Liebliches Piemont und Val Maira: Wanderungen, Kultur und Kulinarik

Programm
Das sagen Mitreisende

Beschreibung

  • Kultur-Rundreise mit Tageswanderungen, 9 Tage
  • Turin: Stadt zwischen Alpen und Po
  • Mittelalterliches Saluzzo mit Schloss Manta
  • Wandern im Val Maira: das „Südtirol des Piemont”
  • Trüffel und Spumante in Alba und Canelli
  • Weinprobe und Wanderung in der Langhe:
    von Barolo nach La Morra
  • Kloster Sacra di San Michele im Susa-Tal

Programm

1. Tag: Treffpunkt im Hotel in Turin, 240 m, eine der lebhaftesten Städte Italiens: elegant, jung, dynamisch – und ganz anders als der Rest Italiens. Das Ordnungsprinzip der Römer, die lange Herrschaft der Savoyer und immer wieder die Nähe zu und zeitweise auch Regentschaft durch die Franzosen prägen die weitläufige Stadt mit ihren Prunkstraßen, riesigen Prachtplätzen und herrschaftlichen Bauten. Turin erweist sich so als ein eigenwilliges Zentrum Piemonts, das weit mehr als nur Fiat, Grabtuch und Olympiade zu bieten hat(te). Zahlreiche Bistros, italienische Eckbars und vor allem der üppige Aperitif, bei dem sich die Lokale mit kleinen Köstlichkeiten übertrumpfen, locken noch vor dem Abendessen. Das Hotel ermöglicht durch die zentrale Lage ein Bad in der Menge ebenso wie ein wenig Ruhe im Wintergarten oder in den stilvollen Zimmern. Beim Abendessen lernen Sie mit Ihrem Reiseleiter ein nahes, typisches Restaurant kennen, das auch die Fußballer von Juventus Turin gerne aufsuchen. Zwei Hotelnächte in Turin. [–/–/A]
2. Tag: Eine Stadt zwischen Fluss und Bergen, auch das ist Turin. Heute erobern Sie die Metropole auf eine etwas andere Art: Eine Wanderung entlang des Flusses Po, der „Turiner Riviera”, führt Sie zum Stadtteil Sassi. Von dort aus befördert Sie die Zahnradbahn hinauf auf die Superga, die 672 m hohe Panoramakuppe von Turin, die auch einen Blick auf die Alpen zulässt. Von der Kuppel der Wallfahrtskirche aus, ein Bau des Barockarchitekten Juvarras, können Sie der Stadt sozusagen aufs „Dach steigen”. Nach der Besichtigung wandern Sie gemütlich bergab und nähern sich wieder dem bunten Trubel. Danach kurze Erholung in der Mittagspause: vielleicht bei einem „Bicerin”, der Turiner Mischung aus Kaffee, heißer Schokolade und Sahne in einer der verführerischen Confiserien? Am Nachmittag erkunden Sie die schönsten Teile des Zentrums mit den schlossähnlichen Palazzi rund um die Piazza Castello und die Via Po. Das römische Viertel lockt ebenso wie der Parco del Valentino: Turin ist nicht nur vielseitig, sondern magisch. Angeblich steht es in einem ganz besonderen Kräftezentrum: Lassen Sie sich bei vielen Anekdoten für die nächsten Wandertage stärken. Und natürlich auch bei einem typischen Abendessen im Restaurant. Hm ↓450 Gz 4,5 h [F/–/A]
3. Tag: Die mittelalterliche Stadt Saluzzo, 395 m, und das Grafenschloss Manta sind heute die Ziele, sobald Sie mit dem Bus Turin verlassen haben (80 km/1,5 h). Die antike Hauptstadt der Grafschaft Saluzzo zeigt die andere Seite Piemonts: Enge Gassen, steile Treppen und das warme Rot der Hauswände sind ein reizvoller Kontrast zu Turin. Im historischen Zentrum, das sich den Hügel hinauf zieht, ist noch die städtische Struktur mit mittelalterlichen Palästen und Monumenten erhalten. Am Ende der „Salita al Castello” können Sie einen Blick auf das ehemalige Gefängnis werfen, das zum Museum umgebaut wird. Rund um den Schlossplatz mit seinen eleganten Häusern mit Terracotta und Fresken fallen die  Stadtverwaltung und der Stadtturm von 1462 auf. Ein idealer Platz für eine Mittagspause, bevor es zu Fuß weitergeht zum Castello della Manta. Das war das Schmuckstück des Markgrafen von Saluzzo: Sie wandern über die grünen Hügel zu einem strategisch wichtigen Punkt zwischen den Bezirken Saluzzo und Cuneo. Dort wurde das Castello della Manta im 14. Jahrhundert gemäß des Wunsches von Tommaso III. erbaut. 1416 gab sein Erbe Valevano die berühmten Fresken in Auftrag: Wer die spätgotischen, französisch-modisch orientierten Ritter und Helden malte, ist bis heute ungeklärt. Ob sein gemalter Jungbrunnen noch immer die famose Wirkung hat, die er Ihnen zeigt? Sie können es nach dem Schlossbesuch überprüfen und sich auf der Busfahrt ins Val Maira erholen (90 km/1 h). Dort angekommen werden Sie im gemütlichen Ambiente einer urigen Berg-Pension in Acceglio, 1200 m, Ihr Abendessen genießen. Hier bleiben Sie für zwei Nächte. Hm ↑200 ↓200 Gz 4,5 h [F/–/A]
