Nepal

Gebetsfahnen am Annapurna Base Camp
Überblick
  • Beste Reisezeit: Oktober bis November und Februar bis April
  • Höchster Berg: 8.848 m / Mount Everest
  • Hauptstadt: Kathmandu
  • Offizielle Landessprache: Nepali
  • Währung: Nepalesische Rupie
  • Vorgeschriebene Impfungen: keine
  • Einreisebestimmungen: Visum
  • Reisedokumente: 6 Monate gültiger Reisepass
  • Strom: 230 Volt, Adapter notwendig
  • Zeitzone: MEZ+4,45
  • Religion: 80% hinduistisch, 9% buddhistisch, 4% muslimisch
  • Staatsform: parlamentarische Republik

Beste Reisezeit & Klima

Aufgrund der Höhenunterschiede gibt es in Nepal verschiedenartige Klimazonen. Im Tiefland im Süden herrscht ein subtropisches Klima mit heißen feuchten Sommern und milden, trockenen Wintern. Im Gegensatz dazu herrscht im Vorhimalaya ein gemäßigtes Klima mit warmen Sommern und kühlen Wintern. Im Hochgebirge gibt es alpines Klima. Aufgurnd des Monsuns stellt Oktober und November sowie Februar bis Mitte April die beste Reisezet dar.

Klima & Wetter:
Nepal verfügt über verschiedene Klimazonen. Von Ende September bis Mitte April sorgt eine relativ stabile Wetterlage für gute bis optimale Reisebedingungen. Je höher das Gebiet, desto tiefer sinken die Temperaturen. Messstationen in den Bergen der Welt sind eine Seltenheit, aber mit einem Temperaturgradienten von 5 bis 6 Grad pro 1000 Höhenmeter sind auch Abschätzungen für höhere Regionen möglich:

Mittlere Temperaturen Kathmandu (1300 m) in °C

   Jan     Feb     März    April    Mai     Juni    Juli    Aug     Sept    Okt     Nov     Dez   
max.      18     20      25      29     29     29     29      29      28     26     23      19
min.       2      4       7      11     16     19     20      20      19     14      8       3

 


 

Mittlere Temperaturen Nepal (3000 m) in °C

   Jan     Feb     März    April    Mai     Juni    Juli    Aug     Sept    Okt     Nov     Dez   
max.       8      9       12      15     17     18     19      18      18     16     12       9
min.      -8     -6      -3       1      5      9     11      10       8      2     -3      -7

 


 

Durschnittliche Niederschläge

   Jan     Feb     März    April    Mai     Juni    Juli    Aug     Sept    Okt     Nov     Dez   
mm      15     41       23      58    122    246    373     345     155     38      8       2


In der Nachmonsunzeit von Ende September bis November kann mit meist klarem, stabilem Wetter gerechnet werden. In Lagen um die 4000 Meter liegen die Tagestemperaturen dann zwischen +10 bis +15 Grad, manchmal auch darüber, fallen aber nachts auf bis zu –15 Grad. Von Dezember bis Februar ist das Wetter in der Regel freundlich mit guter Sicht und geringen Niederschlägen. In den Hochlagen klettert das Thermometer dann auf maximal +10 Grad und in der Nacht sind Außentemperaturen bis –25 Grad möglich. Von März bis Mai dominieren wieder angenehmere Temperaturen. In den Hochlagen kann es +10 bis +20 Grad warm werden, ab der zweiten Aprilhälfte auch deutlich darüber. Die Sicht ist am Morgen meist klar, am Nachmittag ziehen oft Wolken auf und nachts sind –15 Grad nicht ungewöhnlich. Zu jeder Jahreszeit sind Niederschläge möglich, die in höheren Lagen meist als Schnee fallen.

Essen & Trinken

Das Nationalgericht Nepals ist das Daal Baat. Hierbei handelt es sich um Reis mit Linsen und Gemüsecurry, Kartoffelcurry, Fleisch in verschiedenen Variationen, Gurken und Joghurt. Ein typisches Getränk ist in Nepal der Milchtee (Milch und schwarzer Tee), welcher mit Ingwerscheiben und Kardamon gewürzt wird.

Visum

EU-Bürger benötigen einen noch 6 Monate gültigen Reisepass sowie ein Visum. Dieses muss vorab bei einer nepalesischen Auslandsvertretung beantragt werden. Angehörige anderer Nationen erkundigen sich bitte bei der zuständigen Vertretung, welche Dokumente erforderlich sind.

Gesundheit & Impfungen

Allgemein gilt, dass die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes überprüft und vervollständigt werden. Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) sicher. Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Japanische Enzephalitis und Typhus empfohlen.

