WÜSTEN, SCHLUCHTEN UND ZWEI MEERE

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Amman, die Hauptstadt präsendierte sich als moderne lebendige Metropole in der hügeligen Landschaft. Wüste auf der einen, das fruchtbare Jordantal auf der anderen Seite. Vom Gang auf den Zitadellenberg bekam die Gruppe diesen Eindruck. Der Bus brachte die Berchtesgadener nach Jerash, eine sehr gut erhaltene Ruinenstadt. Die Teilnehmer bestaunten die Kolonadenstraße und das antike Theater, das aus der vorchristlichen Zeit stammt. Jordanien hat nicht nur viele altehrwürdige Schätze zu bieten, sondern auch sehenswerte Naturreservate. Die Gruppe wanderte durch grüne Gegenden mit alten Eichen- und Olivenbäumen, die Zuflucht von seltenen Vogelarten sind. Die auf über 1200 Meter liegende Burgruine von Ajlun beeindruckte alle mit ihren fünf Stockwerken und der ausgeklügelten islamischen Architektur. Auch die Stadt Madaba hat viel zu bieten, sie ist reich an alten Kirchen. So befindet sich in der St.-Georgkirche eine Mosaik-Landkarte mit ursprünglich 2 Millionen Steinchen.

Der Jordan und die Taufe Jesu

Ganz nahe der israelischen Grenze fließt der Jordan. Die Gruppe schaute sich die Stelle an, an der angeblich Johannes Jesu getauft haben soll, damals hoffentlich mit klarem Flusswasser, heute ist es trüb und schlammig. Das hindert die zahlreichen Pilger jedoch nicht, freudig und mit großen Hallo in die schmutzige Brühe einzutauchen. Wie so oft streiten sich die Experten, ob es sich tatsächlich um die Taufstelle Jesu handelt. Beim Baden im Toten Meer, das mehr als 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, hatten die Berchtesgadener viel Spaß. Sie ließen sich treiben und gingen nicht unter, Arme und Beine ausgestreckt im über 30 Prozent salzhaltigen, warmen Wasser. Es ist ein einmaliges Gefühl, das sich so an keinem anderen Ort unserer Erde erleben läßt.

Eine Wanderung durch das Wadi bin Hammat stand ebenfalls auf dem Programm. Die Gruppe hatte keine Vorstellung davon, war aber dann hellauf begeistert. Der Weg führte durch eine Schlucht mit angenehm warmem, teils knietiefem Wasser, rundherum eine märchenhafte, fast tropische Pflanzenwelt. An den glatten Felswänden zauberte die Sonne einzigartige Farbspiele. Mittendrin auf einer Sandbank wurde gerastet und die mitgebrachte Brotzeit verzehrt. Im Quartier in Dhana fegte ein Sturm durchs Dorf und zerstörte das Essenszelt. Beim Wandern im Naturreservat um Dhana herrschte wieder Windstille. Die Teilnehmer kraxelten über Felsen aus Sandstein und amüsierten sich über eine neugierige Ziegenherde mit ihrem Hirten.

Die Felsenstadt Petra - das Weltkulturerbe - zog die Gruppe voll in ihren Bann. Von der vornehmen Unterkunft gleich am Eingang des Felsenweges, wanderten die Teilnehmer durch eine unglaubliche Landschaft in einer perfekten Architektur. Die Schaffenskraft und der Reichtum der Nabatäer, die vor über 2000 Jahren diese grandiosen Bauten aus dem farbigen Fels schufen, haben auch heute nichts von der Faszination verloren. Die AVler blickten auf bizarre Formen und einzigartige Werke, Licht und Schatten machten sie noch spannender. Die Gruppe erwanderte das ganze Gebiet zu Fuß, man hätte auch mit der Kutsche fahren, auf Pferden, Eseln und Kamelen reiten können. Abseits der Touristenmassen besuchte die Gruppe eine Opferstätte der Nabatäer hoch oben in den Felsen, genoß die Aussicht auf das ganze Areal und gönnte sich einen leckeren Granatapfelsaft.

Es folgte der nächste Höhepunkt: das Wadi Rum, die Sandwüste mit mächtigen Felsformationen. Die Teilnehmer übernachteten im fest installierten, stilvollen Wüstencamp und ließen sich im großen Beduinenzelt das traditionelle Essen schmecken. Die Nächte sind kalt, alle bestaunten den großen Sternenhimmel, Kontraste wie sie schöner kaum sein können. Beim Gang zur Steinbrücke von Burdah ließen die Teilnehmer die hohe Intensität der Vielfalt der Formen und Farben auf sich wirken.

Geländewagen fuhren die Gruppe hinaus, alle stiegen wieder in den Bus und weiter gings nach Aquba am Roten Meer. Das kristallklare Wasser lud zum Baden ein, die Berchtesgadener spazierten durch die interessante Altstadt und alle zusammen genossen ein typisch jordanisches Abendessen.

Wir haben ein herrliches Land kennen gelernt, jeden Tag neue Eindrücke und Erlebnisse wahrgenommen. Den freundlichen Jordaniern wünschen wir weiterhin Frieden in ihrem Land.

Der DAV Summit Club hat diese Sektonsreise zu unserer vollsten Zufriedenheit organisiert, kann nur weiter empfohlen werden !

Christl Zembsch
DAV Sektion Berchtesgaden

Zuhörige Reise


12 Tage ab € 1995

Kulturwanderungen im Reich der Nabatäer – Felsenstadt Petra und Wüstentrekking im Wadi Rum

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