Karpaten-Trekking und Königstein – Kultur in Siebenbürgen und der Walachei

Beschreibung

  • Anspruchsvolle Tageswanderungen, 11 Tage
  • Gute Hütten und Pensionen in der Walachei
  • „Dach der Karpaten“: das Fogarascher Gebirge
  • Spektakulärer Königstein-Nationalpark
  • Kultur und Geschichte von Siebenbürgen:
    Herrmannstadt, Kronstadt, Schäßburg
  • Gipfelmöglichkeit, u. a.:
    - Moldoveanu, 2544 m

Programm

1. Tag: Linienflug mit Lufthansa direkt von München nach Sibiu (Hermannstadt), 431 m, prachtvolle Stadt am Rande der Südkarpaten und 2007 Europas Kulturhauptstadt. Die Stadt befindet sich im ehemaligen „Königsboden” – das historisch von Siebenbürger Sachsen besiedelte Gebiet. Ihr Reiseteam holt Sie ab: ein Bergführer und der Busfahrer. Der Bergführer spricht hervorragend deutsch. Kurzer Transfer zum Hotel in Herrmannstadt. Vor und nach dem Abendessen ist noch Zeit für einen gemeinsamen Spaziergang über die historischen Plätze der Stadt. [–/–/A]
2. Tag: Die Besichtigung von Sibiu gleich nach dem Frühstück ist ein erster Höhepunkt. Einführung in die reiche Geschichte Siebenbürgens. Hermannstadt war lange Zeit die wichtigste unter den "sieben Burgen". Der Stadtkern wird von drei malerischen Plätzen beherrscht. Das vielleicht wichtigste Bauwerk ist die evangelische Stadtpfarrkirche mit ihrem spätgotischen Gepränge. Mittags fahren Sie (80 km/2 h) nach Osten, zunächst entlang und dann mitten hinein in die Fogarascher Berge. In Cârta (Kerz) haben Sie noch Gelegenheit, bei der Besichtigung der ehemaligen Zisterzienser-Abtei mit einem deutschen Pfarrer zu plaudern, bevor die Karpaten-Wanderung aus dem malerischen Serbotatal hinauf zur Hütte Cabana Negoiu beginnt. Auf gutem Pfad aufwärts durch Misch- und Fichtenwald. Ihre persönlichen Sachen für eine Nacht tragen Sie selbst. Die Hütte, 1540 m, bietet bestes Bergpanorama und eine Sauna. Sie sind in Doppelzimmern (Einzelzimmer sind hier nicht vorhanden) untergebracht, Dusche und Toilette befinden sich auf dem Gang. Hm ↑500 Gz 2,5 h [F/M/A]
3. Tag:Unter den Steilwänden des Negoiu, 2535 m, wandern Sie durch das vom Gletscher geformte Tal, teilweise durch steile, drahtseilgesicherte Rinnen auf den Grat. Trittsicherheit und Konzentration sind angebracht. Wunderschön auf dem Hauptkamm gelegen, lädt der Caltunsee zur malerischen Mittagsrast. Mit Genuss verzehren Sie in herrlicher Umgebung Ihr Lunchpaket. Weiter geht es aussichtsreich bis zum Gletschersee Bulea (Lacul Bâlea), wo der Busfahrer wartet, der Wechselkleidung und die Schlafsäcke für die übernächste Übernachtung mitbringt. Heute, in der gut ausgestatteten Pensiunea Paltinu, 2040 m, mit bester Verpflegung und Doppelzimmern mit Bad, sind sie nicht nötig. Hm↑1200 ↓700 Gz 8 h [F/M/A]
4. Tag: Panorama-Wanderung auf dem Fogarascher Hauptkamm. Unendlich die Zickzack-Reihen der Felsgipfel. Nach kurzem Aufstieg verläuft die Karpaten-Wanderung fast höhengleich bis zum Arpasul Mic, 2460 m, weist aber ein paar ausgesetzte Stellen auf, die trotz Drahtseilsicherung Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erfordern. Erneut tragen Sie Ihr Gepäck für eine Nacht selbst, Ihren Hüttenschlafsack haben Sie heute dabei. Übernachtet wird in der etwas einfacheren Podragu-Hütte im Gemeinschaftsschlafraum. Die höchstgelegene Hütte im Fogarasch, 2130 m, ist eine klassische Bergsteigerunterkunft. Es wird rumänisch und deutsch gesprochen und ist ein Treffpunkt für Bergsteiger aus ganz Europa. Hm ↑750 ↓650 Gz 6 h [F/M/A]
5. Tag: Auf den Moldoveanu, 2544 m, steigen Sie vom Hauptkamm aus, den Sie leicht von der Hütte erreichen. Beeindruckend der Zwillingsgipfel mit dem kleinen Bruder Vistea Mare, 2527 m. Der Moldoveanu ist Rumäniens höchster Berg, die Aussichten über das Fogarasch-Gebirge dementsprechend prächtig. Nach erholsamer Rast wandern Sie weiter in Richtung Süden und unternehmen somit einen Abstecher in die wenig bekannte und einsame Walachei. Ein Meer von bewaldeten Bergrücken schimmert herüber, während Sie im Fichtenwald absteigen, vorbei an Schäferhütten und schönen Wasserfällen und zur Forststraße im Budatal gelangen, wo der Bus bereits auf Sie wartet. Bei schlechten Witterungsbedingungen kann es vorkommen, dass aufgrund eingeschränkter Fahrmöglichkeit ein Teil des Weges zu Fuß geganen wird. Entlang dem rieisgen Vidraru-Stausees (40 km/1,5 h) erreichen Sie Ihre Pension. Heute wieder Doppelzimmer mit eigenem Bad. Hm ↑600 ↓1200 Gz 8 h [F/M/A]
