Sondergruppe: Tibet - Kailash - Saga Dawa Festival
Große Kulturrundreise Tibet
- Lhasa mit dem Potala-Palast und berühmte Klöster
- der heilige Manasarovar-See
- Die Umrundung des Kailash auf dem Parikrama
- Teilnahme am Saga-Dawa-Fest
Wir stehen auf dem 5660 Meter hohen Pass Dölma La, Höhepunkt jeder Kailash-Umrundung, und genießen „das große Glück der Wunschlosigkeit“ (Herbert Tichy). Jeder Meter der Kora ist mit Legenden behaftet. Wallfahrer und Pilgerinnen, Chörten und Mani-Steine. Und ein Meer an Gebetsfahnen ... Unser Guide drängt zum Abstieg. Fast drei Wochen sind wir jetzt unterwegs. Wir konnten Tibets Hauptstadt Lhasa sehen und die Kunstschätze in den Klöstern von Sakya und Schigatse: Eindrücke, die man nie vergisst. Beim berühmten Saga- Dawa-Fest feiern tibetische Pilger*innen und Nomad*innen Buddhas Geburts- und Todestag sowie den Tag seiner Erleuchtung.
Flug mit Qatar Airline von München über Doha nach Kathmandu
Ankunft in Kathmandu und Transfer zum Hotel Malla.
Der ganze Tag ist der faszinierenden Hauptstadt Nepals und dem Kathmandutal gewidmet. Am Vormittag besichtigen wir das Hindu-Heiligtum Pashupatinath am Ufer des Bagmati, der durch Kathmandu fließt. Die Tempelanlage, in der Shiva als “Pashupathi” (“Herr der Tiere”) verehrt wird, gilt als eines der wichtigsten Heiligtümer im Hinduismus, das alljährlich Tausende von Pilgern anzieht. Während das Tempelinnere nur von Hindus betreten werden darf, können Sie den gesamten Tempelbezirk besichtigen und wenigstens einen Blick ins Innere werfen. Danach nähern Sie sich der tibetisch-buddhistischen Kultur bei der Besichtigung der Stupa in Bodnath. Das religiöse Zentrum der in Nepal lebenden Tibeter beherbergt die größte Stupa-Anlage des Landes. Der gesamte Bereich um den 40 Meter hohen Stupa mit vielen Buddhastatuen hat eine starke Aura. Zahlreichen Pilger umrunden das Heiligtum im Uhrzeigersinn, gleich wie – nur in wesentlich größerer Dimension – am heiligen Berg Kailash. Am Nachmittag können Sie auf eigene Faust das auf dem Hügel im Westen von Kathmandu gelegene Swayambunath besuchen, das neben Borobodur auf Java als eine der ältesten buddhistischen Tempelanlagen gilt. Auch hier fällt wieder weithin sichtbar der gewaltige Stupa, flankiert von zwei hinduistischen Türmen, auf.
Nach Absprache ist auch ein anderes Besichtigungs-Programm möglich.
Freier Tag
Flug von Kathmandu in den Südwesten Nepals nach Nepalgunj in den Terai. Hier, an der Grenze zu Indien im Tiefland Nepals, dem Hauptanbaugebiet für Reis, herrscht im Sommer feucht-heißes Klima.
Der Straßenbau schreitet hier, wie vielerorts in Nepal, zügig voran und deshalb wird vor Ort entschieden, welche Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrzeug zurückgelegt werden.
Von Nepalgunj sind nur Sichtflüge ins Bergland nach Simikot möglich, sodass es wetterbedingt zu Verzögerungen kommen kann. Nach der Ankunft beziehen wir unsere Unterkunft und starten zu einer ersten kleinen Wanderung.
Freier Tag in Simikot oder Wanderung in der Umgebung
Wir haben drei Tage/Nächte zur Akklimatisierung mit Tageswanderungen. Das Programm wird situativ vor Ort festgelegt. Fahrstrecke Simikot – Hilsa ca. 100 km (Fahrzeit 7-8 Stunden)
Nach dem Frühstück überschreiten wir die Grenze nach Tibet auf einer Hängebrücke über den Humla Karnali und steigen zum Grenzkontrollpunkt nach Zher/Sera (3.860 m) auf, wo unser Bus bzw. die Fahrzeuge warten. Unterwegs machen wir einen Stopp beim 1000 Jahre alten Kloster Khoja (Khojarnath). Nach 25 Kilometern erreichen wir Purang, einen Verwaltungsort auf der tibetischen Hochfläche.
