Kirgisistan: Zelt-Trekking zu Füßen des Aksu Peak – Einsame Pfade im wilden Turkestan-Gebirge

Programm
Das sagen Mitreisende

Beschreibung

  • Anspruchsvolles Zelt-Trekking, 13 Tage
  • Mit Tragtieren durch das Turkestan-Gebirge 
  • Gletscher und Blumenwiesen zu Füßen der Fünftausender
  • Im Kletterparadies Mittelasiens:
    die himmelhohen Wände von Sabakh- und Aksu Peak
  • Schöne Lagerplätze und die gute kirgisische Küche 
  • Welterbestadt Osh mit dem berühmten Suleiman-Berg
  • Tausende Meter hohe Granitwände unter eisbedeckten Gipfeln
  • Zu Gast bei Hirten und Nomaden im Pamir-Alai

Programm

Mit seinen gewaltigen Granitpfeilern und steilen Felswänden gilt das Turkestan-Gebirge als Klettermekka Mittelasiens. Eine Welt aus Tälern, Gletschern und Gipfeln, darunter drei Dutzend Fünftausender. Eine Woche lang sind wir mit Sack und Pack und mit Pferden unterwegs durch die einsame Berg- und Gletscherwelt unter dem 5355 Meter hohen Aksu Peak, dessen spektakuläre Nordwand fast zweitausend Meter hoch in den Himmel steigt. Wir durchstreifen schöne Flusstäler mit herrlichen Bergwäldern, wandern über Bergblumenwiesen und zelten an schönsten Plätzen. Wir treffen auf Hirten mit ihren Herden und überschreiten den 4140 Meter hohen Udobny-Pass. Und wir genießen die Sicht auf faszinierende Berggestalten, auf Felstürme, die erst am Firmament zu enden scheinen, mit Wänden, fast senkrecht und himmelhoch. Äpfel und Aprikosen wachsen in den Tälern, Wacholder und Blutberberitze finden sich in den Hochlagen, dazwischen Almgelände mit alpiner Flora – eine Landschaft, ursprünglich, einsam und wild. Ein Trekking für Bergfreunde, die das Besondere suchen. Mit höchster Nacht auf 3100 Metern und Gehzeiten bis acht Stunden. Nicht Patagonien, aber mindestens so schön und eindrucksvoll.

Erläuterungen:  Gz 5 h Die Gehzeit ohne Pausen beträgt fünf Stunden.
Hm ↑100 ↓200 Höhenmeter im Aufstieg bzw. im Abstieg.
[F/M/–] [F/–/A] [–/–/A]  Enthaltene Mahlzeiten:  F = Frühstück;  M = Mittagessen;  A = Abendessen.

1. Tag: Abflug von Frankfurt
Linienflug mit Aeroflot von Frankfurt über Moskau nach Kirgisistan. 

2. Tag: Ankunft in Osh
Landung in Osh, der zweitgrößten Stadt Kirgisistans, 870 m, in den Morgenstunden. Sie werden am Flughafen abgeholt und fahren zum Hotel, wo Sie ein Frühstück erwartet. Die Zimmer können erst Mittags bezogen werden. Bei einer Besichtigung der dreitausend Jahre alten Stadt sehen Sie neben der Rabat-Abdul-Khan-Moschee gleich neben dem großen Basar auch den Suleiman-Berg, der große Bedeutung für muslimische Pilger hat und zum UNESCO-Welterbe gehört. Vielleicht handelt es sich dabei um den "Steinernen Turm", den der antike Wissenschaftler und Philosoph Ptolemäus als Mitte der Seidenstraße bezeichnet hat. Abendessen und Übernachtung im Hotel.
[F/M/A]

3. Tag: Osh – Uzgurush
Lange Fahrt (290 km/7 h) in die Region Batken im äußersten Südwesten des Landes, in der sich mehrere tadschikische und usbekische „Inseln“ befinden. Sie passieren neben einer der Enklaven das Städtchen Kyzil Kia am Südrand des Ferganga-Tales und Uch-Korgon, wo die größten Kirschen der Erde reifen. Die Fahrt über das das weite Hügelland zieht sich. Da bieten kleine Dörfer und Weiler unterwegs willkommende Abwechslung. Schließlich landen Sie im entlegenen Turkestan-Gebirge in den westlichen Ausläufern des Pamir-Alai und beziehen im Dorf Uzgurush, 1800 m, die Zimmer in einem einfachen Gästehaus. Mit Ihrem Kultur- und Bergwanderführer besprechen Sie beim Abendessen den Trekkingverlauf der kommenden Tage.
[F/M/A]

