Kasachstan: Gletscher und Blumenwiesen – Zelt-Trekking im Tienshan

Programm
Das sagen Mitreisende

Beschreibung

  • Anspruchsvolles Zelt-Trekking, 18 Tage
  • Durch die Steppe ins Karkara-Basecamp
  • Elf Tage Trekking inmitten des Himmelsgebirges 
    auf den Spuren von Dr. Gottfried Merzbacher
  • Königsadler, Blumenpracht und Nomaden
  • Staatlich geprüfter Berg- und Skiführer
  • Auf dem „Königsweg" zum Inyltschek-Basecamp
  • Fest installierte Camps bieten mehr Komfort
  • Eisgiganten am Rande der Gletscher:
    die Siebentausener Kan Tengri und Pobjeda
  • Atemberaubend schöner Hubschrauberflug

Programm

Mächtige Gletscher unter hohen Bergen, kristallklare Seen von kleinwinzig bis riesengroß und Bergblumenwiesen in nie gesehener Pracht: Der Tienshan ist eine wilde Schönheit und ideal für klassisches Zelt-Trekking. Die Anreise erfolgt über Kasachstan und per Truck zur kirgisischen Grenze. Pferde übernehmen das Gepäck. Schritt für Schritt steigen wir mit unserem Bergführer in die Gletscherwelt des Himmelsgebirges auf. Schutt, Eis und Geröll – wie eine Oase wirkt da die grüne Merzbacherwiese auf 3345 Metern. Am gleichnamigen See scheinen Eistürme aus dem türkisfarbenen Wasser zu wachsen. Schließlich erreichen wir das South Inyltschek Basecamp, 3920 m, und erkunden die Heimat des Schneeleoparden zu Füßen der Siebentausender Kan Tengri und Pobjeda. Gehzeiten bis sechs und einmal sieben Stunden. Spektakulär ist auch der „Abstieg” mit dem Helikopter zurück nach Kasachstan.

Erläuterungen:  Gz 5 h Die Gehzeit ohne Pausen beträgt fünf Stunden.
Hm ↑100 ↓200 Höhenmeter im Aufstieg bzw. im Abstieg.
[F/M/–] [F/–/A] [–/–/A]  Enthaltene Mahlzeiten:  F = Frühstück;  M = Mittagessen;  A = Abendessen.

1. Tag: Abflug
Abflug mit Turkish Airlines ab Deutschland, Österreich oder der Schweiz über Istanbul nach Kasachstan.

2. Tag: Ankunft in Almaty
In den Morgenstunden landen Sie in der ehemaligen Hauptstadt Kasachstans, 850 m. Der Name bedeutet „Vater der Äpfel” und erinnert an riesige Apfelplantagen aus früherer Zeit. Alle Straßen sind von schönen Bäumen gesäumt. Nach einem Frühstück fahren Sie (280 km/6 h) durch die Steppe zum Bergsteigerlager Karkara, 2200 m, mit Hauszelten, Speisesaal und Sauna.
[F/M/A]

3. Tag: Bergsteigerlager Karkara
Sie machen sich mit der Umgebung Ihres „Basecamps” vertraut. Vor allem im Juli und Anfang August ist das Bergsteigerlager Karkara in Blumenwiesen gebettet: das Himmelsgebirge hat seinen Begrüssungsteppich ausgerollt. Eine so artenreiche Flora ist in den Alpen nicht zu finden. Schaf- und Pferdeherden profitieren auf den Sommerweiden von der überreichen Natur. Mit Ihrem Staatlich geprüften Berg- und Skiführer besprechen Sie den Ablauf der folgenden Trekkingtage. Letzte Vorbereitungen werden getroffen. Gepäck, das nicht auf dem Trekking benötigt wird, können Sie im Bergsteigerlager Karkara deponieren. Mit schmackhafter Kasachenküche verwöhnt, genießen Sie die Nachtruhe in den komfortablen Zelten.
[F/M/A]

