Albanien und Kosovo - Schneeschuhwandern in ursprünglicher Bergwelt

Beschreibung

  • Schneeschuhtour ins unbekannte Albanien und den Kosovo, 9 Tage
  • Sechs Wanderungen in zwei Nationalparks: Rugova Schlucht & Valbona-Tal
  • Übernachtungen in Gästehäusern mit Einblicken ins Leben vor Ort
  • Pionier- und Zeitreise im Winter der Albanischen Alpen 
  • Kultur- & Genusstag im Kosovo mit Weinverkostung und Klosterbesuch
  • Gipfelmöglichkeiten, u. a.:
    – Hajla, 2403 m
     

Programm

Der Atem dampft. Der Schnee knirscht unter den Schuhen. Die eisige, klare Luft sticht wie mit kleinen Nadeln ins Gesicht. Unsere Wanderung im Angesicht der dolomitenhaften Karstgiganten führt durch die unberührt glitzernde Schneelandschaft zum Haus des Bauern Tahir. Bei der Familie zu Bergtee, Kaffee und Raki eingeladen, hören wir von Bergfeen, Diktator Enver Hoxha und dem Ehrenkodex der Hochländer. Eine Reise in diese ursprüngliche Bergwelt gleicht dem Eintauchen in eine vergangene Zeit, voller Sagen, Mythen und lebendiger Traditionen. Fünf Wanderungen durch die schönsten Nationalparks, ein interessantes Kulturprogramm im Kosovo und familiengeführte Unterkünfte, die auch für Gaumenfreude sorgen, runden diese Schneeschuhwanderwoche im Balkan ab. Seien Sie unter den Ersten, die diese entlegene Gebirgswelt ganz für sich allein im Winter erleben!

Erläuterungen:  Gz 5 h Die Gehzeit ohne Pausen beträgt fünf Stunden. 
[F/M/–] [F/–/A] [–/–/A]  Enthaltene Mahlzeiten:  F = Frühstück;  = Mittagessen;  A = Abendessen.

1. Tag: Anreise und Fahrt in die Rugova Schlucht (Kosovo)
Sofern Sie Flug und/oder Transfer über den DAV Summit Club gebucht haben, erwartet Sie am Flughafen von Pristina ein Mitarbeiter unserers Partners vor Ort für den Sammeltransfer in die erste Unterkunft. Auf der Fahrt vom Flughafen zum Fuß der schneebedeckten “Verwunschenen Berge” stellt sich uns das jüngste Land Europas vor. Schon in Peja (83 km/1,5 h) erfahren wir über die tiefreichenden, historischen Wurzeln, und lernen den Zwiespalt des Balkans zwischen West und Ost kennen. Abhängig von der Flugverbindung schlendern wir durch die Stadt und über den Basar, oder besuchen das serbisch-orthodoxe Kloster. Wir wechseln die Fahrzeuge, um das oberhalb der beeindruckenden Rugova-Schlucht gelegene Dorf Reka e Allages auf 1300 Meter zu erreichen. Sollte es einmal nicht möglich sein, bis zum Haus zu fahren, legen wir die letzten Meter zu Fuß zurück – eine gute Aufwärmübung. Dort angekommen werden wir von Mustafa und seiner Frau Fetija mit aller Gastfreundschaft empfangen, und uns erwartet ein vorzügliches Abendessen.
[–/–/A]

2. Tag: Aufstieg durch den Märchenwald zur Hajla-Hütte
Nach einem reichhaltigen Frühstück starten wir in die unberührte Schneelandschaft. Das Dorf liegt vor uns im Winterschlaf, denn es ist nur im Sommer bewohnt. Das Gefühl von Abgeschiedenheit, Einsamkeit und Stille verstärkt sich nur noch weiter, wenn wir auf unserer ersten Schneeschuhwanderung durch die Nadelwälder des Nationalparks zum Fuß des Berges Hajla aufsteigen. Im Umkreis von vielen Kilometern lebt hier niemand und wir haben die gepuderte Bergwelt für uns allein. Die erste Berghütte des Landes (1970 m, zwei Übernachtungen), wurde von einem Naturschützer errichtet, der maßgeblich zur Schaffung des Nationalparks beigetragen hat. Heute überwacht er die Wildtierpopulation und bringt Besuchern seine Heimat näher. Wir tragen nur unseren Tagesrucksack, das Gepäck wird mit Schneemobilen zur Hütte transportiert. Den Abend verbringen wir mit Geschichten am Holzofen und bewundern in der eisig klaren Nacht einen unglaublichen Sternenhimmel.
Hm ↑700 Gz 5–6 h [F/M/A]

