Programm 2023
Das sagen Mitreisende

Zelt Trekking im georgischen Teil des Kaukasus

Tuschetien und Chewsuretien – Bergdörfer und Trutzburgen im Kaukasus

Höhepunkte

  • Anspruchsvolles und forderndes Zelt-Trekking, 15 Tage
  • Kreuzkuppelkirchen, Kathedralen und archaische Heiligtümer
  • Wanderung zu Füßen des Fünftausenders Kasbek
  • Chewsuretien – Land der Bauern und der Schafhirten
  • Trekking mit Packpferden über den Kaukasus-Hauptkamm
  • Tuschetien: wo Wehr- und Wohntürme in den Himmel wachsen
  • Hohe Pässe, tiefe Täler und eindrucksvolle Schluchten
  • Festungsdörfer und Wohnburgen wie aus dem Mittelalter
  • Bergblumenwiesen und das Weinland Kachetien
ab € 2150 pro Person

Programm

Seltsame Schreine aus Stein, darauf Hörner von Ziegen und Schafen: Reste archaischer Opfergaben. In den schwer zugänglichen Gebirgstälern mischen sich Traditionen aus christlicher und heidnischer Zeit. Unser anspruchsvolles Zelttrekking führt durch das Land der Tuschen und Chewsuren in die Weinregion Kachetien. Dabei überschreiten wir den 3525 Meter hohen Atsunta-Pass. Neben dem Fünftausender Kasbek und anderen Kaukasus-Größen liefern die Abudelauri-Seen die besten Ansichten. Kiefernwälder und Birkenhaine wechseln mit Blumenwiesen und der baumlosen Bergsteppe. Das Festungsdorf Schatili scheint aus dem Fels zu wachsen. Samtgrüne Hügel, tiefe Täler und veilchenblauer Himmel: ein Stück Erde, geheimnisvoll und voller Mythen. Ein Land der Bauern und Hirten, die einem auch zu Pferd begegnen. Dazwischen Bergdörfer wie wehrhafte Burgen mit Wänden und Decken aus Stein. Wir kosten georgische Spezialitäten wie Khinkali, Teigflicken mit Kräutern und Hammelfleisch. Dazu vielleicht ein roter Saperavi aus den Weingärten im Tal? Schmale Türme leuchten auf Bergkuppen in der Abendsonne. Unvergleichlich schön ist diese Welt, voller Poesie und Farben.

Erläuterungen:  Gz 5 h Die Gehzeit ohne Pausen beträgt fünf Stunden.
Hm ↑100 ↓200 Höhenmeter im Aufstieg bzw. im Abstieg.
[F/M/–] [F/–/A] [–/–/A]  Enthaltene Mahlzeiten:  F = Frühstück;  M = Mittagessen;  A = Abendessen.

1. Tag: Flug nach Georgien

Individuelle Anreise nach Georgien. Je nach Flugverbindung landen Sie erst in den frühen Morgenstunden am nächsten Tag (2. Reisetag). Wenn Sie den Flug beim DAV Summit Club gebucht haben, werden Sie abgeholt und zum Hotel in der Hauptstadt Tbilissi gefahren, 490 m. Sonst nehmen Sie sich ein Taxi zur ersten Unterkunft (12 km /ca. 25 min. /ca. € 15,–).  

Unterkunft: Hotel Zeg      Landeskategorie:      Übernachtungshöhe: 490 m

2. Tag: Tbilissi – Stepantsminda

Je nach Flugverbindung landen Sie in den frühen Morgenstunden. Nach einem späten Frühstück holt uns der Bergwanderführer im Hotel ab und wir unternehmen einen Stadtrundgang durch Tbilissi. Viele der interessanten Baudenkmäler liegen nahe zusammen und können leicht durch einen kurzen Spaziergang verbunden werden. Den Auftakt macht die Besichtigung der Altstadt mit der Metechi-Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Interessant ist auch das Reiterstandbild des Stadtgründers Wachtang Gorgassali. Von diesem Ort genießt man einen besonders schönen Blick auf die Altstadt und den Fluss Mktwari. Durch das orientalische Bäderviertel mit seinen heißen Schwefelquellen zur Nariqala-Festung aus dem vierten Jahrhundert. Weiter zur alten Synagoge und zur Sioni-Kathedrale. Hier wird das Weinrebenkreuz der heiligen Nino aufbewahrt, die Georgien einst christianisierte. Schließlich stellt die Antschiskhati-Kirche aus dem sechsten Jahrhundert das älteste sakrale Bauwerk der Stadt dar. Am Nachmittag bringt uns der Bus auf der Georgischen Heerstraße in die höheren Lagen des Großen Kaukasus. Unterwegs besuchen wir die Wehrkirche Ananuri aus dem Spätmittelalter. Schließlich erreichen wir über den 2395 Meter hohen Kreuzpass die Sommerfrische von Stepantsminda, 1750 m (155 km/3 h). Beim Abendessen im Hotel informiert uns der Bergwanderführer über das bevorstehende Kaukasus-Trekking.

