Auf den Spuren der Kham-Tibeter – Trekking am Siebentausender Minya Konka

Beschreibung

  • Technisch leichtes Zelt-Trekking, 15 Tage
  • Im Zauber der großen kalten Berge von Sichuan
  • Chengdu mit der Panda-Aufzuchtstation
  • Kloster Konka und der große Buddha von Leshan
  • Emei Shan: einer der vier heiligen buddhistischen Berge Chinas
  • Trekking mit Tragtieren bis ins Minya-Konka-Basislager
  • Gipfelmöglichkeit, u. a.:
    - Qiangwei Peak, 5020 m

Programm

Gongga Shan, 7556 m, der östlichste Siebentausender der Erde. Die Kham-Tibeter ­nennen ihn Minya Konka – König der Berge. Der „allerhöchste Schneeberg” in den ­„großen ­kalten ­Bergen von Szetschuan” (Eduard Imhof) ist Ziel eines einwöchigen ­Zelttrekkings, das uns über den 4900 Meter hohen Jiazela-Pass bis zum Kloster Konka führt. Auf Hochalmen grasen zottelige Yaks und mit Glück treffen wir auf seltene Blauschafe. Konka ist auch das bedeutendste Basislager für den Siebentausender. Von hier aus gingen die meisten Expeditionen den schwierigen Berg an. Herrlicher Blick vom Kloster, das mit vielen Gebetsfahnen geschmückt ist, auf den Minya Konka, den dritthöchsten Berg außerhalb der Himalaya- und Karakorum-Gebirgsketten. Vom Gipfel des Qiangwei Peak, 5020 m, zeigen sich die Sechs- und Siebentausender am ­schönsten. Gepäcktransport mit Pferden, Gehzeiten bis acht Stunden, die höchste Nacht auf 4200 Metern. Zu den großen Höhepunkten der Reise gehören auch der heilige Berg Emei Shan, die Panda-Haupstadt Chengdu und ­Kangding, das alte Tansienlu.

Erläuterungen:  Gz 5 h Die Gehzeit ohne Pausen beträgt fünf Stunden.
Hm ↑100 ↓200 Höhenmeter im Aufstieg bzw. im Abstieg.
[F/M/–] [F/–/A] [–/–/A]  Enthaltene Mahlzeiten:  F = Frühstück;  M = Mittagessen;  A = Abendessen.

1. Tag: Abflug von Frankfurt
Flug mit Air China von Frankfurt nonstop nach China.  

2. Tag: Ankunft in Chengdu  
Landung am Chengdu Shuangliu International Airport, wo Sie Ihr Kultur- und Bergwanderführer schon erwartet. Die Hauptstadt der Provinz Sichuan ist subtropisch geprägt und befindet sich auf 520 Metern Höhe. Fahrt (130 km/2 h) nach Leshan zur ersten hochrangigen Besichtigung: Der berühmte „Buddha von Leshan” stellt mit 71 Metern Höhe die größte sitzende Buddhaskulptur der Welt dar. 719 bis 803 hatten buddhistische Mönche die Figur aus dem Fels gemeißelt – mit sieben Meter langen Ohren. Bei einer Besichtigung erfahren Sie viel über die Entwicklung des Buddhismus in Sichuan. Dann fahren Sie weiter zum heiligen Berg Emei Shan (60 km/1 h), wo Sie im gleichnamigen Dorf zu seinen Füßen die Hotelzimmer für zwei Nächte beziehen, 1200 m. Beim Abendessen in einem landestypischen Restaurant machen Sie sich mit der schmackhaften Küche der Region vertraut. Sie sind im „Reich der Mitte” angekommen.
[–/–/A]

3. Tag: Emei Shan – heiliger Berg der Buddhisten
Der Emei Shan, 3098 Meter hoch, zählt zu den vier heiligen buddhistischen Bergen Chinas und ist ein Vorposten der „großen kalten Berge von Szetschuan”. Der Bus bringt Sie zum Ausgangspunkt der Wanderung nach Leidongping, 2430 m. Hier beginnt der Aufstieg (optional mit der Seilbahn) auf dem alten Pilgerweg, vorbei an bis zu tausend Jahre alten Baumriesen, in denen sich gerne Tibetmakaken tummeln. Am Gipfel genießen Sie den Blick auf das „Rote Becken” von Sichuan und die Ausläufer des Minya-Konka-Massivs. Von den ursprünglich gut hundert Tempeln am heiligen Berg sind gut zwei Dutzend wieder „in Betrieb”, darunter der „Tempel der Ewigkeit” Wannian-Si, das älteste noch bestehende Heiligtum des Berges mit einer 8,5 Meter hohen Boddhisattva-Statue. Auf dem „Goldgipfel” befindet sich die mit 48 Metern Höhe größte goldene Buddha-Statue der Welt. Die Region stellt eine Einheit von Natur und Kultur dar – rund um den heiligen Berg findet sich unter all den Sehenswürdigkeiten auch das älteste buddhistische Kloster Chinas.
Hm ↑↓575 Gz 5 h [F/–/A]