3. Tag: Der Hajla ruft
Heute haben wir Großes vor: Abhängig von den aktuellen Schneebedingungen gelingt uns der Aufstieg zum höchsten Gipfel, 2403 Meter, des vom Hajla gebildeten Grenzkamms, zu einem Nebengipfel auf dem Grat. Alternativ wandern wir entlang des Fußes über den Hajla-Pass ins Nachbarland Montenegro. Der Aufstieg zum Rücken ist teils steil. Auf der Rückseite des Berges liegt, unterhalb der 300 Meter hohen Karstklippe, die Gropa-Hütte. Dahinter erstreckt sich die Stadt Rozaje und in der Ferne die das Valbona-Tal umgebenden Höhenzüge des zweiten Schneeschuhgebiets. Am Abend kehren wir für eine zweite Übernachtung zur Hütte zurück. Sie verfügt über ausreichend Matratzen, Decken und – zumindest solange die Wasserleitung nicht durch allzu tiefe Temperaturen gefriert – sogar den Luxus einer warmen Dusche.
Hm ↑↓450 Gz 5 h [F/M/A]

4. Tag: Abstieg mit Blick auf den Roten Fels
Die Distanz zur Zivilisation und ihren Zwängen wächst. Am Morgen fühlen wir uns befreit. Die Alltagssorgen sind weit entfernt, wir finden im Einklang mit der Natur näher zu uns selbst und unserer inneren Balance. Die Verabschiedung von diesem ganz besonderen Ort fällt schwer. Durch den lichten Wald und einem nicht erkennbaren Fahrweg folgend, wandern wir, bis sich das Panorama auf den “Guri i Kuq”, den Roten Fels, auftut. Das höchste Rugova-Dorf Pepaj offenbart sich unter uns. Das mit 2522 Metern, die gegenüberliegende Talseite dominierende Massiv begleitet uns während des Abstiegs. Durch eine schmale Rinne geht es zum unweit des Talbodens gelegenen, bewohnten Dörfchens Drelaj. Im Gästehaus von Ilir und Xhevahire sind wir wieder gemütlich untergebracht und gut verpflegt.
Hm ↓875 Gz 5–6 h [F/M/A]

5. Tag: Kultur- und Genusstag im Kosovo
Die Kosovo-Frage betrachten wir heute sowohl aus albanischer als auch serbischer Perspektive. Personen und Beobachtungen zeigen wo die Gesellschaft entlang ethnischer Linien gespalten oder schon wieder zusammengewachsen ist. Aus der Rugova-Schlucht fahren wir zum Visoki-Decani-Kloster. Die serbische Kirche ist das Herzstück des mittelalterlichen UNESCO-Weltkulturerbe, dessen Details Bruder Petar fürs uns aufzeigt. In der Handels- und Handwerkerstadt Gjakova spazieren wir durch die Straßen, beobachten das Leben und werfen einen Blick hinter die Kulissen der Läden. In einer der kunstvollsten Moscheen des Landes treffen wir Imam Visar. Für Gaumenfreude ist gesorgt, wenn uns danach in einer Enklave bei Rahoved eine Winzerfamilie zur Verkostung der autochthonen Weine und zum Mittagessen empfängt (insgesamt 83 km /2,5 h). Am Nachmittag fahren wir über die Grenze und erreichen den wilden Nordosten Albaniens, die Region Tropoja. Erst nach dem frühen Einbruch der Dunkelheit gelangen wir in das Valbona-Tal, in dem wir für die nächsten drei Nächte im Gästehaus untergebracht sind (90 km/2,5 h).
[F/M/A]

6. bis 8. Tag: Das wilde Valbona-Tal: Drei Tage in den Albanischen Alpen
Erst am Morgen offenbart sich uns das volle Ausmaß der schroffen Bergkulisse des von dolomitenhaften Karstgiganten umgebenen Nationalparks. In den nächsten drei Tagen unternehmen wir abwechslungsreiche Schneeschuhwanderungen in unterschiedliche Teile des Tals. Die Routen führen uns entlang des Flussbettes zur ausgestorbenen Streusiedlung am Talschluss oder über einen entlegenen Weiler hinaus zum Fuß des höchsten Gipfels der “Verwunschenen Berge”.

