Karakorum, Steppe, Wüste Gobi – Rundreise durch die Mongolei mit Wanderungen und Kamel-Trekking

Programm
Das sagen Mitreisende

Beschreibung

  • Große Rundreise mit Tageswanderungen, 18 Tage
  • Übernachtung in Jurten in der mongolischen Steppe
  • Kamel-Trekking in den Sanddünen der Wüste Gobi
  • Vulkane am türkisfarbenen See Tsagaan Nuur
  • Wanderung rund um den Khorgo-Krater
  • Karakorum: Machtzentrum von Dschingis Khan
  • Seltene Przewalski-Pferde und Kloster Erdene Zuu
  • Sehenswerte Metropole der Mongolei: Ulan Bator

Programm

Schon am dritten Reisetag waren wir im Nationalpark Guryan Saykhan angekommen und mitten im Geschehen: mit Canyons, Oasen, flammenden Felsen – und Dino-Knochen unter der Erde! Im Kamelsattel ging es durch den „singenden Sand“ der Wüste Gobi mit ihren bis zu 180 Meter hohen Dünen – diese Erfahrung konnte auch die Nacht unter tausend Sternen nicht mehr toppen. Eine Abenteuer- und Zeitreise in ein Ökosystem mit endemischer Flora und Fauna: Natur statt Menschen! Mit geländegängigen Kleinbussen zwischen Steppe und Taiga, zu erloschenen Vulkanen, tosenden Flüssen und dem türkisblauen See Tsagaan Nuur. Längere Fahrten wurden durch Wanderungen aufgelockert. So folgten wir dem Orjon-Fluss entlang erodierter Lavaströme und entdeckten einen Wasserfall in der Waldsteppe. Ein besonderes Erlebnis war dann die Besteigung des Vulkans Chorgo, den wir in 2230 Meter Höhe umrundeten. Wir genossen die alpine Pflanzenwelt mit Enzian und Edelweiß, übernachteten in Jurten und waren bei Einheimischen zu Gast. Wir trafen auf Nomaden, konnten seltene Przewalski-Pferde beobachten und das älteste buddhistische Kloster des Landes besuchen. Jetzt sind wir auf dem Weg nach Karakorum, wo der Mongolenfürst Dschingis Khan einst sein Reich begründet hat.

Erläuterungen:  Gz 5 h Die Gehzeit ohne Pausen beträgt fünf Stunden.
[F/M/–] [F/–/A] [–/–/A]  Enthaltene Mahlzeiten:  F = Frühstück;  M = Mittagessen;  A = Abendessen.

1. Tag: Abflug  
Abflug mit Turkish Airlines ab Deutschland, Österreich oder der Schweiz über Istanbul in Richtung Mongolei.

2. Tag: Kloster Gandan und die Historie des Landes
Landung am Morgen in Ulan Bator, 1350 m, der Hauptstadt der Republik Mongolei. Am Flughafen Dschingis Khan werden Sie von Ihrem Reiseleiter begrüßt und ins Stadtzentrum gefahren. Dann besuchen Sie das „freudvolle Kloster“ Gandan, die größte aktive Abtei des Landes, deren Architektur auf die tibetischen Wurzeln des mongolischen Buddhismus hinweist. Anschließend beziehen Sie die Zimmer im Hotel und können sich ewas entspannen. Am Nachmittag informieren Sie sich im Historischen Museum über die wechselvolle Geschichte des Landes – ein idealer Einstieg in die Reise. Hotelübernachtung in Ulan Bator. 
[–/–/A]

3. Tag: Ulan Bator – „Lämmergeierschlucht“
Flug nach Dalanzadgad, 1590 m, der Hauptstadt der Provinz Süd-Gobi, und Fahrt (1,5 h) zur „Lämmergeierschlucht“ Yoliin Am, 1990 m. Hier werden Sie erstmals in einem Jurtencamp wohnen. Die tief eingeschnittene Schlucht wartet selbst im Hochsommer mit Eis auf – wenige Ausnahmejahre ausgenommen. Eine erste Eingehtour führt Sie ins Durgeene-Tal im Guryan Saikhan-Nationalpark, der nach dem gleichnamigen Gebirgsmassiv, 2825 m, benannt ist. Es erhebt sich mit seiner markanten Felswand spektakulär aus der Wüste und bedeutet „drei Schönheiten“. Im Anstieg sind manchmal wilde Bergziegen zu entdecken. Aber auch Adler und Steinböcke kommen im Nationalpark vor.  
Hm ↑↓300 Gz 4 h [F/M/A] 