Fahrstrecke ca. 30 km, Fahrzeit 1 Stunde,
Durch die unendliche Weite des tibetischen Hochplateaus Weiterfahrt nach Norden zum Pass Gurla La (4.675 m), mit Blick auf den heiligen Berg Kailash (6. 714 m) und die gewaltige Gurla Mandata (7.728 m). Bald darauf gelangen wir zu den Seen Langa Tso (Tso = See) oder Rakshas Tal und den Manasarovar-See, wo wir in Ufernähe in einem Guesthouse nächtigen. Für Hindus wie Buddhisten gehört die 103 Kilometer lange Umrundung des Manasarovar-Sees obligatorisch zur Kailash-Pilgerreise. Die Namensbedeutung „unübertroffen“ bezieht sich auf die acht hier erfüllten Eigenschaften perfekten Wassers. Der Manasarovar ist einer der höchstgelegenen Süßwasserseen der Welt. Eingebettet zwischen Himalaya und Transhimalaya gilt das Gebiet als eine der schönsten Landschaften Tibets. Jeder Mensch, der im See badet, geht in Brahmas Paradies ein. Wer sein Wasser trinkt, dem werden die Vergehen von 100 Leben vergeben. Einst waren rund um den See gemäß den acht Speichen des Lebensrades acht buddhistischen Klöster gelegen, heute sind sechs der Klöster wieder aufgebaut. Je nach Ankunftszeit wollen wir noch ein oder zwei der Klöster (Chiu und Gössul Gompa) besichtigen. Um den See zu pilgern, wie die Tibeter es tun, ist Touristen nicht erlaubt, wie auch das früher mögliche Zelten am See. Es gibt evtl. aber die Möglichkeit mit einem Eco-Shuttlebus um den See zu fahren (ca. 100 km),
Besuch der Klöster Chiu und Gössul Gompa und evtl. Fahrt um den See (falls nicht schon am Vortag erfolgt) und kleine Wanderungen zur Akklimatisation.
Entlang des Sutlej-Canons und durch das Garuda-Tal fahren wir in den Ort Zanda (3.800 m) im ehemaligen Königreich Guge. Bei guter Sicht reicht der Blick über den atemberaubenden Canyon bis zur Nanda Devi (7.816 m) im indischen Garhwal-Himalaya. Fahrstrecke ca. 290 km insgesamt, Fahrzeit ca. 7 Stunden
Heute besichtigen wir das Kloster Tholing und die beeindruckenden Ruinen der Festungsanlage der ehemaligen Hauptstadt Guges - Tsaparang. Hier finden sich Reste beeindruckender Wandmalerei, die zu den schönsten noch erhaltenen Kunstwerken ladakhischer Künstler (11.-17. Jahrhundert) in Tibet zählen. Der Komplex des Höhlenkloster Dongkar ist mit über 200 Höhlen der größte Tibets.
Fahrstrecke ca. 150 km, Fahrzeit ca. 4 h, Gehzeit ca. 3 Stunden, Aufstieg/Abstieg ca. 300 m
Von Zanda fahren wir durch den Sutley-Canon nach Thirtapuri (4.400 m), einem wichtigen Pilgerort, an dem sich die Pilger nach der Kailash-Umrundung an heißen Quellen waschen. Hier soll der große tantrische Mystiker Guru Rimpoche (auch Padmasambava) bereits meditiert haben. Ein kleiner einstündiger Pilgerpfad führt um die heilige Stätte. Wir fahren weiter ins Kyunglung/Garuda-Tal, wo wir das alte Bön-Kloster Gurugyam besuchen und weiter talaufwärts Überreste alter Höhlensiedlungen des vorbuddhistischen Königreiches Shangshung erblicken. In der Ortschaft Darchen (4.520 m), am Fuß des Kailash, übernachten wir im Hotel und bereiten uns auf die Kailash-Umrundung vor. Fahrstrecke ca. 330 km, Fahrzeit ca. 7 Stunden;
Sie nehmen nur das Nötigste wie Schlafsack und Toilettenartikel mit auf das Trekking. Es wird von Träger*innen transportiert. Jetzt beschreiten wir den 53 Kilometer langen Parikrama, der uns in drei Tagen um den Kailash führt. Heute betreten wir das Tal des Buddha Amithaba. Jetzt macht sich die Akklimatisation der Vortage positiv bemerkbar. Langsames und stetiges Gehen und ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind wichtige Voraussetzungen zum Gelingen der Unternehmung – unser Guide wird Sie auch dahingehend beraten. Die makellose Pyramide des Kailash, 6714 m, erglüht im frühen Licht. Lange Manimauern säumen die Route und Gebetsfahnen flattern im Wind. Pilger und Pilgerinnen messen den Weg mit Körperlängen ab – eine unendliche Zahl von Niederwerfungen. Nahe dem Kloster Dirapuk, 5050 m, bietet ein Guesthouse einfache Unterkunft. Bei den Terminen im Mai/Juni, wenn am Kailash das Saga-Dawa-Fest stattfindet, sind besonders viele Gläubige auf dem Parikrama unterwegs. Dann kann es vorkommen, dass in den Gästehäusern entlang der Kora statt in Doppelzimmern in Mehrbettzimmern übernachtet wird.
