Trekking und Walking-Safari im Land der Massai – mit Gipfeloption Ol Doinyo Lengai, 2890 m

Beschreibung

  • Anspruchsvolle Bergwanderung, 10 Tage
  • Zelttrekking mit Eseln im Ngorongoro-Schutzgebiet
  • Wildtierbeobachtungen im Tarangire-Nationalpark
  • Blick auf den Fünftausender Kilimandscharo, das „Dach” Afrikas
  • Giraffen, Akazien und Baobab-Bäume in der Savanne
  • Faszinierende Begegnungen mit den „Big Five”:
    Elefant und Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard
  • Massai-Dörfer und der Große Ostafrikanische Grabenbruch
  • Flamingos am Lake Natron und im Empakai-Krater
  • Gipfelmöglichkeit, u. a: 
    - Ol Doinyo Lengai, 2890 m

Programm

Als Wanderer und Bergsteiger denkt man bei Tansania erst einmal an den Kilimandscharo oder den Mount Meru. Doch das Land bietet dem naturinteressierten Wanderer viele weitere spektakuläre Ziele. Und am besten erkundet man diese natürlich zu Fuß. Zur Einstimmung erwartet uns eine spannende Jeepsafari im Tarangire-Nationalpark. Mit dem Weltnaturerbe Ngorongoro-Krater folgt ein wahrer Garten Eden, der eine der höchsten Tierdichten Afrikas aufweist. Dann heißt es raus aus den Jeeps und die Wanderschuhe schnüren! Mit einer lokalen Begleitmannschaft der Massai wandern wir in vier Tagen durch das hügelige Kratergebiet nördlich der Caldera des Vulkans Olmoti bis zum alkalischen Lake Natron. Dabei besteht immer wieder die Chance, Gazellen, Büffel oder Giraffen zu erspähen. Schritt für Schritt wird das Land trockener und beherrscht vom aktiven Vulkan Ol Doinyo Lengai, 2890 m, dem heiligen Berg der Massai. Fitte Wanderer können diesen in einer anstrengenden Tagestour besteigen. 

Erläuterungen:  Gz 5 h Die Gehzeit ohne Pausen beträgt fünf Stunden.
[F/M/–] [F/–/A] [–/–/A]  Enthaltene Mahlzeiten:  F = Frühstück;  M = Mittagessen;  A = Abendessen

1. Tag: Karibu Sana - willkommen in Ostafrika!
Landung am Kilimanjaro International Airport (JRO), der 894 Meter hoch gelegenen Drehscheibe für Safaris und Trekkingtouren in Tansania. Sofern Sie Flug und Transfer beim DAV Summit Club gebucht haben, erwartet Sie am Flughafen ein Mitarbeiter unserer örtlichen Agentur für die Fahrt (50 km/ca. 1 Stunde) zur Lodge in Moshi, 880 m. Sonst nehmen Sie sich selbstständig ein Taxi zur Unterkunft. Check-in für eine Nacht und freie Zeit. In der Umgebung von Moshi werden vor allem Bananen und Kaffee kultiviert, der vorwiegend nach Europa exportiert wird. Im Hintergrund erhebt sich der 5895 Meter hohe Kilimandscharo, das „Dach” Afrikas und einer der „Seven Summits”. Als „Kaiser-Wilhelm-Spitze” wurde der Vulkan 1889 vom Leipziger Bergsteiger Hans Meyer, dem österreichischen Alpinisten Ludwig Purtscheller und dem einheimischen Bergführer Yohan Kinyala Lauwo erstbestiegen. Beim Abendessen lernen Sie Ihren tansanischen Kultur- und Bergwanderführer kennen, der Ihnen wichtige Informationen für die bevorstehenden Trekkingtage und die sich anschließende Besteigung des Ol Doinyo Lengai gibt.
[–/–/A]