Wir wandern durch reifbedeckte Wälder auf das Rragami-Plateau, steigen auf der Via Dinarica Richtung Persllopi-Pass auf, oder erreichen einen auf der gegenüberliegenden Talseite befindlichen Aussichtspunkt mit Panoramablick auf die 2700m hohe Gipfellandschaft. Eines haben sie alle gemeinsam: die ungestörte Stille der Berge und das Gefühl, hier ganz allein unterwegs zu sein. Zwischendurch kehren wir bei Bergbauern auf ein Glas Raki ein, besuchen Bewohner des im Schlaf liegen Tals, die sich über die willkommene Abwechslung freuen, und genießen das einfache Leben fern von Skiliften, Apres-Ski und Kunstschnee. Abhängig von den Schneebedingungen übernachten wir in der gleichen Unterkunft, oder wechseln in den obersten Weiler des Tals. Im Anschluss an unsere letzte Schneeschuhwanderung fahren wir weiter zur Kulturhauptstadt des Kosovo (100 km /2,5 h), Hotelübernachtung.
Hm ↑↓bis zu 600 Gz 4–7 h [F/M/A]

9. Tag: Prizren  Kulturhauptstadt des Kosovo, Rückflug
Prizren liegt am Fuß des Sharr-Gebirges. Die lebhafte, osmanisch geprägte Altstadt und darüber thronende Festung laden zu einem Spaziergang ein. Sofern nicht am Vortag geschehen, verbleibt vielleicht vor dem Abflug noch Zeit für einen Stadtbummel. Und wer dabei von der Quelle am Shadervan-Platz trinkt, dem ist der Legende nach die Rückkehr bereits gesichert.
Mit dem Sammeltransfer (sofern gebucht bzw. bei Flugbuchung über den DAV Summit Club inklusive) fahren wir nur eine knappe Stunde zum Flughafen von Pristina (71 km /1 h) für den Rückflug in die Heimat. Es heißt Abschied nehmen von neu gewonnenen Freunden und dem wilden Balkan. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!
[F/–/–]

Bitte beachten Sie, dass es sich um eine Pioniertour handelt, und sich der Programmablauf aufgrund aktueller Witterungs- oder/und Schneeverhältnisse ändern kann.

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Staatlich geprüfter Berg- und Skiführer sowie Deutsch sprechender einheimischer Kultur- und Bergwanderführer
  • ab Peja/bis Hotel in Prizren; Zielflughafen Pristina
  • 1 x Hotel*** im DZ
  • 5 x Appartments/Gästehaus jeweils im Mehrbettzimmer
  • 2 x Hütte im Mehrbettzimmer
  • Vollpension (mittags Lunchpakete)
  • Fahrten im Minibus oder Geländewagen laut Programm

Bei uns außerdem enthalten

  • Gepäcktransport mit dem Fahrzeug oder Schneemobil an Tag 2 und 4 bis 15 kg
  • Leihausrüstung: LVS-Gerät, Schaufel, Sonde
  • Reisekranken-Versicherung inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten, Assistance-Leistungen sowie Reisehaftpflicht-Versicherung

Teilnehmerzahl:

7–12 Personen

Reisedokumente

Reisepass

Zusatzkosten:

Trinkgelder ca. € 20,–

Bei Interesse kann vor Ort folgende Leihausrüstung ausgeliehen werden: Schneeschuhe, Gamaschen und Stöcke € 80,– oder wahlweise nur Schneeschuhe € 30,–

Unterbringung

OrtNächteUnterbringungLandeskategorie

Reka e Allages

1Gästehaus

Hajla

2Berghütte

Drelaj

1Gästehaus

Valbona

3Gästehaus

Prizren

1Hotel Centrum***

Änderungen vorbehalten

Anforderungen

Voraussetzungen

Mittlere Schneeschuhwanderungen über Distanzen bis zu 10 Kilometern, mit bis zu 700 Metern im Aufstieg und 900 Metern im Abstieg zu erwartender Gehzeit zwischen 4-7 h.
Sie bringen Verständnis, Flexibilität und Teamgeist für eine Region mit, in die zum ersten Mal Gäste im Winter anreisen und freuen sich auf Übernachtungen in einfachen aber sauberen Gästehäusern mit Mehrbettzimmern. Aufgrund von Wetter, Schneebedingungen und der wenig ausgebauten Infrastruktur kann es durchaus zu Änderungen im Reiseverlauf kommen.