4. Tag: Fahrt nach Kirgisistan
Mit dem Expeditionstruck geht es „mit Sack und Pack” den Karkara River talaufwärts (55 km/3,5 h). Bald stellt ein Checkpoint die amtliche Grenze zwischen Kasachstan und Kirgisistan dar. Dann weichen die Nadelwälder grünen, blumenübersäten Hochweiden. In einer traditionellen Jurte heißt man Sie vielleicht mit frischer Butter, Sahne und Brot willkommen. Murmeltiere, Bussarde und Königsadler sind manchmal zu sehen. Teppiche von Storchschnabel lassen manchen Hang in blau und rosa leuchten. Die unbefestigte Straße führt über den 3380 Meter hohen Ashu-Ator-Pass und gibt eine traumhafte Sicht auf die endlose Kette mächtiger Schneeberge frei. Dann rumpelt der Truck in die weite, gewellte Graslandschaft hinab – dahinter die lang gezogene Reihe tief verschneiter Bergriesen des Himmelsgebirges. Schließlich ist eine kleine Fußgängerbrücke über den Fluss Etschkilitash (Ziegenstein) zu queren und nach wenigen Minuten ist der Lagerplatz erreicht, 2955 m. Am Abend überzeugt der Koch mit Spezialitäten aus der Trekkingküche.
[F/M/A]

5. Tag: Das Trekking beginnt
Pferde übernehmen das Gepäck, die „Karawane” setzt sich in Bewegung: Schritt für Schritt durch die sanft gewellte Grassteppe nach Osten. Würziger Duft liegt über dem Land. Edelweiß stehen stellenweise so dicht an dicht, dass man sie mit der Sense mähen könnte. Nach und nach geben die Wolken die schneebedeckten Berge frei. Der Weg steigt leicht an, es gibt ein Lunchpacket, bald erreichen Sie das Zeltcamp oberhalb eines gischtenden Flusses, 3205 m. Vor dem Abendessen erfolgt eine Besprechung mit dem Staatlich geprüften Berg- und Skiführer über den Ablauf der kommenden Trekkingtage. Er führt zur Sicherheit ein Satellitentelefon mit sich – eine wichtige Voraussetzung für Unternehmungen in der Abgeschiedenheit des Himmelsgebirges.
Hm ↑200 Gz 4 h [F/M/A]

6. Tag: Durch das Bergblumenparadies
Gelber Mohn und weißer Enzian blühen in sumpfigen Wiesen, Rittersporn und Vergissmeinnicht geben Geleit. Flussquerung mit Seilhilfe und – nach Überwindung kleinerer Bäche – zum nächsten schönen Lagerplatz nahe eines riesigen Felsfindlings, 3630 m. Wie Riesenkerzen muten die schlanken Tienshantannen an, die in kleinen Gruppen zwischen verstreuten Felsen und Matten stehen oder „als ein schwarzes Meer von Wald die Berghänge umkleiden” (Dr. Gottfried Merzbacher). Aber auch Birken, Espen und Ebereschen prägen das Landschaftsbild im Himmelsgebirge.
Hm ↑600 ↓150 Gz 4–5 h [F/M/A]

7. Tag: Über den Tyuz-Pass
Der höchste Pass des Trekkings steht heute auf dem Programm – mit Steilanstieg über eine Moräne. Dann wird der Weg flacher, zieht an Geröllhängen entlang und der Tyuz-Pass, 3920 m, zeigt in der Tiefe das kilometerbreite Schuttbett des Inyltschek, der die riesigen Gletscher entwässert. Die Schmelzwassermassen mäandern in einem gewaltigen, kilometerbreiten Schotterbett. Mit Kan Tengri und Pik Pobjeda präsentieren sich erstmals auch die nördlichsten Siebentausender der Erde. Die Gletscher des 5840 Meter hohen Peak Nansena zeigen sich beim langen Abstieg ins Inyltschek-Tal und zum Camp Chon-Tash, 2835 m. Bis hierher konnte der Gepäcktransport mit Pferden erfolgen. Sie sind im Zentrum des Tienshan angekommen. 
Hm ↑300 ↓1100 Gz 6 h [F/M/A]