Lassen Sie sich gemäß der aktuellen STIKO Empfehlung und den Bestimmungen des Gastlandes gegen COVID-19 impfen.

Mehr Informationen entnehmen Sie bitte den medizinischen Hinweisen des Auswärtigen Amts. Stand 24.08.2022

Empfehlungen vom Arzt zum Höhenbergsteigen

Verantwortlich für das Auftreten akut lebensbedrohlicher, höhenbedingter Erkrankungen sind vor allem die Unkenntnis der wichtigsten Grundlagen über Höhenanpassung und Leistungsverhalten am Berg, die Selbstüberschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit sowie eine aus Abenteuerlust geborene erhöhte Risikobereitschaft. Dabei spielen bestehende gesundheitliche Schäden und fortgeschrittenes Alter bei oft mangelnder Trainingsvorbereitung eine wichtige Rolle. Der DAV Summit Club ist bei der Auswahl und der zeitlichen Planung seiner Trekkingtouren bemüht, den neuesten sportmedizinischen Grundlagen des Höhenbergsteigens entgegenzukommen und will mit den folgenden Tipps sicherstellen, dass auch durch Ihr Verhalten die Tour zu einem bleibenden positiven Erlebnis wird:

Höhenbergsteigen heißt lang andauernde, maximale Ausdauerbelastung unter chronischen Sauerstoffmangelbedingungen. Dabei nimmt die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit alle 1500 Höhenmeter um 10% ab. Sie besitzen also auf Ihrem ersten Sechstausender trotz bester Akklimatisation nur noch 60 bis 70% Ihrer Leistungsfähigkeit. Erste Voraussetzung ist daher eine möglichst hohe Ausdauerleistungsfähigkeit. Diese kann in der Regel nicht durch Wochenendtouren im alpinen Bereich erzielt werden. Außerdem nimmt diese jenseits des 40. Lebensjahres bei mangelndem Training steil ab. Grunderkrankungen der Lunge, des Herzens, des Kreislaufs und des Stoffwechsels können früh leistungsbegrenzend sein. Auch Erkrankungen der Sehnen, Bänder und Gelenke sowie des Haltungs- und Bewegungsapparates können in den Vordergrund treten. Lassen Sie sich daher zuerst von Ihrem Hausarzt auf bestehende Vorerkrankungen untersuchen. Auch der Zahnarztbesuch gehört dazu.

Beginnen Sie dann rechtzeitig, mindestens drei Monate vor Abreise, mit einem möglichst drei- bis viermal wöchentlichen Ausdauertraining. Dabei genügen 15 bis 20 Minuten bei alters- und trainingsabhängigen Pulsfrequenzen zwischen 140 und 160. Im Sommer bieten sich Waldlauf und Radfahren an, im Winter vor allem Skilanglauf. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Sie sich während des Trekkings die notwendige Kondition aneignen können. Die beste Kondition sollten Sie bei der Abreise besitzen.

Zum Leistungsverhalten am Berg sollten Sie beachten: Oberhalb einer Reizhöhe von 3500 Metern beginnen spürbar die Auswirkungen des Sauerstoffmangels. Der Körper befindet sich im Stresszustand. Geben Sie ihm daher in den ersten 48 bis 72 Stunden die Möglichkeit zur problemlosen Höhenanpassung, indem Sie sich keinesfalls körperlich überlasten, nicht auf Dauer Höhenunterschiede von mehr als 500 Metern überwinden und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. In diesem Zeitraum liegt auch der Häufigkeitsgipfel von Höhenkrankheiten wie Lungen- und Hirnödem.

Bei 2500 überprüften Expeditionsteilnehmern wurden nur 1% ernstzunehmende Höhenkrankheiten festgestellt. Wenn die Grundregeln berücksichtigt werden, bestehen keine unlösbaren Probleme. Die ersten zwei Stunden pro Tag sollten immer gemächlich angegangen werden. Vermeiden Sie Erschöpfungszustände und große Schlafhöhen. Benützen Sie wenn möglich Stöcke zum Steigen. Ganz besonders wichtig ist der Einsatz von Stöcken bei einem Erkrankten, der im Abstieg begriffen ist. Dadurch wird die Atemhilfsmuskulatur wesentlich unterstützt. Kontrollieren Sie Ihre Urinausscheidung. Täglich! 1 Liter sollte unbedingt ausgeschieden werden. Dies wäre eine gute Kontrolle der Höhenverträglichkeit.

Literatur-Tipps

Bei ROTHER finden Sie die passende Literatur für Ihr Traumziel in Nepal:

Nepal - Trekkerparadies im Himalaya von Edwin Schmitt

Annapurna Treks von Stephan Baur und Susanne Arnold

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