Die Königsetappe zum Dölma La, 5660 m, ist der Höhepunkt der Äußeren Kora. Jeder Meter ist mit Legenden behaftet. Chörten und ein Meer aus Gebetsfahnen begrüßen Sie am Pass, dessen Erreichen für Buddhisten und Buddhistinnen einen Moment vollkommenen Glücks darstellt. Im Umkreis des „Weltenberges“ Kailash entspringen die vier großen asiatischen Flüsse Sutlej, Tsangpo (Brahmaputra), Indus und Karnali, der später in die heilige Ganga mündet. Gemächlicher Abstieg ins Lhamchu-Tal, wo nahe dem Kloster Zutrulpuk, 4835 m, ein Gästehaus auf die Gruppe wartet.
Auf der dritten und letzten Etappe der Kailash-Umrundung nehmen wir nochmals die herrlichen Landschaftseindrücke und besonderen Stimmungen um den Kailash mit. Der Weiterweg auf der Parikrama, dem äußeren Pilgerweg um den Kailash, endet bei Darchen. Wir haben eine rituelle Umrundung des Kailash durchgeführt und somit eine höhere spirituelle Stufe erreicht. Im Jahr des Pferdes gilt eine Umrundung so viel wie 12 Umrundungen in anderen Jahren, ein Grund warum die Umrundung in diesem Jahr bei Pilgern besonders beliebt ist. Nun heißt es Abschied nehmen von den Yaktreibern/Begleitern. Danach Fahrt ins Hotel nach Darchen.
Nachmittags ausspannen, evtl. erneuter Besuch des Manasarovar-Sees mit Klosterbesichtigung oder Wanderung von Darchen Richtung Serlung oder Gyandrang Gompa (sofern erlaubt).
Am frühen Morgen besuchen wir das Saga Dawa Fest, das zu den bedeutendsten Tibets zählt. Der Saga Dawa Tag ist der heiligste Tag im ganzen Land (Vollmond im Mai). Es wird die Geburt des historischen Buddha (Siddharta Gautama), sein Tod, seine Erleuchtung und der Eintritt ins Nirwana gefeiert. An diesem Tag wird der Tarboche, der Fahnenmast vor dem Kailash, erneut errichtet und mit neuen Gebetsfahnen geschmückt. Viele Tibeter aus allen Teilen des Landes kommen, um der Aufrichtung des Fahnenmastes beizuwohnen. Nur wenn er senkrecht steht, wird es ein gutes Jahr für Tibet. Der ganze Tage steht uns zur Verfügung um am Saga Dawa Fest teilzunehmen und die Eindrücke in Ruhe zu verarbeiten, Fahrstrecke ca. 20 km
Nun heißt es Abschied nehmen vom Kailash, dem Manasarovar See, den vielen Pilgern und den unvergesslichen Eindrücken des gestrigen Festes. Die lange, eindrucksvolle Fahrt, immer wieder unterbrochen von Fotostopps, gibt uns Zeit das Erlebte Revue passieren zu lassen. Die “Südroute” führt von der Kailash-Region durch die weite tibetische Hochfläche in Richtung Mayum La (5.280 m). Etwas südlich der Passhöhe entspringt der Brahmaputra (tibetischer Name Tsangpo), der in den Golf von Bengalen mündet und dessen Oberlauf wir nach Osten folgen. Wir überqueren mehrere Fünftausenderpässe, begegnen Nomaden mit ihren Zelten und Yakherden. Darüber ragt im Süden der Himalaya-Hauptkamm mit den weitgehend unbekannten Bergketten des Kanti- und Mustang Himal empor, bekannt dagegen ist der Achttausender Manaslu (8.163 m). Unterwegs bietet sich ein Halt in Zongba an, das ein schönes Sakyapa-Kloster besitzt und kurz vor Sakya ein Abstecher zu den Tagejia Geysiren. Nach langer Fahrt erreichen wir den Ort Saga (4.640 m).