4. Tag: Wanderdünen und Nomaden
Der Gurwan-Saychan-Nationalpark lockt mit Canyons, Dünen und Oasen. Unter der Erde liegen Dino-Knochen – ein Eldorado für Paläontologen. Weiterfahrt nach Westen (170 km/6,5 h), wobei die Durgeene-Schlucht für Fahrzeuge gerade noch passierbar ist. Schließlich entlässt Sie der enge Canyon in die Weite der Steppe von Shar Khondy, 1200 m. Wanderdünen tauchen auf. Im letzten Grün am Rand der Sandwüste leben Nomaden. In der Nähe werden Sie schon im Jurtenlager erwartet (zwei Nächte). Sie freuen sich auf das Abendessen. Vielleicht gibt es heute Buuds, leckere mongolischen Teigtaschen, die mit Fleisch gefüllt und dampgegart werden? Ihr Kultur- und Bergwanderführer gibt wichtige Hinweise für den morgen anstehenden Wüstenritt.  
[F/M/A] 

5. Tag: Kamelritt durch die Wüste | Besteigung der „Singenden Düne“
Trekking mit Kamelen durch die Khongoryn Els, wie der 120 Kilometer lange Gürtel aus bis zu 180 Meter hohen Wanderdünen heißt. Er wird von den Gebirgsketten Baruun-, Dund- und Zuun Saichan begrenzt, die diese faszinierende Region der Gobi abschirmen. Je nachdem, aus welcher Richtung der Wind bläst, bewegen sich die Dünen in östliche oder westliche Richtung. Die Kameltreiber machen Sie mit Sattel und Zaumzeug vertraut. Dann setzen sich die „Wüstenschiffe“ in Bewegung. Aus der kargen Steppe recken sich durstige Grasbüschel gen Himmel. Bald wird die Karawane vom Sand verschluckt. Schritt für Schritt bewegen sich die zweihöckrigen baktrischen Kamele auf die Khongory Els zu. Im flimmernden Licht der Gobi meint man zunächst eine Fatamorgana am Horizont zu erblicken, aber langsam werden die Konturen schärfer und Sie staunen über das Gebirge aus Sand. Der anstrengede Aufstieg auf den Dünenkamm bringt großartige Sicht auf die Gobi und endet mit einer Rutschpartie. Wenn die Körner der großen Düne in Bewegung geraten, beginnt diese zu vibrieren und die Khongoryn Els scheint zu singen: ein Naturphänomen, das man nie vergisst. Sie genießen den Zauber der Wüste, das Wunder der wandernden Sandmeere und das Konzert der „singenden Düne“. 
Kamelritt 3 h Hm ↑↓180 Gz 2 h [F/M/A]

6. Tag: Von Dinosauriern und „Flammenden Felsen“
Die „Flaming Cliffs” wurden weltberühmt, als der amerikanische Forscher Roy Chapman Andrews 1922 im Sedimentgestein der Kreidezeit Dinosaurierskelette bislang unbekannter Arten fand. In den darauffolgenden Jahren wurden sogar versteinerte Dino-Eier entdeckt, die wertvolle Erkenntnisse über die Fortpflanzung der Giganten brachten. Fahrt zum nächsten Jurtencamp bei Bajantsag (150 km/3 h). Am Nachmittag tragen Sie Kamele zu den roten Sandsteinformationen, die Sie besteigen können und die im flammendem Licht leuchten. Wenn Wind aufzieht, kann sich daraus rasch ein Sandsturm entwickeln. Im lockeren Boden finden sich immer wieder Fossilienspuren. Erinnerungen an Seven Spielberg Science-Fiction-Film „Jurassic Park“ werden wach. Rückkehr zum Jurtencamp, wo das Abendessen auf Sie wartet und Sie das Nomadenleben beobachten können. 
Kamelritt 3 h Hm ↑↓150 Gz 2 h [F/M/A]