4. Tag: Fahrt nach Kangding
Abwechslungsreiche Fahrt (380 km/7 h) nach Kangding, immer auf das Minya-Konka-Massiv zu. Bei Luding bewundern Sie die von Kaiser Kangxi 1706 erbaute Eisenkettenbrücke, die errichtet wurde, um Sichuan mit den tibetischen Ostprovinzen zu verbinden. Tatsächlich stellt Kangding die Grenze zwischen dem überwiegend von Han-Chinesen bewohnten Sichuan und der alten tibetischen Provinz Kham im Westen des Landes dar und gilt noch heute als „Tor zu Tibet”. Hotelnacht auf 2660 Metern Höhe.
[F/–/A]

5. Tag: Trekking nach Caobazi
Trekkingbeginn bei Laoyuling, 3080 m, ein kleines Tibeterdorf, wo die Fahrt (20 km/1 h) endet. Maultiere besorgen den Gepäcktransport. Aufstieg entlang dem Gyazi-Fluss in den wilden Konka Shan bis Caobazi, 3560 m. Modernste Sicherheitsausrüstung wie Flaschensauerstoff und ein Satellitentelefon werden mitgeführt. Vor der mächtigen Kulisse der Minya-Konka-Schneeberge stehen erstmals die Zelte in totaler Einsamkeit. Der Rudshe Konka reckt sein weißgekröntes Haupt in die Höhe. 
Hm ↑550 ↓50 Gz 4 h [F/M/A]

6. Tag: Caobazi – Riwoche
Sie folgen dem Fluss und steigen, vorbei an herrlichen Bergwiesen, weiter auf ins Gebirgsmassiv des Minya Konka. Ihre Trinkflaschen haben Sie gut gefüllt, denn in der Höhe ist es wichtig, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Unterwegs werden Sie vielleicht bei einer tibetischen Nomadenfamilie zu einer Tasse Buttertee eingeladen, der aus Yakmilch hergestellt wird. In der Nähe einer kleinen Tibeter-Behausung werden die Zelte aufgeschlagen, 3900 m. 
Hm ↑450 ↓100 Gz 4,5 h [F/M/A]

7. Tag: Riwoche – Shang Riwoche
Die Alm Shang Riwoche, 4200 m, ist das nächste Ziel, wobei der Fluss in seinem Oberlauf den Weg weist. Das Tal wird zunehmend enger und der Weg steiler. Wieder erreichen Sie eine Hochalm, auf der zottelige Yaks grasen. Sie genießen die herrliche alpine Flora und die prächtige Sicht auf verschneite Berge. Europäer setzen nur selten einen Fuß in diese Region. Camp unter dem Jiazela-Pass mit Blick auf den Sechstausender Riwoche. 
Hm ↑300 ↓50 Gz 3 h [F/M/A]

8. Tag: Shang Riwoche – Moxi-Camp I
Der mächtige Jiazela-Pass, 4900 m, ist eine beachtliche Hürde: Lohn der Mühen ist die großartige Ausschau auf die vergletscherten Sechstausender im Minya-Konka-Massiv, allen voran Daduomanyin, Lagemanyin und der stolze Zhongshan Feng. Der Siebentausender Minya Konka selbst ist von hier nicht zu sehen. Zeltlager im Tal des Flusses Moxi Chu auf 4250 Metern Höhe. Sie freuen sich auf eine warme Suppe und das Abendessen. 
Hm ↑600 ↓550 Gz 6 h [F/M/A]