Fahrstrecke ca. 500 km, Fahrzeit 7-8 Stunden
Unsere Weiterfahrt führt vorbei am malerisch gelegenen See Pelhku Tso, (4.330 m). Im Süden ragt die wuchtige Shisha Pangma (übersetzt: “Grat über den Weiden”) mit 8.013 Metern in den Himmel. Nomadenzelte und Yakherden säumen die Straße. Nördlich des Lhalung La (5.030 m) stoßen wir auf den “Friendship Highway”, die legendäre Straßenverbindung von Kathmandu nach Lhasa. Bald darauf ist Tingri (Old Tingri) und das Tagesziel Tingri/Xegar (oder New Tingri, 4.300 m) erreicht. Der alte, noch weitgehend erhaltene Teil der Stadt vermittelt einen Eindruck wie tibetische Siedlungen früher aussahen und bildet einen krassen Kontrast zu den chinesischen Neubauten. Weit oberhalb des Klosters schlängelt sich die immer noch sehr eindrucksvolle Festungsruine den steilen Berg hinauf. Fahrstrecke ca. 350 km, Fahrzeit 6 - 7 Stunden
Am frühen Morgen besuchen wir das Kloster am Fuß der Festung und steigen evtl. ein Stück den Festungsberg hinauf, von dessen Spitze man den Mt. Everest sehen kann. Unser Ziel heute ist das Kloster Rongbuk auf 5.000 m Höhe, das wir nach der Fahrt über den Pang La (5.150 m), erreichen. Von dem bekannten Kloster der Nyingmapa (Rotmützen) bietet sich bei schönem Wetter ein fantastischer Blick auf die gewaltige Nordseite des Mount Everest, 8.848 m. Die klassische Aufstiegsroute vom Nordsattel bis zum Gipfel ist gut zu verfolgen. Am Nordostgrat zeichnen sich die beiden Hürden “First Step” und “Second Step” deutlich ab. Evtl. ist der Besuch des Fahrer -oder Basislagers (mit Eco-Shuttle Bus) möglich. Fahrstrecke ca. 150 km, Fahrzeit 3 - 4 Stunden
Nächste Station ist Schigatse, 3900 m (400 km/7 h). Bei Lhatse treffen wir wieder auf den „Friendship Highway”, der Tibet mit Nepal verbindet. Der Tsangpo (Brahmaputra) bleibt Wegweiser, auch wenn er jetzt etwas weiter nördlich fliesst. Gegen Abend treffen wir in Schigatse ein. Bezug der Zimmer im Hotel für eine Nacht.
