Tuschetien und Chewsuretien – Bergdörfer und Trutzburgen im Kaukasus

Beschreibung

  • Anspruchsvolles und forderndes Zelt-Trekking, 15 Tage
  • Kreuzkuppelkirchen, Kathedralen und archaische Heiligtümer
  • Wanderung zu Füßen des Fünftausenders Kasbek
  • Chewsuretien – Land der Bauern und der Schafhirten
  • Trekking mit Packpferden über den Kaukasus-Hauptkamm
  • Tuschetien: wo Wehr- und Wohntürme in den Himmel wachsen
  • Hohe Pässe, tiefe Täler und eindrucksvolle Schluchten
  • Festungsdörfer und Wohnburgen wie aus dem Mittelalter
  • Bergblumenwiesen und das Weinland Kachetien
ab € 2.495,- pro Person

Programm

Seltsame Schreine aus Stein, darauf Hörner von Ziegen und Schafen: Reste archaischer Opfergaben. In den schwer zugänglichen Gebirgstälern mischen sich Traditionen aus christlicher und heidnischer Zeit. Unser anspruchsvolles Zelttrekking führt durch das Land der Tuschen und Chewsuren in die Weinregion Kachetien. Dabei überschreiten wir den 3525 Meter hohen Atsunta-Pass. Neben dem Fünftausender Kasbek und anderen Kaukasus-Größen liefern die Abudelauri-Seen die besten Ansichten. Kiefernwälder und Birkenhaine wechseln mit Blumenwiesen und der baumlosen Bergsteppe. Das Festungsdorf Schatili scheint aus dem Fels zu wachsen. Samtgrüne Hügel, tiefe Täler und veilchenblauer Himmel: ein Stück Erde, geheimnisvoll und voller Mythen. Ein Land der Bauern und Hirten, die einem auch zu Pferd begegnen. Dazwischen Bergdörfer wie wehrhafte Burgen mit Wänden und Decken aus Stein. Wir kosten georgische Spezialitäten wie Khinkali, Teigflicken mit Kräutern und Hammelfleisch. Dazu vielleicht ein roter Saperavi aus den Weingärten im Tal? Schmale Türme leuchten auf Bergkuppen in der Abendsonne. Unvergleichlich schön ist diese Welt, voller Poesie und Farben.

Erläuterungen:  Gz 5 h Die Gehzeit ohne Pausen beträgt fünf Stunden.
Hm ↑100 ↓200 Höhenmeter im Aufstieg bzw. im Abstieg.
[F/M/–] [F/–/A] [–/–/A]  Enthaltene Mahlzeiten:  F = Frühstück;  M = Mittagessen;  A = Abendessen.

1. Tag: Flug München – Tbilissi
Abflug mit Lufthansa am Abend von München nonstop nach Georgien. In den frühen Morgenstunden landen Sie auf dem Flughafen von Tbilissi (Tiflis), 490 m. Ihr Deutsch sprechender Kultur- und Bergwanderführer erwartet Sie bereits. Fahrt zum Hotel und Check-in. Dann begeben Sie sich erstmal zur Ruhe ...

2. Tag, Tbilissi – Stepantsminda
Nach einem späten Frühstück unternehmen Sie einen Stadtrundgang durch Tbilissi. Viele der interessanten Baudenkmäler liegen nahe zusammen und können leicht durch einen kurzen Spaziergang verbunden werden. Den Auftakt macht die Besichtigung der Altstadt mit der Metechi-Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Interessant ist auch das Reiterstandbild des Stadtgründers Wachtang Gorgassali. Von diesem Ort genießt man einen besonders schönen Blick auf die Altstadt und den Fluss Mktwari. Durch das orientalische Bäderviertel mit seinen heißen Schwefelquellen zur Nariqala-Festung aus dem vierten Jahrhundert. Weiter zur alten Synagoge und zur Sioni-Kathedrale. Hier wird das Weinrebenkreuz der heiligen Nino aufbewahrt, die Georgien einst christianisierte. Schließlich stellt die Antschiskhati-Kirche aus dem sechsten Jahrhundert das älteste sakrale Bauwerk der Stadt dar. Am Nachmittag bringt Sie der Bus auf der Georgischen Heerstraße in die höheren Lagen des Großen Kaukasus. Unterwegs besuchen Sie die Wehrkirche Ananuri aus dem Spätmittelalter. Schließlich erreichen sie über den 2395 Meter hohen Kreuzpass die Sommerfrische von Stepantsminda (Kasbegi), 1750 m (155 km/3 h). Beim Abendessen im Hotel informiert Sie der Kultur- und Bergwanderführer über das bevorstehende Kaukasus-Trekking.
[F/–/A] 