Unterkunft: Hotel Sno oder Hotel Green Sheep      Landeskategorie:      Übernachtungshöhe: 1750 m
Verpflegung: F/-/A

3. Tag: Trekking Dschuta – Tschauchebi

Nach dem Frühstück unternehmen wir eine Eingehtour zur 2170 Meter hoch gelegenen Dreifaltigkeitskirche Gergeti. Wenn das Wetter mitspielt, hat man von hier den vielleicht schönsten Blick auf den vergletscherten „Prometheusberg“ Kasbek, 5047 m. Er wurde 1868 von Freshfield, Moore und Tucker sowie einem schweizer Bergführer erstbestiegen. Der dritthöchste Gipfel Georgiens soll der griechischen Mythologie nach jener Berg sein, an den der Titan Prometheus gekettet war, weil er den Göttern das Licht stahl. Dann erfolgt die Fahrt (70 km/45 min.) zum entlegenen Dorf Dschuta im Tal des Sno-Flusses, 2190 m. Es ist nur in den Sommermonaten erreichbar und wird vom Stamm der Chewsuren bewohnt. Sie sind berühmt für ihre Naturliebe und Tapferkeit. Oberhalb haust keine Menschenseele mehr. Kleine Heiligtümer aus getrocknetem Stein, halb christlich und halb heidnisch, bilden die letzten Spuren der Zivilisation. Hier, zu Füßen des Berges Tschauchebi, startet das Kaukasus-Trekking, das uns in zehn Tagen durch die herrlichen Gebirgslandschaften von Chewsuretien und Tuschetien führt. Pferde besorgen den Gepäcktransport. Riesige Rhododendronfelder blühen im Juli und tauchen die Landschaft in Weiß und Gelb. Alles scheint wie mit Schnee überzogen. Nach gut einer Stunde Wanderung ist der erste schöne Lagerplatz erreicht. Ab heute werden wir in Zweipersonenzelten im eigenen Schlafsack übernachten und aus der eigenen Trekkingküche verpflegt.

Hm ↑ ca. 585 Hm ↓ ca. 435 Gz ca. 4,5 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 2560 m
Verpflegung: F/M/A

4. Tag: Trekking Tschauchebi – Abudelauri-Pass – Roschka

Bald sind die Wanderstiefel geschnürt und wir beginnen mit dem Aufstieg zum Abudelauri-Pass, 3310 m. Dabei folgen wir dem Fluss gemächlich talaufwärts. Kleine Bäche sind zu queren, Blumenwiesen wechseln mit Sumpfgelände, darüber beeindrucken die gewaltigen Gletscher der Tschauchebi-Spitzen. Später stellt der Weg durch eine steile Geröllrinne eine Herausforderung dar. Dann öffnet sich das Gelände und führt mäßig geneigt in Richtung Passhöhe. Der Blick auf die Gipfel des Großen Kaukasus und die tief unter uns liegenden Abudelauri-Seen entschädigt für alle Mühen. Aber auch der anschließende Abstieg ins Nachbartal führt noch einmal über Geröllfelder und erfordert volle Konzentration. Schließlich leiten schöne Bergmatten in den Talgrund hinab. Die drei Abudelauri-Seen zeigen sich in aller Pracht, jeder auf seine eigene Art und Weise und in unterschiedlichen Farbtönen. Schließlich erreichen wir nach einer anstrengenden aber erlebnisreichen Etappe den Lagerplatz etwas unterhalb des Dorfes Roschka, 1920 m. Auch die Pferde haben Großes geleistet und freuen sich jetzt auf etwas Ruhe und Erholung.