4. Tag: Turkestan-Trekking
Erste Etappe: Uzgurush – Uriam River

Ab heute besorgen Pferde den Gepäcktransport – die Treiber warten schon auf das Gepäck, um dieses auf die Tiere aufzuteilen. Dann setzt sich die Karawane in Bewegung. Ziel ist ein Stück Einsamkeit in einem der schönsten und abgelegensten Gebirge der Erde. Sie betreten das Tal des Laily-Mazar-Flusses und folgen diesem durch Apfel- und Aprikosenhaine und später durch Wald mit Wacholderbeständen und schönen Lichtungen bergan. Dann verengt sich das Tal und Sie erreichen die Stelle, wo der Uriam-Fluss in den Laily Mazar River mündet. Hier, in 2110 Meter Höhe, findet sich ein geeigneter Lagerplatz. Und am Abend zeigt der Koch, was er alles „auf der Pfanne“ hat. Heute wie an den folgenden Trekkingtagen übernachten Sie im Zweipersonenzelt im eigenen Schlafsack. Das Rauschen des Flusses bereitet ein natürliches Nachtkonzert.
Hm ↑300 Gz 7 h [F/M/A]

5. Tag: Turkestan-Trekking
Zweite Etappe: Uriam River – Moränenlager

Nach kurzem Abstieg zu einer Brücke ziehen Sie das malerische Tal des Laily Mazar weiter flussaufwärts. Ihre Mittagsrast halten sie an der Einmündung des Sabakh-Flusses, dessen eindrucksvoller Schlucht Sie später folgen. Die Natur des Turkestan-Gebirges ist von umwerfender Schönheit und ein Paradies für zahlreiche Planzen und Tierarten, nicht nur für Adler und Forellen: Nadelbäume verströmen würzigen Duft, Birken ziehen Wasser an den Flussufern und an den Talrändern wachen Ebereschen, die im Sommer rote Früchte tragen. In die Landschaft versprengte Findlinge lassen erahnen, wie weit die Gletscher früher gereicht haben. Schließlich werden im Hochtal von Sabakh am Fuß der Moräne die Zelte aufgebaut – auf wunderschönem Wiesengrund und geschützt von eindrucksvollen Felsgebilden und knorrigen Wacholdergewächsen. Hier „kratzen“ Sie bereits an der Dreitausendmeter-Marke.
Hm ↑950 ↓50 Gz 8 h [F/M/A]

6. Tag: Turkestan-Trekking
Dritte Etappe: Exkursion zum Sabakh Peak

Tageswanderung talaufwärts bis zum Beginn des Geltschers zu Füßen des 5283 Meter hohen Sabakh Peak. Zunächst steigen Sie zum Moränenrücken auf, von wo sich der mäandernde Fluss zwischen den versprengten Jurtencamps der Nomaden am schönsten zeigt. Hier halten Sie Rast und besuchen eines der Lager, um mit den Hirten in Kontakt zu kommen und mehr über deren einfache Lebensweise zu erfahren. Nach Überschreitung eines weiteren Moränenrückens macht sich erstmals Gletscherhauch bemerkbar. Jetzt zeigt sich der markante Sabakh Peak in voller Pracht: Bis zu 1500 Meter ragen seine glatt geschliffenen Felswände eindrucksvoll in den Himmel, allen voran die Pfeiler von Parus- und Sabakh Peak und weiterer Giganten. Eine Hochgebirgslandschaft, die faszinierender und spektakulärer nicht sein könnte und ein Eldorado für Extremkletterer, das seinesgleichen sucht. Je nach Lichtverhältnissen und Sichtwinkel liefert das gewaltige Ensemble immer wieder neue Bilder. Sie lassen das einmalige Naturspektakel in aller Ruhe auf sich wirken. Dann beginnt der Abstieg zum Lager, wo man Sie mit schmackhaften Gerichten der kirgisischen Küche verwöhnt. 
Hm ↑↓600 Gz 4-5 h [F/M/A]