3. Tag: Trekking im Kaukasus
Erste Etappe: Dschuta – Tschauchebi

Nach dem Frühstück unternehmen Sie eine Eingehtour zur 2170 Meter hoch gelegenen Dreifaltigkeitskirche Gergeti. Wenn das Wetter mitspielt, hat man von hier den vielleicht schönsten Blick auf den vergletscherten „Prometheusberg“ Kasbek, 5047 m. Er wurde 1868 von Freshfield, Moore und Tucker sowie einem schweizer Bergführer erstbestiegen. Der dritthöchste Gipfel Georgiens soll der griechischen Mythologie nach jener Berg sein, an den der Titan Prometheus gekettet war, weil er den Göttern das Licht stahl. Dann erfolgt die Fahrt (35 km/75 min.) zum entlegenen Dorf Dschuta im Tal des Sno-Flusses, 2190 m. Es ist nur in den Sommermonaten erreichbar und wird vom Stamm der Chewsuren bewohnt. Sie sind berühmt für ihre Naturliebe und Tapferkeit. Oberhalb haust keine Menschenseele mehr. Kleine Heiligtümer aus getrocknetem Stein, halb christlich und halb heidnisch, bilden die letzten Spuren der Zivilisation. Hier, zu Füßen des Berges Tschauchebi, startet das Kaukasus-Trekking, das Sie in zehn Tagen durch die herrlichen Gebirgslandschaften von Chewsuretien und Tuschetien führen wird. Pferde besorgen den Gepäcktransport. Riesige Rhododendronfelder blühen im Juli und tauchen die Landschaft in Weiß und Gelb. Alles scheint wie mit Schnee überzogen. Nach gut vier Stunden Wanderung ist der erste schöne Lagerplatz zu Füßen des Abudelauri-Passes erreicht, 2560 m. Ab heute werden Sie in Zweipersonenzelten im eigenen Schlafsack übernachten und aus der eigenen Trekkingküche verpflegt.
Hm ↑800 ↓500 m Gz 7 h [F/M/A]

4. Tag: Trekking im Kaukasus
Zweite Etappe: Tschauchebi – Abudelauri-Pass – Roschka

Bald sind die Wanderstiefel geschnürt und Sie beginnen mit dem Aufstieg zum Abudelauri-Pass, 3310 m. Dabei folgenden Sie dem Fluss gemächlich talaufwärts. Kleine Bäche sind zu queren, Blumenwiesen wechseln mit Sumpfgelände, darüber beeindrucken die gewaltigen Gletscher der Tschauchebi-Spitzen. Später stellt der Weg durch eine steile Geröllrinne eine Herausforderung dar. Dann öffnet sich das Gelände und führt mäßig geneigt in Richtung Passhöhe. Der Blick auf die Gipfel des Großen Kaukasus und die tief unter Ihnen liegenden Abudelauri-Seen entschädigt für alle Mühen. Aber auch der anschließende Abstieg ins Nachbartal führt noch einmal über Geröllfelder und erfordert volle Konzentration. Schließlich leiten schöne Bergmatten in den Talgrund hinab. Die drei Abudelauri-Seen zeigen sich in aller Pracht, jeder auf seine eigene Art und Weise und in unterschiedlichen Farbtönen. Schließlich erreichen Sie nach einer anstrengenden aber erlebnisreichen Etappe den Lagerplatz etwas unterhalb des Dorfes Roschka, 1920 m. Auch die Pferde haben Großes geleistet und freuen sich jetzt auf etwas Ruhe und Erholung.
Hm ↑750 ↓1400 m Gz 7–8 h [F/M/A] 