8. Tag: Aufstieg zum Gletscher
Gletscherhauch macht sich bemerkbar. Das Chaos der Riesenblöcke, das sich mit kleineren Gesteinsbrocken mischt und dem Inyltschek-Gletscher aufliegt, ist ebenso beeindruckend wie hinderlich. Pferde habe keine Chance mehr, deshalb kümmern sich ab heute Träger um den Gepäcktransport. Täler, Ketten, Gipfel, Mulden und Kessel: Erosion und Gletscherbewegungen haben die gewaltige Schutthülle in ein stattliches Gebirge verwandelt. Die Landschaft ist durch die extreme Weite des Tales und die unvorstellbare Dimension des Riesengletschers sehr beeindruckend. Über den breiten Gletscher gewinnen Sie die andere Talseite und mit Blick auf eine lange Reihe spektakulärer Eisgipfel steigen Sie ab ins Lager Glininka, 3100 m. Camp auf grüner Wiese mit kleinem Bach. Die hellschimmernde Pflanzenwelt der Steppe vermischt sich mit den tiefsatten Farben hochalpiner Flora – eine Besonderheit im Himmelsgebirge.
Hm ↑400 ↓200 Gz 7 h [F/M/A]

9. Tag: Zur Merzbacher-Wiese
Längs der südlichen Randmoräne nimmt der Weg seinen Anfang. Eine weite Schotterhalde ist zu queren und angesichts unendlich scheinender Gletschermassen taucht aus der lebensfeindlichen Stein- und Eiswildnis gleich einer Oase die blumenübersäte Merzbacher-Wiese auf, 3345 m. Sie befindet sich über den Strömen des nördlichen und südlichen Inyltschek-Gletschers und wird von einem fast sechstausend Meter hohen Tienshan-Riesen überragt. Hier wie an den Folgetagen erwartet Sie ein fest installiertes Zeltlager, das angenehmen Komfort wie ein geräumiges Speisezelt und Kommunikationsmöglichkeiten bietet. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist das Waschzelt mit Warmwasser. Zwei Nächte sind im Camp auf der Merzbacher-Wiese vorgesehen. 
Hm ↑500 ↓225 Gz 5–6 h [F/M/A]

10. Tag: Ausflug zum Merzbacher-See
Eine großartiges Erlebnis, das man sich allerdings „erarbeiten” muss. Denn der wilde Gletscher macht das Vorankommen mühevoll und die Verhältnisse sind nicht immer ganz einfach. Trittsicherheit ist wegen des oft rutschigen Untergrunds erforderlich. Auf den Spuren des Forschers und Pioniers Dr. Gottfried Merzbacher erreichen Sie schließlich den Merzbacher-See auf der gegenüberliegenden Seite des breiten Gletschers. Dann stehen Sie staunend vor den Eistürmen, die aus dem türkisfarbenen Wasser herauswachsen. Wenn der Damm des 3500 Meter hoch gelegenen und sechs Kilometer langen Gletschersees bricht, ergießt sich das Wasser mit Getöse in den Inyltschek-Fluss – ein Naturschauspiel, das meistens im September stattfindet. Sollten die Verhältnisse die Gletscherüberschreitung nicht zulassen, betrachten Sie den See von einem etwas höher gelegenen Aussichtspunkt. Zeit zu schauen und zu fotografieren mit Blick auf die Eisberge des Tienshan mit dem alles beherrschenden Siebentausender Kan Tengri, bevor die Rückkehr zum fest installierten Camp auf der Merzbacher Wiese erfolgt.
Hm ↓200 Gz 4,5 h [F/M/A]

11. Tag: Der „Königsweg” ins Moränenlager
Der „Königsweg” im Tienshan folgt der Mittelmoräne des Inlytschek-Gletschers. Ein stundenlanges Auf und Ab auf dem spaltendurchzogenen Gletscher, begleitet von herrlichen Bergen, bizarren Felsgestalten und immer wieder interessanten Eisformationen. Auch ein Tag mit Höhepunkten für Steinesammler – die Vielfalt an wunderschönen Farben und Zeichnungen ist nahezu grenzenlos. Trotz allem Schotter und Geröll erwartet Sie eine Panoramawanderung vom Feinsten, auf die Sie auf keinen Fall verzichten wollen. Fest installiertes Camp in der Nähe des Komsomolec-Gletschers auf der flachen Mittelmoräne, 3495 m.
Hm ↑600 ↓450 Gz 4,5 h [F/M/A]