7. Tag: Turkestan-Trekking
Vierte Etappe: Moränenlager – Udobny-Pass – Uriam-Tal

Die Überschreitung des 4140 Meter hohen Udobny-Passes ist zweifellos die „Königsetappe“ des Turkestan-Trekkings. Schritt für Schritt nähern Sie sich der Passhöhe und genießen die immer prächtigeren Aussichten. Sie blicken tief hinab in das Tal des Uriam-Flusses und auf die Bergketten des Turkestan-Gebirges mit dem 4883 Meter hohen Parus Peak und vielen weiteren majestätischen Gipfeln. Besonders der legendäre Parus ist in der internationalen Kletterszene eine beliebtes Ziel, in dessen Wand schon berühmte Bergsteigergrößen ihre Routen gelegt haben. Sie genießen das großartige Panorama und kommen aus dem Staunen kaum heraus. Der Kultur- und Bergwanderführer drängt zum Abstieg durch die steilen Schuttrinnen zum nächsten Lagerplatz, 3025 m. Auf einer schönen Bergwiese findet sich ein idyllisch gelegener Zeltplatz nahe am Fluss. An diesem malerischen Ort sind zwei Übernachtungen vorgesehen.
Hm ↑↓1100 Gz 7-8 h [F/M/A]

8. Tag: Turkestan-Trekking
Fünfte Etappe: Erkundungen im Nomadenland

Ein verdienter Rasttag, den Sie zur Ruhe und Erholung nutzen können. Wer will, begleitet den Kultur- und Bergwanderführer auf einer Wanderung ins obere Uriam-Tal, wobei der mäandernde Fluss als Wegweiser dient, und genießt dabei die Sicht auf schneebedeckte Berge. Die schönen Bergmatten und die darin verteilten Wacholderbüsche lassen einen an einen wie von Gärtnerhand angelegten Japanischen Garten denken. Die Wanderung führt über weites Almgelände, wo sich immer wieder Nomadencamps finden. Sicher werden Sie von einem Hirten zu einem Plausch bei einer Tasse Tee eingeladen und erleben die herzliche Gastfreundschaft der einheimischen Bevölkerung. Rückkehr zum Zeltcamp am Uriam-Fluss.
Hm ↑↓400 Gz 3-5 h [F/M/A]

9. Tag: Turkestan-Trekking
Sechste Etappe: Uriam-Tal – Uriam-Pass – Ak-Mechet

Auch wenn der Uryam-Pass mit seinen 3760 Metern dem Udobny-Pass an Höhe nicht das Wasser reichen kann, sind die Aussichten von der Passhöhe nicht weniger spektakulär. Schon im Aufstieg fällt der Blick auf den Parus Peak, der sich jetzt in Ihrem Rücken aufsteilt und hinter dem der Sabakh Peak hervorspitzt. Später gleitet der Blick hinab in die Täler des Ak-Suu und Kara-Suu, die sich flussabwärts zum mächtigen und wilden Ak-Mechet vereinen. Dann taucht vor uns auch ein neuer Gebirgsstock auf, dessen eisbedeckte Gipfel die Aksu Range von der Kraravshin-Region trennen. Der Aksu Peak, 5355 m, mit seiner weißen Sahnehaube, fasziniert Kletterfreaks aus aller Welt mit einer himmelhoch aufragenden, vertikalen Felswand von gewaltger Dimension. Sie blicken in ein natürliches Amphitheater, das von den Fünftausendern Iskander Peak, Admirateyets Peak, Blok Peak und Petrogradets Peak gerahmt wird. Entspannter Abstieg zum Zeltlager Ak-Mechet. Hier, in 2830 Meter Höhe, werden wir wiederum zwei Nächte verbringen – eine willkommene Pause für die Pferde, die bislang Großes geleistet haben. Die besten Fotomotive bietet der Aksu Peak übrigens im milden Licht des Sonnenuntergangs.
Hm ↑750 ↓925 Gz 6-7 h [F/M/A]

