Programm 2023
Das sagen Mitreisende

Doppelexpedition Kun, 7077 m und Stok Kangri, 6140 m

Höhepunkte

  • Mittelschwere Expedition, 29 Tage
  • Ideale Akklimatisation am Stok Kangri, 6140 m
  • Über den Ostgrat auf das Matterhorn Ladakhs
  • Klöster in Kleintibet und Kaschmirs Hauptstadt Srinagar 
  • Expeditionserfahrener, Staatlich geprüfter Berg- und Skiführer
  • Ein ausgebildeter Climbing Sherpa je zwei Teilnehmer
  • Gipfelmöglichkeiten:
    - Stok Kangri, 6140 m
    - Kun, 7077 m
ab € 6995 pro Person

Programm

Eine richtige Expedition und trotzdem Indien erleben: Vier Wochen Trekking, Kultur, Natur, Stok Kangri und natürlich der Kun – das „Matterhorn“ Ladakhs. Seine Erstbesteigung erfolgte im August 1913 durch den Italiener Mario Piacenza über den Nordostgrat. Zunächst Akklimatisation am 6140 Meter hohen Stok Kangri, der nach dreitägigem Trekking vom Basislager auf 4980 Metern bestiegen wird. Hohe konditionelle und technische Anforderungen erwarten Sie bei der Besteigung des Kun über den Ostgrat. Die Distanzen zwischen den drei Lagern sind lang. Die Gruppenausrüstung wie Fixseile, Hardware und Zelte wird ab dem Basislager von Trägern übernommen. Am Gipfeltag müssen Sie mit acht bis neun Stunden nur für den Aufstieg rechnen. Firn- und Eisflanken bis 55 Grad Neigung und eine kurze Kletterstelle im Schwierigkeitsgrad UIAA IV verlangen Kletterkenntnisse und sicheres Gehen mit Steigeisen, bis 40 Grad Neigung auch ohne Seilsicherung. Pro zwei Teilnehmer kommt ein versierter Climbing Sherpa zum Einsatz. Zum krönenden Abschluss übernachten wir in einem luxuriösen Hausboot in Srinagar auf dem Dal-See.

Erläuterungen:  Gz 5 h Die Gehzeit ohne Pausen beträgt fünf Stunden.
Hm ↑100 ↓200 Höhenmeter im Aufstieg bzw. im Abstieg.
[F/M/–] [F/–/A] [–/–/A]  Enthaltene Mahlzeiten:  F = Frühstück;  M = Mittagessen;  A = Abendessen.

1. Tag: Ankunft in Delhi

Sie haben die Reise bereits am Vortag mit dem Abflug in Ihrem Heimatland begonnen. Landung am Indira Gandhi International Airport von Delhi, 218 m. Wenn Sie den Flug beim DAV Summit Club gebucht haben, werden Sie abgeholt und in die indische Kapitale gefahren. Sonst nehmen Sie sich ein Taxi zur ersten Unterkunft (ca. 25 min./€ 7,–). Die Zimmer stehen ab Mittag zur Verfügung. Je nach Ankunftszeit bleibt Zeit für eigene Unternehmungen. Empfehlenswert ist ein Besuch der Altstadt (fakultativ) mit der Freitagsmoschee und dem Roten Fort, in dem sich die Palastanlagen der Mogulkaiser befinden. Sie gehören heute zum Weltkulturerbe. Der Expeditionsleiter erledigt in der Zwischenzeit die notwendigen Formalitäten beim Briefing der Indian Mountaineering Foundation. Gemeinsames Abendessen und Übernachtung im Hotel.

Unterkunft: Taj Princess Hotel      Landeskategorie:      Übernachtungshöhe: 218 m
Verpflegung: -/-/A

2. Tag: Delhi - Leh

Fahrt zum Flughafen und Weiterflug nach Leh, 3500 m. Am Airport wird die Gruppe bereits erwartet. Transfer zu unserem familiär geführten Gästehaus, wo wir die Zimmer für drei Nächte beziehen. Akklimatisation und Freizeit. Sie können sich ein wenig aufs Ohr legen oder einen ersten Spaziergang machen. Ihr Körper muss sich erst an die ungewohnte Höhe gewöhnen. Nachmittags ist eine kleine Stadtführung geplant, zur ersten Orientierung, mit Bummel über den Markt.

