Atacamawüste, Salzseen, Gipfel und Geysire
Von La Paz bis Santiago de Chile | Besteigung des Sechstausenders Uturuncu
- Tageswanderungen in Bolivien und Chile
- Fahrt über das Altiplano von La Paz nach Santiago
- Akklimatisation bei den Inkastätten im Titicacasee
- Blick auf die vergletscherte Cordillera Real
- Andenkondore, Flamingos, Vicuñas und Viscachas
- Koloniale Perle Sucre und die Silberstadt Potosí
- Mit geländegängigen Fahrzeugen durch den Lipez
- Erlebnis Puna de Atacama und Sinoli-Wüste
- Vulkane, Seen, Geysire und dampfende Fumarolen
- Der größte Salzsee der Erde: Salar de Uyuni
- Finale in der Megacity Santiago de Chile
- Gipfelmöglichkeiten:
- Cerro Uturuncu, 6008 m
- Tunupa (Kraterrand), 5112 m
Weltenbummler und Bergsteiger werden sich über diese große Südamerikareise freuen, die in La Paz in Bolivien startet und in Santiago de Chile zu Ende geht. Dazwischen liegen landschaftliche Schönheiten und kulturelle Perlen, die nur vom Sechstausender Uturuncu übertroffen werden. Die Höhenanpassung beginnt am Titicacasee mit einer Wanderung zu Inkaruinen und dem Blick auf die vergletscherte Cordillera Real. Boliviens Kapitale Sucre lockt mit kolonialer Pracht und in der Silberstadt Potosí können wir dem einst unermesslichen Reichtum nachspüren. Dann folgen Höhepunkte in engem Takt: Wir erkunden den größten Salzsee der Erde, den Salar de Uyuni, besuchen die Siloliwüste mit surrealen Felsgebilden, durchqueren das Altiplano und den Lipez mit geländegängigen Fahrzeugen und staunen über heiße Quellen und Seen in einer ariden Vulkanlandschaft. Flamingos, Vicuñas und Viscachas prägen die Fauna. Eine Welt aus Feuerbergen mit dampfenden Fumarolen on top. Dann der Uturuncu, 6008 m, der leichteste Sechstausender Boliviens. Die Puna de Atacama, die „Wüste aller Wüsten”, und das Geothermalgebiet El Tatio mit heißen Quellen und Geysiren runden das Erlebnis ab. Chiles Hauptstadt Santiago setzt dieser großen Reise das Sahnehäubchen auf.
Sie sind bereits am Vorabend gestartet. Landung auf dem Airport El Alto, 4100 m. Sofern Sie den Flug beim DAV Summit Club gebucht haben, werden Sie abgeholt und zum Hotel in der Innenstadt von La Paz gefahren (8,5 km/35 min.). Sonst nehmen Sie sich ein Taxi (ca. € 20,–). Die Zimmer sind für zwei Nächte reserviert und stehen ab 13:00 Uhr zur Verfügung. Aufgrund der Höhenlage empfiehlt es sich auszuruhen und sich dabei erste Akklimatisation zu holen. Um 15:00 Uhr begrüßt unser*e Bergwanderführer*in die Gruppe in der Hotellobby. Erster Streifzug durch die City. Lassen Sie das Leben der südamerikanischen Großstadt auf sich wirken. Zurück im Hotel, findet um 17:00 ein Briefing statt. Beim Abendessen (fakultativ) genießen Sie vielleicht die eine oder andere bolivianische Spezialität.
Der Bus bringt uns zum Valle de Las Animas, die „Schlucht der Seelen”, durch die wir eine eindrucksvolle Wanderung unternehmen. Die Gebirgslandschaft im Südosten von La Paz beeindruckt mit bizarr erodierten Gesteinsformationen und Felsnadeln, die gleich Orgelpfeifen angeordnet sind und über die gesagt wird, sie ähnelten versteinerten Seelen. Wir steigen bis auf 3985 Meter auf und setzen so einen neuen Höhenreiz, um die Akklimatisation zu verbesseren. Vereinzelte Büsche und Sträucher prägen die karge Vegetation. Anschließend fahren wir zum Aussichtspunkt Apaña, wo sich ein großartiger Blick auf das Tal von La Paz und die dahinter liegenden Berge der Cordillera Real auftut. Vergletscherte Gipfel wie die Sechstausender Illimani und Huayna Potosí, die gewaltige Eisrampe des Mururata und Muela del Diablo mit seinem imposanten Vulkanschlot präsentieren sich eindrucksvoll. Zurück in La Paz, zeigt uns der Guide die Andenmetropole und wir besichtigen Orte wie die Plaza Murillo, das Reiterdenkmal des Freiheitshelden Simon Bolivar und die Kirche Santo Domingo, eine der schönsten des Landes.