Die Fahrt zurück nach Tingri /Xegar über das tibetische Hochland und den Lhakpa La (5.267 m) bietet noch einen letzten Blick auf den Mt. Everest und bringt uns nach Lhatse. Ein Abstecher von der Hauptroute (21 km) führt uns zum Kloster Sakya (4.100 m), dem Stammsitz des Sakyapa-Ordens, eine einzigartige Klosteranlage mit eindrucksvoller Bibliothek erwartet uns. Über den Yulung La (4.529 m) kommen wir nach Shigatse (3.860 m) zur zweitwichtigsten Stadt Tibets. In Shigatse (je nach Ankunft, auch morgen) besichtigen wir die beeindruckende Klosteranlage Tashilunpo (“Segensberg”). Rot ist die vorherrschende Farbe der aus zahlreichen Gebäuden bestehenden Klosterstadt. Vor den höheren Bauten mit goldglänzenden Dächern liegen die niedrigeren, weißen Wohnhäuser der etwa 620 Mönche, die heute im Kloster leben. Ein Rundweg, an dem Gebetsmühlen, Reliefinschriften und kleine Schreine zu finden sind, führt um das Kloster, das von Pilgern im Uhrzeigersinn umrundet wird. 1447 gegründet, ist es der Sitz des Gelugpa-Ordens (“Gelbmützen”) und der historische Sitz der Panchen Lamas. Früher lebten hier bis zu 4000 Mönche (Sven Hedin zählte hier 1907 3700 Mönche), Fahrstrecke ca. 300 km, Fahrzeit 6 - 7 Stunden,
Auf der Fahrt nach Lhasa passieren wir den wunderschön gelegenen Yamdrok Tso (4.490 m), mit Blick auf zahlreiche Sechs- und Siebentausender an der Grenze zum Königreich Bhutan. Über den letzten Pass Kampa La (4.794 m) gelangen wir in das fruchtbare Tal des Tsangpo und entlang dem Kyi Chu (Lhasa River) in die Hauptstadt Tibets, wo wir für vier Nächte bleiben. Von unserem zentral gelegenen Hotel machen wir einen ersten Stadtrundgang. Fahrstrecke ca. 260 km, Fahrzeit 7-8 Stunden
Von Lhasa aus unternehmen wir einen Tagesausflug nach Ganden, das dritte große Gelugpa-Kloster, das während der Kulturrevolution fast vollständig zerstört wurde, aber in weiten Teilen wieder aufgebaut wurde. Heute leben im Kloster wieder 200 Mönche. Wir genießen die Ausblicke bei der Parikarma ums Kloster. Bevor es zurück nach Lhasa geht, können wir den am Weg liegenden Höhlen von Drak Yerpa und dem Höhlenkloster einen Besuch abstatten.
Fahrstrecke 100 km, Gehzeit Parikarma 1 Stunde, Drak Yerpa Gehzeit 2-3 Stunden
Zwei Tage stehen uns für Besichtigungen in der Hauptstadt Tibets zu Verfügung. Alle Straßen der Altstadt gruppieren sich um den Jokhang, Tibets heiligsten Tempel. Die Anlage aus dem 7. Jahrhundert beherbergt den Jowo Sakyamuni, die am meisten verehrte Buddha-Statue Tibets, zu der Gläubige aus allen Teilen des Landes strömen. Pilger werfen sich in Richtung des Jowo zu Boden (Jowo bedeutet “der Herr”) und verharren in Andacht; Mönche murmeln heilige Silben, die Gebetsschnur mit den 108 Perlen in Händen. Alte und junge Pilger - viele Mädchen haben ihr Haar zu 108 Zöpfen geflochten – Tibeterinnen mit schönem Türkis- und Korallenschmuck, Nomaden und hochgewachsene Khampa folgen dem Parkhor, dem “Mittleren Rundgang”, im Uhrzeigersinn. In den Läden am Rande der Straße bieten Händler ihre Waren an, und es wird kräftig gefeilscht. Ein weiterer Höhepunkt ist der Besuch des Potala-Palasts, einst Sitz des Dalai Lama, heute vielbesuchtes Museum. Das mächtige Gebäude nimmt die gesamte Gipfelkuppe eines 130 Meter hohen Felssockels ein. Mitte des 17. Jahrhunderts vom 5. Dalai Lama Lobsang Gyatso erbaut (Baubeginn 1644, Vollendung zwölf Jahre nach seinem Tod), wurde der Potala von dessen Nachfolgern erweitert und besitzt etwa tausend Räume, darunter eine Vielzahl prunkvoll ausgestatteter Kapellen. Vom gegenüber liegenden Kloster am Eisenberg haben wir einen besonders schönen Blick auf den Potala.
Wir besuchen den einstigen Sommerpalast des Dalai Lama, den Norbulingka und außerhalb der Stadt die Klöster Drepung und Sera, die zu den großen Gelugpa-Klöstern zählen und zum Studium der buddhistischen Lehre von Schülern des Gelugpa-Ordens (“geluk” bedeutet tugendreich) gegründet wurden. Den Ramoche Tempel, der früher den Jowo beherbergte und das einzige Nonnenkloster der Stadt, Ani Sangkhung können wir auch in Eigenregie besuchen.