10. Tag: Turkestan-Trekking
Siebte Etappe: Gletscher unter der Aksu-Peak-Nordwand

Unter den Gipfeln der Fünftausender Aksu-, Admirateyets-, Blok-, Iskander- und Petrogradets Peak erstreckt sich ein gewaltiger Gletscher, zu dem Sie heute aufsteigen. Er ist fast vollständig von Geröll und Moränenschutt bedeckt. Nur an wenigen Stellen ist sein eiskalter Atem unter den Schuhsohlen zu spüren. Dann stehen Sie direkt unter der riesenhaften, fast zweitausend Meter hohen Nordwand des Aksu Peak, die sich aus dem Nichts zu erheben scheint und irgendwo am Firmament verschwindet. Mindestens fünf Kletterrouten der Kategorie „Big Wall“ ziehen sich durch die gewaltige Wand, wo sich schon die weltweit besten Kletterer verewigt haben. Sie biegen den Kopf in den Nacken und genießen den Blick in schwindelerregende Höhen. Unter dem himmelstürmenden Granit kommt man sich plötzlich sehr winzig vor. Patagonien in Asien? Sie genießen die unglaubliche Szenerie und halten am Ak-Suu-Fluss Mittagsrast. Er entwässert den Gletscher, der vom Blok Peak herunterzieht. Zum Sonnenuntergang sind Sie zurück im Camp, mit unvergesslichen Bildern im Gepäck, die ein Leben lang in Erinnerung bleiben.
Hm ↑↓700 Gz 4-5 h [F/M/A]

11. Tag: Turkestan-Trekking
Achte Etappe: Ak-Mechet – Uzgurush

Mit dem Abstieg entlang dem Ak-Mechet-Fluss schließt sich der Kreis. Noch einmal durchwandern Sie die herrliche Gebirgslandschaft mit Birken und Ebereschen, schnuppern den Duft von Blumenwiesen und würzigem Wacholder und genießen die zunehmend wärmeren Temperaturen. Sie beteiligen sich aktiv am Umweltprogramm des DAV Summit Club und nehmen Problemmüll wie Batterien wieder mit. Der „DreckSack“, den Sie mit den Reiseunterlagen erhalten, leistet dabei wertvolle Hilfe. Schließlich treffen Sie mit den Pferden und den Begleitern wieder in Uzgurush, 1800 m, ein, und beziehen die Zimmer im bekannten Gästehaus. Gemeinsam werden Sie heute Abend den Abschluss des Trekkings durch das Turkestan-Gebirge feiern.
Hm ↑50 ↓1050 Gz 7 h [F/M/A]

12. Tag: Uzgurush – Osh
Rückfahrt (290 km/7 h) nach Osh, 870 m, wo Sie noch einmal im Hotel übernachten. 
[F/M/A]

13. Tag: Rückflug nach Frankfurt
Frühmorgens erfolgt der Transfer zum Flughafen zum Check-in. Flug mit Aeroflot über Moskau und Ankunft in Frankfurt.

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Einglisch sprechender einheimischer Bergführer
  • Deutsch sprechender einheimischer Kulturführer für die Besichtigungen in Osh
  • Aeroflot Flug ab/bis Frankfurt in der Economy-Klasse über Moskau nach Osh und zurück, inklusive Flughafengebühren und 23 kg Freigepäck                    
  • 2 x Hotel*** im DZ, 2 x einfaches Gästehaus im DZ, 7 x Zweipersonenenzelt mit Liegematte
  • Gruppen- und Toilettenzelt    
  • Vollpension
  • Busfahrten lt. Programm
  • Eintritte für Besichtigungen lt. Programm
  • Gepäcktransport auf dem Trekking durch Pferde, 15 kg Freigepäck
  • Begleiter: Pferdetreiber, Koch                                                   

Bei uns außerdem enthalten

  • Höhenmedizinische Überdruckkammer
  • Sicherheitsausrüstung wie Satellitentelefon
  • Umfangreiches Versicherungspaket:
    Reisekranken-Versicherung inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten, Assistance-Leistungen sowie Reisehaftpflicht-Versicherung

Teilnehmerzahl

8–12 Personen

Reisedokumente

Reisepass (muss über die Reisedauer hinaus noch mindestens sechs Monate gültig sein).

Wichtiger Coronahinweis

Der DAV Summit Club und die Leistungsträger erbringen ihre Leistungen stets unter Einhaltung und nach Maßgabe der zum Aufenthaltszeitpunkt vor Ort geltenden behördlichen Vorgaben und Auflagen. Aus diesem Grund kann es zu Corona bedingten angemessenen Nutzungsregelungen oder –beschränkungen bei der Inanspruchnahme der Leistungen kommen. Bitte beachten Sie je nach gebuchter Reise die Ausführungen des Auswärtigen Amtes Berlin zu Kirgisistan und zu Kasachstan und hier insbesondere die Rubriken „Aktuelles“ sowie die behördlichen Vorgaben für die von Ihnen besuchte Destination Kirgisistan und/oder Kasachstan 
Sofern die behördlichen Vorgaben nur in der Landessprache vorliegen empfehlen wir die Nutzung einer gängigen Übersetzungs App wie etwa den Google Translator.