Fahrt (167 km/3–4 h) zum höchstgelegenen schiffbaren See der Erde, 3800 m. An seinen Ufern unternehmen wir eine erste leichte Wanderung von Sampaya nach Yampupata. Strohgedeckte Häuser, der kobaltblaue Titicacasee und die vergletscherten Gipfel der Cordillera Real bieten eine fantastische Szenerie. Mit dem Boot wird dann zur Isla del Sol übergesetzt, wo wir eine Nacht unsere Zimmer in einer schönen Eco-Lodge beziehen. Die „Sonneninsel“ spielt in der Myhtologie der Inka eine zentrale Rolle. Wir besuchen die Ruinen von Pilcocaina und wandern zur Unterkunft bei Yumani. Nur die wichtigsten Utensilien für eine Nacht führen wir mit. Unser Hauptgepäck, das auf dem Festland zurück bleibt, wird inwischen zur nächsten Unterkunft in Copacabana transportiert.
Von der „Sonneninsel“ genießen wir traumhafte Ausblicke auf den See und die weißen Gipfel der Königskordillere. Dabei durchstreifen wir das Eiland, besichtigen die Inkaruinen von Chincana und gelangen nach Challapampa. Am Nachmittag setzen wir mit dem Boot nach Yampupata auf dem Festland über. Busfahrt (45 Minunten) nach Copacabana. Hier besuchen wir die sehenswerte Wallfahrtskirche und schlendern über den Markt. Check-in im Hotel. Das große Gepäck ist schon da. Vielleicht wollen Sie zum Sonnenuntergang auf den Kalvarienberg oberhalb des Städtchens wandern? Wunderschöne Ausblicke auf den Titicacasee belohnen für den gut halbstündigen Aufstieg.
Rückfahrt nach La Paz (170 km/3-4 h). Am Airport El Alto besteigen wir den Flieger, der uns mit einer Zwischenstation entweder in Cochabamba oder in Santa Cruz nach Sucre bringt. Bezug der Zimmer im Hotel für zwei Nächte. Die Hauptstadt Boliviens verfügt über mildes Klima und gehört mit ihren gepflegten Plätzen und Parkanlagen zu einer der schönsten Städte Südamerikas. Die Altstadt mit ihren weißgetünchten Häusern ist schachbrettartig angelegt und eines der schönsten Beispiele des kolonialen Südamerika. Erster Rundgang durch Sucre und Möglichkeit zur Einkehr.
Tagesausflug zum Maragua-Krater (Anfahrt 35 km/2,5 h). Pfade aus der Inkazeit führen durch Täler mit großartigen Felsformationen, allen voran die Garganta del Diablo, und leuchten in Farbschattierungen von lila über grün bis blau. Gebettet in ein Wirrwarr aus Hügeln und Kuppen, zeugen sie von einer reichen tektonischen Vergangenheit. Zweitausend Jahre alte Höhlenmalereien verbergen sich unter Felsvorsprüngen. Fußabdrücke von Dinosauriern aus dem Jura lassen uns eine Zeitreise unternehmen. Im Kraterboden kultivieren die indigenen Jalqa Mais und Weizen. Sie sprechen Quechua. Ihre Frauen fertigen die berühmten schwarz-roten Webarbeiten. Sie entstehen aus Alpaka-, Schaf- oder Vicunñawolle in asymetrischen Mustern. Rückfahrt nach Sucre gegen Abend.