Fahrt von Lhasa über den Lhachen La (5.190 m) zum Nam Tso (4.718 m), dem dritten Heiligen See Tibets im Norden von Lhasa. Er ist der größte Salzsee Tibets, der zweitgrößte See Chinas und gilt als höchstgelegener, großer Salzwassersee der Welt (4.718 m). Sein Name bedeutet auf Tibetisch „Himmlischer See“.
Eine kleine Wanderung am See bietet herrliche Ausblicken und unvergessliche Stimmungen. Wir genießen die Ruhe am späten Nachmittag, wenn die Tagesbesucher wieder abgefahren sind. Fahrstrecke ca. 230 km, Fahrzeit 3-4 Stunden
Wir genießen die Morgenstimmung am See und fahren dann über Lhasa zum Kloster Samye dem ältesten Kloster Tibets. In einem grünen Tal gelegen, umgeben von Bergketten und Dünen. Falls wir noch Lust auf eine kleine Wanderung haben, steigen wir in 1 Stunde auf zu den Chimpu Höhlen und dem Tempel Drakser Ketsang (ca. 320 m Aufstieg). Dann fahren wir weiter nach Tsethang, wo der älteste Dzong Tibets, der Jumbolakhang steht. Besuch der Klöster Tandruk (wertvolle Wandmalereien) und der Yumbhu Festung. Fahrstrecke ca. 400 km, Fahrzeit ca. 6-7 Stunden
Transfer nach Gongar, dem Flughafen der tibetischen Hauptstadt und Startplatz zu einem spektakulären Flug. Wir werfen einen letzten Blick auf die unendlichen Weiten der tibetischen Hochfläche, dann rückt der mächtige Himalaya-Hauptkamm mit den gewaltigen Gletscherriesen ins Bild. Nach gut einer Stunde Flugzeit landen wir im subtropisch grünen Tal von Kathmandu und müssen uns erst wieder an die „dicke“ Luft“ gewöhnen. Fahrt zum Hotel
Fahrstrecke 100 km, Fahrzeit 1,5 Stunden
Wichtige Hinweise:
Änderungen oder Abweichungen vom ausgeschriebenen Programmablauf während der Reise sind aufgrund des Charakters unserer Reisen jederzeit möglich. Straßenverhältnisse, Wettereinbrüche, behördliche Willkür, Schwierigkeiten mit örtlichen Transportmitteln und viele andere Einflussfaktoren führen dazu, dass der angegebene Reiseverlauf nicht garantiert werden kann. Die obige Ausschreibung stellt insofern auch nur den geplanten Reiseverlauf dar, ohne den genauen Ablauf im Detail zu garantieren.
Temperaturen in China und Tibet:
Im chinesischen Kernland erwarten Sie angenehm warme Temperaturen. Tibet wird von den sibirischen Antizyklonen beeinflusst, die im Winter trocken-kalte und im Sommer trocken-warme Luft bringen. Tagsüber sind angenehme Temperaturen zu erwarten, sofern die Sonne scheint. Die Nächte sind kalt. Über viertausend Meter kann das Thermometer nachts auf -15°C sinken. Besonders auf Pässen oder beim Abstecher in Richtung Everest Basecamp und der Kailash-Umrundung weht oft ein eisiger Wind und Schneefälle sind nicht ausgeschlossen. Messstationen in den Bergen der Welt sind eine Seltenheit, aber mit einem Temperaturgradienten von ca. 5 bis 6 Grad pro 1000 Höhenmeter sind auch Abschätzungen für höhere Regionen möglich:
| Jan | Feb | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug | Sept | Okt | Nov | Dez | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| max. | 8 | 11 | 15 | 21 | 26 | 28 | 29 | 29 | 24 | 20 | 11 | 11 |
| min. | 3 | 6 | 8 | 13 | 18 | 21 | 23 | 23 | 19 | 15 | 10 | 5 |
| Jan | Feb | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug | Sept | Okt | Nov | Dez | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| mm | 7 | 15 | 25 | 56 | 96 | 122 | 304 | 303 | 139 | 53 | 18 | 38 |
| Jan | Feb | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug | Sept | Okt | Nov | Dez | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| max. | 7 | 8 | 12 | 16 | 19 | 24 | 23 | 22 | 21 | 17 | 13 | 9 |
| min. | -10 | -7 | -2 | 1 | 5 | 9 | 9 | 9 | 7 | 1 | -5 | -9 |
| Jan | Feb | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug | Sept | Okt | Nov | Dez | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| mm | 2 | 13 | 8 | 5 | 25 | 64 | 122 | 89 | 66 | 13 | 3 | 0 |
- Deutsch oder Englisch sprechende*r Bergwanderführer*in/Helfer/Guide in Nepal
- Englisch sprechender Guide in Tibet
- Reiseleitung während der komplettem Reise durch Frieder Schäble
- Flughafen Transfers
- Sightseeing in Kathmandu
- Flüge von Nepal - Tibet - Nepal
- Unterkünfte und Verpflegung lt. Programm
- Farewell Dinner Kathmandu
- Tibet Permit
- Gepäcktransport zwischen den Unterkünften
- Gepäcktransport auf der Kailash-Umrundung durch Träger*innen oder Yaks (reduziertes Gepäck 10 kg pro Person)
- Busfahrten und Besichtigungen lt. Detailprogramm
Die Mittagsverpflegung kann auch in Form einer Lunchbox erfolgen.