12. Tag: Unter den Eisgipfeln den Tienshan
Ehrfurchtgebietende Bergriesen, beladen mit Eis und Schnee, flankieren beide Seiten des Tals. Ein gewaltiger Bach hat sich in die Eisformationen gegraben und schlängelt sich durch Eiszacken und -schichtungen. Die Suche nach dem Weg ist nicht einfach – Teamwork ist heute erforderlich – natürlich unter Regie des Staatlich geprüften Berg- und Skiführers. Und unter dem lockerem Schutt lauert tückisches Eis! Ein Trekkingtag der Superlative, der es in sich hat. Fest installiertes Zeltcamp auf relativ ebener Schotterfläche in 3715 Metern Höhe. Sie befinden sich in der Heimat des Schneeleoparden.
Hm ↑620 ↓400 Gz 5,5 h [F/M/A]

13. Tag: South Inyltschek Basecamp
Das Basislager auf dem South-Inyltschek-Gletscher, 3960 m, ist das fantastisch gelegene Ziel. Mitten im monumentalen Hochgebirge treffen Sie wieder auf den „Königsweg”, den Höhenzug der Mittelmoräne zwischen Eisformationen, die als formvollendete Kunstwerke ins Herz des Tienshan hineinführen. Schritt für Schritt steigen Sie auf und neue Berggiganten rücken ins Blickfeld: Peak Sevetska Kirgizia, 5480 m; Gorky Peak 6050 m; Chepaijer, 6371 und Kan Tengri, 7010 m. Rechterhand öffnet sich ein weites Tal, an dessen Ende die westliche Schulter des Pobjeda, der Komsomolec Peak, 6742 m, zu sehen ist. Schließlich das Süd-Inyltschek-Basislager (drei Nächte) mit Sauna, Dusche und Warmwasser – was will man mehr?
Hm ↑550 ↓300 Gz 4,5 h [F/M/A]

14. Tag: Wanderung in Richtung Kan Tengri, 7010 m
In Richtung Kan Tengri wandern Sie über Moränenschutt und gelangen, vorbei an einem türkisfarbenen See, zu einem Wasserfall. Die mächtigen Dimensionen des Gletschers, auf dem Sie nun den sechsten Tag unterwegs sind, sind kaum fassbar. Hier kann man sich vergleichsweise angenehm fortbewegen, denn der gewaltige Firn ist hier nicht mehr von Schutt bedeckt. Zurück ins Basecamp zur Erholung, Entspannung oder einfach zum Schauen. Expeditions-Feeling kommt auf. Sie genießen das Lagerleben ...
Hm ↑↓125 Gz 3,5 h [F/M/A]

15. Tag: Zu Füßen des Pik Pobjeda, 7439 m
Auf den gewaltigen Siebentausender, der höchste Gipfel im Himmelsgebirge, wandern Sie heute in südlicher Richtung zu. Dem guten Moränenweg folgend, gelangen Sie an den Gletscher und erkunden ihn, bis er unbegehbar wird. Der breite Block des Pik Pobjeda erhebt sich in majestätischer Größe vor Ihnen – sein als gefährlich eingestufter Grat, der sich über zwei Kilometer in über siebentausend Metern Höhe bis zum Gipfel hinzieht, ist gut zu sehen. Im Basecamp erwartet Sie ein schmackhaftes Mittagessen. Und interessante Fakten zur Besteigungsgeschichte der hohen und höchsten Gipfel des Tienshan, von denen der Staatlich geprüfte Berg- und Skiführer berichtet.
Hm ↑↓100 Gz 2,5 h [F/M/A]

16. Tag: Helikopterflug nach Karkara | Fahrt nach Almaty
Atemberaubender Hubschrauberflug aus den Bergen des Tienshan nach Kasachstan und ins Bergsteigerlager Karkara, 2200 m. Wie im Zeitrafferkino blicken Sie noch einmal auf die an den Vortagen erlebten Gebirgslandschaften. Die folgende Fahrt durch die Steppengebiete Kasachstans (280 km/6 h) bringt Sie wieder zurück nach Almaty, wo Sie die Zimmer für zwei Nächte im Hotel beziehen.
[F/M/A]

17. Tag: Besichtigung Almaty
In der Millionenstadt Almaty besuchen Sie den Zelyony-Bazar (Green Market) und am Nachmittag den Gorky-Park und das Museum für kasachische Musikinstrumente. Der Tag dient auch als Reserve, sollte es beim Heiikopterflug witterungsbedingt zu einer Verzögerung gekommen sein. Abschiedsessen und letzte Hotelnacht in Almaty.
[F/M/A]

11. Tag: Rückflug und Ankunft
Die Nacht ist kurz, denn das Flugzeug startet schon um etwa 6 Uhr morgens. Rückflug mit Turkish Airlines über Istanbul und Ankunft am gewählten Heimatflughafen.