Am Vormittag besichtigen wir die Altstadt von Sucre, die zum Weltkulturerbe zählt. Die Universitäts- und Bischofsstadt wartet mit großen Sehenswürdigkeiten auf, darunter die Plaza 25 de Mayo, die Kathedrale und Kirchen aus dem 16. Jahrhundert. Sehenswert sind auch das Kloster San Felipe und das Mariscal-Theater. In der Casa de Libertad wurde 1825 Boliviens Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet. Unser Streifzug lässt Zeit für den Besuch von Cafés und Shops. Der ganze Stolz von Sucre aber gehört seinen Schokoladenmanufakturen, deren Erzeugnisse selbst schweizer Qualitätsprodukten in nichts nachstehen. Dann fahren wir weiter nach Potosí (156 km/4 h). Unterwegs bewundern wir eigentümliche Felsgebilde und gewinnen rasch an Höhe. Wir erreichen die karge und steppenhafte Hochebene des Altiplano. In einem kolonial geprägten Hotel nehmen wir Quartier für zwei Nächte, schlendern durch die Gassen der Stadt und finden bestimmt eine gute Möglichkeit zur Einkehr (fakultativ).
Schon in präkolumbianischer Zeit spielte die Silberförderung in Potosí die zentrale Rolle. Die großen Vorkommen am „reichen Berg” Cerro Rico, 4800 m, ließen die Stadt im 17. Jahrhundert zu einer der größten des Globus anwachsen. Klimatisch gehört die Region zu den Kalttropen mit extremen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Wir besichtigen die alte königliche Münze und Schatzkammer, die heute ein Museum ist. Ihre intakte koloniale Architektur macht auch Potosí zur Weltkulturerbestadt. Zu den prächtigsten Bauten gehören die Kathedrale und das Kloster Santa Teresa sowie die barocken Kirchen La Compañia und San Martín. Wir unternehmen eine geführte Exkursion zu Aussichtspunkten am Cerro Rico und erhalten Einblick in das Leben der Minenarbeiter und deren Arbeitsbedingungen unter Tage. „Vale un Potosí”, schreibt Cervantes in seinem Roman Don Quijote. Diese gängige spanische Redensart für „es ist ein Vermögen wert” verdeutlicht den einstigen Stellenwert der Stadt in den Anden.
Minen und markante Felsgestalten prägen die Route zum Salar de Uyuni (195 km/4,5 h). Unterwegs lockern Stopps die Fahrt auf. Der riesige Salzsee liegt in 3650 Meter Höhe und ist mit mehr als zehntausend Quadratkilometern der größte der Erde. Das blendende, unendliche Weiß ist atemberaubend. Während der Trockenzeit von April bis Oktober formen sich auf seiner Oberfläche abertausende kristalline Achtecken. Der See ist weitgehend frei von Lebewesen, lediglich Flamingos nutzen ihn als Brutzplatz. Wir sind mit allradgetriebenen Fahrzeugen unterwegs und nehmen uns Zeit für die Erkundung des Salars (185 km/2,5 h). Seine Umgebung ist ein komplexes tektonisches Gefüge aus Lavaströmen, pyroklastischen Ablagerungen, Stratovulkanen und Lavadomen. Wir sehen Salzpfannen und -abbaufelder und staunen über ein spektakuläres Salzhotel. Von der Insel Pescado, wo riesige Kakteen wachsen, lässt sich das einmalige Naturschauspiel zum Sonnenuntergang am besten überblicken. In Jirira an der Nordseite des Salar de Uyuni werden wir übernachten. Im einfachen Hostal Dona Lupe stehen je nach Verfügbarkeit Doppel- oder Mehrbettzimmer für uns bereit.
Am Vulkan Tunupa erwartet uns die erste große Herausforderung. Da ist es vorteilhaft, dass die Akklimatisation der Vortage das Vorankommen erleichtert. Wir fahren an die Westseite des Vulkans, wo uns eine Schotterstrasse bis auf 4624 Meter Höhe bringt (25 km/1 h). Dann geht es zu Fuß weiter. Schritt für Schritt folgen wir teils über Blockgelände einem schmalen Pfad. Unser*e Bergführer*in führt uns über einen felsigen Rücken zum Kraterand in 5112 Meter Höhe. Der Blick in die Caldera mit ihren bunten Gesteinsformationen ist spektakulär. Aber auch die Fernsicht über die Salzseen Coipasa und Uyuni und auf unzählige Vulkangipfel bleibt unvergesslich. Nach dem Abstieg queren wir noch einmal den riesigen Salar de Uyuni in südlicher Richtung. Tagesziel ist San Juan (175 km/2,5 h), wo uns noch einmal eine einfache Unterkunft mit Doppel- oder Mehrbettzimmern erwartet. Die kleine Ortschaft auf dem Altiplano liegt rund 35 Kilometer südlich des Salzsees. Im Westen zeigt sich die Cordillera Occidental, während sich die Cordillera Lipez im Südosten erhebt.