5. Tag: Trekking im Kaukasus
Dritte Etappe: Roschka – Guli

Ein erholsamer Tag im „Diesseitigen Chewsuretien“, wie der südlich des Kaukasus-Hauptkammes gelegene Teil des Landes von den Georgiern bezeichnet wird. Neben dem georgisch-orthodoxen Christentum leben im „Land der Schluchten“ auch zahlreiche heidnische Bräuche fort, uralte Opferrituale, die an „Chatis“, steinernen Heiligtümern, zelebriert werden. Sie gehen den Tag in aller Ruhe an und legen heute nur eine kurze Etappe zurück. Dabei schnuppern Sie den süßen Duft der Blumenwiesen und atmen das würzige Aroma wohlriechender Kräuter. Im Tal des Aragvi-Flusses, der dem einstigen Herzogtum seinen Namen gab, entdecken Sie erste bescheidene Siedlungen: Aragvi, Guli ... In der Nähe des kleinen Dorfes, 1500 m, werden heute die Zelte errichtet. Die freie Zeit nutzen Sie zum Kräftesammeln. Eine gute Gelegenheit für die Küche, einmal richtig aufzukochen und georgische Spezialitäten zu servieren. Morgen werden Sie den Borbalo-Pass überschreiten und damit die „Königsetappe“ dieses Kaukasus-Trekkings meistern.
Wanderung Hm ↑100 ↓500 m Gz 4 h [F/M/A] 

6. Tag: Trekking im Kaukasus
Vierte Etappe: Guli – Borbalo-Pass – Kistani

Zwischen dem Aragvi-Tal und den Niederungen am Arghuni-Fluss befindet sich der fast dreitausend Meter hohe Borbalo-Pass. Allradgetriebene Fahrzeuge bringen Sie in halbstündiger Fahrt zur Siedlung Gudani, 1851 m, wo die Wanderung startet. Der Aufstieg zur Passhöhe über ausgedehnte Hänge zieht sich. Vielleicht laden Sie Schafhirten, die in der entlegenen Kaukasus-Region ihre Herden weiden, zur „Guda“-Probe ein? Der typische Käse der Region schmeckt frisch und köstlich. Schließlich stehen Sie neben vielen Steinmännchen auf dem Borbalo-Pass, 2993 m, und genießen den fantastischen Blick in die Runde. Dann beginnt der lange Abstieg vom Kaukasus-Hauptkamm in das „Jenseitige Chewsuretien“. Er führt tief hinab ins Tal des Arghuni-Flusses bis zur Siedlung Kistani, 2030 m. Hier warten bereits die Fahrzeuge und bringen Sie in kurzer Fahrt zum Lagerplatz für die Nacht. Müde aber glücklich kuscheln Sie sich heute in den Schlafsack und sind stolz darauf, die längste Etappe dieses Kaukasus-Trekkings geschafft zu haben.
Hm ↑1150 ↓950 m Gz 8–10 h [F/M/A] 

7. Tag: Trekking im Kaukasus
Fünfte Etappe: Kistani – Schatili – Ardoti

Der Besuch des Bergdorfes Schatili bringt Begegnung mit der Geschichte Chewsuretiens und gibt einen hervorragenden Einblick in die mittelalterliche Architektur des Landes. Mit den Fahrzeugen erreichen Sie den abgeschiedenen Ort nahe der Grenze zu Tschetschenien (Russland) – eine der entlegendsten Regionen des Kaukasus. Obwohl Schatili im Winter völlig von der Außenwelt abgeschnitten ist, halten einige wenige Familien die Stellung. Trotzdem gilt das Dorf als größte chewsuretische Siedlung nördlich des Kaukasus-Hauptkammes. Seine Flachdachbauten schmiegen sich an den Fels zu einem wehrhaften Festungs-Komplex, wobei die Außenseiten der Gebäude eine geschlossene Mauer um den Ort bilden. In 1420 Metern Höhe in der tief eingeschnittenen Arghuni-Schlucht gelegen, wacht Schatili mit seinen sechzig Wohntürmen über die nordöstlichste Ecke des Landes. Beeindruckend sind auch die Ruinen des alten Dorfes Mutso auf einem Felsen über der Ardoti-Schlucht: etwas schwer zugänglich, aber für Trekker kein Problem. Von hier unternehmen Sie eine entspannte Wanderung durch das Ardoti-Tal und genießen die Szenerie aus grünen Waldern und Bergblumenwiesen. Zeltlager bei Ardoti, 1862 m.
Hm ↑100 m Gz 2 h [F/M/A]