2. Tag: Tiersafari im Tarangire-Nationalpark
Fahrt (220 km/4 h), vorbei am 4565 Meter hohen Mount Meru, in den Tarangire-Nationalpark. Er erstreckt sich in Höhenlagen von 1000 bis 1500 Metern und wird vom Tarangire-Fluss durchflossen. Dieser führt auch zur Trockenzeit von Juli bis Oktober Wasser und zieht deshalb besonders viele Wildtiere an. Sanfte Hügelwellen bilden den Boden des Rift Valley, des berühmten Großen Ostafrikanischen Grabenbruchs, der sich vom Orontes-Fluss in der Südtürkei bis zur Mündung des Sambesi in Mosambik hinzieht. Das offene Grasland zu beiden Seiten des Tarangire River und die Savanne mit aromatisch duftenden Akazien und riesenhaften Baobab-Bäumen bieten mit den weiten Sumpfgebieten im Süden des Nationalparks einen idealen Lebensraum für viele Tierarten. Nach einem Picknick-Lunch begeben Sie sich am Nachmittag auf Safari. Wahrscheinlich kommen Ihnen Giraffen, Gazellen und Hyänen, Büffel und Löwen und vielleicht sogar ein Gepard vor die Linse. Elefanten gibt es im Tarangire-Nationalpark ohnehin in großer Zahl. Die Nacht verbringen Sie in einer schönen Lodge mit Pool in Endoro nahe der Kleinstadt Karutu, 1534 m. Vielleicht ein Sundowner vor dem Abendessen? Sie sind in Ostafrika angekommen.
[F/M/A]

3. Tag: Wildtierbeobachtungen im Ngorongoro-Krater
Nach dem Frühstück begeben Sie sich auf einen Game Drive (Dauer rund sechs Stunden) in den nahen Ngorongoro-Krater. Sein Boden befindet sich auf etwa 1700 Metern Höhe und wird an den Rändern von bis zu sechshundert Meter hohen Wänden begrenzt. Von 1951 bis 1959 war der Ngorongoro-Krater Teil des Serengeti-Nationalparks, wurde aber später abgetrennt und zum Wildschutzgebiet erklärt, um den einheimischen Massai Weidewirtschaft zu ermöglich. Als Reaktion entstand daraufhin die berühmte, mit einem Oscar ausgezeichnete Dokumentation von Berhard und Michael Grzimek „Serengeti darf nicht sterben”. In der Folge wurde die Agrarwirtschaft im Ngorongoro-Krater wieder untersagt. Das Schutzgebiet wurde 1979 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt, später als Biosphärenreservat ausgezeichnet und 2010 sogar zum Weltkulturerbe erhoben. Ein unvergleichliches Tierreservat auf 260 Quadratkilometern erwartet Sie: Allein die riesigen Herden von Zebras, Büffeln und Gnus in der Steppenlandschaft zu beobachten, ist ein unvergessliches Erlebnis. Die großen Tierwanderungen Ostafrikas führen auch durch den Ngorongoro-Krater. Daneben gilt es Flamingos, Marabus und Pelikane, Gazellen und Fleckenhyänen und vielleicht sogar Flusspferde zu erspähen. Nirgendwo sonst stehen die Chancen besser, Löwen oder Leoparden vor die Kamera zu bekommen, weist doch der Ngorongoro-Krater die größte Raubtierdichte des schwarzen Kontinents auf. Es erwarten Sie spannende Begegnungen mit den „Big Five”. Afrika pur! Nach einer faszinierenden Fotosafari und einem Picknick-Lunch erfolgt die Weiterfahrt zum Campingplatz bei der kleinen Massai-Siedlung Nainokanoka, 2650 m. Während die Begleiter die Zelte errichten – Sie befinden sich inmitten des Ngorongoro-Schutzgebietes – begeben Sie sich mit Ihrem Kultur- und Bergwanderführer auf eine erste Wanderung. Ziel ist der Kraterrand des Vulkans Olmoti, 3092 m, der über einen guten Weg erreicht wird. Auch wenn der Tierreichtum im Krater nicht ganz so hoch ist, lohnt sich ein Aufstieg wegen der landschaftlichen Schönheit. Beim Blick in den Kraterboden entdeckt man Massai-Hirten, die Ihre Herden weiden. Manchmal sind Antilopen und Büffel oder auch Riedböcke zu sehen. An den Kraterwänden entspringt der Munge-Fluss, der einen Wasserfall bildet und mehrere hundert Meter in die Tiefe stürzt. Die umgebenden Vulkane Embakaii, Noomurata und Loolmalassin formen zusammen mit dem Olmoti die Embulbul-Depression, die die umliegende Savanne mit Wasser versorgt. Rückkehr zum Camp, wo das Abendessen serviert wird. Nach einem erlebnisreichen Tag begeben Sie sich im eigenen Schlafsack „zu Bett”. Schon morgen wird Ihr Trekking durch das Ngorongoro-Hochland starten.
Hm ↑↓300 Gz 1,5 h [F/M/A]