Wir fahren mit unseren geländegängigen Fahrzeugen südwärts durch den Lipez in die Siloli-Wüste. Sie ist eine der trockensten der Erde. Freistehende Felsen turnen vor der Kulisse der Feuerberge wie dem 5710 Meter hohen Apagado. Wie der Curiqinca und der Cerro Colorado gehört er zur Vulkangruppe Sairecabur. Die Schwefelmine ist längst stillgelegt. Dann erreichen wir den Avaroa-Nationalpark, wo neben den aktiven Vulkanen der Cordillera Occidental auch Geysire, heiße Quellen und dampfende Fumarolen Eindruck hinterlassen. Im Schutzgebiet finden sich Seen wie die Lagunas Cañapa und Hedionda und zwei kleine Siedlungen, Quetena Chico und Quetena Grande. Ihre Bewohner leben vom Bergbau und der Lamazucht. Trotz des unwirtlichen Umfelds gibt es Pflanzen, die den harten Bedingungen trotzen, darunter widerstandsfähige Gräser, genügsame Azorella-Polster und endemische Arten. An Stellen größerer Luftfeuchtigkeit entdecken wir sogar Polylapis-Bäume, die zu den Rosengewächsen zählen. Die Tierwelt ist vielfältig mit Pumas, Nandus, Viscachas und Vicuñas. Wahrscheinlich können wir Andengänse, Kondore und Flamingos beobachten. Wir befinden uns im Grenzgebiet zu Chile. Am vergletscherten Vulkan Ollague, 5870 m, gelangen wir zu einem Aussichtspunkt und genießen die einmalige Sicht über die Siloli-Wüste und auf den markanten Vulkankegel mit seiner beeindruckenden Fumarole. Schließlich endet die Fahrt (156 km/5 h), die immer wieder zu Besichtigungs-Stopps einlädt, beim Hotel Tarkya del Desierto. Hier sind die Betten schon für uns gerichtet.
Nächste Station ist Quetena Chico im Süden des Lipez. Auf der aussichtsreichen Fahrt halten wir beim Felsen Árbol de Piedra, der in der ariden Hochwüste wie ein skurriles Ölgemälde von Salvador Dalí anmutet. Und wir stoppen an der Laguna Colorada, wo wir zu einer Wanderung aufbrechen. Der abgelegene See ist mit unseren Fahrzeugen gut zu erreichen. Er verdankt seinen Namen einer seltenen Algenart und dem hohen Mineralgehalt des Wassers, die die auffällig rote Färbung bewirken. Berühmt ist die Laguna Colorada für ihre großen Flamingobestände, die sich in drei Arten unterteilen: Chileflamingo, Andenflamingo und James- oder Kurzschnabelflamingo. Letzterer ist vom Aussterben bedroht. In Quetana Chico zu Füßen des Vulkans Uturuncu werden wir in unserem Hostal schon erwartet (Fahrten heute 134 km/4,5 h). Briefing und Vorbereitung für die anstehende Gipfeltour. Wir gehen zeitig zu Bett, denn das alpine Unternehmen startet schon in den Morgenstunden.
Die Aufbruch zum 6008 Meter hohen Gipfel beginnt früh am Morgen. Je nach Verhältnissen bringen uns die Geländewagen hoch auf 5400 Meter (27 km/1,5 h). Sie gilt als höchste Straße der Erde. Hier startet der Aufstieg zwischen Fumarolen und vielfarbigen Gesteinsschichten über Schotter und Vulkangeröll. Die Hochwüste rundum ist unser ständiger Begleiter. Dann ist der 5700 Meter hohe Sattel zwischen den beiden Uturuncu-Gipfeln erreicht. Wir halten uns rechts, um zum Hauptgipfel zu gelangen. Über einen Pfad erreichen wir die steilen Schuttfelder und steigen in Serpentinen bis unter den felsigen Kraterrand auf. Unser*e Bergführer*in zeigt uns den Durchschlupf, der zum Gipfel führt. Jetzt flacht das Gelände ab, wir umgehen ein Firnfeld und erklimmen direkt den Kraterrand. Von dort ist das kleine „Steinmännchen” auf dem Gipfel des Uturuncu schon zu erkennen. Steigeisen sind nicht erforderlich. Dann stehen wir auf dem höchsten Punkt des Schichtvulkans. Er gilt als der technisch am leichtesten zu besteigende Sechstausender Boliviens, wird aber wegen seiner Abgelegenheit in der Cordillera de Lipez nur selten begangen. Der Ausblick ist einmalig: Fast verloren scheinen hunderte Vulkane in der großen Weite der Kordillere. Nach dem Abstieg erfolgt der Transfer zum Hostal in Polques (92 km/4 h). Es lohnt ein Besuch der heißen Thermen in der Nähe des Ortes. Ist alles nach Plan gelaufen, haben Sie heute Abend allen Grund zu feiern!
