Unser Engagement für mehr Nachhaltigkeit
Als Bergsteigerschule des Deutschen Alpenvereins und Spezialreiseveranstalter für aktive Berg- und Kulturerlebnisse sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber Menschen und Umwelt bewusst. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte in unserem Unternehmen und unseren Reisen zu berücksichtigen und unsere Maßnahmen weiterzuentwickeln.
Die Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) definiert den nachhaltigen Tourismus als "eine Einrichtung, die die gegenwärtigen und künftigen wirtschaftlichen, sozialen sowie ökologischen Auswirkungen voll berücksichtigt, um den Bedürfnissen der Besucher, der Industrie, der Umwelt und der gastgebenden Gemeinschaften gerecht zu werden".
Nachhaltig gestalteter Tourismus kann dazu beitragen, die Umwelt zu schützen, lokale Beschäftigung zu fördern sowie Kulturen und Traditionen zu erhalten, wenn entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden. Diese Grundsätze stammen aus dem sogenannten Dreieck der Nachhaltigkeit mit den Säulen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Es geht dabei um die Annahme, dass eine nachhaltige Entwicklung nur dann erreicht werden kann, wenn ökologische, ökonomische und soziale Ziele gleichzeitig und gleichberechtigt verfolgt werden. Seit unserer Gründung fühlen wir uns den Bergen und ihrer Natur besonders verbunden. Heute setzen wir uns systematisch dafür ein, ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte in unserem Handeln zu berücksichtigen.
Dass es für Bergurlaube Grenzen des Wachstums gibt, kann man im Sommer mit einem kurzen Blick in eine Hütte entlang der Alpenüberquerung auf dem E5 erkennen. Auch andernorts schmälern die menschlichen Ameisenstraßen auf Trekking- und Kletterrouten das Bergerlebnis. Wir beim DAV Summit Club sind der Auffassung, dass bewusstes Reisen der Schlüssel zu einem gesunden Tourismus sein kann. Aus dieser Erkenntnis heraus haben wir uns entschieden, unsere Angebote in Regionen, die bereits unter dem Massentourismus leiden, nicht weiter auszubauen oder diese sogar komplett zu meiden. Darüber hinaus empfehlen wir insbesondere bei Fernreisen längere Aufenthalte statt mehrerer kurzer Reisen. Wer seltener reist und dafür länger vor Ort bleibt, kann die mit der An- und Abreise verbundenen Emissionen pro Reisetag reduzieren.
Zudem setzen wir gezielt auf die Nutzung bestehender Infrastruktur und begrenzen unsere Teilnehmerzahl auf maximal 15.000 Gäste pro Jahr. Damit möchten wir unsere Reisen in einem überschaubaren Rahmen durchführen und Belastungen für Natur und lokale Infrastruktur möglichst gering halten.
Seit 1982 fördern wir Anreisemöglichkeiten mit geringeren Treibhausgasemissionen, zunächst durch die Vermittlung von Fahrgemeinschaften zwischen unseren Reiseteilnehmer*innen. Seit 2023 ergänzt unsere digitale Mitfahrplattform Moobly dieses Angebot. Sie bringt Menschen zusammen, die gemeinsam zu ihrem Reiseziel fahren möchten – sowohl Teilnehmende unserer Reisen als auch bergbegeisterte Personen ohne gemeinsame Buchung.
Mit unseren Bahnwander-Reisen bieten wir eine Reiseform an, bei der die Anreise überwiegend per Bahn erfolgt. Auf vielen Strecken verursacht die Bahn im Vergleich zum Pkw oder Flugzeug geringere Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig entfallen lange Autofahrten, und die Transfers vor Ort sind möglichst kurz geplant.
Seit 2026 ergänzen wir unser Angebot für Reiseziele in den Alpen und Europa um ein Bahnbuchungs-Tool. Damit können unsere Gäste zu jeder gebuchten Reise eine vergünstigte Bahnverbindung buchen und ihre Anreise einfacher mit der Bahn planen.
Abfallreduzierung ist ein weiterer zentraler Bestandteil unseres Engagements. Seit 1991 setzen wir mit dem DreckSack ein Zeichen für mehr Achtsamkeit in der Natur. Der wiederverwendbare Müll- und Aufbewahrungsbeutel hilft dabei, Abfälle unterwegs zu sammeln und bis zur nächsten Entsorgungsmöglichkeit mitzunehmen. Seit 2025 wird er aus recycelten Stoffresten hergestellt, ein weiterer Schritt, um den Einsatz von Neumaterial zu reduzieren.
Unser saniertes DAV-Gebäude in München vereint Holz, Glas und Pflanzen zu einem modernen, offenen Arbeitsumfeld – inspiriert von der Atmosphäre einer zeitgemäßen Alpenvereinshütte.Zudem setzen wir auf digitale Reiseunterlagen und das digitale System Sherpa, um Verwaltungsprozesse zu vereinfachen und unseren Papierverbrauch zu reduzieren. Dadurch benötigen wir in vielen Bereichen deutlich weniger Papier als früher. Unsere Kataloge werden auf Recyclingpapier der Firma Steinbeis gedruckt. Langjährige Partner wie Deuter, Petzl und Roeckl ermöglichen es uns unsere Reiseangebote möglichst ressourcend schonend weiterzuentwickeln. Seit 2017 pflegen wir außerdem eine Partnerschaft mit Patagonia. Zudem arbeiten wir mit WWF Deutschland zusammen. Gemeinsam mit unseren Berg- und Bergwanderführer*innen bieten wir Touren im Alpenraum an, die weit über das klassische Bergerlebnis hinausgehen. Unser Ziel ist es, Gästen ein tieferes Verständnis für den achtsamen Umgang mit Flora und Fauna zu vermitteln – von den richtigen Verhaltensweisen am Berg bis hin zum Schutz bedrohter Pflanzenarten. So möchten wir dazu beitragen, dass auch zukünftige Generationen die Schönheit unserer Natur und Bergwelt erleben können.