4. Tag: Ngorongoro-Hochlandtrekking
Erste Etappe: Nainokanoka – Bulati

Am Morgen trifft Ihr Massai-Führer mit den Eseln und Eseltreibern ein. Nach dem Frühstück werden in aller Ruhe die Tiere beladen, die an den folgenden Tagen den Gepäcktransport besorgen. Jetzt kann das Ngorongoro-Hochlandtrekking beginnen. Dabei werden viele traditionelle Bomas der Massai und ihre Tierherden passiert. „Boma” ist in der Bantu-Sprache Swahili die Bezeichnung für Behausung. In der Sprache der Massai werden die aus getrocknetem Lehm und Kuhdung errichteten, kraalartigen Hütten „Enkaji” genannt, wobei mehrere Enkajis einer Sippe einen Enkang bilden. Die Massai jagen kaum und ernähren sich überwiegend vom Fleisch ihrer Rinder und Ziegen. Als Krieger waren Sie Mitte des 19. Jahrhunderts wegen ihrer Raubzüge weithin gefürchtet. In der Kurzgrassavanne lassen sich Gazellen, Zebras und Gnus beobachten. Immer wieder sorgen hungrige Schakale für Unruhe in den Herden. Auch den Adlern, die hoch über den Tieren majestätisch dahingleiten, entgeht nichts. Zeltlager nahe dem Massai-Dorf Bulati, 2580 m, zu Füßen des 3648 Meter hohen Berges Loolmalassin. Es bleibt Zeit zur Erholung und Entspannung. Vielleicht besuchen Sie das kleine Massai-Dorf und informieren sich über die Kultur und Lebensweise des Volkes, das derzeit den Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit vollzieht? Frauen mit kahl geschorenen Häuptern hüllen sich meist in den roten, Shouka genannten Umhang, schmücken ihre geweiteten Ohrläppchen gerne mit Silberschmuck und Perlenorhrringen und tragen dazu schwere Halsketten und bunte Perlenbänder, wogegen die Männer zum traditionellen Shouka einen Stab oder ein Schwert mit sich führen. Zum Abendessen sind Sie zurück im Camp und lassen sich aus der eigenen Trekkingküche verköstigen.
Hm ↑400 ↓475 Gz 4–5 h [F/M/A]