Aufstieg

Technik:
^^°°°
Kondition:
^^°°°

Details

BuchungscodeBAWIN
DAV-Mitglieder-Bonus:30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart eigene Anreise


Leistungsbeginn: ab Hotel in Reka e Allages/bis Hotel in Prizren 

Gerne unterbreiten wir Ihnen ein tagesaktuelles Angebot ab/bis gewünschtem Abflughafen. Preise variieren je nach Buchungszeitpunkt und Reisezeitraum.

Bei Flugbuchung über den DAV Summit Club sind die Flughafensammeltransfers im Zielgebiet am offiziellen An- und Abreisetag im Flugangebot enthalten.

Beispielflugpreis: Mit Austrian Airlines oder Eurowings ab diversen deutschen Flughäfen nach Pristina und zurück inklusive Flughafentransfers ab € 450,.

Bitte beachten Sie: Bei Flugbuchung in Eigenregie sind Sie für die Organisation der Flughafentransfers selbst verantwortlich.

NEU: Für Abflüge ab 01.01.2020 kompensiert der DAV Summit Club den CO2-Ausstoß aller Flüge zu 100 Prozent, zum Projekt.

Zimmeraufpreis

Einzelzimmer: € 35,– (nur an Tag 8)
 

Termine

Haben Sie Fragen zu dieser Reise?

Jenny Alex

Gerne helfe ich Ihnen weiter.

Jenny Alex
Telefon: 089 - 642 40 127Telefon: 089 - 642 40 127
E-Mail sendenE-Mail: alex@dav-summit-club.de

Kommentare: Das sagen Mitreisende

  • Zum Reisetermin vom 21.02.20 bis 29.02.20 sagte Thomas R.:

    „Sehr schöne Tour. Vielleicht könnte in Albanien bei der Tourenplanung etwas mehr in Richtung Gipfelmöglichkeiten geschaut werden.“

  • Zum Reisetermin vom 21.02.20 bis 29.02.20 sagte .:

    „Sehr interessante Reise in uns völlig unbekannte Gegenden (Kosovo und Valbona-Tal in Albanien). Wir hatten den tollen Luxus von 3 Guides für 12 Teilnehmer, den äusserst hilfreichen und freundlichen österreichischen Bergführer Hagen, der uns wegen seiner früheren militärischen Stationierung im Kosovo einiges erzählen konnte, den überaus kompetenten, sehr gut deutsch sprechenden albanischen Wanderführer Dorian, der auf alle unsere Fragen zur Geschichte und aktuellen Problemen des Landes antworten konnte und den leistungsstarken fähigen kosovarischen Wanderführer Adriatic. Was die Unterkünfte anbelangt, merkt man schon, dass der Tourismus erst im Aufbau begriffen ist. Unsere Gastgeber waren alle sehr freundlich und bemüht, uns den Aufenthalt in ihren Gästehäusern so angenehm wie möglich zu gestalten, die immer frisch zubereiteten landestypischen Speisen waren alle köstlich und überreichlich. Man merkt aber eine gewisse Unerfahrenheit bei der Einrichtung der Räumlichkeiten der Gästehäuser, es fehlen z.B. Trockenraum für nasse Kleidung, Schuhraum, Kleiderhaken in den Schlafräumen u.ä.. In der 1. Unterkunft standen z.B. für 15 Personen nur 1 Toilette und 1 kleines Waschbecken (im Toilettenraum) zur Verfügung, Warmwasser gab es erst am 4. Tag, zuvor nur eiskaltes Wasser. Da wird einem erst bewußt, wie komfortabel die meisten Hütten in den Alpen inzwischen sind. Die Landschaft ist bei gutem Wetter traumhaft, allerdings sind die Wege über die Berghänge oft sehr steil (bis 40 Grad) , damit recht anstrengend, und die Routenauswahl je nach Schneemenge eingeschränkt. Das Kulturprogramm war erfreulich vielseitig. Fazit: eine tolle Reise in eine tolle Region, aber nicht unbedingt das ideale Schneeschuhwandergebiet.“