4. Tag: Das Val Maira, das „Südtirol des Piemont“, lockt mit zwei Wanderungen: Entweder Sie wählen eine anspruchsvolle Tour in die schroffen Berge, oder Sie gehen es gemütlicher mit einer Kulturwanderung an. In beiden Fällen präsentieren sich die Alpi Cozie (Kotttische Alpen) wild und fast unberührt. Eng und versteckt nahe der französischen Grenze haben sich hier auch die alten Steinhäuser und vor allem die okzitanische Kultur mit ihrer eigenen Sprache erhalten. Nur Wallfahrer, Freigeister und neuerdings auch Bergsteiger verschlägt es hierher. Die lange Rundwanderung folgt auf der südlichen Talseite dem Sentiero Pier Giorgio Frassati: Gut ausgebaute Steige führen Sie über mehrere Höhlen und Quellen hinauf in eine einmalige Kulisse aus blühenden Wiesen, Felsen und Seen. Sind zwei kurze, steilere Passagen überwunden, geht es auf Höhenwegen vorbei am Bivacco Bonelli durch eine Arena von Dreitausendern. Am Passo della Cavalla, 2561 m, ist es geschafft: Ein komfortabler Weg leitet bergab und passiert den Stroppia-Wasserfall, bevor es das Tälchen hinaus geht. Wer mehr auf Kultur setzt, der schließt sich dem Reiseleiter nach Elva an: Per Bus geht es durch das pittoreske Maira-Tal und hinauf nach Elva, 1080 m (19km/25 Min.). In diesem isolierten Dorf ist in der Pfarrkirche vor allem die Kreuzigung des Flamen Hans Clemer von 1493 zu sehen. Neben dem Kirchenbesuch steht auch das Perückenmuseum an: Die armen Bauersfrauen hielten sich im Winter mit der Verarbeitung von Haaren über Wasser. Danach erschließen Sie sich auf einer stillen Wanderung die singuläre Wiesen- und Felslandschaft bis hinauf zum Colle delle Cavalline. Spätestens beim verdienten Abendessen in der Locanda Msitral treffen wieder alle zusammen. Hm ↑1000 ↓1000 Gz 6 h bzw. Hm ↑300 ↓300 Gz 3,5 h [F/M/A]
5. Tag: Ein Felszahn oder eine Talwanderung: Auch heute haben Sie die Qual der Wahl. Die längere Wanderung, der Giro della Rocca Provenzale, führt Sie gen Norden auf einem wenig begangenen Bergweg das Kar hinauf zum Colle Greguri, 2319 m. Beim Näherkommen zeigt sich, dass man hinter den Felswänden des Rocca Provenzale bestens passieren kann und dann wiederum die perfekte Übersicht über den Talschluss hat. Deutlich sanfter geht es hinab zu den ersten Steinhäusern, wo sich kurz davor im Frühjahr ein imposanter Wasserfall über Felswände brodelnd in die Tiefe stürzte. Auch die zweite Wandergruppe wird dieses Spektakel sehen: Allerdings als Endpunkt einer leichten Tal- und Hügelwanderung auf verwunschenen Wegen, die genug Zeit lässt, die Schönheiten, den See, die alten Bauernhäuser und auch vielleicht einen Caffè in der letzten Bar des Tales zu genießen. Nach der Wanderung ist Entspannung bei einer aussichtsreichen Busfahrt nach Barolo (100 km/2 h) angesagt. Der kleine Ort Barolo, 413 m, ist Namensgeber eines berühmten Weines. Wer Lust hat, kann im mächtigen Schloss die regionale Enotheka besuchen: ein eindrucksvolles Schaufenster der elf Wein-Gemeinden. Neben Ausstellungen und einer ethnographischen Sammlung beherbergt das Castello auch eine Probierstube, die Sie heute oder morgen in wenigen Gehminuten vom Hotel aus erreichen können. Zunächst aber empfängt Sie das traditionsreiche Haus mit einem eigenen Aperitif und der regionalen Küche. Zwei Hotelnächte in Barolo. Hm ↑700 ↓700 Gz 4 h bzw Hm ↑200 ↓200 Gz 2 h [F/M/A]