9. Tag: Moxi-Camp I – Moxi-Camp II
Gemächlicher Abstieg mit viel landschaftlicher Abwechslung und grandiosen Ausblicken. Verlassene Schutzhütten für das Vieh verteilen sich wie dahingesprenkelt über die grünen Hänge, Chörten werden passiert und ein eiskalter Fluss ist zu durchwaten. Ist endlich der Lagerplatz bei den tiefer gelegenen Winterweiden erreicht, 3660 m, hat man den Eindruck, als stünden die Zelte in einem Bergblumenmeer. Begegnungen mit tibetischen Pferdehirten sind heute wahrscheinlich. Bei der Wanderung durch das Tal des Moxi-Flusses kommt die Seele nach.  
Hm ↓600 Gz 5–6 h [F/M/A]

10. Tag: Moxi-Camp II – Minya Konka Basecamp
Kloster Konka, 3700 m, zu Füßen des gewaltigen Konka-Gletschers, wird nach abenteuerlicher Flussquerung und Wanderung durch schütteren Bergurwald erreicht. Mit Glück treffen Sie auf seltene Blauschafe. Konka ist auch das bedeutendste Basislager für den Siebentausender. Von hier aus gingen die meisten Expeditionen den schwierigen Berg an. Herrlicher Blick vom Kloster, das mit vielen Gebetsfahnen geschmückt ist, auf den Siebentausender Minya Konka, den dritthöchsten Berg außerhalb der Himalaya- und Karakorum-Gebirgsketten. Übernachtung in einem einfachen Gästehaus.
Hm ↑550 ↓600 Gz 4,5 h [F/M/A]

10. Tag: Qiangwei Peak, 5020 m
Der Qiangwei Peak, 5020 m, ist Höhepunkt eines Ausflugs zur Südwestseite des Minya Konka, 7556 m. Der schwierige Siebentausender wurde 1932 von Terris Moore und Richard Burdsall erstbestiegen. Wem der Aufstieg zu mühsam ist – trotz der fantastischen Aussicht auf den Minya Konka – lässt den Gipfel einfach sein und unternimmt eine Wanderung in der Umgebung. Am Nachmittag führt eine kurze Etappe nach Cimei, einem traditionellen tibetischen Bauerndorf mit großen Steinhäusern, in dessen Nähe Sie die Nacht in einem einfachen Gästehaus verbringen, 3650 m.
Hm ↑1350↓1400 Gz 7 h [F/M/A]

12. Tag: Fahrt nach Kangding
Mit der Fahrt (170 km/6 h) über den aussichtsreichen Tsemu-Pass nach Kangding, 2660 m, lassen Sie das Minya-Konka-Massiv und den tibetischen Kulturkreis nach und nach hinter sich. Nach den Tagen im Gebirge freuen Sie sich wieder die Annehmlichkeiten eines Hotels. 
[F/–/A]

13. Tag: Fahrt nach Chengdu
Rückfahrt (290 km/7 h) nach Chengdu, in die Hauptstadt Sichuans, 520 m, wo Sie gegen Abend eintreffen und im Hotel für eine Nacht einchecken.
[F/–/A]

14. Tag: Besuch der Panda-Aufzuchtstation
Chengdu gilt als „Panda-Haupstadt” Chinas, weshalb ein Besuch der weltberühmten Panda-Aufzuchtstation nicht fehlen darf. Später besichtigen Sie den daoistischen Tempel Qingyan Gongbevor Sie gegen 18 Uhr aus dem Hotel auschecken. Am Abend laden wir Sie zum einem stilvollen Abschiedsessen ein: Es gibt Huoguo, den original Sichuan-Feuertopf, eine absolute Spezialität der Region. Sie streifen durch das Vergnügungsviertel Kuanzhai Xiangzi, bevor Sie spät abends zum Flughafen gebracht werden. [F/–/A]

15. Tag: Rückflug nach Frankfurt
In der Nacht startet Ihr Flieger nach Deutschland. Rückflug mit Air China und Landung in Frankfurt am Morgen.  

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Deutsch sprechender einheimischer Kultur- und Bergwanderführer
  • Air China Flüge ab/bis Frankfurt in der Economy-Klasse nonstop nach Chengdu und zurück, inklusive Flughafengebühren und 23 kg Freigepäck
  • Transfers und Busfahrten laut Programm
  • 5 x Hotel**** im DZ, 2 x einfaches Gästehaus im DZ, 5 x Zweipersonenzelt mit Liegematte
  • Gruppen- und Toilettenzelt
  • Halbpension, auf dem Trekking Vollpension
  • Busfahrten und Eintritte für Besichtigungen lt. Programm
  • Gepäcktransport auf dem Trekking durch Tragtiere, 15 kg Freigepäck
  • Trekkingbegleiter: Koch, Pferdetreiber, Helfer

Bei uns außerdem enthalten

  • Sicherheitsausrüstung wie Satelliten-Telefon
  • Medizinischer Sauerstoff
  • Umfangreiches Versicherungspaket:
    Reisekranken-Versicherung inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten, Assistance-Leistungen sowie Reisehaftpflicht-Versicherung

Teilnehmerzahl

6–12 Personen

Reisedokumente

Reisepass (muss über die Reisedauer hinaus noch mindestens sechs Monate gültig sein) und Visum für China.