Unterkunft: Goba Homestay      Landeskategorie:      Übernachtungshöhe: 3500 m
Verpflegung: F/-/A

3. Tag: Klosterleben in Kleintibet

Der Königspalast von Shey ist Ziel einer kleinen Leh-Rundfahrt. Hier residierten einst die Könige von Ladakh. Shey war bis 1470 die Hauptstadt des Landes. Im Inneren des prächtigen Gebäudes staunen Sie über eine 350 Jahre alte Buddha-Statue aus Kupfer und Gold. Von Shey nach Tikse führt ein Spazierweg. Das Gelugpa-Kloster (Gelbmützen-Schule) befindet sich auf der Kuppe eines Hügels. Die Anlage mit ihren roten und weißen Gebäuden ist über den Hang verstreut. In der Gebetshalle verehren fromme Buddhisten eine seltene Darstellung des „Buddha der Zukunft”. Am Nachmittag bleibt Zeit für einen Bummel über die Basare von Leh. Ausrüstungs-Check und Programmbesprechung mit dem Expeditionsleiter.

Unterkunft: Goba Homestay      Landeskategorie:      Übernachtungshöhe: 3500 m
Verpflegung: F/-/A

4. Tag: Akklimatisations-Tour

Kloster Tsemo, 3700 m, über dem Tal des Indus-Flusses, ist Ziel einer leichten Akklimatisations-Wanderung. Ausgangspunkt sind die Ruinen des alten Königspalastes. In Serpentinen steigen wir gleichmäßig höher und achten darauf, nicht außer Atem zu kommen. Bei Trink- und Fotopausen staunen Sie über die herrliche Aussicht auf Leh und die umliegenden, in den Bergen verstreuten Dörfer. Abstieg nach Sankar zu der von japanischen Buddhisten errichtete Friedens-Pagode (Shanti-Stupa), 3680 m. Der Sechstausender Stok Kangri beherrscht die Skyline und begrenzt das Tal. Der 6140 Meter hohe Eisdom überragt die südlich gelegene Zanskar-Kette. Rückkehr zum Hotel. Ausruhen bis zum Abendessen.

Hm ↑↓ ca. 300 Gz ca. 4 h
Unterkunft: Goba Homestay      Landeskategorie:      Übernachtungshöhe: 3500 m
Verpflegung: F/-/A

5. Tag: Fahrt nach Zhinchen | Trekking bis Rumbak

Fahrt (27 km/1,5 h) entlang dem mächtigen Indus-Fluss, vorbei am Kloster Spituk, zur Ortschaft Zinchen, 3390 m. Das Gepäck wird auf Tragtiere verladen, dann setzt sich die „Karawane” in Bewegung. Aufstieg entlang dem Jingchan-Gebirgsbach, der mehrmals gequert wird, in die Bergwelt von Ladakh. Auf den Feldern der Oase Rumbak wird Gerste gezogen. Die Siedlung ist Knotenpunkt mehrerer Trails. Etwas oberhalb wird in 3950 Metern Höhe das erste Zeltlager errichtet. Und am Abend zaubert der Koch mit einfachen Mitteln ein schmackhaftes Drei-Gänge-Menue.

Hm ↑ ca. 550 Gz ca. 5 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 3950 m
Verpflegung: F/M/A

6. Tag: Trekking Rumbak - Stok La Basecamp

Ein wichtiger Tag für Ihre Akklimatisation. Wir setzen einen zusätzlichen Höhenanreiz und steigen ein Stück weit in Richtung des 4970 Meter hohen Passes Ganda La auf. Dabei passieren wir die Oase Yurutse. Die Aussicht auf die Berge des Himalaya wird mit zunehmender Höhe immer prächtiger. Abstieg und Wechsel ins Camp unterhalb des Stok-Passes, 4000 m.

Hm ↑ ca. 600 Hm ↓ ca. 550 Gz ca. 4-5 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 4000 m
Verpflegung: F/M/A

7. Tag: Trekking Stok La Basecamp - Stok-Pass - Manikabo

Über den Pass Stok La, 4880 m – mit Weitblick bis ins Karakorum – gelangen wir zum Zeltplatz bei der grünen Alm Manikabo, 4350 m. Auf dieser Trekking-Etappe sind im Bereich des Passüberganges manchmal seltene Blauschafe zu sehen. Lagebesprechung mit dem Expeditionsleiter.

Hm ↑ ca. 900 Hm ↓ ca. 550 Gz ca. 5 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 4350 m
Verpflegung: F/M/A

8. Tag: Manikabo - Stok Kangri Basecamp

Das Basislager für den Stok Kangri, 4980 m, erreichen wir gegen Mittag. Ein Aufstieg in Richtung Larsi Peak, 5670 m, dient der Akklimatisation und Vorbereitung für den Sechstausender. Am Nachmittag wird das Material überprüft. Sie rollen zeitig Ihren Schlafsack aus. Denn morgen werden wir versuchen, den Gipfel des Stok Kangri zu erreichen.