7. Tag: Kloster Ongiin Chiid
Eine lange Fahrt (140 km/4 h) bringt Sie heute zur Abtei Ongiin Chiid. Dabei durchqueren Sie weite Saxaulbaum-Bestände. Die Blätter der für die Gobi so typischen Wüstenbäume sind so klein und schmal, dass die Planzen fast vertrocknet wirken. Ihre Rinde speichert Wasser und dient den Nomaden als wichtige Versorgungsgrundlage. Weiter geht die Fahrt durch die endlose Steinwüste in Richtung Norden. Nach einem Zwischenstopp in Mandal-Ovoo kommt bald das Kloster Ongiin Chiiid in Sicht. Mit zwei Tempelanlagen gehört die Abtei zu den größten des Landes. Sie wurde 1760 zu beiden Seiten des Flusses Ongiin Gol errichtet. Zur Zeit des Kommunismus fast vollkommen zerstört, wird die bedeutende Anlage seit 1995 nach und nach wieder aufgebaut. Aber noch immer findet man viele verfallene Lehmziegelgebäude am Fluss. Auch der große Stupa, der die Anlage überragt, ist nur als Ruine erhalten geblieben. Besichtigung und Wanderung im Umfeld des Klosters. Jurtencamp in der blühenden, mit Wermutpflanzen bestandenen Grassteppe.
Hm ↑↓50 Gz 2 h [F/M/A]

8. Tag: Weltkulturerbe: das Orkhon-Tal
Fahrt (250 km/(5,5 h) in das fruchtbare Orkhon-Tal, über ausgedehntes Steppenland mit Astern und Rittersporn. Unterwegs sind manchmal Tso-Herden zu sehen, eine Kreuzung aus Rind und Yak, aber auch Pferde und Kamele. Kraft tanken in Hujirt, dann auf schlechter Piste dem Flusslauf des fischreichen Orchon folgend – einem der längsten Flüsse der Mongolei – bis Bat Oljiy. Im Orkhon-Tal (diese Schreibweise ist für das Tal zutreffend, der Fluss wird korrekt mit Orchon angegeben) befinden Sie sich auf geschichtsträchtigem Boden. Besiedlungsspuren weisen zurück bis in die Altsteinzeit. Grabstätten, Heiligtümer, alte Siedlungen: der Reichtum an Kulturstätten hat dem Orkhon-Tal längst den begehrten Titel „Weltkulturerbe“ beschert. Jurtencamp in der Nähe des Orchon-Wasserfalls für zwei Nächte. Kleine Holzöfen spenden angenehme Wärme. Am Nachmittag sorgt eine kurze Wanderung den Orchon-Fluss entlang für den notwendigen Auslauf.
Hm ↑↓50 Gz 2 h [F/M/A]

9. Tag: Wanderung zum Orchon-Wasserfall
Weglos durch die Waldsteppe, vorbei an erodierten Lavaströmen. Der Rote Fluss mäandert durch grüne Wiesen. Unvermittelt stürzen seine Wasser in ein Atrium aus dunklen Basaltwänden. Die gewatigen Schluchten, die der Fluss in den Fels gegraben hat, erinnern mit bis zu 35 Metern Tiefe an Canyons. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Erholung und Entspannung ist angesagt und das persönliche Equipment wird „auf Vordermann“ gebracht. Nomaden bieten ihre Pferde zu einem Ausritt an, der jedoch nur geübten Reitern zu empfehlen ist. Zum Abendessen – vielleicht gibt es heute Chorchog, Schaf im Milchkessel nach mongolischer Art – gönnen sie sich im Jurtenlager ein Glas Airag. Die vergorene Stutenmilch gilt als das Nationalgetränk des Landes.
Gz 3 h [F/M/A]

