Apulien und Basilikata – Tageswanderungen im unbekannten und ursprünglichen Süditalien

Beschreibung

  • Leichte Tageswanderungen in Süditalien, 11 Tage
  • Hotel, Agriturismo und "Bed and Breakfast"
  • Achteckiges Castel del Monte: die "Krone Apuliens"
  • Lukanische Dolomiten und Pollino-Nationalpark
  • Küstenwanderung zu den Buchten von Maratea
  • UNESCO-Weltkulturerbe: die Sassi von Matera
  • Gipfelmöglichkeit, u. a.:
    - Serra del Prete, 2181 m

Programm

Basilikata – das duftet nach Gewürz, Macchia, Wein und Sommer. Diese markante süditalienische Region liegt zwischen Kampanien, Apulien und Kalabrien und deckt sich teilweise mit dem antiken Lukanien. Auf dieser abwechslungsreichen Kultur-Wanderreise, die der Münchner Journalist und Buchautor Joachim Chwaszcza ausgearbeitet hat, warten landestypische Unterkünfte auf Sie – kleine Hotels und gastliche Agriturismo-Einrichtungen. Ausgangpunkt ist die Hafenstadt Bari. Highlights sind der Pollino-Nationalpark, die exotisch-faszinierenden Sassi von Matera, kleine antike Siedlungen, die von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgewiesen wurden, und das beschaulich-pittoreske Hafen- und Fischerstädtchen Maratera. Sie sind auf technisch leichten Bergtouren in den Lukanischen Dolomiten unterwegs und erfreuen sich an den Köstlichkeiten der lokalen Küche. O mamma mia!