Hm ↑ ca. 850 Hm ↓ ca. 1005 Gz ca. 7-8 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 1920 m
Verpflegung: F/M/A

5. Tag: Trekking Roschka – Guli

Ein erholsamer Tag im „Diesseitigen Chewsuretien“, wie der südlich des Kaukasus-Hauptkammes gelegene Teil des Landes von den Georgiern bezeichnet wird. Neben dem georgisch-orthodoxen Christentum leben im „Land der Schluchten“ auch zahlreiche heidnische Bräuche fort, uralte Opferrituale, die an Chatis, steinernen Heiligtümern, zelebriert werden. Wir gehen den Tag in aller Ruhe an und legen heute nur eine kurze Etappe zurück. Dabei schnuppern wir den süßen Duft der Blumenwiesen und atmen das würzige Aroma wohlriechender Kräuter. Im Tal des Aragvi-Flusses, der dem einstigen Herzogtum seinen Namen gab, entdecken wir erste bescheidene Siedlungen: Aragvi, Guli ... In der Nähe des kleinen Dorfes, 1500 m, werden heute die Zelte errichtet. Die freie Zeit nutzen wir zum Kräftesammeln. Eine gute Gelegenheit für die Küche, einmal richtig aufzukochen und georgische Spezialitäten zu servieren. Morgen werden wir den Borbalo-Pass überschreiten und damit die „Königsetappe“ dieses Kaukasus-Trekkings meistern.

Hm ↑ ca. 100 Hm ↓ ca. 600 Gz ca. 4 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 1500 m
Verpflegung: F/M/A

6. Tag: Trekking Guli – Borbalo-Pass – Kistani

Zwischen dem Aragvi-Tal und den Niederungen am Arghuni-Fluss befindet sich der fast dreitausend Meter hohe Borbalo-Pass. Allradgetriebene Fahrzeuge bringen die Gruppe in halbstündiger Fahrt zur Siedlung Gudani, 1851 m, wo die Wanderung startet. Der Aufstieg zur Passhöhe über ausgedehnte Hänge zieht sich. Vielleicht laden uns Schafhirten, die in der entlegenen Kaukasus-Region ihre Herden weiden, zur Guda-Probe ein? Der typische Käse der Region schmeckt frisch und köstlich. Schließlich stehen wir neben vielen Steinmännchen auf dem Borbalo-Pass, 2993 m, und genießen den fantastischen Blick in die Runde. Dann beginnt der lange Abstieg vom Kaukasus-Hauptkamm in das „Jenseitige Chewsuretien“. Er führt tief hinab ins Tal des Arghuni-Flusses bis zur Siedlung Kistani, 2030 m. Hier warten bereits die Fahrzeuge und bringen uns in kurzer Fahrt zum Lagerplatz für die Nacht. Müde aber glücklich kuscheln wir uns heute in die Schlafsäcke und sind stolz darauf, die längste Etappe dieses Kaukasus-Trekkings geschafft zu haben.

Hm ↑ ca. 1300 Hm ↓ ca. 600 Gz ca. 7-8 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 2030 m
Verpflegung: F/M/A

7. Tag: Trekking Kistani – Schatili – Ardoti

Der Besuch des Bergdorfes Schatili bringt Begegnung mit der Geschichte Chewsuretiens und gibt einen hervorragenden Einblick in die mittelalterliche Architektur des Landes. Mit den Fahrzeugen erreichen wir den abgeschiedenen Ort nahe der Grenze zu Tschetschenien (Russland) – eine der entlegendsten Regionen des Kaukasus. Obwohl Schatili im Winter völlig von der Außenwelt abgeschnitten ist, halten einige wenige Familien die Stellung. Trotzdem gilt das Dorf als größte chewsuretische Siedlung nördlich des Kaukasus-Hauptkammes. Seine Flachdachbauten schmiegen sich an den Fels zu einem wehrhaften Festungs-Komplex, wobei die Außenseiten der Gebäude eine geschlossene Mauer um den Ort bilden. In 1420 Metern Höhe in der tief eingeschnittenen Arghuni-Schlucht gelegen, wacht Schatili mit seinen sechzig Wohntürmen über die nordöstlichste Ecke des Landes. Beeindruckend sind auch die Ruinen des alten Dorfes Mutso auf einem Felsen über der Ardoti-Schlucht: etwas schwer zugänglich, aber für Trekker kein Problem. Von hier unternehmen wir eine entspannte Wanderung durch das Ardoti-Tal und genießen die Szenerie aus grünen Wäldern und Bergblumenwiesen. Zeltlager bei Ardoti, 1862 m.