10. Tag: Heiße Quellen, Tsetserleg und der Tamur-Fluss 
Fahrt nach Tsetserleg, nur unterbrochen durch einen zweistündigen Besuch der heißen Quellen von Tsenkher, 1860 m. Seinen schwefelhaltigen Wassern wird große Heilkraft zugeschrieben. Sie sind bis zu 85 Grad warm und laden zum Bad . Yaks und Pferde grasen auf saftigen Wiesen. Nach dem Kloster- und Museumsbesuch in Tsetserleg gelangen Sie zum Felsmonolithen Taikar, zwanzig Meter hoch und aus Granit. Er ist mit Schriften verschiedenster Sprachen versehen, darunter Sogh, Mongolisch, Uyghur, Runen und Tibetisch, die bis ins siebte Jahrhundert zurückdatieren, die aber wegen der zahlreichen Graffitis schwer zu erkennen sind. Nach langer Fahrt (176 km/6 h) beziehen Sie in der Nähe Ihr baumumsäumtes Jurtencamp am Ufer des Tamir-Flusses, 1690 m. 
[F/M/A]

11. Tag: Besteigung des Vulkans Chorgo
Der „weiße See“ Tsagaan Nuur ist von Vulkanen umgeben. Auf der Anfahrt (160 km/6 h) lohnt ein Fotostopp am markanten Ovoo Övdör Ulaan, den Sie umrunden. Später halten Sie am „Baum der neun Stämme und der Hundert Zweige”. Mittagspause mit Blick in den gewaltigen Chuluut-Canyon. Schließlich erreichen Sie den Nationalpark Khorgo-Terkh. Höhepunkt des Tages ist die Wanderung auf den Vulkan Chorgo, dessen Krater Sie in 2230 Meter Höhe umrunden – mit Blick auf See und Lavastrom. Am Gipfel findet man viele Steinmännchen, die errichtet wurden, um die Geister zu besänftigen. Abstieg ins familiäre Yurtencamp am Tsaagan Nuur, 1900 m, wo man Sie gastlich empfängt und wo Sie sich für zwei Nächte einquartieren. Der „weiße See“ ist reich an Fischen und bis Ende Mai von Eis bedeckt – daher der Name.
Hm ↑100 ↓400 Gz 2,5 h [F/M/A]

12. Tag: Am See Tsagaan Nuur
Felsberge säumen den See im Norden und bieten attraktive Wanderziele. Ihr Kultur- und Bergwanderführer führt Sie durch die herrliche Natur auf einen namenlosen Gipfel, 2880 m. Das nur mäßig geneigte Wiesengelände wartet mit prachtvoller Bergflora auf: Edelweiß, Enzian und wilde Zwiebeln. Der genussvolle Aufstieg über die weiten Matten wird durch kleine Wäldchen und Lärchenformationen aufgelockert, bevor Sie ein kurzer, steiler Aufschwung zu den markanten Felsgebilden im Gipfelbereich bringt. Auch hier finden sich wieder Steinmännchen. Dann folgen Sie dem aussichtsreichen Höhenrücken bergab und genießen die prachtvolle Sicht auf den „weißen See“. Sie beteiligen sich aktiv am Umweltprogramm des DAV Summit Club und nehmen Problemmüll wie Batterien wieder mit. Der „DreckSack“, den Sie mit den Reiseunterlagen erhalten, leistet dabei wertvolle Hilfe. Schließlich erreichen den Talgrund und gelangen wieder zum Tsagaan Nuur. Rückkehr zu den Jurten, wo auf Wunsch (fakultativ) vielleicht ein Ausritt mit Pferden möglich ist.
Hm ↑↓950 Gz 6–7 h [F/M/A]

13. Tag: Fahrt nach Karakorum
Fahrt (300 km/9 h) zur einst bedeutendsten Metropole des Mongolenreiches: Karakorum. 1220 gegründet von Dschingis Khan und später von seinem Sohn zur Hauptstadt erhoben, entwickelte sie sich zu einem Schmelztiegel der Kulturen, Religionen und Völker. Ihre herausragende Rolle als Regierungssitz verlor die Kapitale unter Kublai Khan, als dieser Beijing zum Machtzentrum des Mongolenreiches auserkor. Nach dem Wiedererstarken der Chinesen wurde Karakorum 1388 von diesen vollkommen zerstört. Auf streckenweise schwieriger Piste geht es erneut nach Tsetserleg, wo Einkäufe möglich sind. Schließlich erreichen Sie das Gästehaus nahe der Ruinen von Karakorum (das heutige Charchorin), 1790 m, wo Sie sich für zwei Nächte wohnlich einrichten. Nach der langen Fahrt werden Sie erst morgen auf Besichtigungstour gehen.
[F/M/A]