Hm ↑ ca. 650 Gz ca. 3 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 4980 m
Verpflegung: F/M/A

9. Tag: Gipfel Stok Kangri, 6140 m

Besteigung des Stok Kangri, wenn das Wetter mitspielt. Pickel und Steigeisen kommen zum Einsatz. Vom Gipfel genießen wir den Ausblick auf die Zanskar Range mit den Siebentausendern Nun und Kun und blicken tief hinab ins Tal des Indus-Flusses. Dahinter spitzt die Kette der Karakorum-Berge hervor. Abstieg ins Basislager.

Hm ↑↓ ca. 1150 Gz ca. 9-10 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 4980 m
Verpflegung: F/M/A

10. Tag: Trekkingende | Fahrt nach Leh

Langer Abstieg nach Stok, 3600 m, mit dem alten Palast der Könige von Ladakh. Sie beteiligen sich aktiv am Umweltprogramm des DAV Summit Club und nehmen Problemmüll wie Batterien wieder mit. Der „DreckSack”, den Sie mit den Reiseunterlagen erhalten, leistet dabei wertvolle Hilfe. Kurze Fahrt zur bereits bekannten Unterkunft in Leh, 3500 m. Nach den Tagen im Hochgebirge freuen Sie sich wieder auf die Annehmlichkeiten der Zivilisation. Wenn die Stok-Kangri-Besteigung erfolgreich war, haben Sie heute schon mal einen Grund zum Feiern!

Hm ↓ ca. 1400 Gz ca. 4-5 h
Unterkunft: Goba Homestay      Landeskategorie:      Übernachtungshöhe: 3500 m
Verpflegung: F/M/A

11. Tag: Fahrt nach Kargil

Mit dem ersten großen Gipfel im Gepäck machen wir uns auf den Weg nach Kargil. Die Fahrt (220 km/6 h) führt entlang dem mächtigen Indus-Fluss. Unterwegs besichtigen wir das Kloster Alchi, ein Juwel buddhistischer Kunst aus dem elften Jahrhundert. Nächster Besichtigungs-Stopp ist beim Kloster Lamayuru, das spektakulär in die bizarre Felswelt des Zanskar eingebunden ist. Schließlich Kargil, 2676 m, die zweitgrößte Stadt in Ladakh, deren Bewohner ursprünglich tibetischer oder dardischer Abstammung waren. Heute leben hier nur noch wenige Buddhisten, aber tibetische und iranische Stilelemente schmücken noch immer die älteren Tempel und Moscheen. Übernachtung im einem Gästehaus.

Unterkunft: Gästehaus Jan Palace      Landeskategorie:      Übernachtungshöhe: 2676 m
Verpflegung: F/M/A

12. Tag: Fahrt nach Shafat

Weiterfahrt dem großen Ziel entgegen. Auf der Fahrt (95 km/4–5 h) nach Shafat, 3750 m, passieren wir kleine Dörfer und genießen erste prächtige Ausblicke auf den Siebentausender Kun. Schließlich richten wir unser Lager auf einer großen Wiese direkt am Ufer des Surru-Flusses ein. Und am Abend zeigen Koch und Kirchenboys, was sie alles „auf der Pfanne“ haben.

Unterkunft: Zweipersonenzelt      Übernachtungshöhe: 3750 m
Verpflegung: F/M/A

13. Tag : Trekking Shafat - Kun Basecamp, 4500 m

Beim Aufstieg ins Kun-Basislager übernehmen wieder Tragtiere den Gepäcktransport. Der Surru River wird auf einer Brücke gequert. Dann steilt sich der Weg auf. Über eine herrliche Edelweiss-Wiese erreichen wir zunehmend alpines Gelände. Gletscherhauch macht sich bemerkbar. Nach Querung des Firns, der den Siebentausender entwässert, richten wir unser Basislager zu Füßen des Kun in 4500 Meter Höhe ein und bereiten uns auf eine spannende Expedition zum Gipfel vor. Für jeden Teilnehmer steht im Basecamp ein eigenes Zelt zur Verfügung.

Hm ↑ ca. 850 Hm ↓ ca. 100 Gz ca. 6-7 h
Unterkunft: Zweipersonenzelt zur Einzelbelegung im Basislager      Übernachtungshöhe: 4500 m
Verpflegung: F/M/A

14. - 25 Tag: Kun-Expedition

Für das große Unternehmen Kun sind zwölf volle Tage reserviert. Dabei werden wir drei Hochlager einrichten und auch immer wieder bis ins Basislager absteigen. Nach dem Motto „go high – sleep down“ schaffen wir damit die besten Voraussetzungen für eine gute Akklimatisation. Für jeweils zwei Teilnehmer steht ein ausgebildeter Climbing Sherpa zur Verfügung. Auch das verbessert die Erfolgsaussichten noch einmal enorm. Unter Regie des Staatlich geprüften Berg- und Skiführers und Expeditionsleiters werden die Gruppenausrüstung und das persönliche Equipment überprüft und die Lasten verteilt. Die Besteigungstaktik wird besprochen. Die endgültige Entscheidung über die einzelnen Etappen und die Wahl der Hochlagerplätze trifft der Expeditionsleiter ja nach Verhältnissen vor Ort. Insofern stellt die nachfolgende Beschreibung einen möglichen Vorschlag dar, von dem auch abgewichen werden kann. 