Zusatzkosten

Trinkgelder ca. € 60,–; Getränke ca. € 50,–; Zusatzkosten können variieren und dienen lediglich der Orientierung.

Zusatzinformationen

Wichtiger Hinweis:
Änderungen oder Abweichungen vom ausgeschriebenen Programmablauf während der Reise sind aufgrund des Charakters unserer Reisen jederzeit möglich. Straßenverhältnisse, Wettereinbrüche, behördliche Willkür, Schwierigkeiten mit örtlichen Transportmitteln und viele andere Einflussfaktoren führen dazu, dass der angegebene Reiseverlauf nicht garantiert werden kann. Die obige Ausschreibung stellt insofern auch nur den geplanten Reiseverlauf dar, ohne den genauen Ablauf im Detail zu garantieren.

Klima & Wetter:
In Kirgisistan herrscht Kontinentalklima mit kurzen Sommern im Gebirge und Niederschlägen auch im Juli und August, ab 3000 Meter oft als Schnee. Wir empfehlen entsprechenden Regenschutz, da Niederschläge in der Regel überraschend auftreten und überwiegend von kurzer Dauer sind. Tagsüber kann es bei schöner und windstiller Wetterlage bis 25 Grad warm werden, normal liegen die Temperaturen um die 15 Grad. In der Nacht kann das Thermometer deutlich unter Null fallen. Messstationen in den Bergen der Welt sind eine Seltenheit, aber mit einem Temperaturgradienten von 5 bis 6 Grad pro 1000 Höhenmeter sind auch Abschätzungen für höhere Regionen möglich:

Mittlere Temperaturen Osh (870 m) in °C
  Jan    Feb    März   April   Mai    Juni   Juli   Aug    Sept   Okt    Nov    Dez   
max.      1     4     12     20    26    30    32     31     26    19    10      3
min.     -8    -6      1      8    12    16    17     15     11     5    -1     -5
Durschnittliche Niederschläge
  Jan    Feb    März   April   Mai    Juni   Juli   Aug    Sept   Okt    Nov    Dez   
mm     35    44      55     52    47    18    12     6     8    38    32     32

 

Empfehlungen vom Arzt zum Höhenbergsteigen:
Verantwortlich für das Auftreten akut lebensbedrohlicher, höhenbedingter Erkrankungen sind vor allem die Unkenntnis der wichtigsten Grundlagen über Höhenanpassung und Leistungsverhalten am Berg, die Selbstüberschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit sowie eine aus Abenteuerlust geborene erhöhte Risikobereitschaft. Dabei spielen bestehende gesundheitliche Schäden und fortgeschrittenes Alter bei oft mangelnder Trainingsvorbereitung eine wichtige Rolle. Der DAV Summit Club ist bei der Auswahl und der zeitlichen Planung seiner Trekkingtouren bemüht, den neuesten sportmedizinischen Grundlagen des Höhenbergsteigens entgegenzukommen und will mit den folgenden Tipps sicherstellen, dass auch durch Ihr Verhalten die Tour zu einem bleibenden positiven Erlebnis wird:

Höhenbergsteigen heißt lang andauernde, maximale Ausdauerbelastung unter chronischen Sauerstoffmangelbedingungen. Dabei nimmt die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit alle 1500 Höhenmeter um 10% ab. Sie besitzen also auf Ihrem ersten Sechstausender trotz bester Akklimatisation nur noch 60 bis 70% Ihrer Leistungsfähigkeit. Erste Voraussetzung ist daher eine möglichst hohe Ausdauerleistungsfähigkeit. Diese kann in der Regel nicht durch Wochenendtouren im alpinen Bereich erzielt werden. Außerdem nimmt diese jenseits des 40. Lebensjahres bei mangelndem Training steil ab. Grunderkrankungen der Lunge, des Herzens, des Kreislaufs und des Stoffwechsels können früh leistungsbegrenzend sein. Auch Erkrankungen der Sehnen, Bänder und Gelenke sowie des Haltungs- und Bewegungsapparates können in den Vordergrund treten. Lassen Sie sich daher zuerst von Ihrem Hausarzt auf bestehende Vorerkrankungen untersuchen. Auch der Zahnarztbesuch gehört dazu.