Unterkunftsänderungen vorbehalten.
- Sicherheitsausrüstung wie Satellitentelefon
- Medizinischer Sauerstoff
- Umfangreiches Versicherungspaket:
Reisekranken-Versicherung inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten, Assistance-Leistungen sowie Reisehaftpflicht-Versicherung
Trinkgelder; fehlende Mahlzeiten und Getränke ca. € 300,–; Zusatzkosten können variieren und dienen lediglich der Orientierung.
Bitte beachten Sie
Sie wohnen in Hotels und Gästehäusern unterschiedlicher Qualität.
Technisch leichte aber fordernde Bergwanderungen, für die Sie Gesundheit, Trittsicherheit und Kondition für Gehzeiten bis acht Stunden mitbringen. Dabei halten Sie sich über längere Zeit in Höhenlagen über viertausend Meter auf. Lange Fahrten auf teilweise ruppiger Piste machen Ihnen nicht viel aus.
Sind Sie unsicher, ob Sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen?
Stufen Sie sich nicht zu hoch ein. Wer nicht am Limit läuft, kann die Schönheiten der Natur intensiver geniessen! Im nachfolgenden Download finden Sie ausführliche Informationen zur Schwierigkeitsbewertung. Sind Sie bezüglich der Kondition unsicher, vergleichen Sie die angegebenen reinen Gehzeiten und zu bewältigenden Höhenmeter mit Touren, welche Sie schon gemacht haben. Bitte beachten Sie, dass eine Tour mit der Angabe von z.B. 5 h Gehzeit mit den Pausen ca. 7-8 Stunden dauert.
Medizinische Empfehlungen zum Aufenthalt in der Höhe:
Verantwortlich für das Auftreten akut lebensbedrohlicher, höhenbedingter Erkrankungen sind vor allem die Unkenntnis der wichtigsten Grundlagen über Höhenanpassung und Leistungsverhalten am Berg, die Selbstüberschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit sowie eine aus Abenteuerlust geborene erhöhte Risikobereitschaft. Dabei spielen bestehende gesundheitliche Schäden und fortgeschrittenes Alter bei oft mangelnder Trainingsvorbereitung eine wichtige Rolle. Der DAV Summit Club ist bei der Auswahl und der zeitlichen Planung seiner Touren bemüht, den neuesten sportmedizinischen Grundlagen entgegenzukommen und will mit den folgenden Tipps sicherstellen, dass auch durch Ihr Verhalten die Tour zu einem bleibenden positiven Erlebnis wird:
Aufenthalt in der Höhe heißt lang andauernde, maximale Ausdauerbelastung unter chronischen Sauerstoffmangelbedingungen. Dabei nimmt die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit alle 1500 Höhenmeter um 10% ab. Erste Voraussetzung ist daher eine möglichst hohe Ausdauerleistungsfähigkeit. Grunderkrankungen der Lunge, des Herzens, des Kreislaufs und des Stoffwechsels können früh leistungsbegrenzend sein. Auch Erkrankungen der Sehnen, Bänder und Gelenke sowie des Haltungs- und Bewegungsapparates können in den Vordergrund treten. Lassen Sie sich daher zuerst auf bestehende Vorerkrankungen untersuchen. Auch der Zahncheck gehört dazu.