1. Tag: Flug nach Bari in Süditalien mit Lufthansa ab München. Am besten schon in bequemer Wanderkleidung, denn das Castel del Monte, das achteckige Jagdschloss des Stauferkaisers Friedrich II., erwartet Sie bereits. Eine rund einstündige Wanderung führt Sie immer näher heran an die "Krone Apuliens", die wie ein stolzes Wahrzeichen auf einem Hügel über der Murgia, der Ebene von Andria thront. Im Schatten des Castel del Monte ist Rast, dann folgt die Besichtigung des geometrischen Wunderwerks des "puer apuliae" - des Knaben aus Apulien, wie Friedrich II. in Italien genannt wurde. Weiter geht es mit dem Bus nach Venosa, 415 m, dem zweiten kulturellen Höhepunkt des Tages. In dem beschaulichen Landstädtchen mit einer charmanten Altstadt mit schmucken Adelspalästen, Relikten römischer Bauten, der Basilika Santissima Trinità und dem Geburtshaus des römischen Dichter Horaz, beziehen Sie Ihr Quartier in einem stimmungsvollen Albergo. Sicherlich wird man Ihnen am Abend ein Gläschen des tiefroten Aglianico anbieten, jenem köstlichen Wein, der an den Hängen des Monte Vulture gedeiht. Hm ↑60 ↓60 Gz 1 h [–/–/A]
2. Tag: Venosa und das nahe Melfi, ebenfalls geprägt durch die Staufer, sind die kulturellen Höhepunkte des Vormittags. Melfi, 530 m, ist nicht nur wegen der normannisch-staufischen Burg von herausragender kulturgeschichtlicher Bedeutung. In landschaftlich abwechslungsreicher Fahrt (80 km/1,5 h) durch die von Friedrich II. zur Jagd so geschätzten Landschaft rund um den Monte Vulture erreichen Sie Castelmezzano, 750 m, in den Lukanischen Dolomiten. Ein kleines, beschauliches Bergdorf umgeben von einer schroffen Felskulisse. Eine erste Rundwanderung durch die bizarre Gesteinswelt der Lukanischen Dolomiten bietet sich an. Hm ↑150 ↓150 Gz 1–2 h [F/–/A]
3. Tag: Bergwanderung in den Lukanischen Dolomiten durch eine wild zerklüftete Gebirgslandschaft mit aussichtsreichen Panoramablicken über das Basento-Tal. Sie beginnt mit dem Aufstieg zur Tempa Pizzuta, 990 m, die einen wunderschönen Blick auf den gesamten Nationalpark freigibt. Über Wiesen und Hügel führt der Rundweg in großem Bogen mit traumhaften Aussichten auf die beiden Bergdörfer zurück zum heimeligen Agriturismo. Hm ↑950 ↓950 Gz 7 h [F/–/A]
4. Tag: Hoch über der Küste von Maratea versteckt sich das Wallfahrtskirchlein Madonna di Soccorso. Sie wandern von Trecchina aus bis sich an der Abbruchkante das tiefblaue Meer sich zeigt. Der Tag beginnt mit der immer aussichtsreicher werdenden Fahrt (125 km/2,5 h) nach Westen. Ein kurzer Halt in Brienza mit seiner trutzigen Burg bietet sich an. Sie erreichen jenes schmale, dafür aber umso schönere Stückchen tyrrhenischer Küste, das die Basilikata ihr Eigen nennen kann. Bei Trecchina, 500 m, beginnt die Rundwanderung, die weitgehend einem alten Pilgerpfad folgt. Die Blicke reichen bis zu den Gipfeln des Pollino, ins Noci-Tal und natürlich hinaus auf die blaue Weite des Tyrrhenischen Meeres. Abstieg vom Passo la Colla, 594 m, zum Meer bei Aquafredda. Maratea und seine kleine Buchten gehören zu den letzten geheimen Perlen an Italiens Küste. Die Möglichkeit zum Bad ist selbstverständlich. Ein Ort zum Verlieben. Nach dem gemeinsamen Abendessen lockt die Piazza! Hm ↑640 ↓1140 Gz 4 h [F/–/A]
5. Tag: Entlang der traumhaft schönen Felsenküste von Maratea, deren Ausläufer knapp 700 Höhenmeter erreichen. Es verspricht ein erlebnisreicher Tag zu werden, der geprägt ist von der unberührten Küstennatur und den traumhaften Blicken auf die Küste des Cilento und der Basilikata. Sie wandern zum Monte Biagio, 624 m, mit der weißen, weithin sichtbaren Erlöserstatue. Auch eine optionale Bootsfahrt entlang der schroffen Felsenküste bietet sich an. Rückkehr zum Hotel. Es bleibt Zeit, um das beschauliche und idyllische Maratea noch einmal zu erkunden und in vollen Zügen zu genießen. Hotelnacht. Hm ↑300 ↓300 Gz 5–6 h [F/–/A]
6. Tag: Der Pollino-Nationalpark und die Serra del Prete, 2181 m, sind die Wanderhöhepunkte in dieser vielschichtigen Basilikata-Wanderrunde. Busfahrt (55 km/2 h) nach Castellucchio und Aufstieg auf steilem Felsenpfad empor zur Wallfahrtskirche auf einer Hochebene am Monte Zanccana, 1580 m, einem der wenigen Gebiete im Pollino, an dem junge Panzerkiefern wachsen. Vor allem im Frühling faszinieren hier Knabenkraut, Narzissen und Schachbrettblumen den Wanderer. Abstieg über das Flusstal nach Castellucchio Inferiore und Weiterfahrt nach Viggianello, 500 m, dem zentralen Ort im Pollino-Nationalpark. Zwei Nächte im Agriturismo. Hm ↑650 ↓650 Gz 4 h [F/–/A]
7. Tag: Rundwanderung zur Serra delle Ciavole, 2127 m. Fahrt zum Colle de Impiso, 1573 m, wo die heutige Königsetappe beginnt. Aufstieg zur Serra delle Ciavole, 2127 m – unterteilt in zwei "Hauptgipfel". Hier oben, wo ganze Herden von freilaufenden Pferden weiden, finden sich die schönsten und ältesten Pini Loricati, die Panzerkiefern, für die der Park so berühmt ist. Panzerkiefern sind in Europa nur auf dem Balkan und im Pollino-Park anzutreffen. Sie wachsen langsam und erreichen in einigen Fällen ein Alter von Tausend Jahren. Ihre starken Pfahlwurzeln, die tief in den felsigen Boden eindringen, schützen sie vor Schnee und Sturm. Der Höhenrücken der Serra delle Ciavole ist bestanden mit diesen Kiefern. Der Abstieg erfolgt über den legendären Göttergarten  "Giardino degli Dei" und die "Piani di Pollino" mit kleinen Weihern und Moorwiesen, idealen Biotope für die geschützte Fauna und Flora. Über einen wildromantischen Schluchtenpfad steigen Sie ab zum Treffpunkt. Rückkehr mit dem Bus zum Agriturismo und Abendessen. Hm ↑850 ↓1100 Gz 6–7 h [F/–/A]
8. Tag: "Christus kam nur bis Eboli" ist der autobiographische Bericht von Carlo Levi über die Zeit seiner Verbannung nach Aliano in der Basilikata, damals Lukanien. Aliano, 497 m, liegt auf einem steilen Bergrücken inmitten der eigentümlichen Landschaft der Calanchi zwischen den Flusstälern des Sauro und des Agri. Durch die von Levi beschriebene "Mondlandschaft" wandern Sie hinauf nach Aliano, das "Gagliano" in Levi's Buch. Es ist ein Meisterwerk der italienischen Literatur und die ist in Aliano inzwischen zu Hause. Literarische Züge trägt auch Ihr Quartier im nahen Ort Rabatana, 243 m. Hotelübernachtung. Hm ↑400 ↓400 m Gz 2–3 h [F/–/A]
9. Tag: Murgia Timone und die Sassi von Matera – ein Tag, der an Überraschungen so einiges zu bieten hat. Fahrt von Rabatana nach Matera (70 km/1,5 h). Von der christlichen Frühzeit bis ins 19. Jahrhundert finden sich im archäologischen Park eine Vielzahl außergewöhnlicher Höhlenbauten: Klöster, Wallfahrtsorte, frühgeschichtliche Pfarreien, bischöfliche Einrichtungen. Rund 150 Sakralbauten, in denen sich verschiedenartigste Stile und religiös-historische Einflüsse vermischen. Nach einem ausführlichen Rundgang geht es auf die andere Seite der Gravina-Schlucht mitten hinein in die "Sassi". Bereits in der Jungsteinzeit wohnten hier die Menschen in den weißen Tuffsteinhöhlen, den Sassi. Die weiße Stadt Matera ist ein außerordentliches Beispiel einer Höhlensiedlung und einzigartig in Italien. Die Stadtansicht von Matera, seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe, ist so beeindruckend biblisch, dass sie für zahlreiche Filme als Kulisse diente. Eine geführte Stadtbesichtigung zeigt das komplexe System der Keller und Grotten, Zisternen und kleinen Kanäle, Kirchen und Stallungen. Matera gilt in Süditalien als die lebenswerteste Stadt – Sie werden verstehen warum. Ihr Quartier ist heute eines der wunderbar renovierten und komfortabel ausgestatteten Bed-and-Breakfast-Unterkunft: gehobene, großzügige und absolut romantische Häuser inmitten der traumhaften Szenerie der Sassi. Hm ↑150 ↓150 Gz 2–3 h [F/–/A]
10. Tag: Trekking in der Gravina-Schlucht mit der Besichtigung weiterer, teilweise sehr versteckter Höhlenkirchen und Wohnstätten. Die Fledermausgrotte, Cristo la Selva und das Sarazenendorf sind einige der besuchten Plätze während der Wanderung. Am Nachmittag Fahrt mit dem Bus zum nahen Bergdorf Montescaglioso, 336 m, wo Sie mit dem Besuch der alten Abtei S. Michele Arcangelo noch einmal "Kultur tanken". Rückkehr nach Matera am frühen Nachmittag, damit genügend Zeit bleibt, das außergewöhnliche Flair der Stadt genießen zu können. Der kulinarische Abschluss des Tages: Man trifft sich zum gemeinsamen Abschiedsabendessen in einem typischen Lokal in den Sassi. Hm ↑150 ↓150 Gz 4–5 h [F/–/A]
11. Tag: Fahrt zum Flughafen Bari (75 km/1,5 h) und Rückflug mit Lufthansa nach München. [F/–/–]