Hm ↑ ca. 100 Gz ca. 2 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 1862 m
Verpflegung: F/M/A

8. Tag: Trekking Ardoti – Atsunta-Basecamp

Mit Sack und Pack und mit den Tragtieren erfolgt der Aufbruch in die höheren Lagen des Großen Kaukasus. Wir folgen zunächst dem Ardoti-Fluss, bevor der steile Aufstieg in Richtung Atsunta-Pass beginnt. Das letzte Buschwerk bleibt zurück, dann ist die Baumgrenze erreicht und wir betreten ausgedehntes Almgelände. Nach Inspektion der Permits an der kleinen Kontrollstation steigen wir über weite Bergblumenwiesen bergan. Wir genießen die prächtige Aussicht auf den schneebedeckten Kaukasus-Gipfel Tebulosmta, 4450 m, der sich schon auf tschetschenischer Seite befindet. Dann führt ein stellenweise ausgesetzter Berghang mit großen Rhododendronbeständen zum schönen Lagerplatz in 2920 Meter Höhe. Das „Basislager“ für die Überschreitung des Atsunta-Passes ist zugleich der höchstgelegene Übernachtungsort des gesamten Kaukasus-Trekkings.

Hm ↑ ca. 1300 Hm ↓ ca. 150 Gz ca. 6 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 2920 m
Verpflegung: F/M/A

9. Tag: Trekking Atsunta Basecamp – Atsunta-Pass – Kvachida

Durch Geröll und Blockwerk zieht der Pfad hoch zum 3525 Meter hohen Atsunta-Pass, den wir nach zweieinhalb Stunden erreichen. Eine mühevolle Etappe, die aber mit großartigen Aussichten auf die Kaukasus-Gipfel belohnt. Vom „Höhepunkt“ der Reise ist bei klarer Sicht sogar der Fünftausender Kasbek auszumachen, der sich jetzt weit im Westen befindet. Die Passhöhe markiert auch den Grenzübergang von Chewsuretien nach Tuschetien. Nach ausgiebiger Rast machen wir uns an den Abstieg, der zunächst durch eine aride Schotterlandschaft führt und später in Bumenwiesen übergeht. Wir beteiligen uns aktiv am Umweltprogramm des DAV Summit Club und nehmen Problemmüll wie Batterien wieder mit. Der „DreckSack“, den Sie mit den Reiseunterlagen erhalten, leistet dabei wertvolle Hilfe. Schließlich folgen wir einem sprudelnden Bergbach zum Lager Kvachida, 2570 m. Tuschetien gehört heute politisch zu Kachetien und weist noch starke heidnische Traditionen auf. So ist in den höher gelegenen Siedlungen der Genuss von Schweinefleisch verpönt und Reisende, die solches mit sich führen, werden gezwungen, dieses in der Erde zu begraben. Zeltnacht.

Hm ↑ ca. 700 Hm ↓ ca. 1200 Gz ca. 5-6 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 2570 m
Verpflegung: F/M/A

10. Tag: Trekking Kvachida – Girevi

Wanderung über schöne Bergwiesen, zunächst über einen kleinen Pass, dann die Hänge der Tusheti Range entlang, die in drei- und viertausend Meter hohen Bergen gipfelt. Wegweiser ist der Pirikita-Fluss, der das Gebirge entwässert. Wir passieren die verlassenen Dörfer Chontio und Hegho, müssen vielleicht einmal einen Bach durchwaten und werden mit etwas Glück von Schafhirten mit Brot und Käse bewirtet. Die Zelte werden heute nahe der Ortschaft Girevi errichtet, 2060 m. Wir lauschen gespannt den Geschichten, die man sich hier erzählt. Von den Tebschorikas etwa, Feen und Hexen, die Schafhirten im Schlaf töten, es sei denn, diese erwachen und es gelingt ihnen, einer Tebschorika die Haare zu scheiden. Dann verliert sie ihre Macht und wird zur lebenslangen Sklavin. Die tuschetischen Türme, so weiß es der Volksmund, haben Tebschorikas erbaut. Mal sehen, was man uns heute zum Abendessen auftischt. Vielleicht das köstliche Schaschlik Mzwadi oder Chikali, wohlschmeckende Teigtaschen mit Hackfleischfüllung? Dazu empfiehlt sich ein Glas roter Seperavi – die georgischen Weine sind köstlich und weltberühmt. 