Unterkunft: Zweipersonenzelt zur Einzelbelegung im Basislager      Übernachtungshöhe: 4500 m
Verpflegung: F/M/A

Basislager, 4500 m - Hochlager I, 5400 m

Der Aufstieg erfolgt zunächst über Moränen-und Schrofengelände, wo sich auch Murmeltiere wohl fühlen. Ab heute transportieren Träger die Gruppenausrüstung. Das persönliche Gepäck inklusive Schlafsack und Verpflegung trägt jeder Teilnehmer selbst. Dann betreten wir den schrundigen Gletscher und steigen über das teilweise stark verspaltete Gelände auf ins Hochlager I, 5400 m. Der Abstieg in Basislager ist mit 2 Stunden zu veranschlagen.

Hm ↑ ca. 900 Gz ca. 5 h
Unterkunft: Hochlagerzelt      Übernachtungshöhe: 5400 m
Verpflegung: F/M/A

Hochlager I, 5400 m - Hochlager II, 6100 m

Ein Schneehang (30–35 Grad) führt hinauf zum Gletscher. Größte Hürde ist ein rund dreihundert Meter hoher Steilaufschwung (40–45 Grad), der mit Fixseilen versichert wird. Am Beginn des Gletscherplateaus wird auf 6100 Meter Hochlager II eingerichtet. Erstmals ist der Gipfelaufbau des Kun vollständig einzusehen. Der Abstieg ins Hochlager I ist mit 2 Stunden zu veranschlagen.

Hm ↑ ca. 700 Gz ca. 5-6 h
Unterkunft: Hochlagerzelt      Übernachtungshöhe: 6100 m
Verpflegung: F/M/A

Hochlager II, 6100 m - Hochlager III, 6400 m

Über das weite Gletscherplateau nähern wir uns dem ersehnten Ziel und steigen bis zum Beginn des Gipfelgrats auf. Hier wird das dritte Hochlager in 6400 m Höhe stehen. Sie werden vor dem Gipfeltag zeitig „zu Bett“ gehen, um der großen Herausforderung gewachsen zu sein. Der Abstieg ins Hochlager II ist mit 1,5 Stunden zu kalkulieren.

Hm ↑ ca. 300 Gz ca. 3 h
Unterkunft: Hochlagerzelt      Übernachtungshöhe: 6400 m
Verpflegung: F/M/A

Gipfel Kun, 7077 m

Über einen Steilhang mit kurzer Kletterpassage (5 m, IV-) wird der lange Gipfelgrat erreicht, über den wir bis zum höchsten Punkt aufsteigen. Einige hundert Meter Fixseil sind am teils steilen Grataufstieg (40–45 Grad) anzubringen. Wenn alles geklappt hat, genießen Sie vom Gipfel des Siebentausers Kun ein einmaliges Panorama. Die Schau reicht über die Schnee- und Eisdome des Himalaya bis zu den Achttausendern im Karakorum. Abstieg ins Hochlager III oder wenn es die Kondition zulässt auch weiter hinab.

Hm ↑↓ ca. 675 Gz ca. 10-14 h
Unterkunft: Hochlagerzelt      Übernachtungshöhe: 6400 m
Verpflegung: F/M/A

26. Tag: Rückfahrt nach Kargil

Wir räumen das Basislager und kehren in die Zivilisation zurück. Abstieg nach Shafat, 3750 m. Der Abschied von den Begleitern fällt schwer. Noch am selben Tag holt uns ein Kleinbus ab und bringt die Gruppe (95 km/4–5 h) zurück zum Hotel in Kargil, 2676 m. Auch wenn das Gästehaus eher einfach ist, genießt man nach den Tagen im Hochgebirge wieder den Komfort von Bett und Dusche. Und wenn uns die Götter des Himalaya freundlich gesonnen waren, können wir heute Abend auf den Gipfelerfolg am Siebentausender Kun anstoßen.