Wir empfehlen die Beantragung des Visums über den Visa Dienst Bonn, der Sie über die aktuellen Bedingungen/-Formulare/-gebühren informiert. DAV Summit Club Gäste erhalten eine Ermässigung über die Visa Dienst Bonn Partnerseite in Höhe von 10% auf die Servicegebühren. Über das nähere Procedere informieren wir Sie mit den Reisehinweisen.

Zusatzkosten:

Visumgebühr und Beschaffung ca. € 155,–; Trinkgelder ca. € 90,–; fehlende Mahlzeiten und Getränke ca. € 175,–; Zusatzkosten können variieren und dienen lediglich der Orientierung.

Zusatzinformationen:

Wichtiger Hinweis:
Änderungen oder Abweichungen vom ausgeschriebenen Programm während der Reise sind aufgrund des Charakters unserer Reisen jederzeit möglich. Straßenverhältnisse, Wettereinbrüche, behördliche Willkür, Schwierigkeiten mit örtlichen Transportmitteln und viele andere Einflussfaktoren führen dazu, dass der angegebene Reiseverlauf nicht garantiert werden kann. Die obige Ausschreibung stellt insofern nur den geplanten Reiseverlauf dar, ohne den genauen Ablauf im Detail zu garantieren. 

Unterbringung

OrtNächteUnterbringungLandeskategorie

Chengdu

1Minshan Hotel****

Emei Shan

2Century Sunshine Hotel****

Kangding

2Lam-ze Lin-ka Hotel****

Trekking

5Zweipersonenzelt

Kloster Konka

1einfaches Gästehaus (Schlafsack-Unterkunft)

Cimei

1einfaches Gästehaus (Schlafsack-Unterkunft)

Anforderungen

Voraussetzungen

Technisch leichte Bergwanderung, für die Sie Gesundheit und gute Kondition für Gehzeiten bis sechs Stunden mitbringen. Nur wer den Gipfel besteigen will, muss an diesem Tag mit bis zu sieben Stunden Gehzeit rechnen. Beim Zeltaufbau helfen Sie mit. Höchster Punkt ist der ebenfalls technisch leichte Qiangwei Peak, 5020 m. Die größte Schlafhöhe erreichen Sie auf 4200 Metern.

Sind Sie unsicher, ob Sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen?
Stufen Sie sich nicht zu hoch ein. Wer nicht am Limit läuft, kann die Schönheiten der Natur intensiver genießen! Im nachfolgenden Download finden Sie ausführliche Informationen zur Schwierigkeitsbewertung. Sind Sie bezüglich der Kondition unsicher, vergleichen Sie die angegebenen reinen Gehzeiten und zu bewältigenden Höhenmeter mit Touren, welche Sie schon gemacht haben. Bitte beachten Sie, dass eine Tour mit der Anlage von z. B. 5 Stunden Gehzeit (Gz 5 h) mit den Pausen ca. 7–8 Stunden dauert.

Trekking

Technik:
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Kondition:
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Qiangwei Peak

Technik:
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Kondition:
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Details

BuchungscodeCHMIN
DAV-Mitglieder-Bonus:30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart Flug

Air China ab/bis Frankfurt (andere Abflughäfen/Terminänderung nicht möglich)

Rail & Fly Bahnticket 2. Kl./ICE zum/vom Flughafen innerhalb Deutschlands inklusive.

Anmeldeschluss 2 Monate vor Reisebeginn

NEU: Für Abflüge ab 01.01.2020 kompensiert der DAV Summit Club den CO2-Ausstoß aller Flüge zu 100 Prozent. Zum Projekt.

Zimmeraufpreis

Einzelzimmer, nur in Hotels: € 275,–

Termine So 04.10.2020 bis So 18.10.2020 (Ausgebucht)

Haben Sie Fragen zu dieser Reise?

Henrik Hoeffling

Gerne helfe ich Ihnen weiter.

Henrik Hoeffling
Telefon: 089/642 40 125Telefon: 089/642 40 125
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