6. Tag: Atemberaubend die Schluchten des Flusses Arges, durch die Sie der Bus zum Ausgang der Wanderung im Canyon Valea lui Stan bringt. Aride, tief eingeschnittene Hänge erinnern an Landschaften in Südamerika. Kleine Wasserläufe müssen durchquert werden: unproblematisch bei gutem Wetter. Wenn es geregnet hat oder Niederschläge angesagt sind, kann diese Tour aus Sicherheitsgründen nicht durchgeführt werden. Ihre Bergführer haben dann aber eine entsprechende Alternative parat (Poienari: Festung der walachischen Fürsten). Mit Leitern und Drahtseilsicherungen ist der Pfad ausgestattet, auf dem Sie den Zufluss des Arges erkunden. Durch Wald und Wiesen zurück zur Straße und Fahrt (150 km/4 h) nach Curtea de Arges (Argisch), 450 m, einstige Hauptstadt der Walachei und Fürstensitz. Die Klosterkirche zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Region, eine außergewöhnliche Mischung aus byzantinischem und europäischem Baustil. Fahrt in Richtung Königstein bis Zarnesti (Zernen), 713 m. Sie übernachten dreimal in einer guten Pension in Plaiul Foii am Fuße des Königstein-Gebirges. Hm ↑400 ↓400 Gz 4 h [F/M/A]
7. Tag: Im Nationalpark Piatra Craiului (Königstein) wandern Sie über Orchideenwiesen (saisonbedingt), die Ihre Pension umgeben, und später durch Wald bis an den Fuß der steil aufragenden Felswände. Durch die berühmte Westwand führt ein Pfad, von den Siebenbürger Sachsen "Deubelsweg" genannt, den Sie langsam aufsteigen – im oberen Teil durch Drahtseile gesichert. Erklärtes Ziel ist La Om, 2238 m, der höchte Gipfel im Königstein-Gebirge. Der Blick erreicht weitere hohe Gebirgsketten im Osten. Abstieg mit mäßigem Gefälle über breit ausladende Wiesen. Am Ende der Zârnesti-Schlucht (Naturreservat) treffen Sie auf den Bus. Kurze Fahrt (25 km/1 h) zurück zur Pension. Hm ↑1400 ↓750 Gz 8 h [F/M/A]
8. Tag: Durch ein Labyrinth weißer Kalksteinfelsen noch einmal hoch hinauf zum Hauptkamm des wild zerklüfteten Königsteins. Von der Unterkunft aus im leichten Aufstieg durch unberührten Wald zu den ersten Kalkfelsen, 1200 m. Durch die Felsen, mit immer wieder überraschenden Windungen und Wendungen, führt ein schmaler Steig hinauf zum Grat. Viele seltene, besonders kalkliebende alpine Pflanzen nutzen den für sie perfekten Lebensraum, darunter eine seltene Nelkenart und gelber Hochgebirgsmohn. Vom Gipfel Padina Popii, 1970 m, genießen Sie noch einmal den herrlichen Blick über die Karpaten. Abstieg durch duftende Latschen, Wiesen und über Geröllhalden, letztlich tauchen Sie wieder in den schattigen Mischwald ein. Hm ↑1050 ↓1050 Gz 8 h [F/M/A]
9. Tag: In „Draculas Schloss” - wie Burg Bran in den meisten Reiseführern genannt wird, erfahren Sie alles über den walachischen Fürsten Vlad, über Mythos und Legendenbildung, die zurückreicht in die Zeit, als die Osmanen nach Ost- und Mitteleuropa vorrückten. Die kulturelle Vielfalt Siebenbürgens wird Ihnen heute in hoher Dosis vermittelt. Das Schloss Peles der rumänischen Könige im Luftkurort Sinaia erinnert ein wenig an Neuschwanstein. In Brasov (Kronstadt) staunen Sie über die prächtigen Bürger- und Kaufmannshäuser, die daran erinnern, dass Transsilvanien schon im Mittelalter Handelsbrücke zwischen dem vorderen Orient und der Hanse war. Die „Schwarze Kirche” ist der größte Sakralbau zwischen Wien und Istanbul. Einflüsse der Prager Parlerschule sind unverkennbar. Abendessen in einem guten Restaurant in der Altstadt. Übernachtung im Hotel in Brasov, 600 m. [F/–/A]
10. Tag: Die Wehrkirchen Siebenbürgens sind UNESCO-Weltkulturerbe, so auch die Kirchenburg von Prejmer (Tartlau), die sich an der landschaftlich schönsten Route (320 km/5,5 h) zurück nach Sibiu (Hermannstadt) unübersehbar aufbaut. Die Wehrkirchen sind typisch für die Dörfer in Siebenbürgen. Sighisoara (Schäßburg) ist stolz auf seine komplett erhaltene Burg. Nach der Besichtigung ist Zeit für die Mittagspause. Am Nachmittag machen Sie noch in Seica Mica (Kleinschelken) Station, wo die Kirchenburg mit dreifachem Mauerring besonders trutzig dasteht. Ein Glas Wein, von Nachfahren der Siebenbürger Sachsen gekeltert, rundet die Reise ab. Und Sie freuen sich auf das festliche Abschiedsabendessen im rumänischen Hirtendorf Sibiel unweit von Sibiu. Übernachtung im bekannten Hotel in Hermannstadt. [F/M/A]
11. Tag: Vor der Heimreise haben Sie noch Zeit um auf eigene Faust durch Sibiu zu streifen, das berühmte Brukenthal-Museum zu besichtigen oder durch die großzügig angelegte Fußgängerzone zu bummeln. Ihr Reiseleiter gibt gerne Tipps oder begleitet Sie auf Wunsch. Im Schatten alter Bäume an der mächtigen Stadtmauer entlang zu schlendern ist genauso reizvoll, wie in einem der Straßencafés eine der regionaltypischen Süßspeisen zu genießen. Hermannstadt hat drei Osmanen-Belagerungen unbeschadet überstanden. Erst am Nachmittag kurzer Transfer zum Flughafen und Start Ihrer Lufthansa-Linienmaschine in Richtung München. [F/–/–]