Seit 2019 finanzieren wir für die berechneten CO₂-Emissionen unserer Flugreisen Klimaschutzprojekte über atmosfair.100% der dabei eingesetzten Mittel fließen in unser atmosfair-Projekt, das den Bau von Kleinbiogasanlagen in Nepal unterstützt – ein wichtiger Schritt hin zu einer umweltschonenden Energieversorgung.
Zusätzlich haben wir gemeinsam mit atmosfair ein Bildungsprojekt an der Jugendbildungsstätte Bad Hindelang ins Leben gerufen. Dort bieten wir Seminare für Hochschulen und Universitäten an, um den Tourismus-Nachwuchs für nachhaltiges Reisen zu sensibilisieren.
Ob bei herausfordernden Durchquerungen oder genussvollen Standortprogrammen – wir setzen bewusst auf regionale Gastgeber und familiengeführte Betriebe. In Hütten, Hotels und bei Partneragenturen rund um den Globus fühlen wir uns als Teil einer großen Familie. Während herausfordernder Zeiten, insbesondere während der Covid-19-Pandemie, war es uns deshalb ein großes Anliegen, unsere langjährigen Partner in Indien, Nepal, Afrika und Südamerika zu unterstützen und so ihre Existenz zu sichern. Eine besonders enge Verbindung pflegen wir zu unserem nepalesischen Team, mit dem uns seit über 50 Jahren eine vertrauensvolle Partnerschaft verbindet. Bereits seit Beginn dieser Zusammenarbeit übernehmen wir die Kosten der Krankenversicherung für unsere Guides. Seit Anfang 2025 haben wir dieses bedeutende Projekt auf ihre Familien erweitert. Damit setzen wir ein Zeichen des Vertrauens und der Wertschätzung für die Menschen, die mit ihrer Leidenschaft und Expertise unsere Reisen bereichern und unvergesslich machen.
Sozialverträgliches Reisen bedeutet für uns, faire Löhne zu zahlen und die Preise nicht auf Kosten regionaler Guides oder Träger zu senken. Stattdessen investieren wir gezielt in die Ausbildung und Qualifikation lokaler Fachkräfte. Regelmäßige Auslandsschulungen sichern die hohe Kompetenz unserer Guides, wobei auch Köche und Büroangestellte aktiv eingebunden werden. Dieser interkulturelle Austausch auf Augenhöhe stärkt nicht nur den Teamgeist, sondern schafft langfristig qualifizierte Arbeitsplätze in unseren Zielländern. Im Alpenraum und allen verschneiten Regionen arbeiten wir ausschließlich mit exzellent ausgebildeten, von Berufsverbänden anerkannten Berg- & Skiführer*innen, Bergwanderführer*innen und Bike Guides zusammen, die unsere Leidenschaft für die Berge teilen.
Als Mitglied der Allianz für Entwicklung und Klima des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Treibhausgasemissionen zu vermeiden und zu reduzieren. Ergänzend unterstützen wir Klimaschutzprojekte über unseren Partner atmosfair.
Ein Beispiel für unsere Zusammenarbeit im Bereich Tourismusentwicklung ist der "Peaks of the Balkans"-Trail. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) entwickelten wir den 192 km langen Wanderweg, der über Montenegro, den Kosovo und Albanien führt. Die Region beeindruckt mit unberührter Natur und reicher Artenvielfalt, war jedoch lange für Touristen und Touristinnen unzugänglich. Jahrzehntelange Isolation hatte zu wirtschaftlicher Schwäche und Abwanderung geführt.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und gleichzeitig die Natur zu bewahren, wurde in Kooperation mit lokalen Partnern der transnationale Wanderweg "Peaks of the Balkans" ins Leben gerufen. Neue Wanderwege, Unterkünfte und geschulte Bergführer*innen sollten Besucher*innen anziehen und der lokalen Bevölkerung wirtschaftliche Perspektiven bieten.
Seit 2013 bietet der DAV Summit Club geführte Touren in der Region an und unterstützt eine Tourismusentwicklung, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte einbezieht. In enger Zusammenarbeit mit der GIZ haben wir zahlreiche Workshops durchgeführt, um lokale Experten in Wegmarkierung, Servicequalität und regionaler Gastronomie auszubilden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Initiative "Taste the Peaks of the Balkans", die den Einsatz regionaler Produkte fördert und so zusätzliche Einkommensquellen für lokale Arbeiter*innen in der Landwirtschaft und Gastronomie schafft. Die steigenden Besucherzahlen tragen dazu bei, dass neue Arbeitsplätze entstehen, die Abwanderung verringert wird und der Tourismus langfristig weiterentwickelt werden kann.
Dank der engen Kooperation mit der GIZ konnte der DAV Summit Club ein starkes Netzwerk vor Ort aufbauen, hochwertige Unterkünfte und erfahrene Bergführer*innen für seine Touren gewinnen und die Servicequalität aktiv mitgestalten. So unterstützen wir die langfristige touristische Entwicklung der Region gemeinsam mit unseren Partnern und können somit den Schutz der Natur in den Vordergrund stellen.
Die Berücksichtigung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Aspekte ist ein fester Bestandteil unserer Unternehmensentwicklung. Mit Maßnahmen wie der Förderung der Bahnanreise, der Digitalisierung von Prozessen, langfristigen Partnerschaften und der Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren möchten wir unsere Reiseangebote kontinuierlich weiterentwickeln und ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft möglichst verantwortungsvoll gestalten.
