläge
   Jan     Feb     März    April    Mai     Juni    Juli    Aug     Sept    Okt     Nov     Dez   
mm      20     28      36     58    87     86    53     48     39     9      5      1

Mittlere Temperaturen am Kasbek in 2800 Meter Höhe in °C
   Jan     Feb     März    April    Mai     Juni    Juli    Aug     Sept    Okt     Nov     Dez   
max.      -6     -5     -3      3     8     12     15      15      11     6      0      -4
min.     -13    -14    -11     -4     0      3      6       6       2    -1     -6     -11


Ärztlliche Empfehlungen zum Höhenbergsteigen:
Verantwortlich für das Auftreten akut lebensbedrohlicher, höhenbedingter Erkrankungen sind vor allem die Unkenntnis der wichtigsten Grundlagen über Höhenanpassung und Leistungsverhalten am Berg, die Selbstüberschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit sowie eine aus Abenteuerlust geborene erhöhte Risikobereitschaft. Dabei spielen bestehende gesundheitliche Schäden und fortgeschrittenes Alter bei oft mangelnder Trainingsvorbereitung eine wichtige Rolle. Der DAV Summit Club ist bei der Auswahl und der zeitlichen Planung seiner Trekkingtouren bemüht, den neuesten sportmedizinischen Grundlagen des Höhenbergsteigens entgegenzukommen und will mit den folgenden Tipps sicherstellen, dass auch durch Ihr Verhalten die Tour zu einem bleibenden positiven Erlebnis wird:

Höhenbergsteigen heißt lang andauernde, maximale Ausdauerbelastung unter chronischen Sauerstoffmangelbedingungen. Dabei nimmt die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit alle 1500 Höhenmeter um 10% ab. Sie besitzen also auf Ihrem ersten Sechstausender trotz bester Akklimatisation nur noch 60 bis 70% Ihrer Leistungsfähigkeit. Erste Voraussetzung ist daher eine möglichst hohe Ausdauerleistungsfähigkeit. Diese kann in der Regel nicht durch Wochenendtouren im alpinen Bereich erzielt werden. Außerdem nimmt diese jenseits des 40. Lebensjahres bei mangelndem Training steil ab. Grunderkrankungen der Lunge, des Herzens, des Kreislaufs und des Stoffwechsels können früh leistungsbegrenzend sein. Auch Erkrankungen der Sehnen, Bänder und Gelenke sowie des Haltungs- und Bewegungsapparates können in den Vordergrund treten. Lassen Sie sich daher zuerst auf bestehende Vorerkrankungen untersuchen. Auch der Zahncheck gehört dazu.

Beginnen Sie dann rechtzeitig, mindestens drei Monate vor Abreise, mit einem möglichst drei- bis viermal wöchentlichen Ausdauertraining. Dabei genügen 15 bis 20 Minuten bei alters- und trainingsabhängigen Pulsfrequenzen zwischen 140 und 160. Im Sommer bieten sich Waldlauf und Radfahren an, im Winter vor allem Skilanglauf. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Sie sich während des Trekkings die notwendige Kondition aneignen können. Die beste Kondition sollten Sie bei der Abreise besitzen.

Zum Leistungsverhalten am Berg sollten Sie beachten: Oberhalb einer Reizhöhe von 3500 Metern beginnen spürbar die Auswirkungen des Sauerstoffmangels. Der Körper befindet sich im Stresszustand. Geben Sie ihm daher in den ersten 48 bis 72 Stunden die Möglichkeit zur problemlosen Höhenanpassung, indem Sie sich keinesfalls körperlich überlasten, nicht auf Dauer Höhenunterschiede von mehr als 500 Metern überwinden und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. In diesem Zeitraum liegt auch der Häufigkeitsgipfel von Höhenkrankheiten wie Lungen- und Hirnödem.

Bei 2500 überprüften Expeditionsteilnehmer*innen wurden nur 1% ernstzunehmende Höhenkrankheiten festgestellt. Wenn die Grundregeln berücksichtigt werden, bestehen keine unlösbaren Probleme. Die ersten zwei Stunden pro Tag sollten immer gemächlich angegangen werden. Vermeiden Sie Erschöpfungszustände und große Schlafhöhen. Benützen Sie wenn möglich Stöcke zum Steigen. Ganz besonders wichtig ist der Einsatz von Stöcken bei einem Erkrankten, der im Abstieg begriffen ist. Dadurch wird die Atemhilfsmuskulatur wesentlich unterstützt. Kontrollieren Sie Ihre Urinausscheidung. Täglich! 1 Liter sollte unbedingt ausgeschieden werden. Dies wäre eine gute Kontrolle der Höhenverträglichkeit.


Reisedokumente

Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger*innen benötigen zur Einreise einen gültigen Reisepass.


Gesundheit

Beginnen Sie rechtzeitig, am besten schon zwei bis drei Monate vor Reiseantritt, sich über Impfungen und Gesundheitsrisiken zu informieren. Für Georgien bestehen keine besonderen Vorschriften. Eine Gelbfieber-Impfbescheinigung wird nur dann verlangt, wenn Sie aus einem Infektionsgebiet anreisen. Allgemein gilt, dass die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes überprüft und vervollständigt werden. Zusätzlich wird eine Impfung gegen Hepatitis A und B sowie gegebenenfalls gegen Diphterie, Tollwut und die Japanische Enzephalitis empfohlen. Informationen hierzu erhalten Sie von Ihrer Arztpraxis und in Ihrer Apotheke, aber auch auf den Internetseiten der Tropeninstitute oder unter den medizinischen Hinweisen des Auswärtigen Amts.

DAV-Mitglieder-Bonus:
30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart

eigene Anreise

Leistungsbeginn-/ende: ab/bis Hotel in Tbilissi

Gerne erstellen wir Ihnen nach Buchungsanfrage über unsere Website ein passendes Flugangebot (Flughafen TBS) zu tagesaktuellen Tarifen. Sollten Sie mit den Konditionen des Flugangebotes nicht einverstanden sein, können Sie diese Buchungsanfrage auch kostenfrei stornieren.

Hotel- und Flughafentransfers im Zielgebiet am offiziellen An- und Rückreisetag

  • Bei Flugbuchung über den DAV Summit Club im Preis enthalten.
  • Bei Flugbuchung in Eigenregie sind Sie für die Organisation selbst verantwortlich.

Anmeldeschluss 2 Monate vor Reisebeginn

Der Umwelt zuliebe kompensiert der DAV Summit Club den CO2-Ausstoß aller Flüge zu 100 Prozent. Zum Projekt.

Zimmeraufpreis

Einzelzimmer, nur im Hotel: € 220,–

Premiumpartner
Ausrüstungspartner