8. Tag: Trekking im Kaukasus
Sechste Etappe: Ardoti – Atsunta-Basecamp

Mit Sack und Pack und mit den Tragtieren erfolgt der Aufbruch in die höheren Lagen des Großen Kaukasus. Sie folgen zunächst dem Ardoti-Fluss, bevor der steile Aufstieg in Richtung Atsunta-Pass beginnt. Das letzte Buschwerk bleibt zurück, dann ist die Baumgrenze erreicht und Sie betreten ausgedehntes Almgelände. Nach Inspektion der Permits an der kleinen Kontrollstation steigen Sie über weite Bergblumenwiesen bergan. Sie genießen die prächtige Aussicht auf den schneebedeckten Kaukasus-Gipfel Tebulosmta, 4450 m, der sich schon auf tschetschenischer Seite befindet. Dann führt ein stellenweise ausgesetzter Berghang mit großen Rhododendronbeständen zum schönen Lagerplatz in 2920 Metern Höhe. Das „Basislager“ für die Überschreitung des Atsunta-Passes ist zugleich der höchstgelegene Übernachtungsort des gesamten Kaukasus-Trekkings.
Hm ↑1050 m Gz 6–7 h [F/M/A]

9. Tag: Trekking im Kaukasus
Siebte Etappe: Atsunta Basecamp – Atsunta-Pass – Kvachida

Durch Geröll und Blockwerk zieht der Pfad hoch zum 3525 Meter hohen Atsunta-Pass, den Sie nach zweieinhalb Stunden erreichen. Eine mühevolle Etappe, die aber mit großartigen Aussichten auf die Kaukasus-Gipfel belohnt. Vom „Höhepunkt“ der Reise ist bei klarer Sicht sogar der Fünftausender Kasbek auszumachen, der sich jetzt weit im Westen befindet. Die Passhöhe markiert auch den Grenzübergang von Chewsuretien nach Tuschetien. Nach ausgiebiger Rast machen Sie sich an den Abstieg, der zunächst durch eine aride Schotterlandschaft führt und später in Bumenwiesen übergeht. Sie beteiligen sich aktiv am Umweltprogramm des DAV Summit Club und nehmen Problemmüll wie Batterien wieder mit. Der „DreckSack“, den Sie mit den Reiseunterlagen erhalten, leistet dabei wertvolle Hilfe. Schließlich folgen Sie einem sprudelnden Bergbach zum Lager Kvachida, 2570 m. Tuschetien gehört heute politisch zu Kachetien und weist noch starke heidnische Traditionen auf. So ist in den höher gelegenen Siedlungen der Genuss von Schweinefleisch verpönt und Reisende, die solches mit sich führen, werden gezwungen, dieses in der Erde zu begraben. Zeltnacht.
Hm ↑600 ↓950 m Gz 7 h [F/M/A]