14. Tag: Kloster Erdene Dsuu
Besuch des berühmten Klosters, dessen Gründung 1586 durch den Mongolenfürsten Abtai Sain Khan erfolgt war das im 19. Jahrhundert seine Blütezeit erlebte. Damals sollen sich im heiligen Bezirk gut sechzig Tempel befunden haben, die chinesische und mongolische Stilelemente aufwiesen. Die älteste buddhistische Klosteranlage der Mongolei ist von einer Mauer mit 108 Stupas umgeben und ein überaus geschichtsträchtiger Ort. Erdene Dsuu wurde 1937 zur Zeit des stalinistischen Terrors in der Mongolei dem Erdboden gleich gemacht. Erhalten sind nur vier Tempel und die gewaltige Mauer aus dem 17. Jahrhundert, die von hundert Stupas gekrönt wird. Teil der Anlage sind heute wieder ein lebendiges Kloster, die vollständige Wiederherstellung von Erdene Dsuu ist jedoch nicht absehbar. Nahe der Klosteranlage befinden sich drei große Schildkröten aus Stein, die als Wahrzeichen von Karakorum gelten und wahrscheinlich die einzigen Überreste des einstigen Khanpalastes darstellen. Sie informieren sich im Karakorum-Museum über die Geschichte der Mongolei von der Steinzeit bis zu den Großkhanen. Ein Modell der alten Residenzstadt war bereits beim Museumsbesuch in Ulan Bator zu bestaunen. Gegen Abend führt eine kleine Wanderung zur „Schildkröte am Berg“.
[F/M/A]

15. Tag: Fahrt in den Hustai-Nationalpark
Fahrt (130 km/6–7 h) durch die trockene Steppe mit großen Pferdeherden in den Hustai-Nationalpark, der von schroffen Bergen mit zerklüfteten Schluchten und Tälern geprägt wird. Ein Gebirgs- und Hügelland mit Gipfeln zwischen 1400 und 1800 Metern und ein wahres Naturparadies. Es weist trotz seiner Kargheit eine große Artenvielfalt auf, darunter Wapitis, Steinböcke und Agalis (Riesenwildschafe) und zahlreiche Greifvogelarten wie Steinadler und Bartgeier. Auch Schwarzstörche sind hier beheimatet. Im gesamten Nationalpark finden sich immer wieder neolithische Gräber. Die vielen Heilpflanzen der Region werden auch von den Nomaden genutzt. Übernachtung im Jurtencamp, wo umliegende Hügel zu einem Abendspaziergang locken.
[F/M/A]

16. Tag: Begegnung mit Wildpferden
Die berühmten Przewalski-Pferde sind Ziel einer Erkundungstour unter Leitung eines Nationalpark-Rangers. 1969 wurde das letzte freilebende Mongolische Wildpferd in freier Natur beobachtet, und weniger als vierzig Exemplare wurden zu dieser Zeit in Zoos gehalten. Aufgrund von Züchtungen – hier spielte auch der Münchner Tierpark Hellabrunn eine wegweisende Rolle – gelang es, die Zahl wieder auf zweitausend Exemplare zu steigern. Seit 1992 wurden Przewalski-Pferde wieder ausgewildert. Wenige hundert Exemplare soll es wieder in der Mongolei geben. Während das Sommerfell der scheuen Pferde glatt ist, wirkt das wollige Winterfell eher rau und struppig. Schließlich erfolgt die Weiterfahrt (50 km/3 h) zum letzten Jurtencamp bei Mandschir, 1530 m. In der Nähe befinden sich die Ruinen des alten Klosters Mandschir Chiid. Das Hauptgebäude wurde wieder aufgebaut und dient heute als Museum. Oberhalb der Ruinen finden sich alte buddhistische Felsmalereien und Reliefs sowie Inschriften in tibetischer Sprache. Steinstelen bronzezeitlicher Nomaden mit menschlichen Gesichtern, sogenannte Hirschsteine, verteilen sich über das Gelände. 
[F/M/A]

