Expeditionserfolg am Kilimandscharo

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Alle fünf Teilnehmer der DAV Summit Club Kilimandscharo-Expedition konnten sowohl den Mt Meru, 4566 m, als auch den Uhuru Peak, 4895 m, über die technisch anspruchsvolle Western Breach Route besteigen.

Nachdem eine Sondergenehmigung für die Besteigung des Kilimandscharo über die neue "Thomas-Glacier-Route" kurzfristig zurückgezogen wurde, musste eine Alternative für die Gletscherroute auf den Kibo gefunden werden. Als einzige wirkliche Alternative bot sich die "Western-Breach-Route "mit einem neu erkundeten Rundkurs im Hauptkrater an.

Dank optimaler Akklimatisation am Nachbarvulkan Mt Meru konnte die Gruppe ohne Probleme die anspruchsvolle Umbwe-Route bis zum Arrow Galcier Camp, dem Ausgangslager für die Gipfelüberschreitung, begehen. Start am Camp auf 4800 Metern Höhe war um 1:30 Uhr. Bereits zum Sonnenaufgang um 6:00 Uhr war der Hauptkrater, 5700 m, erreicht. Ein herrlicher Sonnentag stand der Expeditionsgruppe bevor.

Zunächst wurde der Hauptkarter in feinem Lavasand Richtung Norden durchquert. Der Aufstieg zum "Nördlichen Eisfeld" konnte mit 30 Metern Fixseil bewerkstelligt werden. Erster Gipfel im Vulkanmassiv war die Wetterstation auf dem Nördlichen Eisfeld, 5860 m. Gleich danach ging es etwa 1,5 Kilometer auf dem Eis in Richtung Osten bevor über eine Eisrinne wieder in den Krater abgeseilt werden konnte. Lange zog sich der Anstieg auf den Reusch-Krater hin. An dessen höchstem Punkt, 5850 m, konnte die Gruppe ein selbstgezimmertes Gipfelkreuz anbringen.

Nach dem Blick in den 200 Meter tiefen Kraterschlund wurde zum Furtwängler-Gletscher abgestiegen. Auf Grund der globalen Erwärmung hat sich dieser Gletscher geteilt und kann nun entlang der bis zu 30 Meter hohen, senkrechten Eiswände durchwandert werden. Am Ende des Furtwängler Gletschers wurde das verlassene Crater-Camp erreicht. Von diesem ging es nochmals 150 Höhenmeter, über einen steilen Schotterhang und eine anschließende Rinne von Westen zum Gipfelschild des Uhuru-Peak, 5895 m. Top of Afrika!

Bei strahlend blauem Himmel stand die Gruppe um 11:00 am Hauptgipfel des Kibo. Sechs Stunden später war das 3000 Meter tiefer liegende Mweka-Camp erreicht und die Überschreitung des Kilimandscharo geschafft.
 
Wir gratulieren herrzlich:


Ruth Freund (A)
Martin Freund (A)
Oliver Biefer (CH) zum 6. der "Seven Summits"
Wolfgang Heintges (D)
Dr Manfred Schulz (D)
Thomas Lämmle (Expeditionsleiter D)
 
Hinweis: Die Überschreitung des Klimanjaro über die Western-Breach-Route und die Durchquerung des Hauptkraters wird 2011 als reguläre Tour vom DAV Summit Club angeboten. Eine Sonderreise unter der Leitung von Thomas Lämmle wird sich noch mehr Zeit für die Erkundung des Hauptkraters und der Gletscher nehmen und dafür im Krater übernachten (vorauss. Nov 2011).

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