Wir besuchen die Laguna Verde. Der See liegt zu Füßen des Vulkans Licancabur, 5918 m. Der höchste Berg der Cordillera Occidental befindet sich im bolivianisch-chilenischen Grenzgebiet und erhebt sich mächtig über der Atacama-Wüste. An der Laguna Verde sorgt ein hoher Mineraliengehalt mit Arsen-, Blei- und Magnesiumspuren zusammen mit Algen für die auffällige Färbung. Je nach aufgewirbelten Sedimenten kann seine Farbe zwischen hellem türkis und dunklem grün wechseln. Flamingos fühlen sich davon aber nicht angezogen. Wir genießen großartige Ausblicke auf den Licancabur, bevor die Jeeps bei Hito Cajón die Genze zu Chile erreichen. Für die Formalitäten sind zweieinhalb Stunden angesetzt, es kann aber auch länger dauern. Wir verabschieden uns von den meisten Begleitern und wechseln die Fahrzeuge. Unser Guide bleibt bei der Gruppe. Dann geht es hinein in die tiefer gelegene Wüstenlandschaft der Atacama. In der Oase San Pedro (Fahrten heute 102 km/3 h) richten wir uns in einem einfachen Hotel für zwei Nächte ein. Den Sonnenuntergang erleben wir in der Cordillera del Sal im Nationalreservat Los Flamencos. Das vegetationslose „Mondtal” mit seiner großen Sanddüne erinnert an die Oberfläche des ariden Gestirns. Zu den Blickfängen im Tal zählt die Salzformation Las Tres Marias.
Früh aufstehen ist angesagt, denn am Rand der Atacama-Wüste lockt das Geothermalgebiet El Tatio mit heißen Quellen und vielen aktiven Geysiren. Es befindet sich unterhalb des Vulkankraters El Tatio und ist nach Yellowstone in Wyoming und Dolina Geiserow in Russland das weltweit drittgrößte Thermalgebiet. Ein Besuch in der Morgendämmerung ist wegen der Sichtverhältnisse zu empfehlen. Die Wassertemperatur der Geysire liegt bei 86 °C. In einem Badebecken fließen heißes und kaltes Wasser zusammen. Auf einer Wanderung gelangen wir zu schönen Aussichtspunkten und erkunden eindrucksvolle Täler und Feuchgebiete wie Machuca und Puritama. Nach der Rückreise (Fahrten heute 160 km/3 h) steht der Nachmittag in San Pedro de Atacama zur freien Verfügung. Sie können den Markt oder das Gustavo-Le-Paige-Museum (fakultativ) besuchen, das die frühe Besiedlungsgeschichte durch die Atacameños dokumentiert. Im Umgriff der Oase bieten sich kleine Wanderungen an.
Fahrt (100 km/1,5 h) durch die Puna de Atacama nach Calama, 2260 m. Mit Niederschlagsmenge Null ist die Wüstenstadt einer der trockensten Orte des Erdballs. In Calama wird unser*e Bergwamderführer*in von der Gruppe Abschied nehmen und nach Bolivien zurückkehren. Dann bringt uns ein Flugzeug in gut zwei Stunden nach Santiago de Chile. Die Vielmillionenstadt am Rio Mapocho liegt zwischen der Küstenkordillere und den Anden und ist die Kapitale des Landes. Sie wird im Norden vom Aconcagua-Tal begrenzt. Abholung am Airport, Fahrt zum Hotel (zwei Nächte) und freie Zeit. Die Küche Santiagos ist vielseitig geprägt. Berühmt sind Asados, gegrilltes Rindfleisch, und die scharfe Paprikawurst Longaniza. Die Suppe Cazuela mit Huhn und Maiskolben und Empanadas, mit Hackfleisch, Ei und Oliven gefüllte Teigtaschen, zählen zu den Nationalgerichten. Sicher findet sich ein geeignetes Restaurant, in dem auch chilenische Weine serviert werden. Die besten Anbaugebiete liegen gleich südlich der Metropole.