Hm ↑ ca. 400 Hm ↓ ca. 750 Gz ca. 6 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 2060 m
Verpflegung: F/M/A

11. Tag: Trekking Girevi – Parsma – Dartlo

Wanderung durch das Pirikitatal, vorbei an mittelalterlichen Wehr- und Wohntürmen, die einem auf Schritt und Tritt begegnen. Wir besichtigen die Weiler Parsma und Tschesho und gelangen schließlich zur Siedlung Dartlo,1812 m. Die steinernen Häuser mit ihren Holzbalkonen beeindrucken ebenso wie die hohen Wehrtürme, die hier mit flachen Steinpyramiden gedeckt sind und sich nach oben hin verjüngen. Ein Ort wie aus dem Mittelalter, dessen Gebäude sich an den Hang schmiegen und der vielen als schönstes Dorf ganz Tuschetiens gilt. Manche Gebäude wurden zu einfachen Gasthäusern umgebaut. Etwas außerhalb findet sich eine archaische Stätte mit zwölf Steinstühlen, wo Versammlungen abgehalten wurden. Dartlo liefert Fotomotive wie aus dem Bilderbuch. Wer will und noch Ausdauer hat, besichtigt auch das Oberdorf Kvavlo und wird Augen machen: In 2125 Metern Höhe entstand im Mittelalter ein Festungsdorf mit Wohnburgen und Wehrtürmen, das atemberaubende Ausblicke bietet. Letzte Zeltnacht im Kaukasus.

Hm ↑ ca. 600 Hm ↓ ca. 850 Gz ca. 6 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 1812 m
Verpflegung: F/M/A

12. Tag: Trekking Dartlo – Diklo – Schenako

Noch einmal bäumt sich der Kaukasus-Trek am 2497 Meter hohen Sonekhi-Pass auf. Die letzte Trekking-Etappe führt vorbei an der unbewohnten Siedlung Diklo, die sich zwischen den Bergen des Großen Kaukasus und dem Pirikita-Gebirgsstock hinbreitet. Erneut beeindrucken Gehöfte, Türme und alte heidnische Heiligtümer. Die Geister der Ahnen scheinen über Tuschetien zu wachen. In Schenako, 1940 m, endet die Wanderung. Die nahe an der Grenze zu Dagestan (Russland) gelegene Siedlung wird vom Berg Diklo überragt und gehört zu den wenigen bewohnten Dörfern der Region. Beeindruckend sind die im traditionellen Stil erbauten Bauernhäuser mit den schmucken Holzbalkonen und die Dreifaltigkeitskirche, eine Kreuzkuppelkirche aus Schiefergestein und eines der ganz wenigen christlichen Heiligtümer Tuschetiens. Übernachtung in einem einfachen Gästehaus, wobei sich mehrere Zimmer die sanitären Einrichtungen teilen.

Hm ↑ ca. 1250 Hm ↓ ca. 1100 Gz ca. 7-8 h
Unterkunft: einfaches Gästehaus      Übernachtungshöhe: 1940 m
Verpflegung: F/M/A