Beginnen Sie dann rechtzeitig, mindestens drei Monate vor Abreise, mit einem möglichst drei- bis viermal wöchentlichen Ausdauertraining. Dabei genügen 15 bis 20 Minuten bei alters- und trainingsabhängigen Pulsfrequenzen zwischen 140 und 160. Im Sommer bieten sich Waldlauf und Radfahren an, im Winter vor allem Skilanglauf. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Sie sich während des Trekkings die notwendige Kondition aneignen können. Die beste Kondition sollten Sie bei der Abreise besitzen.

Zum Leistungsverhalten am Berg sollten Sie beachten: Oberhalb einer Reizhöhe von 3500 Metern beginnen spürbar die Auswirkungen des Sauerstoffmangels. Der Körper befindet sich im Stresszustand. Geben Sie ihm daher in den ersten 48 bis 72 Stunden die Möglichkeit zur problemlosen Höhenanpassung, indem Sie sich keinesfalls körperlich überlasten, nicht auf Dauer Höhenunterschiede von mehr als 500 Metern überwinden und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. In diesem Zeitraum liegt auch der Häufigkeitsgipfel von Höhenkrankheiten wie Lungen- und Hirnödem.

Bei 2500 überprüften Expeditionsteilnehmern wurden nur 1% ernstzunehmende Höhenkrankheiten festgestellt. Wenn die Grundregeln berücksichtigt werden, bestehen keine unlösbaren Probleme. Die ersten zwei Stunden pro Tag sollten immer gemächlich angegangen werden. Vermeiden Sie Erschöpfungszustände und große Schlafhöhen. Benützen Sie wenn möglich Stöcke zum Steigen. Ganz besonders wichtig ist der Einsatz von Stöcken bei einem Erkrankten, der im Abstieg begriffen ist. Dadurch wird die Atemhilfsmuskulatur wesentlich unterstützt. Kontrollieren Sie Ihre Urinausscheidung. Täglich! 1 Liter sollte unbedingt ausgeschieden werden. Dies wäre eine gute Kontrolle der Höhenverträglichkeit.

Unterbringung

Für das Trekking stellen wir Zweipersonenzelte mit einfachen Liegematten. Nehmen Sie eine Therma-Rest-Leichtluftmatratze mit, falls Sie bequemer liegen wollen. Sie werden reich verpflegt – das Abendessen wird immer warm serviert. Zu den Mahlzeiten gibt es schwarzen Tee, morgens auch Kaffee. 
 

OrtNächteUnterbringungLandeskategorie

Osh

2Hotel Sunrise Guesthouse***

Uzgurush

2einfaches Gästehaus

Trekking

7Zelt

Anforderungen

Technisch anspruchsvolle Bergwanderung, die Gesundheit, Trittsicherheit auch in weglosem Gelände und Kondition für Gehzeiten bis acht Stunden erfordert. Längere Fahrten auf teilweise schlechten Straßen sollten Ihnen nicht viel ausmachen. Die höchste Übernachtung erfolgt auf 3100 Metern.

Sind Sie unsicher, ob Sie den jeweiligen Anforderungen entsprechen?
Stufen Sie sich nicht zu hoch ein. Wer nicht am Limit läuft, kann die Schönheiten der Natur intensiver geniessen! Im nachfolgenden Download finden Sie ausführliche Informationen zur Schwierigkeitsbewertung. Sind Sie bezüglich der Kondition unsicher, vergleichen Sie die angegebenen reinen Gehzeiten und zu bewältigenden Höhenmeter mit Touren, welche Sie schon gemacht haben. Bitte beachten Sie, dass eine Tour mit der Angabe von z.B. 5 h Gehzeit, mit den Pausen ca. 7-8 h Stunden dauert.

Technik:
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Kondition:
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Details

BuchungscodeKITUR
DAV-Mitglieder-Bonus:30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart Flug

Aeroflot Flug ab/bis Frankfurt

Rail & Fly Bahnticket 2. Kl./ICE zum/vom Flughafen innerhalb Deutschlands € 80,–
(bitte bei Buchung angeben, nur in Verbindung mit Flugbuchung, keine nachträgliche Bestellung möglich)

Anmeldeschluss 2 Monate vor Abreise.

Der Umwelt zuliebe kompensiert der DAV Summit Club den CO2-Ausstoß aller Flüge zu 100 Prozent. Zum Projekt.

Zimmeraufpreis

Einzelzimmer/Einzelzelt (im Gästehaus in Uzgurush nicht möglich) € 195,–

Termine So 01.08.2021 bis Fr 13.08.2021 (Ausgebucht)

So 22.08.2021 bis Fr 03.09.2021 (Ausgebucht)