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Flüge mit Lufthansa München–Bari und zurück, 23 kg Freigepäck
  • Flughafentransfers und Busfahrten laut Programm
  • Besichtigungen und Eintritte laut Programm
  • 10 x Halbpension
  • 3 x Hotel***, 5 x Agriturismo/Albergo, 2 x Bed and Breakfast, jeweils im DZ
  • Reiseleitung durch einen DAV Summit Club Kultur- und Bergwanderführer

Bei uns außerdem enthalten

  • Reiserücktritt-/Abbruch-/Kranken-/Haftpflichtversicherung
  • Wasser und Tischwein (1/2 l) zum Abendessen 

Teilnehmerzahl:

8–15 Personen

Reisedokumente

Personalausweis oder Identitätskarte

Zusatzkosten:

Trinkgelder ca. € 25,–

Zusatzinformationen:

Ihr freiwilliger atmosfair-Beitrag ca. € 16,–

Unterbringung

OrtNächteUnterbringungLandeskategorie

Venosa

1Albergo Oratio

Castelmezzano

2Agriturismo Becco della Civetta

Maratea

2Hotel Capocasale***

Viggianello

2Agriturismo La Locanda di S. Franceso

Tursi bei Rabatana

1Hotel Palazzo dei Poeti***

Matera

2Bed and Breakfast

Anforderungen

Voraussetzungen

Technisch leichte Tageswanderungen, für die Sie Trittsicherheit und Kondition für Gehzeiten bis 6 h benötigen. Bei der Wanderung auf die Serra del Prete müssen Sie mit bis zu 8 h rechnen.

Wanderungen

Technik:
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Serra del Prete

Technik:
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Kondition:
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Details

BuchungscodeITBAS
DAV-Mitglieder-Bonus:30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart Flug
Innerdeutsche Anschlussflüge nach/ab München auf Anfrage ca. € 100,– für Flugsteuern. A/CH auf Anfrage.
ZimmeraufpreisEinzelzimmer € 225,–
Termine

Haben Sie Fragen zu dieser Reise?

Karin Sturm

Gerne helfe ich Ihnen weiter.

Karin Sturm
Telefon: 089/642 40 116Telefon: 089/642 40 116
E-Mail sendenE-Mail: sturm@dav-summit-club.de