5. Tag: Ngorongoro-Hochlandtrekking
Zweite Etappe: Bulati – Empakaai
Wieder werden die Esel beladen, dann zieht die „Karawane” weiter durch das Ngorongoro-Schutzgebiet in Richtung Norden. Von einem Aussichtshügel bietet sich noch einmal ein schöner Blick auf die Grassavanne, die jetzt zunehmend von Buschwerk abgelöst wird. Wanderung mit vielen „ups and downs” im Rhythmus des ostafrikanischen Hügellandes. Die Szenerie ändert sich und wird jetzt vom aktiven Vulkan Ol Doinyo Lengai beherrscht. Sie genießen die Sicht auf den heiligen Berg der Massai und in den eindrucksvollen Embakaai-Krater, dessen Rand Sie ein Stück weit folgen. Schließlich wird der Lagerplatz in 2704 Metern Höhe erreicht, der eine besonders schöne Sicht auf den Ol Doinyo Lengai bietet. Am Nachmittag empfehlen wir einen Ausflug mit Ihrem Kultur- und Bergwanderführer in den Krater, 2230 m, in dem sich der Empakaai-See befindet, der immerhin ein Drittel des Terrains einnimmt. Seine alkalischen Wasser locken zu jeder Jahreszeit rosafarbene Flamingos an, für die der See eine wichtige Nahrungsquelle darstellt. Unzählige Vogelarten wie Kapenten und schwarzflügelige Stelzenläufer leben in dem Krater. Aber auch Affen, Büffel, Gazellen und Antilopen fühlen sich in der Caldera wohl. Rückkehr über die steilen Kraterwände zum Zeltlager. Erst im Schutz der Dunkelheit fliegen die Flamingos unter heiserem Gekreische zu ihren Brutnestern an den wärmeren Seen Lake Manyara und Lake Natron zurück. Sie genießen das Abendessen, das der Koch für die Gruppe zubereitet hat und lauschen dem Konzert der Vögel unter dem klaren Sternenhimmel Ostafrikas.
Hm ↑900 ↓775 Gz 8–9 h [F/M/A]

6. Tag: Ngorongoro-Hochlandtrekking
Dritte Etappe: Empakaai – Akazien-Camp
Das Trekking durch das Ngorongoro-Hochland führt auf guten Wegen zum Massai-Dorf Naiyobi, 2300 m. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Abbruchkante des Großen Ostafrikanischen Grabenbruchs. Teilweise wird eine selten befahrene Forststraße genutzt, die schon aus der Ferne einen schönen Blick auf die Siedlung und den Ol Doinyo Lengai freigibt. Der aktive Vulkan ragt 2890 Meter hoch über der Savanne auf. Nach der Mittagsrast verlassen Sie das Ngorongoro-Schutzgebiet und ziehen weiter nach Norden. Sie beteiligen sich aktiv am Umweltprogramm des DAV Summit Club und nehmen Problemmüll wie Batterien wieder mit. Der DreckSack, den Sie mit den Reiseunterlagen erhalten, leistet dabei wertvolle Hilfe. Im weiteren Abstieg verändert sich zunehmend das Landschaftsbild. Das Klima wird trockener und wärmer. Auch die Esel genießen die angenehmeren Temperaturen und die heute kürzere Etappe. Schließlich findet sich in einem schönen Akazienwald, 1670 m, ein geeigneter Lagerplatz für die Nacht.
Hm ↑100 ↓1125 Gz 4 h [F/M/A]

7. Tag: Ngorongoro-Hochlandtrekking
Vierte Etappe: Akazien-Camp – Lake Natron
Die Schlussetappe bietet herrliche Ausblicke auf den Vulkankegel des Ol Doinyo Lengai und den Natronsee. Die vom letzten Vulkanausbruch 2007 noch von grauer Lavaasche bedeckte Landschaft erinnert mit ihrem wilden, zerzausten und beinahe mondartigen Erscheinungsbild an Werke des surrealistischen Künstlers Salvador Dalí. Schließlich endet das Trekking im trockenen und heißen Rift Valley, 1160 m, das seine Entstehung tektonischen und sein Erscheinungsbild vulkanischen Aktivitäten zu verdanken hat. Hier ist auch für die Esel Endstation. Sie nehmen Abschied von dem Massai-Guide und den Eseltreibern, die auf dem Anmarschweg zurückkehren. Für Sie beginnt heute ein neues Abenteuer, denn am Fuß des Ol Doinyo Lengai wartet bereits ein Fahrzeug, das Sie in der flirrenden Hitze des Rift Valley zum Zeltlagerplatz Engare Sero nahe dem Natronsee bringt, 615 m. Neben einem schönen Blick auf den heiligen Vulkan bietet das Camp auch angenehmen Schatten und eine wohltuende Dusche. Der Kultur- und Bergwanderführer bespricht mit Ihnen den Ablauf der Ol-Doinyo-Lengai-Besteigung, die für morgen geplant ist. Auch heute erfolgt die Verpflegung aus der eigenen Trekkingküche und der Koch zaubert mit einfachen Mitteln ein schmackhaftes Abendmenue. Sie rollen sich schon früh in den Schlafsack ein. Die Nacht ist kurz, denn der Aufbruch zum Gipfel erfolgt schon gegen Mitternacht.
Hm ↓500 Gz 3–4 h [F/M/A]

