21.05.2015
Nepalesisches Tagebuch #02: Der zweite Tag

Der gestrige Morgen begann damit, dass uns unser Partner beim Frühstück gefragt hat, ob wir in der Nacht das Beben bemerkt haben. Es war ein kleineres Nachbeben, das unserer Kenntnis nach keinen weiteren Schaden angerichtet hat. Im Laufe des Tages gab es noch zwei Nachbeben. Auch hier war nichts zu spüren, außer dass in Kathmandu kurz der Verkehr zum Stehen kam. Alle Anzeichen verdichten sich also, dass das große Beben vorbei ist und die Nachbeben langsam ausklingen.

Herbst 2015 - ein erster Hoffnungsschimmer
Wir gewinnen immer mehr den Eindruck, dass die DAV-Summit-Club-Programme im Annapurna bzw. im Everest Gebiet im Herbst wieder durchgeführt werden können. Im Langtang Nationalpark wird es wegen der Schwere der Schäden und Folgen länger dauern, bis dort wieder eine funktionierende Infrastruktur aufgebaut ist.

Koordinierung der Hilfsmaßnahmen

Am Nachmittag waren wir auf dem Koordinierungsmeeting der NGO´s in der Deutschen Botschaft eingeladen. Hier konnten wir uns ein aktuelles Bild vom Stand der Hilfsmaßnahmen machen. Dieser Austausch war höchst interessant, denn hier waren alle deutschen Hilfsorganisationen versammelt. Erfreulich ist, dass die Verteilung und Koordination der Hilfsgüter durch die lokalen Behörden inzwischen gut funktioniert. In einem Austausch zwischen dem Wirtschaftsministerium und den Hilfsorganisationen werden Maßnahmen für die kurzfristigen Bedürfnisse der Menschen (Unterkunft/Nahrung/Medizinische Versorgung) festgelegt und ein langfristiger Wiederaufbauplan erstellt.

Engagement des DAV und des DAV Summit Clubs

Bei einem Austausch mit der örtlichen GIZ als lokaler Partner für ein eigenes Hilfsprogramm, sind wir auf einige Projekte aufmerksam geworden, die für unser Engagement interessant sein können. Hier gibt es sehr konkrete und sinnvolle Ansätze, die wir momentan ausarbeiten, um sie nach unserer Rückkehr gemeinsam mit dem Präsidium des DAV weiter voranzutreiben. Dabei ist vor allem der langfristige und infrastrukturelle Aspekt von großer Bedeutung.

Tagesausklang

Beim Abendlichen Spaziergang durch Thamel herrscht eine gespenstische Ruhe. Man merkt, dass keine Touristen in der Stadt sind und es ist schwierig ein Restaurant für das Abendessen zu finden. Wer Thamel kennt, weiß, dass die Dinge eben doch nicht ganz normal sind.

Lesen Sie morgen im Tagebuch

„Bestandsaufnahme“ der Sehenswürdigkeiten und Heritage Stätten.