6. Tag: Das Weinland rund um Barolo ist wie geschaffen dafür, kulinarische Gipfelgenüsse  zu erwandern. Selbst hartgesottene Toskana-Liebhaber werden erstaunt sein: Die Hügellandschaft ist geprägt von endlosen Reihen Weinreben, hübschen Schlösschen und Orten auf Aussichtskuppen, nicht aber vom Tourismus. Die Wanderung direkt vom Hotel aus führt Sie auf komfortablen Wegen mitten durch die wellige Kulturlandschaft nach La Morra. Der Ort mit antikem Kern dominiert mit seiner Lage auf dem Gipfel eines mächtigen Vorgebirges auf der einen Seite das Po-Tal mit der Alpenkette und auf der anderen eine Folge von Weinbergen, die ein ungewöhnlich schönes Amphitheater bilden. Zeit für einen Stopp in der berühmten Rocche-Costamagna-Kellerei: Dort wird Ihnen eine regionale Weinprobe kredenzt, die Sie in der Mittagspause verdauen können. Nachmittags schließt sich der Besuch des Weinmuseums Ratti an, beschwingt kehren Sie dann zu Fuß zurück zum Hotel, zu Swimmingpool und Abendessen. Hm ↑400 ↓400m Gz 5 h [F/–/A]
7. Tag: Trüffel und Spumante: Dafür stehen Alba und Canelli. Nach dem Frühstück führt Sie eine kurze Fahrt nach Alba: Die Stadt, die auf eine römische Siedlung zurückgeht, erlebte ihre Blüte im Mittelalter, und diese Zeit prägte auch das Stadtbild. Die Geschlechtertürme aus rötlichem Stein, die Altstadt mit der imposanten Kathedrale samt Glockenturm aus dem 15. Jahrhundert sowie die schmucken historischen Geschäftsstrassen sind auf jeden Fall einen Besuch wert. "Alles Trüffel" heißt es dann bei der Probe: Der Pilz hat den Ruhm und das Vermögen der Stadt begründet – und dem Erfindungsreichtum bei der Verarbeitung sind keine Grenzen gesetzt. Die Betriebe sind allerdings auf die rund 10 000 professionellen Trüffelsucher und ihre Hunde angewiesen. Sie haben es komfortabler – und fahren per Bus nach Canelli in der Provinz Asti (33 km/40 min). Hier wurde vor rund 150 Jahren der erste Spumante erzeugt. Sie besichtigen die historischen Weinkeller und die Produktionsstätten des Traditionsunternehmens Gancia, das den Spumante berühmt machte – den Sie natürlich auch probieren dürfen. Anschließend wandern Sie durch die Weinberge des Moscato, des berühmten Süßweines dieser Region, direkt bis zur Unterkunft nahe Castelnuovo Calcea,157 m. Der Agritusimo ist ein liebevoller Familienbetrieb mit kunstvoll ausgemalten Zimmern und Swimmingpool. Hier kocht "la Mamma"! Hm ↑300 ↓300 GZ 2,5 h [F/–/A]
8. Tag: Stadt, Kloster, See – also Asti, San Michele und Avigilana – so heißt die heutige Trilogie. Morgenspaziergang vom Hof zu den Burgruinen von Castelnuovo Calcea mit gigantischem Ausblick über die Weinhügel der Langhe. Von hier aus bringt Sie der Bus nach Asti (19 km/25 Min.). Die Hauptstadt bietet ein eigenwilliges Platz-Gassen-Gefüge und vor allem eine mächtige Kathedrale. Nach einer kurzen Besichtigung fahren Sie weiter zum Naturpark Lago d’Avigliana und haben schon das Nachmittagsziel vor Augen: den Besuch des Klosters Sacra di San Michele (80 km/1 h). Filmreif thront dieses mächtige Bollwerk auf einem Felsklotz vor der gewaltigen Bergkulisse: 700 Jahre wurde es von den Benediktinern bewirtschaftet und verteidigt, bis es 1706 von den Franzosen teilweise zerstört wurde. 130 Jahre später zog dann Anton Rosmini mit seiner Kongregation samt Akademie ein, gleichzeitig wurden die ehrwürdigen Mauern zur Grablege der Savoyer. Früher säumten mumifizierte Brüder die Totentreppe hinauf zur Kirche, heute rücken zwischen Strebebögen und Loggien eher das romanische Zodiakus-Portal oder der waghalsig über dem Abgrund gebaute Chor ins Blickfeld. 1994 wurde die Abtei als „Symboldenkmal der Region Piemont” anerkannt und zu einem Geheimtipp für Pilger und Ausflügler: Sie wandern auf dem Kreuzweg, angelegt auf einem alten, gleichmäßig steigenden Mulipfad, hinauf. Nach dieser würdigen Abschlusstour geht’s zurück ins Stadthotel in Turin und zum Abendessen (32 km/40 Min.). Hm ↑ 700, Gz 2,5h [F/–/A]
9. Tag: Abschied von Turin nach dem letzten gemeinsamen Frühstück im Hotel und individuelle Heimreise. [F/–/–]