Hm ↑ ca. 100 Hm ↓ ca. 850 Gz ca. 4 h
Unterkunft: Gästehaus Jan Palace      Landeskategorie:      Übernachtungshöhe: 2676 m
Verpflegung: F/M/A

27. Tag: Kargil - Srinagar

Fahrt über den Zoji La nach Srinagar (204 km/7–8 h). Der spektakuläre Pass ist nur von Mai bis Oktober geöffnet und wird wechselseitig einspurig befahren. Gutes Timing ist erforderlich, denn eine Seite muss immer einige Stunden warten. Nach dem Pass wird die Landschaft zunehmend grüner. Weiden und Pappeln säumen den Weg. Frauen tragen jetzt die traditionelle Tracht der Kaschmiri. Die Häuser wechseln von Lehm zu Holz und auch die Religion vollzieht den Wandel vom Buddhismus zum Islam. Am späten Nachmittag erreichen wir Kaschmirs Hauptstadt Srinagar, 1585 m. Am legendär schönen Dal-See genießen wir den Abend auf unserem Hausboot.

Unterkunft: Hausboot      Landeskategorie:      Übernachtungshöhe: 1585 m
Verpflegung: F/M/A

28. Tag: Ein Hausboot als Domizil

Besichtigung von Srinagar mit Besuch der von Kaiser Jahangir im 17. Jahrhundert angelegten Mogul-Gärten, dem hindustischen Bergtempel Shankaracharya (371 v. Chr.) und weiterer schöner Gartenanlagen auf der östlichen Seite des Dal-Sees. Und am Abend lassen wir uns in buntbemalten Shikharas durch das „Himalaya-Venedig“ rudern. Im Hausboot auf dem Dal-See klingt der Abend auf der Veranda stimmungsvoll aus.

Unterkunft: Hausboot      Landeskategorie:      Übernachtungshöhe: 1585 m
Verpflegung: F/M/A

29. Tag: Flug nach Delhi | Abreise

Der Flieger bringt uns zurück in Indiens Hauptstadt, 218 m, wo noch einmal Zimmer im bekannten Hotel zur Verfügung stehen. Der Expeditionsleiter nimmt einen Termin bei der Indian Mountaineering Foundation wahr. Je nach gebuchtem Rückflug bleibt Zeit für eigene Unternehmungen. Wenn Sie diesen beim DAV Summit Club gebucht haben, ist der Transfer für Sie organisiert. Sonst nehmen Sie sich ein Taxi zum Airport (ca. 25 min./€ 7,–). Wenn Sie die internationalen Flüge selbst buchen, sollten Sie darauf achten, dass der Abflug von Delhi am Rückreisetag nicht vor 18 Uhr erfolgt. Individueller Abflug in die Heimat.

Verpflegung: F/-/-

Unterkunftsänderungen vorbehalten!

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Komplette Organisation der Expedition
  • Expeditionserfahrener, Staatlich geprüfter Berg- und Skiführer
  • Deutsch sprechender Reiseleiter an den Kulturtagen
  • Englisch sprechender Sirdar an den Trekkingtagen
  • 1 Climbing Sherpa je 2 Teilnehmer am Kun
  • ab/bis Hotel in Delhi
  • Air India oder Go Air Flüge in der Economy-Klasse Delhi–Leh und Srinagar–Delhi, inklusive Flughafengebühren, 23 kg Freigepäck und 7 kg Handgepäck
  • 2 x Hotel***, 6 x Gästehaus*, 2 x Hausboot***, jeweils im Doppelzimmer 
  • 19 x Zweipersonenzelt
    - an Trekkingtagen und in Hochlagern in Zweierbelegung
    - im Basislager am Kun in Einzelbelegung
  • Gruppen- und Toilettenzelt bis Basislager
  • Komplette Basislager- und Hochlagerausstattung
  • 24 x Vollpension bzw. volle Verpflegung, 4 x Halbpension
  • Gepäcktransport bis in die Basislager durch Tragtiere
  • Trekkingbegleiter: Sherpa, Maultiertreiber, Koch und Küchenhelfer
  • Busfahrten und Eintritte für Besichtigungen lt. Programm
  • Sämtliches gemeinschaftliches Fixier- und Sicherungsmaterial

Bei uns außerdem enthalten

  • Permit für die Besteigung des Kun
  • Kosten für den Verbindungsoffizier der indischen Regierung
  • Gesamte Zusatzverpflegung in Basis- und Hochlagern
  • Satellitentelefon, Wetterbericht, Funkgeräte
  • Gut bestückte Expeditionsapotheke
  • Notfallsauerstoff 
  • Umfangreiches Versicherungspaket:
    Reisekranken-Versicherung inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten, Assistance-Leistungen sowie Reisehaftpflicht-Versicherung

Reisedokumente

Reisepass (muss über die Reisedauer hinaus noch mindestens 6 Monate gültig sein), Trekkingpermit und Visum für Indien. Wir empfehlen die Beantragung des Visums über den Visa Dienst Bonn, der Sie über die aktuellen Bedingungen, Formulare und Gebühren informiert. DAV Summit Club Gäste erhalten eine Ermässigung über die Visa Dienst Bonn Partnerseite in Höhe von 10% auf die Servicegebühren. 