8. Tag: Engare-Sero-Schlucht
Wer noch nach weiteren Aktivitäten sucht, kann in Eigenregie eine Wanderung in der Engare-Sero-Schlucht zu einem Wasserfall unternehmen – eine gute Alternative auch für diejenigen Teilnehmer, die kein Interesse an der Gipfelbesteigung des Ol Doinyo Lengai haben und dennoch aktiv sein wollen. Alternativ Tag zur freien Verfügung.
Hm ↑↓50 Gz 2–3 h [F/M/A]

Option Besteigung des Ol Doinyo Lengai, 2890 m
Auffahrt zum Startpunkt für die große Vulkantour in 1280 Metern Höhe. Im Schein der Stirnlampen steigen Sie gegen Mitternacht zunächst über einen schmalen Pfad durch Wiesengelände dem Gipfel entgegen. Der Ol Doinyo Lengai ist ein aktiver Vulkan mit täglich zwei Eruptionsphasen. Man muss alle Sicherheitsaspekte im Auge behalten, denn bei größeren silikatischen Auswürfen ist eine Besteigung nicht möglich. Später weisen vom Regen ausgewaschene, tiefe Lavarinnen den Weg. Die Route , technisch nicht allzu fordernd, ist durchaus anstrengend. Es erwartet Sie eine üppige Vegetation, aber die volle Aufmerksamkeit gilt den langen Steilabbrüchen, die direkt neben dem schmalen Pfad von allen Teilnehmern Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und höchste Konzentration verlangen. Hat die Erosion Lavaströme freigelegt, kann man stellenweise raue Gesteinsrampen mit gut dreißig Grad Neigung erwarten. Sonst sinkt man tief in die Asche ein und zurück und das Vorankommen wird beschwerlich. Bei Regen verdichtet sich die Asche zu einer schmierigen Substanz, deren Begehung höchste Vorsicht verlangt. Mit zunehmender Höhe wird das Gelände insgesamt steiler. Schließlich beginnt etwa zweihundert Meter unter dem Gipfel ein Felscoloir, durch das der Weg steil hinaufzieht. Am Kraterrand atmet man schwefelhaltige Luft. Von hier bietet sich eine fantastische Sicht auf den Natronsee und die Savanne, die bei klarer Witterung bis zum Viertausender Mount Meru und zum 5895 Meter hohen Kilimandscharo reicht. Der Gipfel des Ol Doinyo Lengai ist Sitz des Schöpfergottes Engai. Er soll der Überlieferung nach den Massai sämtliche Rinder dieser Erde überlassen haben, woraus diese den Anspruch ableiten, anderen Völkern deren Tiere auch gewaltsam abnehmen zu dürfen. Dies hatte in der Vergangenheit oft zu kriegerischen Auseinandersetzungen geführt. Es bleibt nicht viel Zeit für derlei Gedanken, denn der Abstieg muss bald erfolgen, wenn man die große Hitze und die dadurch verbundenen höheren Strapazen an den rutschigen Steilwänden vermeiden will. Nach der Rückkehr zum Camp haben Sie den restlichen Tag Zeit, um sich von den Anstrengungen der Gipfelbesteigung zu erholen. 
Hm ↑↓1600 Gz 10–12 h [F/M/A]