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Staatlich geprüfter Berg- und Skiführer
  • Turkish Airlines Flüge ab/bis Deutschland, Österreich oder der Schweiz in der Economy-Klasse über Istanbul nach Almaty und zurück, inklusive Flughafengebühren, 23 kg Freigepäck und Flughafentransfers in Almaty
  • Helikopterflug South Inylchek Basecamp–Karkara                                    
  • 2 x Hotel**** im DZ, 2 x Bergsteigerlager in Hauszelten mit Speisesaal und Sauna, 7 x fest installiertes Zeltcamp mit Liegematten, 5 x Zweipersonenzelt mit Liegematte     
  • Gruppen- und Toilettenzelt    
  • Vollpension
  • Lkw- und Busfahrten laut Programm
  • Eintritte für Besichtigungen lt. Programm
  • Gepäcktransport auf dem Trekking durch Pferde, ab dem 8. Reisetag durch Träger, 12 kg Freigepäck
  • Begleiter: Führer, Helfer, Koch                                                   

Bei uns außerdem enthalten

  • Höhenmedizinische Überdruckkammer
  • Sicherheitsausrüstung wie Satellitentelefon
  • Umfangreiches Versicherungspaket:
    Reisekranken-Versicherung inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten, Assistance-Leistungen sowie Reisehaftpflicht-Versicherung

Teilnehmerzahl

8–15 Personen

Reisedokumente

Reisepass (muss über die Reisedauer hinaus noch mindestens sechs Monate gültig sein).

Wichtiger Coronahinweis

Der DAV Summit Club und die Leistungsträger erbringen ihre Leistungen stets unter Einhaltung und nach Maßgabe der zum Aufenthaltszeitpunkt vor Ort geltenden behördlichen Vorgaben und Auflagen. Aus diesem Grund kann es zu Corona bedingten angemessenen Nutzungsregelungen oder –beschränkungen bei der Inanspruchnahme der Leistungen kommen. Bitte beachten Sie je nach gebuchter Reise die Ausführungen des Auswärtigen Amtes Berlin zu Kirgisistan und zu Kasachstan und hier insbesondere die Rubriken „Aktuelles“ sowie die behördlichen Vorgaben für die von Ihnen besuchte Destination Kirgisistan  und/oder Kasachstan 
Sofern die behördlichen Vorgaben nur in der Landessprache vorliegen empfehlen wir die Nutzung einer gängigen Übersetzungs App wie etwa den Google Translator.

Zusatzkosten

Trinkgelder ca. € 85,–; Getränke ca. € 50,– bis € 75,–; Zusatzkosten können variieren und dienen lediglich der Orientierung.

Zusatzinformationen

Wichtiger Hinweis:
Änderungen oder Abweichungen vom ausgeschriebenen Programmablauf während der Reise sind aufgrund des Charakters unserer Reisen jederzeit möglich. Straßenverhältnisse, Wettereinbrüche, behördliche Willkür, Schwierigkeiten mit örtlichen Transportmitteln und viele andere Einflussfaktoren führen dazu, dass der angegebene Reiseverlauf nicht garantiert werden kann. Die obige Ausschreibung stellt insofern auch nur den geplanten Reiseverlauf dar, ohne den genauen Ablauf im Detail zu garantieren.