Die Einreisebestimmungen gelten für deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz in Deutschland. Andere Staatsangehörige oder Personen mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands erkundigen sich bitte bei den für sie zuständigen Stellen über die jeweils gültigen Bestimmungen.

Wichtiger Coronahinweis

Der DAV Summit Club und die Leistungsträger erbringen ihre Leistungen stets unter Einhaltung und nach Maßgabe der zum Aufenthaltszeitpunkt vor Ort geltenden behördlichen Vorgaben und Auflagen. Aus diesem Grund kann es zu Corona bedingten angemessenen Nutzungsregelungen oder –beschränkungen bei der Inanspruchnahme der Leistungen kommen. Bitte beachten Sie hierzu die Ausführungen des Auswärtigen Amtes Berlin und dabei besonders die Rubrik ‚Aktuelles“ sowie die behördlichen Vorgaben für die von Ihnen besuchte Destination  
Sofern die behördlichen Vorgaben nur in der Landessprache vorliegen empfehlen wir die Nutzung einer gängigen Übersetzungs App wie etwa den Google Translator.

Zusatzkosten

eVisum ca. € 40,–; Trinkgelder ca. € 200,– bis € 275,–; fehlende Verpflegung und Getränke ca. € 90,– bis € 130,–; Zusatzkosten können variieren und dienen lediglich der Orientierung.

Zusatzinformationen

Teilnehmertreffen:
Freitag, den 26.05.2023 in München, Beginn 17.00 Uhr, Ende gegen 19.00 Uhr

Wichtige Hinweise:
Bei den Flügen nach Leh sind witterungsbedingt Flugverspätungen möglich. Änderungen oder Abweichungen vom ausgeschriebenen Programmablauf während der Reise sind aufgrund des Charakters unserer Reisen jederzeit möglich. Straßenverhältnisse, Wettereinbrüche, behördliche Willkür, Schwierigkeiten mit örtlichen Transportmitteln und viele andere Einflussfaktoren führen dazu, dass der angegebene Reiseverlauf nicht garantiert werden kann. Die obige Ausschreibung stellt insofern auch nur den geplanten Reiseverlauf dar, ohne den genauen Ablauf im Detail zu garantieren.

Klima & Wetter
Indien verfügt über unterschiedliche Klimata. Hierzu gehören tropisches Klima im Süden, subtropisches in Zentral- und Nordindien sowie gemäßigtes und alpines Klima in den Bergen. Großen Einfluss hat der Monsun, der meist im Juni einsetzt und in manchen Gebieten bis Anfang Oktober dauert. Deshalb gelten die Wintermonate allgemein als beste Reisezeit für Indien.

Ganz anders ist die Lage in den vom Sommermonsun verschonten Hochebenen im Nordwesten des Himalaya. Ladakh bietet von Juni bis September beste Bedingungen für Trekkingtouren. Das Klima ist angenehm mild und Sie können tagsüber mit Durchschnittstemperaturen um die 20°C rechnen. In den Nächten kann das Thermometer aber bis unter die Null-Grad-Grenze fallen. Entsprechend warme, funktionelle Bekleidung gehört deshalb ins Gepäck. Messstationen in den Bergen der Welt sind eine Seltenheit, aber mit einem Temperaturgradienten von 5 bis 6 Grad pro 1000 Höhenmeter sind Abschätzungen auch für höhere Regionen möglich:

Mittlere Temperaturen Leh (3500 m) in °C
  Jan    Feb    März   April   Mai    Juni   Juli   Aug    Sept   Okt    Nov    Dez   
max.     -1     1      7     13    16    20    25     24     21    15     8      2
min.    -13   -12    -6     -1     1     7    10     10      6    -1    -7    -11
Durschnittliche Niederschläge
  Jan    Feb    März   April   Mai    Juni   Juli   Aug    Sept   Okt    Nov    Dez   
mm     10     8       8     5    5    5    13     15     8    2    3     5


In Delhi erwarten Sie im Juli/August/September durchschnittliche Höchsttemperaturen um die 35°C, die in den Nächten im Schnitt um weniger als 10 Grad darunter liegen.