13. Tag: Schenako – Telawi

Letzte Station in Tuschetien ist der Hauptort Omalo, eine Fünfhundert-Seelen-Gemeinde, über dessen Oberdorf sich die Festung Keselo mit ihren sechs markanten Türmen erhebt. Seltsame Steinschreine, oft mit Hörnern geschmückt, künden am Dorfrand von archaischen Opfergaben. Dann verlassen wir das tuschetische Bergland über den Abano-Pass, 2926 m. Es erwartet uns eine faszinierende Fahrt mit allradgetriebenen Fahrzeugen (4–5 h/75 km) über die baumlose Bergsteppe, entlang unendlicher Wiesenhänge, die sich fast senkrecht über der Straße aufbäumen und durch Flusstäler, deren Grund man nur erahnen kann. Dann zieht die Piste in engen Serpentinen und stellenweise etwas ausgesetzt den Berg hinauf, passiert Geröllhalden und letzte Schneefelder und versinkt in Nebelschwaden. Wenn sich die Schleier heben, wird noch einmal der Blick auf die Berge des Großen Kaukasus frei. Ein Erlebnis, das abenteuerlicher, wilder und unwirklicher kaum sein könnte. Dann geht es in vielen Kehren hinab ins Weinland Kachetien und ins grüne Tal des Alasani-Flusses. Ziel ist die Stadt Telawi, 490 m, mit Batoni-Festung und Königspalast. Die Hauptstadt Kachetiens war einst wichtige Station an der alten Seidenstraße und gilt als Zentrum des georgischen Weinanbaus. Beim Besuch einer Kellerei erfahren wir viel über die Herstellung und Geschichte des kostbaren Rebensaftes. Der Winzer kultiviert alte Sorten und stellt Bioweine nach althergebrachten georgischen Verfahren her. Sogar der große Dichter Alexander Puschkin soll diese nach traditionell kaukasischer Methode hergestellten Weine jedem Burgunder vorgezogen haben. Überhaupt gilt Georgien als eines der Ursprungsländer des Weinbaus mit einer jahrtausendealten Tradition. Die große kulturelle Bedeutung zeigt sich auch im Weinrebenkreuz der georgisch-orthodoxen Apostelkirche. Abendessen und Übernachtung in einem Gästehaus in Telawi.

Unterkunft: Gästehaus      Landeskategorie:      Übernachtungshöhe: 490 m
Verpflegung: F/M/A

14. Tag: Telawi – Tbilissi

Wir lassen auch das Weinland Kachetien hinter uns und fahren (92 km/2,5 h) über den Gombori-Pass, 1620 m, zurück in die Haupstadt Tbilissi. Mittagessen und Bezug der Zimmer im bereits bekannten Hotel. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Sie können in Eigenregie noch einmal Ihre Lieblingsplätze besuchen, weitere Besichtigungen unernehmen oder bei einer Tasse Kaffee in einem der zahlreichen Straßencafés das lebhafte Treiben beobachten. Am Abend laden wir die Gruppe zu einem Abschiedsessen in ein georgisches Restaurant ein, wo noch einmal Spezialitäten der kaukasischen Küche serviert werden. 

Unterkunft: Hotel Zeg      Landeskategorie:      Übernachtungshöhe: 490 m
Verpflegung: F/M/A

15. Tag: Abreise

Je nach gebuchtem Rückflug bleibt Zeit für eigene Unternehmungen. Wenn Sie diesen beim DAV Summit Club gebucht haben, ist der Transfer für Sie organisiert. Sonst nehmen Sie sich ein Taxi zum Airport (12 km /ca. 25 min. /ca. € 15,–). Individueller Abflug in die Heimat.



Unterkunftsänderungen vorbehalten!

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Deutsch sprechender Bergwanderführer
  • ab/bis Hotel in Tbilissi
  • 3 x Hotel***, 1 x Gästehaus**, jeweils im DZ, 1 x einfaches Gästehaus im DZ (mehrere Zimmer teilen sich die sanitären Anlagen), 9 x Zweipersonenzelt mit Liegematte
  • Gruppen- und Toilettenzelt
  • Vollpension (Mittagsverpflegung meist als Picknick oder Lunchpaket) mit Ausnahme Tag 2 Halbpension
  • Bus-/Jeepfahrten und Eintritte für Besichtigungen lt. Programm
  • Gepäcktransport auf dem Trekking durch Tragtiere und Jeeps, 15 kg Freigepäck
  • Trekkingbegleiter: Pferdetreiber, Koch- und Küchenhelfer, Helfer für den Auf- und Abbau der Zelte

Bei uns außerdem enthalten

  • Weinprobe in Kachetien
  • Permit
  • Umfangreiches Versicherungspaket:
    Reisekranken-Versicherung inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten, Assistance-Leistungen sowie Reisehaftpflicht-Versicherung

Reisedokumente

Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger benötigen einen Reisepass.