Am Vormittag unternehmen wir eine geführte Besichtigungstour durch das historische Stadtzentrum von Santiago de Chile. Wir beginnen unseren Streifzug an der Plaza de Armas mit Kathedrale und Präsidentenpalast und gelangen bald zur Paseo Ahumada. Die berühmteste Straße Chiles ist heute Fußgängerzone und war immer wieder Schauplatz bekannter Spielfilme. Hier finden sich die teuersten Immobilien Lateinamerikas und die exklusivsten Shops des Landes. Ganz anders der historische Stadtteil Lastarria mit Boutiquehotels, Kinos, Museen und Theatern. Wir genießen den Blick über die Stadt vom Aussichtshügel Santa Lucia und atmen das Flair der Bohème im Künstlerviertel Barrio Belavisata. Hier geben trendige Restaurants, hippe Bars und angesagte Clubs den Ton an. Wir schlendern an La Chascona vorbei, dessen eigenwillige Architektur die Faszination des chilenischen Dichters Pablo Neruda für das Meer widerspiegelt. Optional besteht die Möglichkeit, mit der Seilbahn zum Cerro San Cristóbal, 880 m, zu gelangen. Auf seinem Gipfel befindet sich eine überlebensgroße Statue der Jungfrau Maria und man hat einen schönen Blick auf die Andengipfel. Abstieg durch den Parque Metropolitano. Der Nachmittag gehört ganz Ihnen. Vielleicht besuchen Sie noch einmal einen Ihrer Lieblingsplätze oder eines der sehenswerten Museen Santiagos. Die Zeit vergeht wie im Flug.
Frühstück gibt es ab 07:00 Uhr. Die Zimmer stehen bis 12:00 Uhr zur Verfügung. Sofern sie Flug und Transfer beim DAV Summmit Club gebucht haben, werden Sie zum Airport von Santiago gefahren. Sonst nehmen sie sich ein Taxi (ca € 27,–). Abflug in Richtung Heimat.
Änderungen oder Abweichungen vom ausgeschriebenen Programmablauf während der Reise sind aufgrund des Charakters unserer Reisen jederzeit möglich. Straßenverhältnisse, Wettereinbrüche, behördliche Willkür, Schwierigkeiten mit örtlichen Transportmitteln und viele andere Einflussfaktoren führen dazu, dass der angegebene Reiseverlauf nicht garantiert werden kann. Die obige Ausschreibung stellt insofern auch nur den geplanten Reiseverlauf dar, ohne den genauen Ablauf im Detail zu garantieren.
Temperaturen in Bolivien und Chile:
Die Jahreszeiten in Südamerika verhalten sich entgegengesetzt zu denen der nördlichen Erdhalbkugel. Aufgrund der weiten Entfernungen und der unterschiedlichen klimatischen Ausprägungen unterwegs hat jeder Termin seine Vor- und Nachteile hinsichtlich der Temperaturen oder der Niederschläge. Die Hochsommer- oder -winterperioden sind für diese Reise weniger geeignet.
Der Lipez im Süden Boliviens und die Atacamawüste in Chile gehören zu den trockensten Regionen der Erde mit extremen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Kälte und Wink können auf die Knochen gehen, entsprechende Bekleidung ist deshalb erforderlich. Wenn bei klarem Wetter die Sonne scheint, kann es tagsüber angenehm warm sein. Bei Wetterstürzen herrschen aber schnell arktische Temperaturen vor. Auch bei Bergtouren, insbesondere bei der Besteigung des Uturuncu, sind die Temperaturen frostig.