Klima & Wetter:
Im Süden Kasachstans und in Kirgisistan herrscht Kontinentalklima mit kurzen Sommern im Gebirge und Niederschlägen auch im Juli und August, ab 3000 Meter oft als Schnee. Wir empfehlen entsprechenden Regenschutz, da Niederschläge in der Regel überraschend auftreten und überwiegend von kurzer Dauer sind. Tagsüber kann es bei schöner und windstiller Wetterlage bis 25 Grad warm werden, normal liegen die Temperaturen um die 15 Grad. In der Nacht kann das Thermometer deutlich unter Null fallen. Messstationen in den Bergen der Welt sind eine Seltenheit, aber mit einem Temperaturgradienten von 5 bis 6 Grad pro 1000 Höhenmeter sind auch Abschätzungen für höhere Regionen möglich:

Mittlere Temperaturen Almaty (850 m) in °C
  Jan    Feb    März   April   Mai    Juni   Juli   Aug    Sept   Okt    Nov    Dez   
max.     -5    -3     4      13    20    24    27     27     22    13     4     -2
min.    -14   -13    -6      3    10    14    16     14      8     2    -5     -9
Durschnittliche Niederschläge
  Jan    Feb    März   April   Mai    Juni   Juli   Aug    Sept   Okt    Nov    Dez   
mm     26    32      64     89    99    59    35    23    25    46    48     35

 

Empfehlungen vom Arzt zum Höhenbergsteigen:
Verantwortlich für das Auftreten akut lebensbedrohlicher, höhenbedingter Erkrankungen sind vor allem die Unkenntnis der wichtigsten Grundlagen über Höhenanpassung und Leistungsverhalten am Berg, die Selbstüberschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit sowie eine aus Abenteuerlust geborene erhöhte Risikobereitschaft. Dabei spielen bestehende gesundheitliche Schäden und fortgeschrittenes Alter bei oft mangelnder Trainingsvorbereitung eine wichtige Rolle. Der DAV Summit Club ist bei der Auswahl und der zeitlichen Planung seiner Trekkingtouren bemüht, den neuesten sportmedizinischen Grundlagen des Höhenbergsteigens entgegenzukommen und will mit den folgenden Tipps sicherstellen, dass auch durch Ihr Verhalten die Tour zu einem bleibenden positiven Erlebnis wird:

Höhenbergsteigen heißt lang andauernde, maximale Ausdauerbelastung unter chronischen Sauerstoffmangelbedingungen. Dabei nimmt die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit alle 1500 Höhenmeter um 10% ab. Sie besitzen also auf Ihrem ersten Sechstausender trotz bester Akklimatisation nur noch 60 bis 70% Ihrer Leistungsfähigkeit. Erste Voraussetzung ist daher eine möglichst hohe Ausdauerleistungsfähigkeit. Diese kann in der Regel nicht durch Wochenendtouren im alpinen Bereich erzielt werden. Außerdem nimmt diese jenseits des 40. Lebensjahres bei mangelndem Training steil ab. Grunderkrankungen der Lunge, des Herzens, des Kreislaufs und des Stoffwechsels können früh leistungsbegrenzend sein. Auch Erkrankungen der Sehnen, Bänder und Gelenke sowie des Haltungs- und Bewegungsapparates können in den Vordergrund treten. Lassen Sie sich daher zuerst von Ihrem Hausarzt auf bestehende Vorerkrankungen untersuchen. Auch der Zahnarztbesuch gehört dazu.

Beginnen Sie dann rechtzeitig, mindestens drei Monate vor Abreise, mit einem möglichst drei- bis viermal wöchentlichen Ausdauertraining. Dabei genügen 15 bis 20 Minuten bei alters- und trainingsabhängigen Pulsfrequenzen zwischen 140 und 160. Im Sommer bieten sich Waldlauf und Radfahren an, im Winter vor allem Skilanglauf. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Sie sich während des Trekkings die notwendige Kondition aneignen können. Die beste Kondition sollten Sie bei der Abreise besitzen.

Zum Leistungsverhalten am Berg sollten Sie beachten: Oberhalb einer Reizhöhe von 3500 Metern beginnen spürbar die Auswirkungen des Sauerstoffmangels. Der Körper befindet sich im Stresszustand. Geben Sie ihm daher in den ersten 48 bis 72 Stunden die Möglichkeit zur problemlosen Höhenanpassung, indem Sie sich keinesfalls körperlich überlasten, nicht auf Dauer Höhenunterschiede von mehr als 500 Metern überwinden und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. In diesem Zeitraum liegt auch der Häufigkeitsgipfel von Höhenkrankheiten wie Lungen- und Hirnödem.