Wichtiger Coronahinweis

Der DAV Summit Club und die Leistungsträger erbringen ihre Leistungen stets unter Einhaltung und nach Maßgabe der zum Aufenthaltszeitpunkt vor Ort geltenden behördlichen Vorgaben und Auflagen. Aus diesem Grund kann es zu Corona bedingten angemessenen Nutzungsregelungen oder –beschränkungen bei der Inanspruchnahme der Leistungen kommen. Bitte beachten Sie die Ausführungen des Auswärtigen Amtes Berlin und hier insbesondere die Rubrik „Aktuelles“ sowie die behördlichen Vorgaben für die von Ihnen besuchte Destination
Sofern die behördlichen Vorgaben nur in der Landessprache vorliegen empfehlen wir die Nutzung einer gängigen Übersetzungs App wie etwa den Google Translator.

Zusatzkosten

Fehlende Verpflegung und Getränke ca. € 75,–; Trinkgelder ca. € 95,–; Zusatzkosten können variieren und dienen lediglich der Orientierung.

Zusatzinformationen

Wichtige Hinweise: 
Änderungen oder Abweichungen vom ausgeschriebenen Programmablauf während der Reise sind aufgrund des Charakters unserer Reisen jederzeit möglich. Straßenverhältnisse, Wettereinbrüche, behördliche Willkür, Schwierigkeiten mit örtlichen Transportmitteln und viele andere Einflussfaktoren führen dazu, dass der angegebene Reiseverlauf nicht garantiert werden kann. Die obige Ausschreibung stellt insofern auch nur den geplanten Reiseverlauf dar, ohne den genauen Ablauf im Detail zu garantieren.

Anforderungen

Technisch anspruchsvolle Bergwanderungen, die Gesundheit, Trittsicherheit und Kondition für Gehzeiten bis acht Stunden erfordern. Nur am Tag der Borbalo-Passüberschreitung ist mit bis zu zehn Stunden zu rechnen. Die größte Höhe erreichen Sie am Atsunta-Pass mit 3525 Metern, die höchstgelegene Übernachtung erfolgt auf 2020 Metern. 

Sind Sie unsicher, ob Sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen? 
Stufen Sie sich nicht zu hoch ein. Wer nicht am Limit läuft, kann die Schönheiten der Natur intensiver geniessen! Im nachfolgenden Download finden Sie ausführliche Informationen zur Schwierigkeitsbewertung. Sind Sie bezüglich der Kondition unsicher, vergleichen Sie die angegebenen reinen Gehzeiten und zu bewältigenden Höhenmeter mit Touren, welche Sie schon gemacht haben. Bitte beachten Sie, dass eine Tour mit der Angabe von z. B. 5 h Gehzeit mit den Pausen ca. 7-8 Stunden dauert.

Trekking
Technik:
^^°°°
Kondition:
^^^^°
Gipfel Thetu-Spitze
Technik:
^^°°°

Kondition:
^^^^°

Gesundheit

Keine Vorschriften; empfohlen: Schutzmaßnahmen gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis-A

Details

BuchungscodeGETRE
DAV-Mitglieder-Bonus:30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart

eigene Anreise

Leistungsbeginn/-ende: ab/bis Hotel in Tbilissi

Gerne erstellen wir Ihnen nach Buchungsanfrage über unsere Website ein passendes Flugangebot (Flughafen TBS) zu tagesaktuellen Tarifen. Sollten Sie mit den Konditionen des Flugangebotes nicht einverstanden sein, können Sie diese Buchungsanfrage auch kostenfrei stornieren.

Hotel- und Flughafentransfers im Zielgebiet am offiziellen An- und Rückreisetag

  • Bei Flugbuchung über den DAV Summit Club im Preis enthalten.
  • Bei Flugbuchung in Eigenregie sind Sie für die Organisation selbst verantwortlich.

Der Umwelt zuliebe kompensiert der DAV Summit Club den CO2-Ausstoß aller Flüge zu 100 Prozent. Zum Projekt.