9. Tag: Lake Natron – Moshi
Frühstück mit Blick auf den Ol Doinyo Lengai, den einzigen Vulkan der Erde mit nierigschmelzender Lava. Sie besteht hauptsächlich aus Natriumkarbonat (Soda) und kommt in großen Mengen und in gelöster Form im nahen Natronsee, 610 m, vor. Das abflusslose und nur zwei Meter tiefe Binnengewässer im Großen Ostafrikanischen Grabenbruch ist etwa doppelt so groß wie der Bodensee und ein echtes Vogelparadies. Seine rötliche Färbung stammt von winzigen Salinenkrebsen, die den vielen Zwergflamingos, die den See bevölkern, als Nahrung dienen. Hier entstand der berühmte Disney-Film „Das Geheimnis der Flamingos”. Sie genießen die großartigen Eindrucke, bevor die lange Rückfahrt (350 km/7–8 h) auf teilweise recht staubiger Piste nach Moshi erfolgt. Nach den Tagen im Zelt freuen Sie sich wieder auf eine richtige Lodge mit Bett und Dusche. Noch einmal beziehen Sie im bereits bekannten Haus in Moshi Ihr Quartier. Und Sie nehmen bei einem Barbeque Abschied von dem Kultur- und Bergwanderführer, mit dem Sie viele gemeinsame Erinnerungen teilen. Vielleicht ein Bier an der Bar? Sie haben allen Grund zum Feiern!
[F/M/A]

10. Tag: Abreise oder Verlängerung Sansibar
Der Tag steht zur freien Verfügung, bis der Transfer zum Flughafen (50 km/ca. 1 h), sofern beim DAV Summit Club gebucht, die Rückreise einläutet. Sonst nehmen Sie sich ein Taxi zum Kilimanjaro International Airport (JRO). Abflug und – je nach gebuchter Verbindung – Landung auf Sansibar am gleichen oder Ankunft in der Heimat am darauffolgenden Tag.
[F/–/–] 


Sansibar-Baustein:
Die Traumstrände der Gewürzinsel
(Buchungscode: TAZAN)

Gönnen auch Sie sich ein paar entspannte Tage nach Ihrem Ngorongoro-Hochlandtrekking. Die Gewürzinsel Sansibar mit traumhaften Stränden bietet dazu das ideale Terrain.

10. Tag: Flug nach Sansibar
Fahrt zum Kilimanjaro International Airport und Flug nach Sansibar. Auf der Gewürzinsel angekommen, erfolgt der Transfer zu Ihrem Hotel an der Ostküste.
[F/–/A] 

11. - 13. Tag: Entspannte Tage an Sansibars Traumstränden
Sansibar – schon der Name allein lässt einen träumen. Von weißen Traumstränden, Kokospalmen und türkisfarbenem Wasser. Die Insel in den warmen Gewässern des Indischen Ozeans vor der Ostküste Tansanias gehörte einst zum Sultanat Oman. Sie war ein Zentrum des Sklavenhandels und Anbaugebiet edler Gewürze wie Nelke, Vanille und Muskatnuss. Heute locken vor allem die Traumstrände an ihrer Ostküste. 
[F/–/A]

14. Tag: Abreise 
Der Vormittag steht in der Regel zur freien Verfügung, bis der Transfer zum Flughafen die Abreise einläutet. Vielleicht erstehen Sie ein letztes Souvenir oder entspannen auf der Hotelterrasse? Ankunft in der Heimat am Folgetag.
[F/–/–]

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

Leistungen Trekking und Walking-Safari im Land der Massai:
(Buchunscode: TAWALK)

  • Reiseleitung durch einen Englisch sprechenden, einheimischen Kultur- und Bergwanderführer
  • ab/bis Hotel in Moshi 
  • 3 x Hotel/Lodge*** im DZ
  • 6 x Zweipersonenzelt mit einfacher Liegematte
  • Essenszelt mit Tisch und Stühlen
  • Toilettenzelt
  • Vollpension, beginnend mit dem Abendessen am Ankunftstag, endend mit dem Frühstück ab Abreisetag
  • Bus- und Jeepfahrten laut Programm
  • Gepäcktransport auf dem Trekking durch Esel, 15 kg Freigepäck
  • Begleiter auf dem Trekking: Massai-Guide, Koch, Eseltreiber
  • Nationalparkgebühren in Höhe von US-$ 850,–
     

 

Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen
Preis pro Person im Doppelzimmer/-zelt: ab € 2495,-
Aufpreis Einzelzimmer/-zelt: € 135,-

 