Bei 2500 überprüften Expeditionsteilnehmern wurden nur 1% ernstzunehmende Höhenkrankheiten festgestellt. Wenn die Grundregeln berücksichtigt werden, bestehen keine unlösbaren Probleme. Die ersten zwei Stunden pro Tag sollten immer gemächlich angegangen werden. Vermeiden Sie Erschöpfungszustände und große Schlafhöhen. Benützen Sie wenn möglich Stöcke zum Steigen. Ganz besonders wichtig ist der Einsatz von Stöcken bei einem Erkrankten, der im Abstieg begriffen ist. Dadurch wird die Atemhilfsmuskulatur wesentlich unterstützt. Kontrollieren Sie Ihre Urinausscheidung. Täglich! 1 Liter sollte unbedingt ausgeschieden werden. Dies wäre eine gute Kontrolle der Höhenverträglichkeit.

Unterbringung

Für das Trekking stellen wir Zweipersonenzelte mit einfachen Liegematten. Nehmen Sie eine Therma-Rest-Leichtluftmatratze mit, falls Sie bequemer liegen wollen. Sie werden reich verpflegt – das Abendessen wird immer warm serviert. Zu den Mahlzeiten gibt es schwarzen Tee, morgens auch Kaffee. 

OrtNächteUnterbringungLandeskategorie

Karkara

2Bergsteigerlager

Trekking

12Zelt

Almaty

2Hotel Kazzhol****

Anforderungen

Technisch anspruchsvolle Bergwanderung, die Gesundheit, Trittsicherheit und Kondition für Gehzeiten bis sieben Stunden und je nach Verhältnissen Leichtsteigeisen erfordert. Die höchste Übernachtung erfolgt auf 3920 Metern.

Sind Sie unsicher, ob Sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen?
Stufen Sie sich nicht zu hoch ein. Wer nicht am Limit läuft, kann die Schönheiten der Natur intensiver geniessen! Im nachfolgenden Download finden Sie ausführliche Informationen zur Schwierigkeitsbewertung. Sind Sie bezüglich der Kondition unsicher, vergleichen Sie die angegebenen reinen Gehzeiten und zu bewältigenden Höhenmeter mit Touren, welche Sie schon gemacht haben. Bitte beachten Sie, dass eine Tour mit der Angabe von z.B. 5 h Gehzeit, mit den Pausen ca. 7-8 h Stunden dauert.

Technik:
^^°°°
Kondition:
^^^°°

Details

BuchungscodeKITRE
DAV-Mitglieder-Bonus:30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart Flug

Flug mit Turkish Airlines ab Deutschland, Österreich oder der Schweiz über Istanbul nach/ab Almaty

Mögliche Abflughäfen in Deutschland:
TXL Berlin   BRE Bremen   CGN Köln   DUS Düsseldorf   FRA Frankfurt   HAJ Hannover   HAM Hamburg   LEJ Leipzig/Halle   MUC München   NUE Nürnberg   STR Stuttgart

Mögliche Abflughäfen in Österreich:
SZG Salzburg   VIE Wien

Mögliche Abflughäfen in der Schweiz:
BSL Basel   GVA Genf   ZRH Zürich

Bitte den gewünschten Abflughafen bei Buchung angeben.

Flugzeiten für die Flüge nach/ab Istanbul können frühestens 4 Wochen vor Reisebeginn mit Erhalt der Reiseunterlagen mitgeteilt werden. Flugplan- und Flugzeitenänderungen seitens Turkish Airlines bleiben ausdrücklich vorbehalten.

Anmeldeschluss: 63 Tage vor Reisebeginn, danach Flug auf Anfrage wegen Rückgabe Flugkontingent – Flugaufpreis entsteht!

Der Umwelt zuliebe kompensiert der DAV Summit Club den CO2-Ausstoß aller Flüge zu 100 Prozent. Zum Projekt.

Zimmeraufpreis

Einzelzimmer/Einzelzelt: € 245,–

Termine Sa 03.07.2021 bis Di 20.07.2021 (Ausgebucht)

Sa 07.08.2021 bis Di 24.08.2021 (Ausgebucht)