Je höher das Gebiet, desto tiefer sinken die Temperaturen. Messstationen in den Bergen der Welt sind eine Seltenheit, aber mit einem Temperaturgradienten von 5 bis 6 Grad pro 1000 Höhenmeter sind auch Abschätzungen für höhere möglich:
LA PAZ, 3665 m | mittlere Temperaturen in °C und Niederschläge
| Monat | Jan | Feb | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug | Sept | Okt | Nov | Dez |
| max. | 13 | 13 | 13 | 12 | 12 | 12 | 11 | 11 | 12 | 13 | 14 | 13 |
| min. | 5 | 4 | 4 | 3 | 2 | 0 | -1 | 0 | 1 | 3 | 4 | 4 |
| mm | 48 | 115 | 88 | 83 | 23 | 3 | 9 | 6 | 6 | 7 | 6 | 12 |
SUCRE, 2790 m | mittlere Temperaturen in °C und Niederschläge
| Monat | Jan | Feb | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug | Sept | Okt | Nov | Dez |
| max. | 18 | 18 | 18 | 17 | 17 | 18 | 18 | 19 | 20 | 20 | 20 | 19 |
| min. | 10 | 10 | 9 | 8 | 6 | 4 | 4 | 5 | 7 | 9 | 9 | 10 |
| mm | 215 | 189 | 145 | 66 | 25 | 16 | 18 | 29 | 46 | 75 | 103 | 150 |
SALAR DE UYUNI, 3650 m | mittlere Temperaturen in °C und Niederschläge
| Monat | Jan | Feb | März | April | Mai | Jun | Jul | Aug | Sept | Okt | Nov | Dez |
| max. | 17 | 16 | 17 | 16 | 13 | 11 | 11 | 13 | 15 | 17 | 19 | 19 |
| min. | 5 | 5 | 4 | 1 | -3 | -3 | -4 | -3 | -2 | -2 | 2 | 5 |
| mm | 146 | 182 | 60 | 13 | 12 | 1 | 2 | 4 | 4 | 11 | 19 | 71 |
SAN PEDRO DE ATACAMA, 2450 m | mittlere Temperaturen in °C und Niederschläge
| Monat | Jan | Feb | März | April | Mai | Jun | Jul | Aug | Sept | Okt | Nov | Dez |
| max. | 25 | 24 |
24 |
23 | 20 | 18 | 18 | 20 | 24 | 26 | 26 | 19 |
| min. | 12 | 11 | 10 | 6 | 3 | 1 | 1 | 2 | 4 | 6 | 9 | 11 |
| mm | 23 | 29 | 14 | 3 | 3 | 2 | 2 | 2 | 1 | 0 | 0 | 4 |
SANTIAGO DE CHILE, 570 m | mittlere Temperaturen in °C und Niederschläge
| Monat | Jan | Feb | März | April | Mai | Jun | Jul | Aug | Sept | Okt | Nov | Dez |
| max. | 29 | 28 |
27 |
23 | 19 | 16 | 15 | 16 | 18 | 21 | 24 | 27 |
| min. | 17 | 17 | 15 | 12 | 7 | 4 | 4 | 5 | 7 | 9 | 12 | 15 |
| mm | 3 | 5 | 9 | 29 | 65 | 105 | 87 | 84 | 62 | 44 | 17 | 7 |
Tagsüber können Sie Temperaturen zwischen 5° bis 20°CTagsüber können Sie Temperaturen zwischen 5° bis 20°C erwarten, auf Gipfeltouren -10° bis -20°C. Über 4000 Meter kann das Thermometer in Boliviens Süden in der Nacht auch -20° bis -30°C anzeigen.
- Deutsch sprechende*r Bergwanderführer*in ab La Paz/bis San Pedro de Atacama
- Englisch sprechde*r Bergführer*in an den Bergtagen
- ab Hotel in La Paz/bis Hotel in Santiago de Chile
- Inlandsflüge mit Boliviana La Paz-Sucre und LATAM oder JetSMART Calama-Santiago de Chile (oder mit vergleichbaren Fluggesellschaften), Freigepäck 20 kg
- 4 x Hotel**** im DZ
- 6 x Hotel*** im DZ
- 1 x Hotel**(*) im DZ
- 4 x Hotel/Hostal** im DZ
2 x einfaches Hostal* im Doppel- oder Mehrbettzimmer - 17 x Frühstück, 14 x Mittagsverpflegung, 5 x Abendessen
- Sicherheitsausrüstung wie Höhenmedizinische Überdruckkammer
- Gepäcktransport zwischen den Unterkünften
- Bus-/Jeep-/Boots-/Seilbahnfahrten und Besichtigungen lt. Detailprogramm
Die Mittagsverpflegung kann auch in Form einer Lunchbox erfolgen.
Unterkunftsänderungen vorbehalten.