Empfehlungen vom Arzt zum Höhenbergsteigen:
Verantwortlich für das Auftreten akut lebensbedrohlicher, höhenbedingter Erkrankungen sind vor allem die Unkenntnis der wichtigsten Grundlagen über Höhenanpassung und Leistungsverhalten am Berg, die Selbstüberschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit sowie eine aus Abenteuerlust geborene erhöhte Risikobereitschaft. Dabei spielen bestehende gesundheitliche Schäden und fortgeschrittenes Alter bei oft mangelnder Trainingsvorbereitung eine wichtige Rolle. Der DAV Summit Club ist bei der Auswahl und der zeitlichen Planung seiner Trekkingtouren bemüht, den neuesten sportmedizinischen Grundlagen des Höhenbergsteigens entgegenzukommen und will mit den folgenden Tipps sicherstellen, dass auch durch Ihr Verhalten die Tour zu einem bleibenden positiven Erlebnis wird:

Höhenbergsteigen heißt lang andauernde, maximale Ausdauerbelastung unter chronischen Sauerstoffmangelbedingungen. Dabei nimmt die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit alle 1500 Höhenmeter um 10% ab. Sie besitzen also auf Ihrem ersten Sechstausender trotz bester Akklimatisation nur noch 60 bis 70% Ihrer Leistungsfähigkeit. Erste Voraussetzung ist daher eine möglichst hohe Ausdauerleistungsfähigkeit. Diese kann in der Regel nicht durch Wochenendtouren im alpinen Bereich erzielt werden. Außerdem nimmt diese jenseits des 40. Lebensjahres bei mangelndem Training steil ab. Grunderkrankungen der Lunge, des Herzens, des Kreislaufs und des Stoffwechsels können früh leistungsbegrenzend sein. Auch Erkrankungen der Sehnen, Bänder und Gelenke sowie des Haltungs- und Bewegungsapparates können in den Vordergrund treten. Lassen Sie sich daher zuerst von Ihrem Hausarzt auf bestehende Vorerkrankungen untersuchen. Auch der Zahnarztbesuch gehört dazu.

Beginnen Sie dann rechtzeitig, mindestens drei Monate vor Abreise, mit einem möglichst drei- bis viermal wöchentlichen Ausdauertraining. Dabei genügen 15 bis 20 Minuten bei alters- und trainingsabhängigen Pulsfrequenzen zwischen 140 und 160. Im Sommer bieten sich Waldlauf und Radfahren an, im Winter vor allem Skilanglauf. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Sie sich während des Trekkings die notwendige Kondition aneignen können. Die beste Kondition sollten Sie bei der Abreise besitzen.

Zum Leistungsverhalten am Berg sollten Sie beachten: Oberhalb einer Reizhöhe von 3500 Metern beginnen spürbar die Auswirkungen des Sauerstoffmangels. Der Körper befindet sich im Stresszustand. Geben Sie ihm daher in den ersten 48 bis 72 Stunden die Möglichkeit zur problemlosen Höhenanpassung, indem Sie sich keinesfalls körperlich überlasten, nicht auf Dauer Höhenunterschiede von mehr als 500 Metern überwinden und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. In diesem Zeitraum liegt auch der Häufigkeitsgipfel von Höhenkrankheiten wie Lungen- und Hirnödem.

Bei 2500 überprüften Expeditionsteilnehmern wurden nur 1% ernstzunehmende Höhenkrankheiten festgestellt. Wenn die Grundregeln berücksichtigt werden, bestehen keine unlösbaren Probleme. Die ersten zwei Stunden pro Tag sollten immer gemächlich angegangen werden. Vermeiden Sie Erschöpfungszustände und große Schlafhöhen. Benützen Sie wenn möglich Stöcke zum Steigen. Ganz besonders wichtig ist der Einsatz von Stöcken bei einem Erkrankten, der im Abstieg begriffen ist. Dadurch wird die Atemhilfsmuskulatur wesentlich unterstützt. Kontrollieren Sie Ihre Urinausscheidung. Täglich! 1 Liter sollte unbedingt ausgeschieden werden. Dies wäre eine gute Kontrolle der Höhenverträglichkeit.

Vorbereitungstraining:
Wichtige Informationen für ein spezielles Vorbereitungstraining für Höhenbergsteigen finden Sie als PDF download hier

Anforderungen

Solide Hochtouren- und Höhenerfahrung, gutes Können in Firn und Eis (seilfreies Gehen bis 40°), Kondition für 6–9 Stunden Aufstieg auch mit Übernachtungsgepäck. Die Besteigung des Kun stellt entsprechende konditionelle und technische Anforderungen an alle Teilnehmer. Die notwendige Gruppenausrüstung wie Fixseile, Hardware und Zelte wird ab dem Basislager von Trägern übernommen. Persönliche Ausrüstung und Verpflegung (Schlafsack, Bekleidung, Nahrungsmittel, etc.) muss selbst getragen werden. Ein persönlicher Träger kann zur Entlastung verpflichtet werden (Zusatzkosten € 700,– bitte auf Wunsch vorbestellen).