Zimmeraufpreis

Einzelzimmer/Einzelzelt: € 200,–

Termine Sa 08.07.2023 bis Sa 22.07.2023
ab 2.150,- €

Sa 05.08.2023 bis Sa 19.08.2023
ab 2.150,- €

Sa 19.08.2023 bis Sa 02.09.2023
ab 2.150,- €

Reiseverlängerung

Zusatznacht im Hotel Zeg, Tbilissi

Preis pro Person/Nacht inkl. Frühstück: 56,- Euro im DZ 
Preis pro Person/Nacht inkl. Frühstück: 95,- Euro im EZ

Tagestour Dmanissi-Asureti

Abholung vom Hotel in Tbilissi und Fahrt in die südliche Region Georgiens in die Stadt Dmanissi. Die bei den archäologischen Ausgrabungen in Dmanissi entdeckten 1,7 Mio. Jahre alten menschlichen Schädel sind die ältesten Überreste menschlicher Siedlungen in Europa. Besichtigung des Museum bei der Ausgrabungsstätte und der Kirche Dmanissi-Sioni. Weiterfahrt zur Bolnisi Kirche aus dem 4. Jahrhundert mit der ältesten Inschrift in der georgischen Sprache. Auf dem Rückweg Halt in Asureti. Das Dorf hieß ursprünglich Elisabethtal und wurde von deutschen Auswandererfamilien gegründet. Am Abend Rückfahrt nach Tbilissi und Transfer zum Hotel in Tbilissi (Dauer ca. 6-7 h)

Preis pro Person: 120,- Euro
(Mindest TL 2 Personen)

Im Preis inbegriffen:
- Deutsch sprechende Reiseleitung
- Transfer ab/bis Hotel Tbilissi
- Eintrittsgelder lt. Programm

 

Tour in die Meshketi Region (2 Tage/1 Nacht)

1. Tag:Borjomi und Achalziche
Nach dem Frühstück Abholung vom Hotel in Tbilissi und Fahrt in die Meskheti Region, zunächst nach Borjomi, 820 m.
Schon der russische Zar Nikolaus II. schätzte den Kurort für sein mildes Klima, seine Naturschönheiten mit den prächtigen Nordmanntannen und vor allem für seine Heilquellen. Nach kurzem Aufenthalt Weiterfahrt nach Achalziche. Die 1029 Meter hoch gelegene Stadt am Fluss Pozchowiszqali blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Besichtigung der Festung Rabat, die über der Stadt thront. Sie stammt aus dem 9. Jahrhundert und war bis ins späte Mittelalter Sitz einer bedeutenden Fürstenfamilie. Die sehenswert Moschee in der Festung und die von Russen erbaute orthodoxe Kirche zeugen von den wechselnden Herrschaftsverhältnissen der Stadt. Weiterfahrt zu dem in den Hügeln gelegenen Kloster Sapara aus dem 10. bis 14. Jahrhundert. Rückfahrt nach Achalziche, Abendessen und Übernachtung im Hotel (200 km/3,5 h).

2. Tag:Die Höhlenstadt Wardsia
Ganztägiger Ausflug und Besuch der Höhlenstadt Wardsia, 
Die riesige Anlage wurde im 12. Jahrhundert in eine steile Felswand geschlagen, die fünfhundert Meter aus dem Tal des Mtkwari-Flusses aufragt. Treppen, Tunnel und Terrassen verbanden die einst weit über zweitausend Höhlenwohnungen, die Platz für fünfzigtausend Menschen boten. Die „Stadt aus Stein“ diente als wichtiges Bollwerk gegen Türken und Perser. Die kunstvoll restaurierte Klosterkirche Mariä Himmelfahrt ist komplett aus dem Fels gehauen und wartet mit wundervollen Fresken auf. Zu den Motiven gehören auch die einstigen Bauherren König Giorgi III. und seine Gemahlin Königin Tamara. Bei einer Wanderung erkunden wir die faszinierende Anlage, von der noch rund 750 Räume erhalten sind. Auf der Rückfahrt besuchen wir die Burgruine Chertwisi, deren Anfänge auf das 2. Jahrhundert zurückgehen. Sie wurde im 13. Jahrhundert von den mongolischen Reiterhorden zerstört.Unterwegs Foto-Stop bei der Festung Chertwisi (10.Jh.). Am Abend Rückfahrt nach Tbilissi.

Preis pro Person im DZ: 350,- Euro (keine halben Doppelzimmer möglich)
(Mindest TL 2 Personen)

Im Preis inbegriffen:
- Übernachtung in Achalziche im DZ im Hotel Lomsia oder Gino Welness Rabath (je nach Verfügbarket)
- Abendessen und Frühstück im Hotel
- Deutsch sprechende Reiseleitung
- sämtliche Fahrten und, Transfer ab/bis Hotel Tbilissi
- Eintrittsgelder lt. Programm