10. Tag: Kaukasus-Trekking
Achte Etappe: Kvachida – Girevi

Wanderung über schöne Bergwiesen, zunächst über einen kleinen Pass, dann die Hänge der Tusheti Range entlang, die in drei- und viertausend Meter hohen Bergen gipfelt. Wegweiser ist der Pirikita-Fluss, der das Gebirge entwässert. Sie passieren die verlassenen Dörfer Chontio und Hegho, müssen vielleicht einmal einen Bach durchwaten und werden mit etwas Glück von Schafhirten mit Brot und Käse bewirtet. Die Zelte werden heute nahe der Ortschaft Girevi errichtet, 2060 m. Sie lauschen gespannt den Geschichten, die man sich hier erzählt. Von den Tebschorikas etwa, Feen und Hexen, die Schafhirten im Schlaf töteten, es sei denn, diese erwachten und es gelang ihnen, einer Tebschorika die Haare zu scheiden. Dann verlor sie ihre Macht und wurde zur lebenslangen Sklavin. Die tuschetischen Türme, so weiß es der Volksmund, haben Tebschorikas erbaut. Mal sehen, was man Ihnen heute zum Abendessen auftischt. Vielleicht das köstliche Schaschlik Mzwadi oder Chikali, wohlschmeckende Teigtaschen mit Hackfleischfüllung? Dazu empfiehlt sich ein Glas roter Seperavi – die georgischen Weine sind köstlich und weltberühmt. 
Hm ↑25 ↓525 m Gz 6 h [F/M/A]

11. Tag: Kaukasus-Trekking
Neunte Etappe: Girevi – Parsma – Dartlo

Wanderung durch das Pirikita-Hochtal, vorbei an mittelalterlichen Wehr- und Wohntürmen, die einem auf Schritt und Tritt begegnen. Sie besichtigen die Weiler Parsma und Tschesho und gelangen schließlich zur Siedlung Dartlo,1812 m. Die steinernen Häuser mit ihren Holzbalkonen beeindrucken ebenso wie die hohen Wehrtürme, die hier mit flachen Steinpyramiden gedeckt sind und sich nach oben hin verjüngen. Ein Ort wie aus dem Mittelalter, dessen Gebäude sich an den Hang schmiegen und das vielen als schönstes Dorf ganz Tuschetiens gilt. Manche Gebäude wurden zu einfachen Gasthäusern umgebaut. Etwas außerhalb findet sich eine archaische Stätte mit zwölf Steinstühlen, wo Versammlungen abgehalten wurden. Dartlo liefert Fotomotive wie aus dem Bilderbuch. Wer will und noch Ausdauer hat, besichtigt auch das Oberdorf Kvavlo und wird Augen machen: In 2125 Metern Höhe entstand im Mittelalter ein Festungsdorf mit Wohnburgen und Wehrtürmen, das atemberaubende Ausblicke bietet. Letzte Zeltnacht im Kaukasus.
Hm ↓250 m Gz 6 h [F/M/A]

12. Tag: Kaukasus-Trekking
Zehnte Etappe: Dartlo – Diklo – Schenako

Noch einmal bäumt sich der Kaukasus-Trek am 2497 Meter hohen Sonekhi-Pass auf. Die letzte Trekking-Etappe führt vorbei an der unbewohnten Siedlung Diklo, die sich zwischen den Bergen des Großen Kaukasus und dem Pirikita-Gebirgsstock hinbreitet. Noch einmal beeindrucken Gehöfte, Türme und alte heidnische Heiligtümer. Die Geister der Ahnen scheinen über Tuschetien zu wachen. In Schenako, 1940 m, endet die Wanderung. Die nahe an der Grenze zu Dagestan (Russland) gelegene Siedlung wird vom Berg Diklo überragt und gehört zu den wenigen bewohnten Dörfern der Region. Beeindruckend sind die im traditionellen Stil erbauten Bauernhäuser mit den schmucken Holzbalkonen und die Dreifaltigkeitskirche, eine Kreuzkuppelkirche aus Schiefergestein und eines der ganz wenigen christlichen Heiligtümer Tuschetiens. Übernachtung in einem einfachen Gasthaus, wobei sich mehrere Zimmer die sanitären Einrichtungen teilen.
Hm ↑775 ↓650 m Gz 6 h [F/M/A]