Leistungen Sansibar-Baustein:
Die Traumstrände der Gewürzinsel
(Buchungscode: TAZAN)

  • Flug mit Precision Air, Kilimanjaro(JRO) - Zanzibar(ZNZ) - (Kilimanjaro(JRO)/Dar es Salaam(DAR)), 23 kg Freigepäck!
  • 4 x Kichanga Lodge****, Bungalow-DZ mit Meerblick
  • Halbpension
  • Transfers Moshi-Flughafen und auf Sansibar

 

Mindestteilnehmerzahl: 1 Person
Preis pro Person im Doppelzimmer/Bungalow Meerblick: € 895-
Aufpreis Einzelzimmer/Bungalow Meerblick: € 325,- 

(Beim Sansibar-Baustein leider keine halben Doppelzimmer buchbar)

Bei uns außerdem enthalten

  • Umfangreiches Versicherungspaket:
    Reisekranken-Versicherung inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten, Assistance-Leistungen sowie Haftpflicht-Versicherungen

Teilnehmerzahl:

2–12 Personen

Reisedokumente

Reisepass und Visum für Tansania (Beantragung bei Einreise am Kilimanjaro Airport möglich)

Zusatzkosten:

Visum und Trinkgelder je nach Programmumfang zusammen ca. € 180,- bis € 230,–

Zusatzinformationen:

Unsere Guides sind im Gebirge zuhause
Unsere Trekkingreisen in Tansania werden von ausgewählten lokalen Guides geleitet, die vom DAV Summit Club in regelmäßigen Schulungen ausgebildet werden: in Sachen Gruppendynamik, Sicherheit und Höhenkrankheit aber auch Sauberkeit und Hygiene bei der Verpflegung. Die Routen an den Vulkanen kennen sie aus eigener Erfahrung und sind somit Ihr Garant für ein maximales Bergerlebnis.

Beste Reisezeit
Grundsätzlich kann die Reise fast ganzjährig durchgeführt werden. Wir empfehlen jedoch die große Regenzeit von Ende März bis Ende Mai zu meiden. Ideal ist die Reisezeit von Ende Dezember bis Mitte März mit guter Sicht am Berg. Auch die große Trockenzeit von Juli bis Oktober eignet sich sehr gut, es kann in diesem Zeitraum aber auf dem Hochlandtrekking kalt werden. Die kleine Regenzeit im November/Dezember empfiehlt sich vor allem jenen, die eine Zeit mit wenigen Besuchern suchen und sich von etwas wechselhafterem Wetter nicht abschrecken lassen.

Wichtiger Hinweis: 
Änderungen oder Abweichungen vom ausgeschriebenen Programmablauf während der Reise sind aufgrund des Charakters unserer Touren jederzeit möglich. Straßenverhältnisse, Wettereinbrüche, behördliche Willkür, Schwierigkeiten mit örtlichen Transportmitteln und viele andere Einflussfaktoren führen dazu, dass der angegebene Reiseverlauf nicht garantiert werden kann. Die obige Ausschreibung stellt insofern auch nur den geplanten Reiseverlauf dar, ohne den genauen Ablauf im Detail zu garantieren.

Unterbringung

OrtNächteUnterbringungLandeskategorie

Trekking und Walking-Safari im Land der Massai: (TAWALK)

Moshi

2Honey Badger Lodge, Weru Weru Lodge, Sal Salinero Lodge o.ä.***

Karatu

1Endoro Lodge, Tloma Lodge o.ä.***

Trekking

6Zelt

Sansibar-Baustein:(TAZAN)