17. Tag: Museumsbesuch und Pferdekopfgeigen
Kurze Fahrt zurück nach Ulan Bator, 1350 m. Im Bogd-Khan-Museum, ehemals Residenz des letzten mongolischen Königs, staunen Sie über buddhistische Malereien, Götterfiguren und Statuen, die sich auf die weitläufigen Pagoden verteilen. Bezug der Zimmer im bereits bekannten Hotel und freie Zeit in der mongolischen Hauptstadt. Beim Abendessen besteht Gelegenheit, einem altmongolischen Musikkonzert auf Pferdekopfgeigen zu lauschen.
[F/M/A]

18. Tag: Rückflug und Ankunft
Rückflug mit Turkish Airlines über Istanbul und Ankunft am gewählten Heimatflughafen.
[F/–/–]

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Deutsch sprechender, einheimischer Kultur- und Bergwanderführer
  • Turkish Airlines Flüge ab/bis Deutschland, Österreich oder der Schweiz in der Economy-Klasse über Istanbul nach Ulan Bator und zurück, inklusive Flughafengebühren, 23 kg Freigepäck und Flughafentransfers in Ulan Bator
  • Inlandsflug Ulan Bator - Dalanzadgad, inklusive Flughafengebühren und 20 kg Freigepäck
  • 2 x Hotel*** im DZ, 2 x Gästehaus im DZ, 12 x Jurtencamp in Zweier- und Viererbelegung, ausgestattet mit einfachen Holzbetten und Matratzen und mit mit Gemeinschafts-WC/Dusche 
  • Vollpension, in Ulan Bator Halbpension
  • Busfahrten, auf dem Land Fahrten in geländegängigen Kleinbussen lt. Programm
  • Eintritte für Besichtigungen lt. Programm

Bei uns außerdem enthalten

  • Nationalparkgebühren
  • 1 Reitkamel je Teilnehmer in der Wüste Gobi
  • Umfangreiches Versicherungspaket:
  • Reisekranken-Versicherung inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten, Assistance-Leistungen sowie Reisehaftpflicht-Versicherung

Teilnehmerzahl

6–15 Personen

Reisedokumente

Reisepass (muss über die Reisedauer hinaus noch mindestens sechs Monate gültig sein).

Wichtiger Coronahinweis

Der DAV Summit Club und die Leistungsträger erbringen ihre Leistungen stets unter Einhaltung und nach Maßgabe der zum Aufenthaltszeitpunkt vor Ort geltenden behördlichen Vorgaben und Auflagen. Aus diesem Grund kann es zu Corona bedingten angemessenen Nutzungsregelungen oder –beschränkungen bei der Inanspruchnahme der Leistungen kommen. Bitte beachten Sie die Ausführungen des Auswärtigen Amtes Berlin und hier besonders die Rubrik ‚Aktuelles“ sowie die behördlichen Vorgaben für die von Ihnen besuchte Destination  
Sofern die behördlichen Vorgaben nur in der Landessprache vorliegen empfehlen wir die Nutzung einer gängigen Übersetzungs App wie etwa den Google Translator.

Zusatzkosten

Mittagessen in Ulan Bator und Getränke ca. € 80,–; Trinkgelder ca. € 85,–

Zusatzinformationen

Wichtiger Hinweis:
Änderungen oder Abweichungen vom ausgeschriebenen Programm während der Reise sind aufgrund des Charakters unserer Reisen jederzeit möglich. Straßenverhältnisse, Wettereinbrüche, behördliche Willkür, Schwierigkeiten mit örtlichen Transportmitteln und viele andere Einflussfaktoren führen dazu, dass der angegebene Reiseverlauf nicht garantiert werden kann. Die obige Ausschreibung stellt insofern nur den geplanten Reiseverlauf dar, ohne den genauen Ablauf im Detail zu garantieren.