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Fahrten und Transfers laut Programm
  • 5 x Hotel***, 1 x Agriturismo, 2 x Berg-Pension, jeweils im DZ
  • 2 x Vollpension, 6 x Halbpension
  • Reiseleitung durch einen örtlichen, deutsch sprechenden Kultur- und Wanderführer

Bei uns außerdem enthalten

  • 2 x Weinverkostung
  • 1 x Trüffelprobe
  • Twin-Konzept im Maira-Tal: ein zusätzlicher Bergführer
  • Reiserücktritt-/Abbruch-/Kranken-/Haftpflichtversicherung
  • Gutschein für den Summit Shop € 50,–

Teilnehmerzahl

8–15 Personen

Reisedokumente

Personalausweis bzw. Identitätskarte

Wichtiger Coronahinweis

Der DAV Summit Club und die Leistungsträger erbringen ihre Leistungen stets unter Einhaltung und nach Maßgabe der zum Aufenthaltszeitpunkt vor Ort geltenden behördlichen Vorgaben und Auflagen. Aus diesem Grund kann es zu Corona bedingten angemessenen Nutzungsregelungen oder –beschränkungen bei der Inanspruchnahme der Leistungen kommen. Bitte beachten Sie die behördlichen Vorgaben für die von Ihnen besuchte Destination 

Italien allgemein: http://www.salute.gov.it/portale/nuovocoronavirus/dettaglioFaqNuovoCoronavirus.jsp?lingua=italiano&id=23

Südtirol: https://www.suedtirol.info/de/informationen/coronavirus

Sizilien: http://www.visitsicily.info/en/coronavirus-disease-info-about-current-situation-in-sicily/

Sardinien: https://sus.regione.sardegna.it/sus/covid19/regimbarco/init

Zusatzkosten

Trinkgelder ca. € 25,–; Öffentlicher Bus vom Flughafen zum Hotel einfach ca. € 6,–; Taxi vom Flughafen zum Hotel einfach ca. € 30,–; Parkagarage beim Hotel für Anreise mit Pkw ca. €15,– pro Tag

Unterbringung

OrtNächteUnterbringungLandeskategorie

Turin

3Hotel Piemontese***

Maira-Tal

2Locanda Mistral

Barolo

2Hotel Barolo***

Canelli

1Agriturismo

Anforderungen

Kultur-Rundreise mit leichten Wanderungen, für die Sie Kondition für 2-5 h benötigen. Im Val Maira haben Sie die Möglichkeit, an einer sechsstündigen Wanderung mit einem Höhenunterschied von 1000 Hm teilzunehmen. Alternativ steht jedoch auch eine leichtere Wanderoption zur Wahl.

Wanderungen

Technik:
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Val Maira

Technik:
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Kondition:
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Details

BuchungscodeITPIE
DAV-Mitglieder-Bonus:30,- [1x pro Kalenderjahr] oder Ihr freiwilliger Umweltbeitrag € 30,-.
Anreiseart eigene Anreise
Ihre Anreise nach Turin gestalten Sie selbst. Gerne buchen wir einen Flug für Sie. Verbindungen bestehen ab allen größeren Flughäfen. Frühbucher fliegen in der Regel günstiger: Die Preise variieren je nach Abflughafen, Saison und Buchungszeitpunkt.

ZimmeraufpreisEinzelzimmer, nicht im Maira-Tal € 195,–
Termine