- Umfangreiches Versicherungspaket:
Reisekranken-Versicherung inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten, Assistance-Leistungen sowie Reisehaftpflicht-Versicherung
Trinkgelder US-Dollar 220,–; nicht inkludierte Verpflegung ca. US-Dollar 17,– pro Mahlzeit; Zusatzkosten können variieren und dienen lediglich der Orientierung.
Bitte beachten Sie
Technisch leichte, aber konditionell fordernde Tageswanderungen und Hochtouren, die Gesundheit, Kondition und Trittsicherheit für Gehzeiten (ohne Pausen) bis sieben Stunden erfordern. Für die Besteigung des Uturuncu sind keine Steigeisen erforderlich.
Sind Sie unsicher, ob Sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen?
Stufen Sie sich nicht zu hoch ein. Wer nicht am Limit läuft, kann die Schönheiten der Natur intensiver geniessen! Im nachfolgenden Download finden Sie ausführliche Informationen zur Schwierigkeitsbewertung. Sind Sie bezüglich der Kondition unsicher, vergleichen Sie die angegebenen reinen Gehzeiten und zu bewältigenden Höhenmeter mit Touren, welche Sie schon gemacht haben. Bitte beachten Sie, dass eine Tour mit der Angabe von z. B. 5 h Gehzeit mit den Pausen ca. 7-8 Stunden dauert.
Die Einreise nach Bolivien und Chile ist für deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz in Deutschland mit Reisepass möglich, der über die Reisedauer hinaus noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. Für einen touristischen Aufenthalt bis maximal 90 Tage pro Kalenderjahr ist kein Visum erforderlich. Verlangt wird außerdem der Nachweis eines Krankenversicherungsschutzes, den Sie von uns vor Reisebeginn erhalten. Andere Staatsangehörige oder Personen mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands erkundigen sich bitte bei den für sie zuständigen Stellen über die jeweils gültigen Bestimmungen.
Gesundheit und Höhe
Beginnen Sie rechtzeitig, am besten schon zwei bis drei Monate vor Reiseantritt, sich über Impfungen und Gesundheitsrisiken zu informieren. Bei einem Direktflug aus Deutschland sind keine Impfungen und für die von Ihnen beim DAV Summit Club gebuchte Reise auch keine Gelbfieter-Impfungbescheinigung vorgeschrieben, es sei denn Sie besuchen vorab ein bolivianisches Gelbfiebergebiet (Departments Beni und Pando, Teile der Departments Chuquisaca, La Paz, Cochabanbma, Tarija und Santa Cruz) oder haben bei der Anreise einen Zwischenaufenthalt in einem ausgewiesenen Gelbfieber-Endemiegebiet (siehe www.who.int). Allgemein gilt, dass die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes überprüft und vervollständigt werden. Zusätzlich wird eine Impfung gegen Hepatitis A und Gelbfieber (für Gebiete unter 2300 Meter) sowie gegebenenfalls gegen Hepatitis B, Chikungunya- und Denguefieber und Tollwut empfohlen. Informationen hierzu erhalten sie in ärztlichen Praxen und in Apotheken, aber auch auf den Internetseiten der Tropeninstitute oder unter den medizinischen Hinweisen des Auswärtigen Amts für Bolivien und für Chile.
Weiterführende Informationen zu Gesundheit und Akklimatisation
| DAV-Mitglieder-Bonus: |
30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
|
| Anreiseart |
Leistungsbeginn/-ende: ab Hotel in La Paz (Zielflughafen LPB) / bis Hotel in Santiago de Chile (SCL) |
| Zimmeraufpreis |
Einzelzimmer, nur in Hotels: € 695,– |
Doppelzimmer/Frühstück: € 66,–
Einzelzimmer/Frühstück: € 38,–
(Zimmerpreise)
Bitte beachten Sie, dass der Flughafentransfer nur am offiziellen Anreisetage lt. Gruppenreisetermin inklusive sind, sofern der Flug beim DAV Summit Club gebucht wurde. Taxikosten ca. € 20,-.
Doppelzimmer/Frühstück: € 98,–
Einzelzimmer/Frühstück: € 52,–
(Zimmerpreise)
Bitte beachten Sie, dass der Flughafentransfer nur am offiziellen Abreisetag lt. Gruppenreisetermin inklusive ist, sofern der Flug beim DAV Summit Club gebucht wurde. Taxikosten ca. € 27,-.