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Flüge mit Lufthansa München–Sibiu und zurück,
    Freigepäck 23 kg
  • Flughafengebühren
  • Flughafentransfer und Busfahrten laut Programm
  • Eintritte und Führer für Besichtigungen laut Programm
  • Vollpension während der Wanderungen, Halbpension in Sibiu und Brasov
  • 3 x Hotel***, 4 x gute Pension, 2 x Hütte, jeweils im DZ
  • 1 x Hütte im Mehrbettzimmer
  • Reiseleitung durch einen örtlichen, Deutsch sprechenden Kultur- und Bergwanderführer

Bei uns außerdem enthalten

  • Gepäcktransport mit Fahrzeugen zu den Pensionen
  • einfache Weinprobe in Zabljak
  • Sicherheitsausrüstung wie Satellitentelefon
  • Reiserücktritt-/Abbruch-/Kranken-/Haftpflichtversicherung

Teilnehmerzahl:

6–15 Personen

Reisedokumente

Personalausweis oder Identitätskarte

Zusatzkosten:

Trinkgelder ca. € 25,–

Unterbringung

OrtNächteUnterbringungLandeskategorie

Sibiu (Hermannstadt)

2Hotel Roberts***

Fogarascher Gebirge

3Hütte

Arefu

1Pension

Plaiul Foii

3Pension

Brasov (Kronstadt)

1Hotel Bella Muzica***

Anforderungen

Voraussetzungen

Anspruchsvolle Tageswanderungen, für die Sie Kondition für Gehzeiten bis zu 8 h und für Auf- und Abstiege um die 1000 Hm benötigen. Für einige Passagen, die mit Ketten oder Drahtseilen versichert sind, sind Sie schwindelfrei und trittsicher. An zwei Tagen müssen Sie Ihr Gepäck für eine Nacht selbst tragen, für eine Hüttennacht benötigen Sie einen Schlafsack.

Technik:
^^°°°
Kondition:
^^°°°

Details

BuchungscodeRMKAR
DAV-Mitglieder-Bonus:30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart Flug
Innerdeutsche Anschlussflüge nach/ab München auf Anfrage ca. € 100,–. A/CH auf Anfrage.
ZimmeraufpreisEinzelzimmer (nicht auf Hütten) € 200,–
Termine

Haben Sie Fragen zu dieser Reise?

Karin Sturm

Gerne helfe ich Ihnen weiter.

Karin Sturm
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