Zum Leistungsverhalten vor Ort sollten Sie beachten: Oberhalb einer Reizhöhe von 3500 Metern beginnen spürbar die Auswirkungen des Sauerstoffmangels. Der Körper befindet sich im Stresszustand. Geben Sie ihm daher in den ersten 48 bis 72 Stunden die Möglichkeit zur problemlosen Höhenanpassung, indem Sie sich keinesfalls körperlich überlasten, nicht auf Dauer Höhenunterschiede von mehr als 500 Metern überwinden und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. In diesem Zeitraum liegt auch der Häufigkeitsgipfel von Höhenkrankheiten wie Lungen- und Hirnödem.
Bei 2500 überprüften Expeditionsteilnehmer*innen wurden nur 1% ernstzunehmende Höhenkrankheiten festgestellt. Wenn die Grundregeln berücksichtigt werden, bestehen keine unlösbaren Probleme. Die ersten zwei Stunden pro Tag sollten immer gemächlich angegangen werden. Vermeiden Sie Erschöpfungszustände. Benützen Sie wenn möglich Stöcke zum Steigen. Kontrollieren Sie Ihre Urinausscheidung. Täglich! 1 Liter sollte unbedingt ausgeschieden werden. Dies wäre eine gute Kontrolle der Höhenverträglichkeit.
Reisedokumente
Reisepass (muss über die Reisedauer hinaus noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Ein Visum für Nepal kann bei Einreise in Nepal beantragt werden oder frühestens 2 Wochen vor Abreise online. Nähere Informationen erhalten Sie mit den Reiseunterlagen.
Für die Einreise von Nepal nach Tibet ist weiterhin ein Visum nötig.
Für die Beantragung eines Tibet Travel Permits wird weiterhin vorab ein Visum für China benötigt.
Bitte beantragen Sie dies umgehend. Mit der neuen Regelung müssen bis Ende 2026 keine Fingerabdrücke abgegeben werden. Auch können die Unterlagen in München per Post eingereicht werden.
Hier ist eine Info über den Ablauf:
Tibet Travel Permit
Einholung erfolgt durch unsere Agentur vor Ort
Bitte übersenden Sie uns hierzu möglichst umgehend, gerne per Email an stratz@dav-summit-club.de
unter Angabe des Buchungscodes und des Reisedatums:
1. gut lesbare Scan-Kopie des Reisepasses (Doppelseite mit Bild)
2. Berufsbezeichung oder Bezeichnung des früher ausgeübten Berufes
3. Kopie China Visum
Die Einreisebestimmungen gelten für deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz in Deutschland. Andere Staatsangehörige oder Personen mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands erkundigen sich bitte bei den für sie zuständigen Stellen über die jeweils gültigen Bestimmungen.
Gesundheit und Höhe
Beginnen Sie rechtzeitig, am besten schon zwei bis drei Monate vor Reiseantritt, sich über Impfungen und Gesundheitsrisiken zu informieren. Für China bestehen keine besonderen Vorschriften. Eine Gelbfieber-Impfbescheinigung wird nur dann verlangt, wenn Sie aus einem Infektionsgebiet anreisen. Allgemein gilt, dass die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes überprüft und vervollständigt werden. Zusätzlich wird eine Impfung gegen Hepatitis A, Poliomyelitis (Kinderlähmung) sowie gegebenenfalls gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis empfohlen. Vermeiden Sie wegen der Vogelgrippe den Besuch von Geflügelmärkten und den Kontakt zu lebendem Geflügel und dessen Ausscheidungen. Entsprechende Produkte sollten nur gut durchgegart verzehrt werden. Weitere Informationen erhalten Sie in ärztlichen Praxen und in Ihrer Apotheke, aber auch auf den Internetseiten der Tropeninstitute oder unter den medizinischen Hinweisen des Auswärtigen Amts.
Weiterführende Informationen zu Gesundheit und Akklimatisation
| DAV-Mitglieder-Bonus: |
30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
|
| Anreiseart |
|
| Zimmeraufpreis |
Einzelzimmer/Einzelzelt, nicht in Rongbuk und in Gästehäusern: |
