Expeditionserfolg am Cho Oyu Zurück zur Übersicht

"Die Göttin des Türkis" nennt man den Cho Oyu auch, den 8201 Meter hohen Eisriesen im Himalaya. Eine DAV Summit Club-Expedition war unter schwierigsten Bedingungen erfolgreich.

"Klein aber fein“ - so das Motto der DAV Summit Club Expedition 2010 zum 8201 Meter hohen Cho Oyu im Himalaya, dem sechsthöchsten Berg unserer Welt.

Am 31. August startete Expeditionsleiter Rupert Hauer mit den Teilnehmern Fritz Bruder, Florian Reininger und Alix von Melle in das Tibet-Abenteuer.
Während Fritz krankheitsbedingt leider sehr früh die Heimreise antreten musste, erreichten Rupter, Florian und Alix nach Anreise über Kathmandu, Zhangmu, Nyalam und Tingri am 13.09. das Tichy-Basislager auf 5680 Meter.

Schnell kamen die drei Bergsteiger aus Österreich und Deutschland mit der Akklimatisation und dem Aufbau der Hochlager voran. Dabei verzichteten sie auf den Einsatz von Climbing-Sherpas sowie auf künstlichen Sauerstoff. Ende September hieß es dann "Warten auf das Wetterfenster für einen Gipfelversuch“.

Schwierige Schnee- und Windverhältnisse sowie ein Sherpa-Streik in  Bezug auf das Verlegen der Fixseile zwangen fast sämtliche Expeditionen im Basislager im Nachmonsun 2010 unverrichteter Dinge zur Abreise. Luis Stitzinger, Produktmanager Expeditionen beim DAV Summit Club, versorgte seinen Expeditionsleiter tagtäglich mit den aktuellen Wetterdaten und so zeichnete sich endlich ein Wetterfenster für den Zeitraum 01.-03. Oktober ab.

Rupert, Florian und Alix starteten am 29. September im Basislager und erreichten am 1. Oktober nach Nächtigung im Hochlager 1 (6400 m) und 2 (7100 m) mit dem Hochlager 3 auf 7500 m das Sprungbrett für die Gipfelbesteigung. Aufgrund starker Winde (am 02. Oktober im Gipfelbereich konstant um 50 km/h) wurde die Aufbruchszeit in der Nacht auf den 02. Oktober mehrfach verschoben, ehe das Team dann letztendlich um 04.15 h startete.

Florian kehrte aufgrund der extremen Kälte (-30° C) knapp unterhalb des "Gelben Bandes“ auf ca. 7600 Metern um; Rupert und Alix erreichten bei Anbruch der Helligkeit das Ende der Fixseile nach dem Schneecouloir oberhalb des Gelben Bandes und stiegen im Alpinstil weiter Richtung Gipfel. Mühsam zu überqueren war noch einmal das weitläufige Gipfelplateau, ehe die beiden Bergsteiger nach knapp siebenstündigem Aufstieg um 11.15 h den höchsten Punkt des Cho Oyu erreichten.

Aufgrund des starken Windes war den beiden während des gesamten Aufstieges keine Pause möglich und auch am Gipfel hielten sie sich lediglich 15 Minuten auf, ehe sie sich an den beschwerlichen Abstieg machten. Noch am gleichen Nachmittag stiegen sie bis auf 6850 Meterab, am 3. Oktober erreichten sie wohlbehalten das Basislager.

Von über 450 angereisten Bergsteigern  gelang im Nachmonsun 2010 bisher neben Rupert und Alix nur zwei weiteren Bergsteigern der erfolgreiche Gipfelgang. Für Rupert war der Cho Oyu nach dem Dhaulagiri (2009) der zweite Achttausender; für Alix nach Gasherbrum II (2006), Nanga Parbat (2008) und Dhaulagiri (2009) der vierte Achttausender.

12.10.2010
Text: Alix von Melle
Bilder: Rupert Hauer, Florian Reininger, Alix von Melle 

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Expedition Cho Oyu, 8201 m

Tibet: Expedition Cho Oyu 8201m

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