13. Tag: Schenako – Telavi
Letzte Station in Tuschetien ist der Hauptort Omalo, eine Fünfhundert-Seelen-Gemeinde, über dessen Oberdorf sich die Festung Keselo mit ihren sechs markanten Türmen erhebt. Seltsame Steinschreine, oft mit Hörnern geschmückt, künden am Dorfrand von archaischen Opfergaben. Dann verlassen Sie das tuschetische Bergland über den Abano-Pass, 2926 m. Es erwartet Sie eine faszinierende Fahrt mit allradgetriebenen Fahrzeugen (4–5 h/75 km) über die baumlose Bergsteppe, entlang unendlicher Wiesenhänge, die sich fast senkrecht über der Straße aufbäumen und durch Flusstäler, deren Grund man nur erahnen kann. Dann zieht die Piste in engen Serpentinen und stellenweise etwas ausgesetzt den Berg hinauf, passiert Geröllhalden und letzte Schneefelder und versinkt in Nebelschwaden. Wenn sich die Schleier heben, wird noch einmal der Blick auf die Berge des Großen Kaukasus frei. Ein Erlebnis, das abenteuerlicher, wilder und unwirklicher kaum sein könnte. Dann geht es in vielen Kehren hinab ins Weinland Kachetien und ins grüne Tal des Alasani-Flusses. Ziel ist die Stadt Telawi, 490 m, mit Batoni-Festung und Königspalast. Die Hauptstadt Kachetiens war einst wichtige Station an der alten Seidenstraße und gilt als Zentrum des georgischen Weinanbaus. Beim Besuch einer Kellerei erfahren Sie viel über die Herstellung und Geschichte des kostbaren Rebensaftes. Der Winzer kultiviert alte Sorten und stellt Bioweine nach althergebrachten georgischen Verfahren her. Sogar der große Dichter Alexander Puschkin (1799–1837) soll diese nach traditionell kaukasischer Methode hergestellten Weine jedem Burgunder vorgezogen haben. Überhaupt gilt Georgien als eines der Ursprungsländer des Weinbaus mit einer jahrtausende alten Tradition. Die große kulturelle Bedeutung zeigt sich auch im Weinrebenkreuz der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche. Abendessen und Übernachtung in einem Gästehaus in Telawi.
[F/M/A]

14. Tag: Telawi – Tbilissi
Sie lassen auch das Weinland Kachetien hinter sich und fahren (92 km/2,5 h) über den Gombori-Pass, 1620 m, zurück in die Haupstadt Tbilissi. Mittagessen und Bezug der Zimmer im bereits bekannten Hotel. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Sie können in Eigenregie noch einmal Ihre Lieblingsplätze besuchen, weitere Besichtigungen unernehmen oder bei einer Tasse Kaffee in einem der zahlreichen Straßencafés das lebhafte Treiben beobachten. Am Abend laden wir Sie zu einem Abschiedsessen in ein georgisches Restaurant ein, wo noch einmal Spezialitäten der kaukasischen Küche serviert werden. 
[F/M/A]

15. Tag: Flug Tbilissi – München
Fahrt zum Flughafen früh am Morgen. Rückflug mit Lufthansa nonstop nach München und Ankunft in der Heimat.

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Deutsch sprechender einheimischer Kultur- und Bergwanderführer
  • Lufthansa-Flug ab/bis München in der Economy-Klasse nach Tbilissi und zurück, inklusive Flughafengebühren und 23 kg Freigepäck
  • 2 x Hotel**** , 1 x Hotel*** , 1 x Gästehaus**, jeweils im DZ, 1 x einfaches Gästehaus im DZ (mehrere Zimmer teilen sich die sanitären Anlagen), 9 x Zweipersonenzelt mit Liegematte
  • Gruppen- und Toilettenzelt
  • Vollpension (Mittagsverpflegung meist als Picknick oder Lunchpaket) mit Ausnahme Tag 2 Halbpension
  • Bus-/Jeepfahrten und Eintritte für Besichtigungen lt. Programm
  • Gepäcktransport auf dem Trekking durch Tragtiere und Jeeps, 15 kg Freigepäck
  • Trekkingbegleiter: Pferdetreiber, Koch- und Küchenhelfer, Helfer für den Auf- und Abbau der Zelte

Bei uns außerdem enthalten

  • Weinprobe in Kachetien
  • Permit
  • Umfangreiches Versicherungspaket:
    Reisekranken-Versicherung inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten, Assistance-Leistungen sowie Reisehaftpflicht-Versicherung

Teilnehmerzahl:

8–15 Personen

Reisedokumente

Deutsch und österreichische Staatsbürger benötigen einen Personalausweis oder Reispass, schweizer Staatsbürger einen Reisepass, der mindestens bis zum Ende der Reise gültig sein muss.