Pingwe

4Kichanga Lodge o.ä.****

Anforderungen

Voraussetzungen

Technisch anspruchsvolle Bergwanderung, für die Sie Gesundheit und eine gute Kondition für Gehzeiten bis neun Stunden mitbringen. Die höchste Übernachtung erfolgt auf 2704 Metern. Wenn Sie den Vulkan Ol Doinyo Lengai besteigen wollen – der Berg ist deutlich anspruchsvoller als etwa der Kilimandscharo –, müssen Sie ein erfahrener, trittsicherer und schwindelfreier Bergsteiger sein, der auch längere, bis zu dreißig Meter ausgesetzte Passagen ohne Schwierigkeiten bewältigen kann und auch höheren Belastungen bei Regenwetter Stand hält. Dann kann sich die Vulkanasche zu einer schmierigen und rutschigen Substanz verdichten, die höchste Konzentration erfordert. Auch das Gehen in den rauen Gesteinsrampen mit gut dreißig Grad Neigung ist beschwerlich, wobei man an anderer Stelle wieder tief in die Vulkanasche ein- und zurücksinken kann. Mit zunehmender Höhe gewinnt das Gelände an Steilheit, bis man durch ein Felscoloir den Kraterrand erreicht. Am Gipfeltag ist mit einer Gehzeit von zehn bis zwölf Stunden zu rechnen. Die Besteigung des Ol Doinyo Lengai erfolgt in der Nacht im Schein der Stirnlampen, um der großen Tageshitze zu entgehen. Der aktive Vulkan wartet mit täglich zwei Eruptionsphasen auf. Bei größeren silikatischen Eruptionen muss aus Sicherheitsgründen auf eine Besteigung verzichtet werden.

Sind Sie unsicher, ob Sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen? Stufen Sie sich nicht zu hoch ein. Wer nicht am Limit läuft, kann die Schönheiten der Natur intensiver geniessen! Im nachfolgenden Download finden Sie ausführliche Informationen zur Schwierigkeitsbewertung. Sind Sie bezüglich der Kondition unsicher, vergleichen Sie die angegebenen reinen Gehzeiten und zu bewältigenden Höhenmeter mit Touren, welche Sie schon gemacht haben. Bitte beachten Sie, dass eine Tour mit der Angabe von z. B. 5 h Gehzeit, mit den Pausen ca. 7–8 Stunden dauert.

Hochland-Trekking

Technik:
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Kondition:
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Ol Doinyo Lengai

Technik:
^^°°°
Kondition:
^^^^°

Details

BuchungscodeTAWALK
DAV-Mitglieder-Bonus:30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart eigene Anreise

Leistungsbeginn: ab/bis Hotel in Moshi (Zielflughafen JRO)

Reise wahlweise mit oder ohne Flug buchbar.

Gerne unterbreiten wir Ihnen ein tagesaktuelles Flugangebot ab/bis gewünschtem Flughafen. (bei Buchungsanfrage über "jetzt buchen", per E-Mail oder Telefon vorab)

* Bei Buchung der Flüge über den DAV Summit Club sind die Hotel- und Flughafentransfers im Zielgebiet für Sie organisiert und im Flugangebot bereits enthalten

* Bei Flugbuchung in Eigenregie sind Sie für die Organisation der Hotel- und Flughafentransfers selbst verantwortlich!

Beispielflugangebot: ab € 1030,-
Flug mit Ethiopian Airlines ab/bis Frankfurt via Addis Abeba zum Kilimanjaro International Airport, inklusive Hotel- und Flughafentransfer

Rail & Fly Bahnticket 2. Kl./ICE zum/vom Flughafen innerhalb Deutschlands für € 75,- zubuchbar (nur in Verbindung mit Flugbuchung)



Anmeldeschluss 2 Monate vor Reisebeginn.
Spätere Buchungen sind nur auf Anfrage möglich.

Termine So 21.07.2019 bis Di 30.07.2019
ab 2.495,- €

So 18.08.2019 bis Di 27.08.2019
ab 2.495,- €

So 29.09.2019 bis Di 08.10.2019
ab 2.495,- €

Fr 27.12.2019 bis So 05.01.2020
ab 2.495,- €

So 26.01.2020 bis Di 04.02.2020
ab 2.495,- €

So 23.02.2020 bis Di 03.03.2020
ab 2.495,- €

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Kinga Kazai

Gerne helfe ich Ihnen weiter.

Kinga Kazai
Telefon: 089/642 40 132Telefon: 089/642 40 132
E-Mail sendenE-Mail: kazai@dav-summit-club.de