Klima & Wetter:
Die Mongolei ist ein überwiegend abflussloses Hochland. Es erstreckt sich im Norden vom Nadelwaldgürtel der sibirischen Taiga bis zum asiatischen Wüstengürtel im Süden. Das großräumige Hochland ist im Westen von Gebirgen begrenzt und umschlossen. 85% der Fläche liegt mehr als tausend Meter über dem Meeresspiegel. Auch im Südosten halten Gebirge klimamildernde Einflüsse ab. Die Mongolei verfügt über ein extremes Kontinentalklima mit sehr kalten, trockenen Wintern. Schnee fällt selten. Mit über 260 Sonnentagen wird sie „Land des blauen Himmels“ genannt. Von Oktober bis März verhindert ein anhaltendes Hochdruckgebiet über der nördlichen Mongolei den Zugang von warmfeuchter Luft. Die mittleren Januartemperaturen liegen bei minus 20°C. In tiefer gelegenen Gebieten sind Temperaturen bis minus 50°C möglich. Der Boden ist im Winter tief gefroren. Der kurze Sommer mit warmen Tagen und kühlen Nächten – die mittlere Julitemperatur beträgt 16°C im Norden und 26°C im Süden – vermag den Boden nur oberflächlich aufzutauen. Nirgendwo sonst auf der Erde erstreckt sich der Permafrostboden so weit nach Süden. Von Nord nach Süd nehmen Niederschläge und damit auch die Üppigkeit der Vegetation ab. Nur im Norden ist bescheidene Landwirtschaft möglich. Die Gebirge weisen in der Höhe alpine Flora auf. Am Fuß wachsen Nadelwälder mit Fichten-, Tannen- und Kiefern. Daran schließt sich in südlicher Richtung die Waldsteppe an, die in Steppe und später in Wüstensteppe übergeht und schließlich in der Wüste Gobi endet. Wegen der Abgeschiedenheit blieb eine reiche Tierwelt erhalten. Von Juli bis Mitte September erwarten Sie ideale Temperaturen, jedoch mit kühlen Abenden. Gerade die großen täglichen Temperaturschwankungen haben die Landschaftsformen und Menschen der Mongolei geprägt. 

Mittlere Temperaturen Ulan Bator (1325 m) in °C
  Jan    Feb    März   April   Mai    Juni   Juli   Aug    Sept   Okt    Nov    Dez   
max.    -19   -13    -4     7    13    21    22    21    14    6    -6   -16
min.    -27   -24   -16    -7     0     7    11    10     2   -7   -17   -25
Durschnittliche Niederschläge
  Jan    Feb    März   April   Mai    Juni   Juli   Aug    Sept   Okt    Nov    Dez   
mm      2     2      3     5   10   28   76    51    23    5     5    3

Unterbringung

In Ulan Bator übernachten Sie im Hotel und bei Karakorum in einem Gästehaus in Doppel- oder Einzelzimmern mit Bad. Sonst schlafen Sie in Jurtenlagern, traditionellen mongolischen Rundzelten, die die Nomaden als „Ger“ bezeichnen. Ein Holzofen oder eine elektrische Heizung spenden Wärme. In der Regel verfügen die Jurten über Tisch und Stühle sowie 2 – 4 Holzbetten (180 -190 cm lang und 100-120 cm breit, ohne Gewähr). Die Sanitäreinrichtungen (meinst sehr einfache Duschen, Komposttoiletten und Waschbecken) finden sich ebenso wie das „Restaurant“ in separaten Zelten oder Gebäuden. Während Sie das Frühstück und das Abendessen in den Jurtenlagern zu sich nehmen, erwartet Sie zu Mittag meistens ein Picknick. 