Zusatzkosten:

Fehlende Verpflegung und Getränke ca. € 60,–; Trinkgelder ca. € 90,–; Zusatzkosten können variieren und dienen lediglich der Orientierung.

Zusatzinformationen:

Wichtige Hinweise: 
Änderungen oder Abweichungen vom ausgeschriebenen Programmablauf während der Reise sind aufgrund des Charakters unserer Reisen jederzeit möglich. Straßenverhältnisse, Wettereinbrüche, behördliche Willkür, Schwierigkeiten mit örtlichen Transportmitteln und viele andere Einflussfaktoren führen dazu, dass der angegebene Reiseverlauf nicht garantiert werden kann. Die obige Ausschreibung stellt insofern auch nur den geplanten Reiseverlauf dar, ohne den genauen Ablauf im Detail zu garantieren.

Unterbringung

OrtNächteUnterbringungLandeskategorie

Tbilissi

2Hotel Zeg****

Stepantsminda

1Hotel Sno oder Hotel Chemodani***

Trekking

9Zweipersonenzelt (Schlafsack erforderlich)

Schenako

1einfaches Gästehaus (mehrere Zimmer teilen sich die sanitären Anlagen)

Telawi

1Gästehaus**

Anforderungen

Voraussetzungen

Technisch anspruchsvolle Bergwanderungen, die Gesundheit, Trittsicherheit und Kondition für Gehzeiten bis acht Stunden erfordern. Nur am Tag der Borbalo-Passüberschreitung ist mit bis zu zehn Stunden zu rechnen. Die größte Höhe erreichen Sie am Atsunta-Pass mit 3525 Metern, die höchstgelegene Übernachtung erfolgt auf 2020 Metern. 

Sind Sie unsicher, ob Sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen? 
Stufen Sie sich nicht zu hoch ein. Wer nicht am Limit läuft, kann die Schönheiten der Natur intensiver geniessen! Im nachfolgenden Download finden Sie ausführliche Informationen zur Schwierigkeitsbewertung. Sind Sie bezüglich der Kondition unsicher, vergleichen Sie die angegebenen reinen Gehzeiten und zu bewältigenden Höhenmeter mit Touren, welche Sie schon gemacht haben. Bitte beachten Sie, dass eine Tour mit der Angabe von z. B. 5 h Gehzeit mit den Pausen ca. 7-8 Stunden dauert.

Wanderungen

Technik:
^^°°°
Kondition:
^^^^°

Thetu-Spitze

Technik:
^^°°°
Kondition:
^^^^°

Details

BuchungscodeGETRE
DAV-Mitglieder-Bonus:30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart Flug

Lufthansa ab/bis München (andere Abflughäfen nur auf Anfrage)

Voraussichtliche Flugzeiten*:
Abflug München: 22:15 Uhr   Ankunft München: 18:00 Uhr
*vorbehaltlich Flugzeitenänderung

Andere Abflughäfen nur auf Anfrage buchbar. 

Rail & Fly Bahnticket 2. Kl./ICE zum/vom Flughafen innerhalb Deutschlands € 80,–
(bitte bei Buchung angeben, nur in Verbindung mit Flugbuchung, keine nachträgliche Bestellung möglich)

Anmeldeschluss: 2 Monate vor Reisebeginn.

NEU: Für Abflüge ab 01.01.2020 kompensiert der DAV Summit Club den CO2-Ausstoß aller Flüge zu 100 Prozent. Zum Projekt.

Zimmeraufpreis

Einzelzimmer/Einzelzelt: € 195,–

Termine Sa 11.07.2020 bis Sa 25.07.2020
ab 2.495,- €

Sa 08.08.2020 bis Sa 22.08.2020
ab 2.645,- €

Haben Sie Fragen zu dieser Reise?

Henrik Hoeffling

Gerne helfe ich Ihnen weiter.

Henrik Hoeffling
Telefon: 089/642 40 125Telefon: 089/642 40 125
E-Mail sendenE-Mail: hoeffling@dav-summit-club.de