Die Etappen sind teils spaltendurchsetzt. Somit ist jeder Teilnehmer in einer gängigen Spaltenbergungsmethode geübt und sollte bei Bedarf seine Kenntnisse in einem Spaltenbergungskurs auffrischen!). Am Gipfeltag müssen Sie mit 8–9 Stunden nur für den Aufstieg rechnen. Firn-/Eisflanken und kombiniertes Gelände bis 55° Neigung und Schwierigkeitsgrad UIAA IV (kurze Steilstufen auch steiler) verlangen sicheres Gehen mit Steigeisen, bis 40° Neigung auch ohne Seilsicherung. Steilere Passagen werden mit Fixseilen versichert.

Sind Sie unsicher, ob Sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen?
Stufen Sie sich nicht zu hoch ein. Wer nicht am Limit läuft, kann die Schönheiten der Natur intensiver geniessen! Im nachfolgenden Download finden Sie ausführliche Informationen zur Schwierigkeitsbewertung. Sind Sie bezüglich der Kondition unsicher, vergleichen Sie die angegebenen reinen Gehzeiten und zu bewältigenden Höhenmeter mit Touren, welche Sie schon gemacht haben. Bitte beachten Sie, dass eine Tour mit der Angabe von z.B. 5 h Gehzeit mit den Pausen ca. 7-8 Stunden dauert.

Technik:
^^^^°
Kondition:
^^^^^

Gesundheit

Beginnen Sie rechtzeitig, am besten schon zwei bis drei Monate vor Reiseantritt, sich über Impfungen und Gesundheitsrisiken zu informieren. Für Indien bestehen keine besonderen Vorschriften. Eine Gelbfieber-Impfbescheinigung wird nur dann verlangt, wenn Sie aus einem Infektionsgebiet anreisen und der Nachweis einer Poliomyelitis-Impfung (Kinderlähmung) kann erforderlich sein, wenn Sie Ihren Wohnsitz in einem Land haben, in dem diese Erkrankung auftritt. Allgemein gilt, dass die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes überprüft und vervollständigt werden. Zusätzlich wird eine Impfung gegen Hepatitis A und Typhus sowie gegebenenfalls gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Erkrankungen (ACWY) und Japanische Enzephalitis empfohlen. Malaria kann in tiefer gelegenen Regionen (Delhi und Agra) ein Thema sein. Informationen hierzu erhalten Sie von Ihrem Arzt und in Ihrer Apotheke, aber auch auf den Internetseiten der Tropeninstitute oder unter den medizinischen Hinweisen des Auswärtigen Amts.

Details

BuchungscodeEXKUN
DAV-Mitglieder-Bonus:30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart

eigene Anreise

Leistungsbeginn/-ende: ab/bis Hotel in Delhi 

Gerne erstellen wir Ihnen nach Buchungsanfrage über unsere Website ein passendes Flugangebot (Flughafen DEL) zu tagesaktuellen Tarifen. Sollten Sie mit den Konditionen des Flugangebotes nicht einverstanden sein, können Sie diese Buchungsanfrage auch kostenfrei stornieren.

Hotel- und Flughafentransfers im Zielgebiet am offiziellen An- und Rückreisetag
•    Bei Flugbuchung über den DAV Summit Club
im Preis enthalten.
•    Bei Flugbuchung in Eigenregie
sind Sie für die Organisation selbst verantwortlich.

Wenn Sie die internationalen Flüge selbst buchen, sollten Sie darauf achten, dass der Abflug von Delhi am Rückreisetag nicht vor 18 Uhr erfolgt. 

Der Umwelt zuliebe kompensiert der DAV Summit Club den CO2-Ausstoß aller Flüge zu 100 Prozent. Zum Projekt.

Zimmeraufpreis

Einzelzimmer/-zelt: € 475,– (nicht in Hochlagern)
Im Basislager standardmäßig Einzelzelt.

Persönlicher Hochträger am Kun: € 700,–

Tourennachweis bei Anmeldung erforderlich
Der DAV Summit Club behält sich die Auswahl der Teilnehmer aus Sicherheitsgründen vor. Bitte senden Sie deshalb parallel zu Ihrer Anmeldung auch einen Tourennachweis der letzten Jahre an hammerdinger@dav-summit-club.de, damit dieser von unseren Spezialisten überprüft werden kann.

Termine Fr 04.08.2023 bis Fr 01.09.2023
ab 6.995,- €