Man gibt sich Mühe, unserem Geschmack beim Essen nahe zu kommen. Bitte berücksichtigen Sie, dass Versorgungsschwierigkeiten bestehen und unser westliches Überangebot nicht existiert. Aber auch die Mongolei hat wohlschmeckende Gerichte anzubieten, die Sie nicht unversucht lassen sollten. Berühmt sind verschiedene Arten der Fleischzubereitung: so wird luftgetrocknetes, in dünne Streifen geschnittenes und zu Pulver zerriebenes Fleisch mit Wasser und Salz zu einer einfachen und stärkenden Mahlzeit vermischt; das Nationalgetränk „Airag“ – gegorene, saure Stutenmilch – muss exakt 3000mal geschlagen werden, schmeckt wie saure alkoholisierte Milch, ist nahrhaft und reich an Vitaminen und gilt als Lebenselixier; beliebt sind Maultaschen, die in der Mongolei „Booz“ genannt werden. Zum Frühstück gibt es Kaffee, Tee, Brot, Marmelade, Butter, etc. und nach Möglichkeit mongolische weiße Speisen. Das Abendessen besteht aus Suppe, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Booz und mongolischen Spezialitäten. Zum Trinken gibt es Wasser und Softdrinks und je nach Verfügbarkeit Bier, Wein oder Krimsekt (fakultativ). Grundnahrungsmittel sind hauptsächlich Fleisch, Milch, Joghurt und Käse. Strenge Vegetarier finden ein geringes Angebot. Trinken Sie kein Leitungswasser, ohne es vorher zu entkeimen und greifen Sie besser auf abgefülltes Wasser zurück. Auf offene Milch, die an Ständen frisch verkauft wird, sollten Sie aufgrund der Brucellose-Gefahr verzichten. Besser sind abgepackte Milchprodukte aus der Molkerei.
 

OrtNächteUnterbringungLandeskategorie

Ulan Bator

2Hotel***

Rundreise

12Jurtencamp

Rundreise

2Gästehaus

Anforderungen

Technisch leichte aber fordernde Wanderungen, die Gesundheit und Kondition für Gehzeiten bis vier Stunden und Trittsicherheit auf weglosen Passagen erfordern. Nur einmal ist mit bis zu sieben Stunden zu rechnen. Mit Hitze und längeren Fahrten auf schlechten Pisten ist zu rechnen.

Sind Sie unsicher, ob Sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen?
Stufen Sie sich nicht zu hoch ein. Wer nicht am Limit läuft, kann die Schönheiten der Natur intensiver geniessen! Im nachfolgenden Download finden Sie ausführliche Informationen zur Schwierigkeitsbewertung. Sind Sie bezüglich der Kondition unsicher, vergleichen Sie die angegebenen reinen Gehzeiten und zu bewältigenden Höhenmeter mit Touren, welche Sie schon gemacht haben. Bitte beachten Sie, dass eine Tour mit der Angabe von z.B. 5 Stunden Gehzeit, mit den Pausen ca. 7-8 h Stunden dauert.

Technik:
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Kondition:
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Details

BuchungscodeMOGOB
DAV-Mitglieder-Bonus:30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart Flug

Flug mit Turkish Airlines ab Deutschland, Österreich oder der Schweiz über Istanbul nach/ab Ulan Bator

Mögliche Abflughäfen in Deutschland:
TXL Berlin   BRE Bremen   CGN Köln   DUS Düsseldorf   FRA Frankfurt   HAJ Hannover   HAM Hamburg   LEJ Leipzig/Halle   MUC München   NUE Nürnberg   STR Stuttgart

Mögliche Abflughäfen in Österreich:
SZG Salzburg   VIE Wien

Mögliche Abflughäfen in der Schweiz:
BSL Basel   GVA Genf   ZRH Zürich

Bitte den gewünschten Abflughafen bei Buchung angeben.

Flugzeiten für die Flüge nach/ab Istanbul können frühestens 4 Wochen vor Reisebeginn mit Erhalt der Reiseunterlagen mitgeteilt werden. Flugplan- und Flugzeitenänderungen seitens Turkish Airlines bleiben ausdrücklich vorbehalten.

Anmeldeschluss: 63 Tage vor Reisebeginn, danach Flug auf Anfrage wegen Rückgabe Flugkontingent – Flugaufpreis entsteht!

Der Umwelt zuliebe kompensiert der DAV Summit Club den CO2-Ausstoß aller Flüge zu 100 Prozent. Zum Projekt.

Zimmeraufpreis

Einzelzimmer, auch in Jurten: € 245,–

Termine Sa 10.07.2021 bis Di 27.07.2021 (Ausgebucht)

Sa 07.08.2021 bis Di 24.08.2021
ab 3.495,- €